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15.01.2009

Katzen

Katzen
Katzen wollen ihre Umgebung erkunden, da können weder Zäune noch Mauern sie aufhalten. Es ist für Katzen auch die artgerechteste Form einer Haltung. Ihre Grundbedürfnisse sind, regelmäßig das Revier kontrollieren, Streifzüge unternehmen und vor allem ihren Jagdtrieb ausleben. Dieser ist unabhängig vom Nahrungstrieb vorhanden und ist deshalb auch bei einer gefütterten Katze deutlich im Vordergrund. Der Körperbau, die Sinnesorgane, alles ist bei der Katze auf Jagd ausgerichtet und macht sie aufgrund der besonderen Ausgestaltung aller ihrer Fähigkeiten zu einem faszinierenden Raubtier.

Im Falle, dass Sie aber keineswegs wollen, dass Ihre Katze weiter als bis zu den Grenzen des eigenen Garten marschieren (gefährliche Nachbarn, besonders gefährliche Strasse etc.) gibt es durchaus Möglichkeiten, einen speziellen Katzenzaun zu errichten. Dieser kann entweder aus einem Material (Plastik, Plexiglas etc.) sein, welches das Hinaufklettern für die Katze unmöglich macht, oder er hat an der oberen Kante eine weitere Verlängerung (aus Plastik etc) schräg nach innen, welches das hinüberklettern erschwert. Sehr hoch muss ein Katzenzaun jedenfalls sein. Außerdem sollten in diesem Fall keine Bäume oder andere Klettergewächse an der Gartengrenze gepflanzt sein. Steht bereits ein Baum, kann dieser mit einem relativ breiten Plastikschirm um den Stamm herum versehen werden, sodass die Katze nicht an ihm hinauf klettern kann.

Zudem lassen sich Katzen - im Gegensatz zu Hunden - nicht dazu erziehen, ihre Geschäfte nicht im Gemüse- oder Blumenbeet zu erledigen, die lockere Erde verführt sie geradezu dazu. Dagegen hilft das Mulchen des Bodens mit langfaserigem Naturmaterial wie trockenem Rindenmulch oder gehäckselten Zweigen. Gemüsebeete können Sie schützen, indem Sie sie mit Pflanzen umranden, deren Geruch Katzen nicht mögen: etwa Balkanstorchenschnabel, Weinraute oder Wermut. Nicht alle Tiere reagieren auf die gleichen Pflanzen, deshalb am besten vorher ausprobieren, was die eigene Katze abhält.

Weitere Tipps für einen katzensicheren Garten:
1. Sandkisten bitte immer abdecken, wenn die Kinder sie nicht nutzen.
2. Um zu vermeiden, dass die Katze für ihre Geschäfte grundsätzlich den Nachbargarten aufsucht, sollten auf dem eigenen Grundstück eine Sandfläche oder ein kleiner Sandhaufen zur Verfügung gestellt und trockene Kothäufchen gelegentlich mit einem Rechen entfernt werden.

3. Katzen wetzen ihre Krallen. Obst- oder andere empfindliche oder junge Bäume können eingehen, wenn ihre Rinde stark beschädigt wird. Dies wird mit einer rundherum in Katzenhöhe angebrachten Kratzmatte vermieden. Auch mehrere selbst gebaute Kratzbäume im Garten schützen die Bäume vor Verletzungen.

Bitte denken Sie auch daran ihre Katze kastrieren zu lassen. Unkastrierte Hauskatzen sind die Hauptursache für die übermäßige Vermehrung der Streunerkatzen. Leider werden noch immer Katzen erschossen, vergiftet, erschlagen, ertränkt oder auf andere Art umgebracht, um das Streunerproblem einzudämmen. Nur die Kastration der eigenen Katze und das Unterstützen der Kastrationsprojekte für Streunerpopulationen kann dieses Tierleid verhindern!




Auswahl der Pflanzen


2.1 Giftpflanzen
Viele Pflanzen, die in das heute übliche Gartenbild gehören, sind für Tiere giftig: Dazu gehören Clematis, Efeu, Gold- und Blauregen, Geißblatt, Rhododendron, Azaleen, Kirschlorbeer, Seidelbast, Hartriegel, Buchsbaum, Liguster, Eibe, Thuja (Lebensbaum), Wacholder, Wolfsmilchgewächse, Liliengewächse, Rittersporn, Eisenhut und Frühjahrsblüher wie Krokusse, Märzenbecher, Narzissen, Primeln, Tulpen und Maiglöckchen. Die gesamte Liste der Giftpflanzen können sie bei Ihrem Tierarzt oder bei diversen Vergiftungsservicestellen oder -Hotlines erfragen. Manche Pflanzen sind speziell für Hunde, andere eher für Katzen gefährlich. Auch der Grad der Giftigkeit dieser Pflanzen bzw. ihrer giftigen Teile ist unterschiedlich.

Wenn auch ein Heimtier den Garten bewohnt, sollte daher auf giftige Pflanzen ganz verzichtet werden. Auf den natürlichen Instinkt des Tieres, dass es von selber erkennt, welches Pflanzen ungenießbar sind, kann man sich in diesem Fall nicht verlassen. Es gibt zuwenig Auswahl an Pflanzen im Garten, sodass immer wieder die Gefahr besteht, dass aus Mangel an Alternativen ein giftiges Gewächs beknabbert wird.

