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23.01.2009

Kalbfleisch: Ein grausames Mahl

Kalbfleisch: Ein grausames Mahl
Stand: 12.11.2007


Die Kalbfleischindustrie ist von eine besonders schlimme Art der Intensivtierhaltung. Kälber sind ein „Nebenprodukt“ der Milchindustrie: sie werden „erzeugt“ von „Milchmaschinen“, den Milchkühen. Weibliche Kälbchen werden zu Milchkühen: sie werden eingepfercht und bekommen Antibiotika, um sie in ihrer ungesunden, unnatürlichen Umgebung am Leben zu erhalten. Sie werden künstlich besamt und nach der Geburt ihrer Kälbchen mehrere Jahre lang gemolken, bis ihre Milchleistung nachlässt. Dann werden sie geschlachtet. Die männlichen Kälbchen werden der Mutter kurz nach der Geburt weggenommen. Einige von ihnen werden schon kurz darauf geschlachtet. Andere werden in einer Gruppenhaltung von 3 Tieren in Ställen bzw. Buchten aufgezogen. Einem zwei bis acht Wochen altem Tier stehen hier gerade einmal 1,5 m² zur Verfügung und oft werden sie bei dieser Aufzuchtform noch eine Zeit lang angekettet, obwohl ein Anbinden und Festlegen eigentlich nur mit Übergangsfristen erlaubt ist. Die meisten Tiere jedoch sind für die Aufzucht in der „Einzelhaltung“ in winzigen, dunklen Mastboxen (mind. 80 cm x 120 cm), vorgesehen. (1)

In Einsamkeit eingepfercht

Die winzigen Boxen bestehen aus Holzlatten mit einer Vorrichtung zum Festbinden der Tiere und sind das dauernde „Zuhause“ des Kälbchens. Die Box ist so klein, dass das Kalb sich nicht einmal umdrehen, geschweige denn sich hinlegen und ausstrecken kann. Diese Box ist die ultimative Errungenschaft in der Massentierhaltung und höchst profitabel. Konzipiert, um jegliche Bewegung zu verhindern, erfüllt die Box ihren Zweck, die Muskeln des Kälbchens verkümmern zu lassen, um zartes, weißes „Feinschmecker-“ Kalbfleisch zu erzeugen.

„Fütterungs-“ Zeit

Die Kälbchen werden mit einem eisenarmen Milchersatz gefüttert. Mit dieser Diät werden die Tiere anämisch gehalten, was zum erwünschten blassrosanen bzw. weißen Farbton des Kalbfleisches, also des Endproduktes, führt. Sich nach Eisen sehnend, lecken die Kälbchen die uringetränkten Holzlatten und jegliche Metallgegenstände ihrer Box. Wegen dieser extrem ungesunden Lebensbedingungen und der ausgesprochen einseitigen Ernährung sind die Kälbchen für eine große Zahl an Krankheiten empfänglich, u.a. chronische Lungenentzündung und ständigen Durchfall. Folglich muss man ihnen massive Dosen an Antibiotika und anderen Arzneimitteln verabreichen, um sie am Leben zu erhalten, wobei der Mensch diese Antibiotika dann beim Verzehr des Fleisches ebenfalls aufnimmt. Außerdem leiden die Kälbchen oft an Verletzungen, die vom ständigen Reiben an den Wänden der Box herrühren.

Ein Schicksal schlimmer als der Tod ?

Etwa 22 Wochen nach ihrer Geburt werden die Tiere dann geschlachtet. Die Qualität dieses „Nahrungsmittels“, das mit Chemikalien voll gepumpt ist, dem es an genügend Ballaststoffen und anderen Nährstoffen fehlt und das verseucht und verarbeitet ist, steht auf einem anderen Blatt. Worum es wirklich geht, ist die Situation aus Sicht des Kälbchens. In seinem kurzen Leben sieht es niemals Tageslicht und berührt niemals den Erdboden. Es sieht und schmeckt niemals Gras. Sein blutarmer Körper sehnt sich nach ordentlichem Futter. Seine Muskeln lechzen nach Freiheit und Bewegung. Es sehnt sich nach mütterlicher Liebe. Stattdessen wird es in Dunkelheit gehalten, außer zwei- bis dreimal täglich, wenn es gefüttert wird. Die Kälbchen haben kein Verbrechen begangen. Dennoch wurden sie zu so einem Schicksal verurteilt.

Was Sie tun können

Helfen Sie, den Missbrauch an Kälbchen zu verhindern, indem Sie kein Kalbfleisch mehr kaufen bzw. essen, und teilen Sie Ihren Freunden, Verwandten und Nachbarn mit, warum Sie dies tun. Sprechen Sie die Geschäftsführer von Restaurants auf das Thema Kalbfleisch an, berichten Sie ihnen von den Grausamkeiten und fordern Sie sie auf, Kalbfleisch von ihrer Speisekarte zu nehmen. Kaufen und essen Sie auch keine Milchprodukte, denn die Milch- und die Kalbfleischindustrie sind untrennbar miteinander verknüpft. Fordern Sie den Gesetzgeber auf, Gesetze zu unterstützen, die die Verwendung der Mastboxen für die Aufzucht der Kälbchen verbieten. Am Besten für die Tiere, die eigene Gesundheit und für das Klima ist es, überhaupt keine tierischen Produkte zu essen. Fordern Sie unser Veggie Starterkit an.

(1) Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung 2006

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