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16.01.2009

Künast setzt Zeichen für neue, aktive Walschutzpolitik Deutschlands

Künast setzt Zeichen für neue, aktive Walschutzpolitik Deutschlands
Bundesregierung protestiert gegen Walfangaktivitäten Japans

Die heutige offizielle Verurteilung der japanischen Walfangaktivitäten durch Bundesministerin Renate Künast ist ein deutliches Signal für eine neue, aktive Walschutzpolitik der Bundesregierung. In einem Brief an die japanische Regierung fordert die Ministerin Japan auf, den wissenschaftlichen Walfang zu unterlassen. Die beiden Organisationen Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) und PRO WILDLIFE, die in der Vergangenheit immer wieder das schwache Engagement des Bundeslandwirtschaftsministeriums für den Walschutz kritisiert hatten, begrüßen die neue Positionierung, insbesondere angesichts immer neuer Provokationen durch die Walfangländer.

Vergangene Woche waren die ersten Schiffe der japanischen Walfangflotte ausgelaufen, um im Nordpazifik 160 Wale (10 Pottwale, 50 Brydewale, 100 Zwergwale) zu töten. Dies ist nahezu eine Verdopplung der getöteten Meeressäuger gegenüber der letzten Saison 2000, als Japan zum ersten Mal nach mehr als einem Jahrzehnt auch wieder Pottwalen und Brydewalen nachstellte. Mit diesem Ziel provoziert Japan erneut die Internationale Walfangkommission (IWC), die den asiatischen Inselstaat bei der letzten Tagung in einer Resolution aufgefordert hat, die Jagd nicht durchzuführen.

Bislang gab die Walschutzpolitik der deutschen Bundesregierung innerhalb der IWC nicht viel Anlass zur Freude: "In den 90er Jahren zeigte die Bundesregierung während der IWC-Tagungen eine große Kompromissbereitschaft gegenüber den Walfangnationen. Erst im Jahr 2000 gab es erstmals eine klare Absage an die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs. Die deutlichen Zeichen von Bundesministerin Künast leiten eine neue aktive Periode der Walschutzpolitik ein," erläutert Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS.

PRO WILDLIFE-Expertin Dr. Sandra Altherr betont: "Von allen Ländern bekämpft Japan internationale Artenschutzübereinkommen wie die IWC am stärksten. Es gilt deshalb heute mehr denn je, eine Auflockerung des Walfangverbots zu verhindern und Japans rücksichtslosen Interessen mit aller Konsequenz entgegenzutreten.

"Die Strategie der Japaner und Norweger ist für Walschützer relativ leicht durchschaubar. Mit der Ankündigung Norwegens, den Handel mit Walprodukten wieder zu genehmigen und der Ausweitung der Jagd im Nordpazifik durch Japan möchte man die IWC-Mitgliedsstaaten noch mehr unter Druck setzen, um bereits bei der nächsten Tagung der IWC (23. - 26. Juli 2001 in London, England) das diskutierte Bewirtschaftungsverfahren für Walbestände umsetzen zu können.

Für weitere Informationen:
WDCS, Nicolas Entrup: Mobil. + 43 664 431 70 92; Büro: 089 6100 2393; Internet: www.walfang.org
PRO WILDLIFE, Dr. Sandra Altherr: Tel. 089 812 99 507; Internet: www.prowildlife.de ... Hintergrundinformationen zum Walfang

http://www.prowildlife.de/de/Projekte/Wale/Walfang/walfang.html


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