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13.01.2009

Iltis

Iltis



In der Figur ist der Iltis den beiden echten Marder ähnlich, wenn er auch etwas geringer ist. In der Färbung hingegen unterscheidet er sich deutlich. Während die beiden Marder unterseits hell und oberseits dunkel gefärbt sind, ist die Bauchseite des Iltis dunkel, fast schwarz, während der Rücken heller erscheint (er ist "verkehrt gefärbt"). Auch fehlt ihm der Kehlfleck der Marder. Das Gesicht ist weiß-braun gefleckt, die Unterwolle schimmert hell durch die locker stehenden Deckhaare. Die Rute ist kürzer als bei den Mardern. Der Iltiss hat im Unterschied zum Marder nur 34und nicht 38 Zähne .

Typisch für die lltisspur ist der "Dreisprung“ das heißt an sieht von jedem Vorwärtssprung nicht vier sondern nur drei Trittsiegel, ein Spurenbild das gelegentlich auch bei den Marder vor kommt.

Tagsüber sieht man ihn selten, es sei denn man hätte ihn aus seinem Tagesversteck vertrieben. Er bewegt sich hauptsächlich am Boden, klettert wenig, ist aber ein geschickte Schwimmer, denn er hält sich gern am Wasser auf, wo er auf "Wasserratten" (Wanderratte, Wühlmäuse, auch Bisam) und Frösche jagt . Wo Enten brüten, schont man ihn gern, weil er ein großer Feind der Wanderratten ist, die ihrerseits für die Jungenten gefährlich sind.

Man findet zuweilen Vorratskammern in seinem Jagdrevier, in denen er durch Biß gelähmte Frösche und andere Lurche speichert . Der Iltis ist weit weniger anpassungsfähig als der Steinmarder. Infolge der Verbauung und Verschmutzung von Gewässern und des modernen Umbaues landwirtschaftlicher Gebäude wurden seine Lebensmöglichkeiten stark eingeengt. Als "Kleintierjäger" suchte er vor allem im Winter gern Gehöfte, Ställe und Scheunen auf, wo er Mäuse und Ratten erbeutete und auch dem Hausgeflügel nachstellte. Günstige Lebensbedingungen findet er noch, wo Wildkaninchen häufig sind. Er erbeutet sie , vor allem Jungkaninchen - nicht nur "über der Erde", sondern folgt ihnen in die Baue. Diese Eigenschaft hat dazu geführt, daß die Menschen im ursprünglichen Verbreitungsgebiet des Wildkaninchens (Südwesteuropa) schon frühzeitig Iltisse zähmten und zur Jagd auf Kaninchen abrichteten. So ist aus dem Iltis eine Haustienform entstanden, das Frettchen. Die Jagd mit dem Frettchen hat sich zugleich mit dem Wildkaninchen während des Mittelalters über West- und Mitteleuropa ausgebreitet. Der Iltis wird volkstümlich auch als "Stänker bezeichnet. Er ist (wie die Wiesel ein Vertrete der " Stinkmarder": Das zur Reviermarkierung , benutzte Sekret der Analdrüsen duftet besonders intensiv. Die Losung ähnelt der der Marder nur ist sie etwas kleiner als diese, und manchmal mit Fischschuppen durchsetzt.

Die Ranzzeit findet in der Zeit von März bis Anfang Juni statt. Nach 6 Wochen bringt die Iltisfähe 4-1O Junge , die etwa 4 Wochen lang blind sind (keine Eiruhe!). Jahreszeitlich spätere Würfe sind möglich, wenn das erste Geheck verloren ging.

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