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23.01.2009

Krebs: Warum wir den Kampf verlieren

Krebs: Warum wir den Kampf verlieren
Stand: April 2008


In Deutschland erkranken jährlich mehr als 400.000 Menschen neu an Krebs. Rund 200.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an Krebs. In der Statistik für Toesursachen stehen Krebserkrankungen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer noch an zweiter Stelle. (1) Die Bundesregierung unterstützt die medizinische und damit auch die onkologische Forschung mit mehreren hundert Millionen Euro : durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Derzeit fließen insgesamt rund 127 Millionen Euro in Einrichtungen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg oder das Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin in Berlin-Buch, die sich intensiv mit der Krebsforschung beschäftigen. Und drittens: Seit Beginn des eben schon genannten Gesundheitsforschungsprogramms im Jahr 1978 ist über Projektförderung im Durchschnitt etwa ein Sechstel der Mittel, das sind 157 Millionen Euro im laufenden Jahr, direkt in die Krebsforschung geflossen. (2)

Prävention ist möglich
Gemäß der Weltgesundheitsbehörde (WHO) könnten 90% aller Krebsfälle verhindert werden, jedoch werden nicht genügend Gelder in die Präventionsforschung und Aufklärung investiert. Klinische Studien haben bewiesen, dass die meisten Krebsfälle durch Rauchen, zu fettes und zu Tiereiweiß-reiches Essen und zu viele künstliche Farbstoffe und andere Zusätze in Lebensmitteln ausgelöst werden.

Das amerikanische Ärzte-Kommitee für verantwortungsbewusste Medizin (Physicians Committee for Responsible Medicine, PCRM) ist eine stetig wachsende Organisation, die sich für die Prävention von Krebs einsetzt und tierversuchsfreie Methoden für Krebsstudien und Behandlungen gutheißt. PCRM berichtet, dass "Krebserkrankungen des Dickdarms, der Brust, der Prostata, der Eierstöcke, der Gebärmutter, des Gebärmutterhalses und anderer Organe im Zusammenhang stehen mit einer zu fetten Ernährung. Sorgfältige Studien haben auch Verbindungen aufgezeigt zwischen Eiweißen, insbesondere tierischen, und Krebserkrankungen der Brust, des Dick- und Enddarms, der Bauchspeicheldrüse und möglicherweise auch anderer Organe. Natürlich haben Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oft auch einen hohen Fettgehalt. Nichtsdestotrotz legen die Beobachtungen nahe, dass diese Proteine eine eigene, krebsfördernde Wirkung besitzen." (3)


Von Mäusen und Menschen
Der Krebsforscher Dr. Irwin D. J. Bross, Leiter der Abteilung für Lebensstatistik am Roswell Park Memorial Institute von New York, USA, führt die Unwissenheit der Bevölkerung in Bezug auf Krebs auf die irreführenden Tierversuche zurück: "Nicht ein einziges Medikament zur Behandlung von Krebs am Menschen wurde ursprünglich durch einen Tierversuch gefunden... Die Ergebnisse von Tiermodellen für Medikamente oder andere Heilmittel haben nichts als Verwirrung hervorgerufen, und jene Krebsforscher in die Irre geführt, die versuchten, Schlüsse von Mäusen auf Menschen zu ziehen. Und noch viel schlimmer: mit ihrer Verwendung als Leitfaden für klinischen Studien haben sie Forscher auf einen langen, kostspieligen Irrweg nach dem anderen geführt. Aus wissenschaftlicher Sicht kann man Versuche an Tieren daher als reinen Betrug bezeichnen. Privat werden sie (die Experimentatoren) eingestehen, dass das Tiermodell nicht funktioniert, aber sie bedenken dies mit einem Achselzucken, da nichts funktioniert." (4)

