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16.01.2009

Katzen, Kater, Kätzchen - die Frühjahrsproblematik

Katzen, Kater, Kätzchen - die Frühjahrsproblematik
Ja, klar - kleine Katzenbabys sind niedlich und man möchte sie am liebsten ständig auf den Arm nehmen, mit ihnen kuscheln, sie streicheln, füttern, einfach nur beobachten...

Aber irgendwann wird auch die niedlichste Katze groß und das Interesse an ihr lässt leider meistens auch ein bisschen nach. Nicht ohne Grund sind die Tierheime überfüllt mit Katzen.

Da eine Katze zweimal jährlich Welpen bekommen kann und meist 5-6 Babys geboren werden, vermehren sie sich sehr rasch - besonders jetzt im Frühjahr erwarten viele Katzenbesitzer überraschenden und oft ungewollten Nachwuchs von ihren Stubentigern!

Leider führt dies oft dazu, dass keine Abnehmer für die Kätzchen gefunden werden - die Katzenbesitzer haben nun auf einmal viel mehr Mäuler zu füttern und noch dazu wollen Katzenwelpen ja auch geimpft und regelmäßig entwurmt werden - hohe Kosten entstehen, mit denen man nicht gerechnet hat.

Außerdem kann sich die Mieze beim Decken mit diversen Erkrankungen anstecken, unter anderem mit FIV, dem so genannten Katzen-AIDS. Da man gegen diese Erkrankung auch nicht impfen kann, ist die einzig mögliche Vorbeugung die Verhinderung der Paarung.

Wer seine Katze also nach draußen lässt, sollte sie kastrieren lassen.

Die Kastration bei Katzen sollte man vornehmen, sobald sie zum ersten Mal rollig wird. Das ist bei einigen Katzen mit einem halben Jahr der Fall, bei anderen erst deutlich später.

Der Eingriff ist meist nach zwei Tagen vergessen, und den Schnitt am Bauch erkennt man schon nach einem Monat kaum noch. Über die Kosten kann man sich vorher bei seinem Tierarzt informieren. Zehn Tage später können die Fäden gezogen werden, in einigen Fällen wird aber auch mit einem selbstauflösenden Faden genäht, der nicht gezogen werden muss. Medikamente sind meist nicht nötig.

Kater kastrieren - warum?
Klar, wenn man einen Kater hat, kann man zumindest keinen ungewollten Nachwuchs bekommen... aber trotzdem sollte man seinen Haustiger nicht ungehemmt auf Freiersfüßen wandeln lassen. Auch ein Kater kann sich natürlich bei der Paarung mit Krankheiten anstecken - und noch dazu kann er sich bei Rangkämpfen mit anderen Katern, die um die gleiche Dame buhlen, gefährliche Verletzungen zuziehen! Auch streifen unkastrierte Kater viel mehr umher, auf der Suche nach paarungsbereiten Katzen - die Gefahr, von einem Auto erfasst zu werden, ist viel größer!

Abgesehen davon will doch sicher niemand dafür verantwortlich sein, wenn irgendwo der niedliche Nachwuchs des eigenen Katers im Tierheim abgegeben oder im schlimmsten Fall sogar getötet wird.

Die Kastration kann man bei Katern ungefähr ab einem Alter von 5-6 Monaten vornehmen und natürlich jederzeit danach. Meist sind die Kerlchen in diesem Alter auch schon so weit, dass sie geschlechtsreif sind, und so lange wartet man üblicherweise auch ab. Die Geschlechtsreife bemerkt man daran, dass der Urin strenger ("nach Kater") riecht, und manche Kater markieren auch mit kleinen Urinspritzern in der Wohnung ihr Revier. Da dies sehr unangenehm riecht, ist bei Katern, die in der Wohnung leben, meist sowieso eine Kastration sinnvoll



Die Kastration bei Katern ist ein recht schneller Eingriff, der von den Tieren meist sehr sehr gut vertragen wird. Die Hoden werden dabei entfernt und die Samenleiter und Gefäße abgebunden, so dass es nicht mehr bluten kann. Die Wunde bleibt offen und wird nicht vernäht, so dass auch keine Fäden gezogen werden müssen.
Nur in äußerst seltenen Fällen belecken sich die Kater, so dass die Wunden meist völlig unproblematisch abheilen. Schon am Tag nach der Kastration sind die Tiere wieder fit, nur der Hodensack ist meist noch durch die Operation etwas angeschwollen. Diese Schwellung verringert sich in den folgenden Tagen - nach zwei Wochen wird man schon fast nichts mehr erkennen.
Die Operation kostet je nach Art der Narkose und auch je nach Gebiet, in dem man wohnt (Stadt ist meist teurer als Land) unterschiedlich viel, die Preise schwanken dabei vermutlich um 10-20 �.
Es ist sinnvoll, die Narkose bei Freigängern auch gleich für eine Tätowierung zu nutzen, die einem Finder anzeigt, dass dies keine streunende Katze ist, sondern dass sie oder er jemandem gehört. Auch ein Mikrochip kann eingesetzt werden, dies ist aber auch ohne Narkose möglich.
Am Tag vor der Kastration wird abends das Futter weggestellt, damit die Narkose besser vertragen wird. Erst wenn der Kater wieder ganz fit ist und ohne zu schwanken läuft, kann man vorsichtig eine kleine Menge Futter geben. Wasser sollte man am Morgen der Kastration ebenfalls wegstellen und auch erst nach einigen Stunden nach der OP wieder anbieten.

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