Hunde können ansatzweise dazu erzogen werden, nicht an Pflanzen herumzubeißen. Auch Katzen, denen genügend Katzengras zur Verfügung steht, kauen seltener etwas anderes an. Doch schließt dies eine endgültige Gefahrensituation keinesfalls aus. Bei Jungtieren ist äußerste Vorsicht geboten! Sie knabbern gern an allem herum, was ihnen vor die Schnäuzchen oder das Katzenmäulchen kommt. Einige Pflanzen, auch "leicht giftige", können schon durch bloße Berührung an empfindlichen Hautstellen der Tiere Reizungen oder Allergien auslösen.

VIER PFOTEN rät, sich eine Bestandsliste der Pflanzen im Garten anzufertigen und diese bei unerklärlichen Krankheitssymptomen des Tieres wie Erbrechen, Durchfall oder Hautreizungen dem Tierarzt vorzulegen.

Mehr Informationen gibt es unter http://www.tiere-online.de/gifte (insbesondere für Katzen) und http://www.vetpharm.uni.zh.ch.

2.2 Pflanzen und Büsche mit Dornen
Auch Dornen können für Haustiere gefährlich werden: Wenn ein Hund einem Ball nachläuft, mit einem Artgenossen tobt, kann er im Eifer des Gefechts im Gebüsch landen und sich verletzen, insbesondere an den Augen. Auch der Katze kann dies passieren, wenn sie z. B. die Konkurrenz aus der Nachbarschaft aus ihrem Garten vertreiben möchte. Einige Pflanzen haben an ihren Dornen Stoffe, die zu Schwellungen oder Hautreizungen führen können. Optimalerweise sollte auf alle dornigen Gewächse verzichtet werden.

2.3 Bienenpflanzen
Viele natur- und tierverbundene Hobbygärtner haben Pflanzen im Garten, deren Blütennektar Nahrung für (Wild-)Bienen und andere Insekten ist. Doch die können eine Gefahr für Haustiere sein. Wenn Hund oder Katze versuchen, sie einzufangen, und dann im Rachen gestochen werden, kann das Anschwellen des Stichs sogar zum Ersticken führen. Deshalb sollten solche Pflanzen nicht am vorderen Rande eines Beetes stehen.

2.4 Geruchsabweisende Pflanzen
Einige Pflanzen duften unangenehm für empfindliche Hunde- oder Katzennasen. Die Abneigung kann jedoch individuell unterschiedlich sein. Viele Hunde mögen z. B. die Eberraute nicht, einige Katzen lehnen Weinraute, Wermut und Balkanstorchenschnabel ab. Die individuelle Abneigung des Tieres kann genutzt werden, um es von Blumen- und Gemüsebeeten fernzuhalten.

2.5 Samtpfoten lieben Katzenminze
Katzen lieben Katzenminze. Insbesondere Letztere ist für Katzen so betörend, dass sie sich gern mitten hineinlegen und sie mit größter Wonne plattwalzen. Auch bei Hobbygärtnern ist Katzenminze wegen ihrer Anspruchslosigkeit und ihres Blüheifers beliebt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Katzen die Pflanze genauso lieben und sich nicht von ihr fernhalten lassen. Gönnen Sie Ihrem Tier das Vergnügen, und achten Sie darauf, die Katzenminze nicht neben giftige oder dornige Pflanzen zu setzen.

3 Gartenpflege
Je nach Gestaltung des Gartens bedarf er mehr oder weniger umfangreicher Pflege durch Düngen, Schädlingsbekämpfung und Gartengeräte. Halten sich auch Tiere in Ihrem Garten auf, sollten Sie folgende Tipps beherzigen.

3.1 Düngen
Am unschädlichsten für Tiere, aber auch am meisten Arbeit ist das Düngen mit Naturstoffen wie Pferdemist. Er eignet sich besonders gut für den Gemüsegarten, und auch viele Blumen mögen ihn. Es gibt aber auch weniger geruchsintensive Alternativen, wie aus verschiedenen Pflanzen angesetzte Jauchen (zum Beispiel Schachtelhalm etc.) Nachzulesen sind diese in diversen Fachbüchern oder auch nachzufragen in Biogärtnereien.
Bei handelsüblichen Düngemitteln müssen Sie unbedingt die Gebrauchsanweisung beachten. Enthalten sie für Menschen gefährliche Stoffe, können Sie davon ausgehen, dass sie auch schädlich für Tiere sind.
Wenn Sie Düngemittel in Wasser aufgelöst haben, entsorgen Sie unbedingt das Restwasser. Haustiere trinken gern aus Gießkannen. Diese sollten deshalb sorgfältig gereinigt bzw. unzugänglich für Tiere abgestellt werden.

3.2 Schädlingsbekämpfung
Verzichten Sie auf das Spritzen giftiger Mittel gegen Schädlinge wie Blattläuse und Pflanzenkrankheiten wie Mehltau. Sie schaden nicht nur unseren Haustieren, sondern auch anderen im Garten lebenden Tieren. Es gibt vielerlei natürlich Möglichkeiten, Pflanzen von Schädlingen zu befreien. Oft hilft schon ein kräftiger Rückschnitt. Nachzulesen sind diese in diversen Fachbüchern oder auch nachzufragen in Biogärtnereien.

Ein besonderer Fall sind Ratten. Einige Katzen und Hunde sind in der Lage, Ratten zu töten. Achten Sie darauf, dass sie die Tiere nicht fressen, da Ratten Krankheiten übertragen.

In Hamburg etwa müssen Ratten der zuständigen Behörde gemeldet werden. Sie legt dann Rattengift aus und markiert das Gebiet entsprechend. Es ist jedoch schon öfter vorgekommen, dass Hinweise auf ausgelegtes Rattengift übersehen werden. Wenn Sie Ratten gesehen haben, achten Sie darauf, ob Gift ausgelegt wurde. Wenn ja, lassen Sie Ihre Tiere nicht frei in diesem Gebiet herumlaufen.

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