Physiologische Unterschiede
Diejenigen, die von Versuchen an Tieren profitieren, pochen fortwährend darauf, dass Tiere dem Menschen physiologisch ähnlich seien - ähnlich genug jedenfalls, um uns glauben zu machen, dass physiologische Abläufe in einer Ratte, Maus, einem Hund, einer Katze oder Primaten, auch im Menschen so ablaufen. Der Chemiker und Forscher Dr. Edward Sharpe jedoch betont, dass die Krebstumore, die in Tieren zu finden sind, von ganz anderer Art sind als die beim Menschen. Die meisten Krebsarten bei Tieren entstehen in den Knochen, im Bindegewebe oder in den Muskeln (Sarkomata), während die meisten Krebsgeschwüre beim Menschen in lebenden Membranen (Karzinome) auftreten. Des Weiteren geben Tiere, die in kleine Laborkäfige eingesperrt sind, an denen wiederholt manipuliert wird und die anderweitig Schmerzen und Stress ausgesetzt sind, sehr armselige "Modelle" für Krebspatienten ab. Solche Tiere werden oft heftig bestrahlt in dem Versuch, bei ihnen Krebstumore zu erzeugen, oder ihnen werden Substanzen in so hohen Dosierungen verabreicht, wie ein Mensch ihnen niemals ausgesetzt wäre.

Der frühere Präsident der amerikanischen Krebsgesellschaft, Dr. Marvin Pollard, hat die Probleme mit Tierversuchen bestätigt. "Ich selbst glaube, dass wir uns zu sehr auf Tierversuche versteift und zu sehr daran geglaubt haben. Ich denke, dass wir jetzt anfangen festzustellen, dass das, was da in einem Tier vor sich geht, nicht unbedingt auf den Menschen übertragbar ist." (5)


Technologien und Behandlungsmethoden
Es gibt viele ausgeklügelte Forschungsmethoden ohne Tiere, die für die Entwicklung von Behandlungsverfahren für Krebspatienten verwendet werden können. Kürzlich wurden von Wissenschaftlern des Nationalen Krebsinstitutes in den USA Verfahren entwickelt, bei denen menschliche Tumorzellen verwendet werden. Wir verfügen über extrem komplexe Computersysteme wie "HUMTRN", mit denen die Wirkungen von Arzneimitteln auf den menschlichen Körper getestet werden können. Diese Alternativmethoden zeigen den Forschern mögliche Nebenwirkungen solcher Medikamente auf, die diese auf das gesamte menschliche System haben können.

Um es klar zu sagen: unser medizinisches System muss endlich über die archaischen Tierversuche hinwegkommen und sein Augenmerk auf differenziertere Verfahren lenken, die an Menschen forschen und sich auf Programme konzentrieren, die dazu bestimmt sind, Krebs zu verhindern.


Was Sie tun können
Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre eigene Gesundheit und vermeiden Sie krebserregende Stoffe. Verzichten Sie auf Tabak, übermäßige Strahlung, künstliche Nahrungsmittelzusätze und -farben sowie auf tierische Nahrungsmittel (Fleisch, Eier und Milchprodukte). Drängen Sie die Gesetzgeber und Regierungsvertreter, gegen Boden- und Luftverschmutzung energisch durchzugreifen. Fördern Sie medizinische Stiftungen und Forschungsgruppen, damit sie klinische, epidemiologische und andere tierversuchsfreie Methoden entwickeln und verwenden. Falls Sie Spenden an medizinische Stiftungen leisten, schreiben Sie bitte, dass diese nur für klinische oder tierversuchsfreie Studien verwendet werden dürfen.



Quellen:
1) Rede der amtierenden Präsidentin des Rates der Europäischen Union und Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, MdB, anlässlich der Eröffnung des Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) am 10. März 2007 in Ulm: „ Perspektiven der klinisch-onkologischen Forschung in Deutschland. Die Sicht des BMBF“
2) Ibid.
3) Physicians Committee for Responsible Medicine, "An Ounce of Prevention is Worth a Pound of Methotrexate," PCRM Update, Jan./Feb. 1987.
4) Bross, Irwin, Ph.D., "Animals in Cancer Research: A Multibillion Dollar Fraud," 1982.
5) The Star, Johannesburg, South Africa, April 10, 1981

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