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25.01.2009

Kyoto...?

Kyoto...?
02.02.2007: Das Kyoto-Protokoll ist die erste völkerrechtliche verbindende Vereinbarung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Hier eine kleine Erklärung über die Entstehung und Funktionsweise des Protokolls von Kathrin Henneberger.

Der Klimawandel betrifft alle Menschen, alle Länder, wenn auch auf unterschiedlichste Weise. Das Klima können wir nur retten, wenn alle mitmachen und ihren Teil beitragen. Deshalb brauchen wir auch internationale Verträge und Abkommen. Solidarisch müssen die Menschen weltweit zusammenstehen und Hand in Hand für das Klima und die Umwelt streiten. Der Schaden unserer Treibhausgase kennt keine Grenzen, also darf der Klimaschutz ebenso wenig Grenzen kennen.

Klima-Rahmenkonvention

Das Kyoto-Protokoll ist ein Zusatzprotokoll der Klima-Rahmenkonvention. Sie wurde 1992 in Rio de Janeiro initiiert, von 188 Staaten ratifiziert und trat 1994 in Kraft. Der offizielle Name lautet: "United Nations Framework Convention on Climate Change" (UNFCCC). Die Industrieländer verpflichteten sich darin unverbindlich, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2000 auf den Stand von 1990 zu bringen. Damit sollten die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre stabilisiert und auf ein niedriges Niveau gebracht werden, so dass sich Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können, die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird und die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig fortgeführt werden kann. Auch wurde in der Konvention festgelegt, dass die beteiligten Statten sich einmal im Jahr zu einer Konferenz treffen.

Das Kyoto-Protokoll, der erste konkrete Schritt

Auf der dritten Klima-Konferenz, die 1997 in der japanischen Stadt Kyoto stattfand, wurde das Kyoto-Protokoll verhandelt und verabschiedet. Es legt konkret fest, dass zwischen 2008 und 2012 die Emissionen um 5,2 % gegenüber dem Niveau von 1990 reduziert werden sollen. Jedoch wurden höchst unterschiedliche nationale Verpflichtungen festgelegt.

Damit der Vertag in Kraft treten konnte, mussten 55 Staaten, die 55 % der gesamten globalen Emissionen verursachen, unterzeichnet und ratifiziert haben. Bush, der Präsident der USA schloss 2001 eine Beteiligung seines Landes grundsätzlich aus. Die EU ratifizierte 2002 und Russland nach langen Verhandlungen 2004. Dadurch konnte das Protokoll von Kyoto am 16. Februar 2005 endlich in Kraft treten.

Kyotos Mechanismen

Für das Erreichen der Reduktionsziele sind flexible Mechanismen vorgesehen. Der Handel mit Emissionszertifikaten ist ein wesentlicher Bestandteil. Insgesamt gibt es drei verschiedene Mechanismen:

1. Emissionshandel (Emission Trading)

Die individuellen Emissionsrechte der Staaten können untereinander gehandelt werden. Seit 2005 gibt es innerhalb Europas einen Emissionshandel. Jeder Verursacher muss über Zertifikate verfügen - verbraucht er diese nicht, kann er sie an andere weiterverkaufen, die zuviel Emissionen produzieren.

2. Clean Development Mechanism

Industriestaaten können durch Projekte zur Emissionsbekämpfung in Entwicklungsländern "credits" erhalten, die ihre Reduktionsziele angerechnet werden.

3. Joint Implemantation

Industrieländer können gemeinsam Klimaschutzprojekte organisieren und erhalten für die Absenkung von Emissionen ebenfalls "credits".

Das Protokoll von Kyoto läuft bis 2012

Alle 15 EU Statten von 1998 müssen durchschnittlich zwischen 8% einsparen. Auf die einzelnen Statten wurde dies mit Berücksichtigung der schon vorhandenen Treibhausgasemissionen verschieden verteilt. Deutschland muss 21% einsparen. Frankreich und Finnland müssen ihr Niveau halten, also 0% mehr Emissionen produzieren während z.B. Greischenland bis zu 25% zulegen darf.

Kritik an Kyoto

Die festgeschriebenen Reduktionsziele reichen bei weitem nicht aus, um den Klimawandel zu bremsen. Viele Länder halten ihre Reduktionsziele nicht ein und der größte CO2 Produzent, die USA, machen nicht mit. Das Kyoto-Protokoll ist jedoch der erste richtige Schritt beim globalen Klimaschutz. Hoffen wir, das rechtzeitig die nächsten Schritte gegangen werden.

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