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15.01.2009

Island: Mit Täuschungsmanöver zurück in den Walfang

Island: Mit Täuschungsmanöver zurück in den Walfang
Aktuelle Studie entlarvt Walfangpläne Islands


Islands Harpunen könnten bereits diesen Sommer wieder Wale töten. Eine aktuelle Studie der Artenschutzorganisationen PRO WILDLIFE, WDCS, Whale & Dolphin Conservation Society, und der Humane Society of the United States (HSUS) enthüllt, wie Island hinter verschlossenen Türen die Wiederaufnahme des Walfangs nach 14 Jahren Pause vorbereitet hat. Auf der kommenden Montag in Berlin beginnenden Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) wird ein als "streng vertraulich" markierter Antrag Islands diskutiert, 500 Wale im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprogramms zu töten.

"Unsere Studie zeigt, mit welchen Tricks sich Island über Beschlüsse der internationalen Staatengemeinschaft hinwegsetzt" sagt Dr. Sandra Altherr von PRO WILDLIFE, Autorin der Studie und fordert Island auf, seine Walfangpläne zurückzunehmen. "Die Tatsache, dass die angeblich wissenschaftlichen Fangaktivitäten für Island nur dann Sinn machen, wenn das Walfleisch nach Japan abgesetzt werden kann, zeigt die wahren Beweggruende der isländischen Pläne" betont Nicolas Entrup, der Leiter der WDCS Deutschland.Die brisante Studie wird, so hoffen die Walschützer, auf der diesjährigen IWC-Tagung dafür sorgen, dass Island von der Staatengemeinschaft zur Rechenschaft gezogen wird. Denn die Beweislage ist erdrückend:

Island war in der Vergangenheit eines der aktivsten Walfangländer. Seit 1883 starben mindestens 35.195 Wale in isländischen Gewässern, darunter auch streng geschützte Arten. Noch Mitte der 1980er Jahre gab es heimliche Pläne Islands, Blau- und Buckelwale zu töten.

Das seit 1986 geltende Walfangverbot umging Island bereits von 1986-1989 unter dem Deckmantel des "Wissenschaftswalfangs". 1989 beendete Island aufgrund internationaler Proteste den Walfang und trat wenig später wutschnaubend aus der IWC aus.
Aktuell erhofft sich das Land durch Exporte von Walfleisch nach Japan ein erneutes Millionengeschäft. Doch Japan erlaubt nur Importe von Walfleisch aus IWC-Mitgliedsstaaten. Island trat also mit einem Täuschungsmanöver im Oktober 2002 der IWC wieder bei - die Legitimität der Mitgliedschaft unter Vorbehalt gegenüber dem bestehenden Walfangverbot wird jedoch bis heute von einigen Staaten angezweifelt.
Island hat im März 2003 bei der IWC einen "Forschungsantrag" eingereicht, der ab dem 16. Juni auf der IWC diskutiert wird. Der Antrag sieht die Jagd auf 200 Finnwale (die zweitgrößten Tiere der Welt), 100 Seiwale und 200 Zwergwale in den beiden kommenden Jahren vor.

In Island wird regelmäßig Fleisch von Walen und Delfinen verkauft, die angeblich aus Beifängen der Fischerei stammen. Dieser Verkauf wurde bislang weder registriert noch kontrolliert. Diese Praxis eröffnet illegalen Fang- und Handelsaktivitäten Tür und Tor.

Island gilt als einer der weltweit besten Plätze für "Whale Watching" und lockt immer mehr Urlauber an. Alleine 2002 waren es mehr als 60.000 begeisterte Waltouristen. Mit seinen Walfangplänen setzt Island diese boomende Tourismusbranche, aber auch sein seit einem Jahrzehnt aufgebautes Image als Walparadies aufs Spiel.

PRO WILDLIFE, die WDCS und die HSUS werden auf der IWC-Tagung alles daransetzen, dass Islands Walfangpläne durchkreuzt werden. Die nun veröffentlichte Studie wird hierzu wesentlich beitragen.

... Hintergrundinformationen zu Islands Walfang
http://www.prowildlife.de/de/Projekte/Wale/Walfang/Island/island.html

... Download (pdf) "Islands Walfang-Comeback"
http://www.prowildlife.de/de/Projekte/Wale/Walfang/Island/island.html



Im Fadenkreuz der Walfänger

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