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16.01.2009

Katzen-Lautsprache: "Miau" sagt mehr als tausend Worte

Katzen-Lautsprache: "Miau" sagt mehr als tausend Worte
Katzen sind lautlose Jäger, aber keinesfalls stumme. "Unsere Samtpfoten verfügen über eine sehr differenzierte Lautsprache",

sagt Katzenbuchautorin Brigitte Eilert-Overbeck. "Die benutzen sie nicht nur, um mit ihren Artgenossen zu kommunizieren - sie ,reden' auch mit ihren Menschen und erwarten, dass diese sie verstehen."

Das berühmte "Miau" zum Beispiel wird unter ausgewachsenen Katzen kaum gebraucht, der Mensch hingegen bekommt es oft und in den unterschiedlichsten Tonlagen zu hören. Fordernd, wenn die Katze hungrig ist oder wenn sie die Balkon- oder Terrassentür geöffnet haben möchte. Erwartungsvoll, wenn ein Leckerbissen gereicht wird. Ärgerlich, wenn die geliebte Tagesroutine durcheinander gerät und klagend, wenn sie von ihrem Menschen nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt. Seinen Ursprung hat das "Miau" übrigens in der Katzen-Kindheit. Die Kleinen signalisieren ihrer Mutter so: "Ich brauche dich." Und die Großen sagen es ihrem Menschen.



Mit gurrenden Tönen oder zartem Maunzen "plaudern" einander wohlgesinnte Katzen miteinander. Auch ihren Menschen begrüßt die Samtpfote gern mit einem gurrenden "Murr" - und freut sich, wenn er den Gruß in ihrer Sprache zurückgibt. Antwortet sein Halter auf zartes Maunzen mit freundlicher Ansprache, genießt der Stubentiger das als verbale Streicheleinheit.

Eine schnurrende Katze zeigt an, dass sie friedlich gestimmt ist, meist auch zufrieden. Manche Katze schnurrt aber auch, um einen stärkeren Artgenossen zu beschwichtigen, um sich selbst Mut zu machen (etwa beim Tierarzt) oder um Schmerzen zu lindern, wenn sie verletzt ist. Die beim Schnurren erzeugte Vibration hat einen heilsamen Einfluss auf das Knochengerüst.

Fauchen oder "Spucken" (ein sehr explosiver Laut) ist eine typische Abwehrdrohung: Die Katze fühlt sich bedrängt und will ihren Gegner zum Rückzug veranlassen. Oft mit Erfolg, denn der Laut erinnert an das Zischen einer Schlange und signalisiert allen Säugetieren: "Vorsicht, Gefahr!" Mit Fauchen hindern Katzenmütter ihre Jungen daran, gefährlichen Unsinn anzustellen.

Knurren oder Grollen, das sich bis zum Kreischen steigern kann, ist "Begleitmusik" zur Angriffsdrohung und oft Auftakt zu einer zünftigen Prügelei unter Rivalen. Manche Katzen knurren aber auch, wenn sie Futterstücke verzehren. Soll heißen: "Komm mir jetzt lieber nicht in die Quere." Ins Droh-Repertoire gehören auch die berühmten Katergesänge. Die Heulstrophen sind also alles andere als Liebeslieder - "verliebte" Kater plaudern in zärtlich gurrenden Tönen mit ihrer Auserwählten.

Sieht ein Stubentiger am Fenster einen Vogel vorbeifliegen oder erblickt eine andere unerreichbare Beute, stößt er häufig eine Stakkato-Lautfolge aus, die sich wie ein Schnattern oder Keckern anhört. Frust? Der ist spätestens dann vergessen, wenn der Mensch zu einem Spielchen auffordert.

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