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15.01.2009

Hundeexperte Martin Rütter wünscht sich einen "Hundeführerschein"

Hundeexperte Martin Rütter wünscht sich einen "Hundeführerschein"
In der VOX-Coaching-Doku "Der Hundeprofi" dreht sich ab dem 30. August 2008 alles um das Thema Hundeerziehung. In jeder Sendung behandelt Tierpsychologe Martin Rütter jeweils zwei tierische Problemfälle (siehe eigener Blog-Beitrag) und sorgt dafür, dass Hund und Mensch sich endlich richtig verstehen. Vor dem Start der Sendung spricht er über seine neue Aufgabe und betont, dass er sich eigentlich eines wünschen würde: Einen Hundeführerschein.

Was erwartet den Zuschauer bei "Der Hundeprofi"?
"Die Sendung wird vor allem mit viel Spaß zu tun haben. Wir haben ganz gezielt die klassischen Probleme zwischen Hund und Herrchen rausgesucht und wollen sie mit einem
Augenzwinkern darstellen." Die große Resonanz der Zuschauer zeigt, dass es starkes Interesse am Thema

Hundeerziehung gibt...?
"Ich denke, dass grundsätzlich ein hoher Bedarf an Coaching-Formaten da ist. Das Thema Hund und Mensch ist ja eines, das gesellschaftlich gesehen immer intensiver wird. Daher haben diese Formate, wenn sie nicht dogmatisch, sondern mit Spaß dargestellt werden, auch große Erfolge."



Mit welchen Problemen kommen Hundehalter am häufigsten auf Sie zu?
"Letztlich geht es immer um Kommunikationsmissverständnisse. Es ist sehr häufig so, dass die Menschen das Verhalten eines Hundes fehlinterpretieren, was zu großen Problemen führt."



Welche Probleme sind besonders schwer zu lösen?

Dominanz, Angst, Klauen, Wildern? "Das mit Abstand am schwierigsten zu lösende Problem ist das Phänomen Angst. Wenn ich einen Hund von seiner Angst befreien will, braucht er zu 100 Prozent Vertrauen zu seinen Menschen - und das braucht eine gewisse Zeit. Wir haben auch so einen Fall in der Serie, dass ein Hund nicht Auto fahren mag und spannenderweise geht er mit mir ohne Probleme ins Auto, aber mit seinen Haltern eben nicht."





Welche Rolle spielt die Hunderasse für verschiedene Verhaltensauffälligkeiten?
"Es gibt ganz gravierende Unterschiede zwischen den Hunderassen. Nehmen wir mal zwei Extreme: Die Menschen kaufen sich einen Jack-Russel-Terrier und haben die Hoffnung, der Hund solle mal etwas Ruhe ausstrahlen - das funktioniert natürlich nicht. Das sind sehr temperamentvolle, jagdpassionierte, tendenziell aggressive Hunde. Dann kommen die Leute und haben einen Berner-Sennenhund und sagen: 'Ich möchte aber einen Hund mit ganz viel Temperament' - und das sind große, eher schlafmützige, gemütliche Hunde."

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
"Ich hatte immer eine große Affinität zu Hunden und wusste schon früh, dass ich etwas mit Hunden zu tun haben will. Dann habe ich ein Jahr in Australien verbracht und habe dort mit Dingos gearbeitet, australischen Wildhunden. Danach war klar, dass ich dazu beitragen möchte, die Missverständnisse zwischen Hund und Halter aufzuklären. Es ist für mich sehr frustrierend, wie grob die Leute mit ihren Hunden umgehen."



Haben Sie schon mal einen Hund kennengelernt, den Sie nicht mochten?
"Ja klar. Ich glaube, dass Lehrer in der Schule auch Schüler haben, die sie mehr und weniger mögen und das ist bei uns Hundetrainern sicherlich auch so. Ich selber habe immer ein Faible für Hunde, die clever sind. Bei denen ich merke, dass sie immer noch einen Plan B in der Tasche haben. Dafür habe ich eine absolute Schwäche." Welches ist Ihr absoluter Geheimtipp für ein schnelles besseres Verhältnis zu einem verhaltensauffälligen Hund? "Ich denke, dass es da keinen Geheimtrick oder Kniff gibt. Dazu sind Hunde viel zu individuell. Aber im Vorfeld ein ganz wichtiger Rat: Informieren Sie sich, bevor Sie einen Hund haben. Viele Menschen kaufen sehr naiv und blauäugig einen Hund und wissen eigentlich gar nicht, was auf sie zu kommt, unterschätzen den Aufwand, unterschätzen das Temperament der Hunde."

Sollte man grundsätzlich mit einem Hund in die Hundeschule gehen?
"Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Ich würde mir wünschen, dass der Staat endlich mal so etwas wie einen Hundeführerschein einführt, denn viele Züchter wissen absolut nicht, was sie tun. Ein Wochenendseminar würde schon reichen, um die ganz groben Anfängerfehler zu vermeiden."

Was halten Sie von dem Sprichwort "Hunde, die bellen, beißen nicht"?
"'Hunde, die bellen, beißen nicht' kann man ausweiten im Sinne von: 'Während sie bellen, können sie nicht beißen, doch direkt danach tun sie das manchmal!'"

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