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15.01.2009

Jedes Jahr werden eine Million Robben grausam abgeschlachtet

Jedes Jahr werden eine Million Robben grausam abgeschlachtet
Wenn man in diese süßen Knopfaugen blickt, dann kann man sich einfach nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die Robben brutal abschlachten. Leider, leider gibt es sie aber immer noch, die Robbenjagd, und zwar im großen Stil. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass jedes Jahr fast eine Million der wunderhübschen Tierbabies auf grausamste Art sterben? Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" wendet sich nun unter anderem Hilfe suchend an die EU.

Der am 23. Juli beschlossene Vorschlag der Europäischen Kommission für ein Importverbot von Produkten aus der brutalen Robbenjagd geht laut der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN nicht weit genug. Sollte dieser Vorschlag zum Gesetz werden, würden weiterhin tausende Robben auf grausame Art und Weise abgeschlachtet werden.

Der EU-Vorschlag sieht vor, Import und Handel mit Robben-Produkten EU-weit zu verbieten. Allerdings gilt das Verbot nicht für Produkte, für die Garantien vorliegen, dass die Jagd der Robben nach hohen Tierschutzbestimmungen erfolgt ist. Wenn den Tieren keine "unnötigen Qualen" zugefügt würden, könnten die Produkte weiterhin importiert und innerhalb der EU gehandelt werden.

Aus den gejagten Robben wird nie ein großer Seehund:


"Der Begriff "Tierschutz" hat in diesem Vorschlag nichts verloren", so Thomas Pietsch, Wildtierexperte von VIER PFOTEN. "Wenn weiterhin Tiere für überflüssige Luxusprodukte sterben müssen, kann keine Rede von Tierschutz sein."

Aus Tierschutzsicht gebe es bei der Robbenjagd keine so genannten "humanen" Tötungsmethoden, so Pietsch weiter. Darüber hinaus ließe sich das jährliche Abschlachten auf dem Eis kaum kontrollieren. Deshalb stelle sich auch die Frage, wer die Garantie für die Jagd ohne "unnötige Qual" erbringen müsse.

Jedes Jahr sterben fast eine Million Robben für die kommerzielle Verwertung. Über 90 Prozent der getöteten Robben befinden sich im Alter zwischen zwei Wochen und drei Monaten. EU-Bürger fordern seit vielen Jahren ein Ende der grausamen Robbenjagd - am Mittwoch hat die EU diese Bürger im Stich gelassen.

VIER PFOTEN fordert das Europäische Parlament auf, diese Schlupflöcher zu schließen und sich eindeutig für ein ausnahmsloses Verbot auszusprechen. Nur so kann gewährleistet werden, dass das alljährliche Blutbad auf dem Eis ein Ende nimmt.

Die Gesetzesvorlage ist ein sehr wichtiger Schritt zu einem Handelsverbot," so Dr. Ralf Sonntag, europäischer Leiter der Robbenkampagne des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). "Allerdings lädt die Ausnahmeregelung zur Umgehung des Handelsverbotes ein. Die Überwachung der Regeln auf den weiten, unübersichtlichen Eisfeldern ist nahezu unmöglich, ebenso wie ein tierschutzgerechtes Töten der Robben. Nur ein komplettes Verbot kann die Jagd beenden."

Meinungsumfragen in mehreren Ländern der EU belegen, dass Millionen EU-Bürger ein Handelsverbot befürworten und nichts mit der unnötigen Robbenjagd in Kanada zu tun haben wollen. Der jetzige EU-Entwurf ist jedoch schwächer als alle bestehende Gesetze oder Entwürfe in Ländern wie Belgien, den Niederlanden, Deutschland oder der Tschechischen Republik.

"Unser Anliegen ist, dass mit einem EU-weiten Handelsverbot die Märkte in Europa für Robbenprodukte geschlossen werden," erläutert Dr. Sonntag weiter. "Wie 1983, als in der EU die Einfuhr der weißen Baby-Robbenfelle verboten wurden, hoffen wir auch jetzt, damit der kanadischen Robbenjagd ein Ende zu bereiten."

Der IFAW will die kommerzielle Robbenjagd beenden, weil sie grausam, verschwenderisch und nicht nachhaltig ist. Während der letzten fünf Jahre schlachteten Robbenjäger über 1,5 Millionen Sattelrobben in Kanada. 98 Prozent der getöteten Robben sind dabei weniger als drei Monate alt.

Die kanadische Robbenjagd findet jedes Jahr ab März auf den Eisflächen im Golf von St. Lorenz und der Küste vor Neufundland statt. Sie erwirtschaftet 0,05 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Provinz Neufundland.

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