Free counter and web stats

15.01.2009

IWC fordert sofortigen Stopp des Wissenschaftswalfangs Japans!

IWC fordert sofortigen Stopp des Wissenschaftswalfangs Japans!
Mit absurden Theorien versucht Japan, Wale für die Überfischung der Meere verantwortlich zu machen

Die Internationale Walfangkommission (IWC), die derzeit in London tagt, forderte Japan mit zwei Resolutionen auf, den "Wissenschaftswalfang" umgehend zu beenden. Vorangegangen war eine wenig überzeugende Präsentation japanischer Wissenschaftler zu den Ergebnissen ihrer Studien an Zwerg-, Brydes- und Pottwalen. Nach Angaben von PRO WILDLIFE sollte dies nicht nur die Ausdehnung des "Wissenschaftswalfangs" rechtfertigen, sondern auch die Meeresriesen als die Hauptverantwortlichen für die Überfischung der Meere entlarven. "Das Niveau der Diskussion ist erschreckend: Hier werden ökologisch komplexe Zusammenhänge der Nahrungskette völlig verzerrt, um die absurde Theorie Japans zu stützen", kritisiert Biologin Dr. Sandra Altherr, die für PRO WILDLIFE an der IWC-Tagung in London teilnimmt. Sie begrüßt deshalb ausdrücklich die klare Absage der IWC an die japanischen Pläne und die klare Position der Bundesregierung, die bei beiden Entscheidungen maßgeblich mitwirkte.

Japans Hypothesen und ihr wahrer Hintergrund:

"Seit Inkrafttreten des weltweiten kommerziellen Fangverbotes für Großwale 1986 sind die Erträge der japanischen Fischfangflotte auf die Hälfte zurückgegangen" - Hier wird bewusst der Eindruck vermittelt, die Wale hätten sich seitdem so sehr vermehrt, dass dies einen Zusammenbruch der Fischbestände verursacht hätte. In Wirklichkeit jedoch ist die Gesamtzahl der Großwale immer noch ein Bruchteil der Bestandsgrößen vor Beginn des industriellen Walfanges, als die Fischbestände noch weitgehend intakt waren. Gleichzeitig technisierte der Mensch in den vergangenen 20 Jahren zunehmend die Fangmethoden der Hochseeflotten und verwendete z.B. immer feinere Netze, die selbst Jungfische abgreifen und damit eine Erholung der Bestände verhindern.

"Wale fressen 3-5 mal so viel jährlich wie alle Fischfangflotten des Menschen zusammen fangen" - Zum einen liegen die Weidegründe der meisten Großwale nicht in den Regionen, die von den Fangflotten leergefischt werden. Zum anderen ist ein Großteil der von Walen verzehrten Meeresorganismen (z.B. die bevorzugte Beute der Pottwale: Tiefsee-Tintenfische) für den Menschen ökonomisch uninteressant. So ist nur ein Bruchteil der etwa 20.000 Fischarten kommerziell relevant.

"Durch das Töten von überzähligen Zwergwalen könnten Blauwale vor dem Hungertod bewahrt werden" - Ursachen für die unbefriedigende Bestandsentwicklung der Blauwale sind die Dezimierung der Bestände durch den industriellen Walfang auf eine so niedrige Zahl, dass die geschlechtsreifen Tiere Probleme haben, in den Weltmeeren Partner zu finden, ihre extrem niedrige Reproduktionsrate und der Rückgang ihrer Hauptnahrung Krill durch Klimaveränderungen. Eine Nahrungskonkurrenz mit Zwergwalen dagegen ist bislang nicht nachgewiesen.

PRO WILDLIFE-Expertin Altherr betont: "Japan versucht, durch seine "Wal-frisst-Fisch"-Debatte, Verbündete zu finden, um das kommerzielle Walfangverbot aufzuheben. Doch die meisten Länder durchschauen diese vordergründige Strategie. Ökologisch betrachtet ist die Theorie der Nahrungskonkurrenz zwischen Mensch und Walen jedenfalls völlig naiv." Insofern ist es für die Artenschützer nur konsequent, dass Japans "Wissenschaftswalfang" - wie auch bereits in den Vorjahren - erneut eine klare Absage erhalten hat. Im vergangenen Winter tötete Japan im Rahmen zweier Wissenschaftsprogramme insgesamt 500 Zwergwale sowie erstmals 50 Bryde-Wale und 10 Pottwale.

... Hintergrundinformationen zur IWC
http://www.prowildlife.de/de/Projekte/Wale/IWC/iwc.html

... Hintergrundinformationen zu Japans Walfang
http://www.prowildlife.de/de/Projekte/Wale/Walfang/Japan/japan.html



http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/



Wenn Wale weinen - die letzte Reise eines Finnwals (1/3)




Wenn Wale weinen - die letzte Reise eines Finnwals (2/3)




Wenn Wale weinen - die letzte Reise eines Finnwals (3/3)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer