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16.01.2009

Kritik an Haltung der Berlinger Zwingerbären Maxi und Schnute

Kritik an Haltung der Berlinger Zwingerbären Maxi und Schnute
Anlässlich des morgigen Berliner Tierschutztages kritisieren die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN, die STIFTUNG FÜR BÄREN und die Tierschutzorganisation animal public erneut die Haltung der Braunbären im Berliner Bärenzwinger am Märkischen Museum.

"Der 1939 errichtete Zwinger wird von seinen Befürwortern immer wieder als der �Stolz Berlins' verteidigt, doch er entspricht schon lange nicht mehr den modernen Haltungsstandards für Braunbären", erklärt Patrick Boncourt, Bärenexperte von VIER PFOTEN. "In den völlig veralteten Zwingern können die Bären ihr natürliches Verhalten nicht ausleben; sie können sich weder vor den Blicken der Besucher zurückziehen, noch ausgiebig baden oder Winterhöhlen graben."

Scharf zu kritisieren seien in diesem Zusammenhang auch die Mindestanforderungen an die Säugetierhaltung, wie sie vor allem für Zoos und Tierparks gelten. Das Regelwerk vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde zuletzt vor zwölf Jahren aktualisiert und muss nach Ansicht namhafter Experten dringend überarbeitet werden. "Die Richtlinien gestehen beispielsweise zwei Bären gerade mal ein Außengehege von 150 Quadratmetern zu", so Karin Hutter, Vorstandsmitglied bei animal public. "In freier Wildbahn durchstreift ein Braunbär ein Revier von durchschnittlich 300 Quadratkilometern und mehr".



"Umso trauriger ist es, dass die Haltung der Berliner Zwingerbären immer wieder mit diesem Regelwerk gerechtfertigt wird", meint auch Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG FÜR BÄREN. "Dass hohe Standards in der Bärenhaltung möglich sind, beweisen inzwischen mehrere deutsche Bärenschutzzentren, darunter der Alternative Bärenpark Worbis in Thüringen oder der BÄRENWALD Müritz in Mecklenburg-Vorpommern".

Alle drei Tierschutzorganisationen sind bemüht den beiden Berliner Bären Maxi und Schnute eine Unterbringung zu verschaffen, wo sie artgemäß leben können. Dieses Angebot wird erneut unterbreitet. Durch die Zusammenarbeit der Tierschutzorganisationen konnten europaweit bereits fast 100 Bären gerettet und in tiergerechten Anlagen untergebracht werden.

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