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16.01.2009

Königsdisziplin der Vogelhaltung

Königsdisziplin der Vogelhaltung
Häufig stellt man sich die Frage, welches Tier denn zu einem passt. Wenn man sich gegen einen Hund oder eine Katze entschieden hat, fällt für viele Menschen die Wahl auf gefiederte Hausgenossen. Was läge da näher, als sich direkt an den König der Papageien, den Ara zu erinnern. Doch was aus einer spontanen Laune heraus passiert, kann böse für beide Seiten enden.

Papageien im Allgemeinen und Aras im Besonderen sind keine Anfängervögel. Sie brauchen spezielle Haltungsbedingungen und einen besonders fachkundigen Pfleger um wirklich glücklich zu werden.

Jede Anschaffung eines Tiers, aber vor allem die Anschaffung dieser anspruchsvollen Papageienart sollte immer eine gründliche Überlegung auf Machbarkeit voraus gehen. Diese Tiere erreichen ein Lebensalter von siebzig oder auch achtzig Jahren, daher sollte auch eine langfristige, kontinuierliche Betreuung ermöglicht werden.



Um einen Wildimport nicht zu unterstützen sollte man sich bei einem Erwerb dieser stolzen Tiere an heimische Züchter wenden. Dabei sollte man Naturbruten, die gut an den Menschen gewöhnt sind den Vorzug vor Handaufzuchten lassen. Auch Abgabevögel gibt es leider zur Hülle und Fülle, so dass sich auch immer ein Blick in diverse Vemittlungsforen oder auch in die Tagezeitung lohnt.

Bei der Papageienhandaufzucht, kann es zu den verschiedensten Verhaltensproblematiken kommen, die diese Art der Aufzucht provoziert. Durch die Fehlprägung kann es besonders in der Zeit nach der Geschlechtsreife zu vermehrt aggressivem Verhalten kommen, das auch auf den Menschen angewandt wird. Häufig werden diese Tiere wieder abgeschoben und erleben dann einen traurigen Kreislauf aus Zurückweisung, die Aggressivität provoziert, die wiederum Zurückweisung auslöst. Solche tragischen Verhaltensmuster kann man umgehen, in dem man auf sozialisierte Naturbruten zurückgreift.

Die Grundvorrausetzung bei der Haltung von Papageien muß die Paar- oder Gruppenhaltung sein. Aras gehen extrem enge Paarbindungen ein, die in Einzelhaltung niemals befriedigt werden könnten. Diese Tiere brauchen den ständigen sozialen Kontakt, um glücklich sein zu können. Hält man erst einmal ein Paar dieser wunderschönen Papageien, wird man feststellen, dass Ara-TV tausendmal aufregender und spannender ist als jedes normale Fernsehprogramm.

Doch nicht nur einen Partner braucht der Ara um zufrieden zu sein. Besondere Bedingungen stellt er auch an seine Umgebung. Papageien haben ein großes Flugbedürfnis und legen nicht selten Strecken von 25 Kilometern zurück. Die Flügelspannweite liegt bei guten 85 cm. Daher muß man diesen Vögeln ausreichend Bewegungsfreiheit schenken. Für ein Ara-Paar schätzt man eine angemessene Volierengrundfläche von 6 m x 4 m. Auch muß man bei der Arahaltung bedenken, dass diese Papageienart gerne und oft laut ist. Sie erreichen eine Lautstärke, die häufig oberhalb der Toleranzschwelle der Nachbarschaft liegt. Auch dem enormen Nage- und Zerstörungstrieb darf man bei dieser Vogelart nicht unterschätzen.



Hat man einmal einen perfekten Platz für die Papageien gefunden, geht es an die Inneneinrichtung. Hierbei sollte man Wert auf robuste Materialien legen. Naturäste, Zweige und Seile gehören zur Basisaustattung. Da Papageien aber auch sehr intelligente Tiere sind, sollte man auch immer darauf achten, dass genügend "Denkspielzeug" vorhanden ist. Dies könne zum Beispiel verschiedene Bauklötzchen oder Spielzeug mit Futterverstecken sein.

Auch das Raumklima ist sehr wichtig für eine artgerechte und gesunde Haltung dieser Vögel. So sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 % liegen. Dieser Wert verhindert die Schädigung der empfindlichen Schleimhäute, verhindert allerdings auch die gefährliche Schimmelbildung. Die Temperatur sollte auch im Winter nicht weniger als 18 Grad betragen.

Auch an ihre Nahrung stellen diese wunderschönen Vögel einige Bedingungen. Wie in der Wildnis auch, sollte ungefähr die Hälfte der Nahrung aus Obst und Gemüse bestehen, die ergänzt wird durch Sämereien und Nüssen. Es ist natürlich gut, wenn die Papageien an viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten gewöhnt sind, um eine Mangelernährung vorzubeugen. Auch tierische Eiweiße können den Flugkünstlern gut schmecken.

Dies ist nur ein kleiner Ausflug in die Komplexizität der Papageienhaltung. Hat man sich entschlossen, einem Ara-Pärchen ein Zuhause zu geben, sollte eine sorgfältige Planung an erster Stelle stehen. Nur so haben Halter und Tiere einen guten Start in eine wundervolle Mensch-Tier-Beziehung.

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