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15.01.2009

Jetzt Freigehege winterfest machen

Jetzt Freigehege winterfest machen
Brrrr - bitterkalt ist es schon draußen, von Altweibersommer keine Spur mehr. Manche von Euch mussten vielleicht schon am Auto kratzen, denn in der Nacht hat es bereits Temperaturen um die 0 Grad. Höchste Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, dass der Sommer passé ist und wir uns schön langsam auf den Herbst beziehungsweise auch schon auf den Winter vorbereiten müssen. Wer Kaninchen hat, der sollte nun langsam damit beginnen, die Freigehege winterfest zu machen, raten die Experten, wenn die Tiere den Winter über draußen bleiben sollen. Wir verraten Euch, wie das geht.

Kaninchen fühlen sich am wohlsten, wenn sie das ganze Jahr im Freigehege gehalten werden. Damit die Tiere die kalten Wintermonate unbeschadet überstehen, ist einiges zu beachten.



Generell sollten nur gesunde und erwachsene Kaninchen im Winter draußen bleiben. Für Jungtiere oder trächtige Weibchen ist diese Form der Überwinterung zu anstrengend", erklärt Martina Schnell, Referentin für Heimtiere von VIER PFOTEN. "Wichtig ist, dass die Tiere schon seit dem Frühjahr an Freilandhaltung gewöhnt sind, nur dann können sie sich auf Temperaturwechsel einstellen und ihr Fell entsprechend anpassen. Selbstverständlich sollten Kaninchen immer mit Artgenossen zusammen gehalten werden."

Da Kaninchen empfindlich gegen Zugluft und Nässe sind, brauchen sie einen wetterfesten, von allen Seiten isolierten und mit doppeltem Boden ausgestatteten Stall. Er darf keinen direkten Bodenkontakt haben, nur so ist eine gute Luftzirkulation gewährleistet. Nasses Material muss täglich entfernt werden. Für Wärme sorgt trockene Einstreu, insbesondere viel Heu und Stroh.

Handelsübliche Ställe sind zur Überwinterung im Freien völlig ungeeignet: Zugluft und Feuchtigkeit dringen ein, die Möglichkeit zur freien Bewegung fehlt. Deshalb erfrieren viele Tiere in diesen Ställen. Besonders wichtig ist der ständige Zugang zum mindestens sechs Quadratmeter großen Freigehege, so können sich die Kaninchen ausreichend Bewegung verschaffen und warm halten. Der Bodengrund sollte stets matschfrei sein; Rindenmulch leistet hier sehr gute Dienste.

"Keinesfalls sollten Kaninchen im Wechsel draußen und drinnen gehalten werden", sagt Martina Schnell. "Dadurch wird die körpereigene Temperaturregulation durcheinander gebracht, was schwere Erkältungskrankheiten zur Folge haben kann."

Bei der Überwinterung im Freien ist die Ernährung der Tiere besonders wichtig, denn sie haben einen erhöhten Energiebedarf. Frischfutter darf nur in kleinen Portionen gegeben werden, da angefrorenes Futter zu schweren Magen- und Darm-Erkrankungen führen kann. Ebenso ist darauf zu achten, dass das Trinkwasser nicht gefriert. Damit Kaninchen gut über den Winter kommen, brauchen sie viel hochwertiges Heu. Es sollte staubfrei, trocken und frisch sein.

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