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26.01.2009

Katze wird Opfer einer Totschlagfalle und überlebt nur knapp – Polizei ermittelt

Katze wird Opfer einer Totschlagfalle und überlebt nur knapp – Polizei ermittelt

P R E S S E M I T T E I L U N G 03.08.2005

DEUTSCHES TIERHILFSWERK fordert: Verbot der Fallenjagd!

Kirchdorf am Inn (bei Braunau)/München, 04.08.2005. Mit Fallen rücken viele Jäger so genannten Beutegreifern, wie Mardern, Waschbären oder Füchsen zu Leibe. Voraussetzung für die Fallenjagd ist, dass der Jäger einen Fallenschein besitzt. Zugelassen sind Schlagfallen, die sofort töten oder Lebendfallen, die das Tier unverletzt fangen. Doch die Praxis sieht anders aus. „Nicht jedes Tier, das in eine Schlagfalle gerät, ist sofort tot. Häufig überleben Tiere schwer verletzt und quälen sich Stunden oder sogar Tage. Zudem fangen falsch aufgestellte Fallen nicht selektiv. So geraten auch Kinder, vom Aussterben bedrohte Tiere und Haustiere immer wieder in diese Fallen“, führt Judith Schmalzl vom DEUTSCHEN TIERHILFSWERK e.V. in München aus. So geschehen vergangene Woche in Kirchdorf am Inn (Niederbayern). Eine Nachbarin hört klägliches Katzengeschrei vom angrenzenden Nachbargrundstück. Der Ehemann wird losgeschickt und klingelt, doch niemand öffnet die Tür. Die Katze schreit weiter jämmerlich, also macht sich der Mann auf die Suche in der Nachbarscheune und entdeckt eine grausam zugerichtete Katze in einer Schlagfalle. Bei der Falle handelt es sich um eine so genannte Conibear-Falle, die normalerweise für Waschbären verwendet wird. Die Katze konnte von ihm nicht befreit werden. Deshalb verständigte der Mann die Polizei und eine Tierärztin. Die Tierärztin narkotisierte die Katze, um das schwer verletzte Tier aus der Falle zu retten. Dass die Katze überlebte, grenzt an ein Wunder.



Es wird nun untersucht, inwieweit das Aufstellen der Falle eine Gefährdung für Menschen, bzw. für Kinder darstellte, da der Raum ohne Schwierigkeiten betreten werden konnte. Ferner wurde gegen die Vorschrift (Art. 29a, Abs.2, Satz 1 BayJG) verstoßen, um Fallen einen Fangbunker zu bauen, der mit einem Deckel und mit einem Einschlupfloch in der Größe des zu fangenden Tieres versehen ist. Eine solch scharfgemachte Falle ist dann nämlich für Kinder und Haustiere gesichert. Die zuständige Polizeiinspektion Simbach am Inn ermittelt gegen den Fallensteller.

Judith Schmalzl vom DEUTSCHEN TIERHILFSWERK e.V.: „ Das DTHW e.V. fordert seit langem das Verbot der Fallenjagd. Sieben Jahre hatte die Bundesregierung Zeit, das Bundesjagdgesetz zu novellieren. Trotz vollmundiger Ankündigungen geschah nichts. Die Leidtragenden sind wieder einmal die Tiere.“


(Urheber:" Deutsches Tierhilfswerk e.V.")



Weitere Informationen bei:
Judith Schmalzl, DTHW-Geschäftsstelle München,
Tel.: 089-35752-202 (judithschmalzl@tierhilfswerk.de).
DEUTSCHES TIERHILFSWERK E.V.


. . . dazu der folgende Bericht von marktplatz-oberbayern.de
Der Katzenmörder von Kirchdorf
Bewohner fürchten um ihre Lieblinge - 40 Tiere verschwunden

VON BIRGIT BOTZENHART Kirchdorf/Inn - Katzenbesitzer in Kirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn) sind alarmiert, wenn ihr Tier abends nicht nach Hause kommt. Der Grund: Eine Katze wurde in einer Marderfalle gefunden, in der Scheune eines Jägers. Das Tier überlebte schwer verletzt, nachdem Polizei und Tierarzt sie mühsam befreit hatten. Der Jäger steht unter Generalverdacht. In den vergangenen fünf Jahren sind rund 40 Katzen in dem Ort spurlos verschwunden. Nach dem jüngsten Vorfall hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

"Die Emotionen kochen", beschreibt Franziska Niedermaier die Stimmung im Ort. "Maja" heißt die schwarze Katze und gehört dem neunjährigen Sohn von Niedermaier. "Michael war ganz unruhig, als sie am Abend plötzlich nicht mehr da war", erzählt die Mutter. Am nächsten Tag - der Sohn war noch in der Schule - wurde Niedermaier von der Tierärztin über den schrecklichen Vorfall informiert. Das Tier war wohl durch einen Köder in die Scheune gelockt worden, der neben dem Fangeisen lag. Gegen die starken Streben der Falle hatte "Maja" keine Chance. Erst nachdem ihr klägliches Schreien Nachbarn alarmiert hatte, konnte sie befreit werden.

Um das Leben des Tieres stand es nicht gut. "Ein Teil der Nervenbahnen am Rückgrat, kurz vor dem Schwanz, ist nicht mehr da", schildert Niedermaier. Aber am Abend konnten Mutter und Sohn das Haustier wieder nach Hause holen. Den Schwanz wird "Maja" nie wieder vollständig bewegen können. "Sie leidet unter Angstzuständen, faucht manchmal und hat Schwellungen so groß wie zwei Hühnereier", berichtet Niedermaier.

Der Jäger sagte gegenüber einer Lokalzeitung, dass er mit der Falle Ratten fangen wollte. Wäre das Gerät aber wie vorgeschrieben aufgestellt worden, hätte "Maja" keine Qualen erleiden müssen. Die so genannte "Conibear-Falle" wird gegen Marder oder ähnlich große Tiere wie Waschbären eingesetzt. "Sie muss zwingend mit einem Fangbunker aufgestellt werden", erklärt Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk in München, der der Fall gemeldet wurde. Die Hülle um das Fangeisen hätte dabei nur für Ratten passen dürfen, nicht für Katzen.

Der Jäger steht nicht nur wegen dieses Falls unter Verdacht. "Eine meiner inzwischen fünf Katzen fand ich eines Tages auf einer Wiese, erschlagen", erzählt Niedermaier. Andere Katzenbesitzer erzählen ähnliches. Sie nennen ihn den "Katzenmörder von Kirchdorf". Die Polizei werde den Verdächtigen sowie Zeugen befragen, sagte ein Sprecher. Dann bekommt die Staatsanwaltschaft in Landshut die Unterlagen. Gut daran sei nur, dass jetzt alle alarmiert sind, hat Michael seiner Mutter gesagt.

Der einzige Wunsch des Buben und aller anderen lautet: Der Fallensteller soll endlich aufhören.

© http://www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/bayern/art1590,300756.html

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