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16.01.2009

Limpurger

Limpurger
Das Limpurger Rind, auch Leintäler genannt, ist die älteste Rinderrasse Württembergs.



Zucht
Der Name der Rasse geht auf die Grafschaft Limpurg zurück, die südlich von Schwäbisch Hall lag und 1803 zu Württemberg kam.

Wohl im 18. Jahrhundert wurden Exemplare des Roten Landviehs mit Allgäuer Vieh gekreuzt, woraus die Limpurger entstanden. Sie waren insbesondere in der Region um den Fluss Lein sowie im Welzheimer Wald und zwischen Gaildorf, Schwäbisch Gmünd und Aalen verbreitet. Limpurger sind Dreinutzungsrinder, die sowohl als Arbeitstiere als auch als Fleisch- und Milchlieferanten gehalten wurden. Um die Wende zum 20. Jahrhundert stellten viele landwirtschaftliche Betriebe auf das etwas größere Simmentaler Fleckvieh um. In manchen Gemeinden wurde Reinzucht von Limpurgern regelrecht verhindert, da die Einkreuzung von Simmentalern vorgeschrieben wurde. 1903 wurde zwar ein Zuchtverband für Limpurger Vieh gegründet, der sich bemühte, die Rasse durch Zuführung von Glan- und Gelbviehblut konkurrenzfähig zu erhalten, doch misslang dieser Versuch. 1963 wurde der Verband aufgelöst. 1987 wurde die Züchtervereinigung Limpurger Rind gegründet, die durch das Land Baden-Württemberg gefördert wurde. In das Herdbuch wurden zunächst nur 56 Kühe, die nicht mehr alle hundertprozentig dem Limpurger Typus entsprachen, aufgenommen. Mit vier Bullenlinien wurde die Zucht begonnen. Das Ziel war nicht mehr ein Drei-, sondern ein Zweinutzungsrind. Inzwischen sind etwa 300 Kühe in das Herdbuch aufgenommen worden.

Aussehen
Limpurger haben ein einfarbig hell- bis rotgelbes Fell, wobei einzelne Partien, etwa der Unterbauch und die Schenkelinnenseiten, heller als der Rest gefärbt sind. Hörner und Klauen sind gelblich, das Flotzmaul fleischfarben. Die Widerristhöhe der Kühe beträgt 134 bis 137, die der Bullen 143 bis 148 cm.

Leistungen
Während Kühe ein Gewicht zwischen 600 und 650 kg erreichen können, wiegen ausgewachsene Bullen etwa 1000 bis 1100 kg. Limpurger sollen vermehrungsfreudig und leicht zu mästen sein. Zu den Zeiten, als Limpurger auch noch als Arbeitstiere eingesetzt wurden, legte man auch Wert auf harte Klauen und zwar eher zierliche, aber stabile Gliedmaßen.



1994 wurde für Limpurger Kühe eine Jahresmilchleistung von 4435 kg Milch ermittelt. Die auf der Eigenleistungsprüfstation Neuhof ermittelte Fleischleistung von Bullen lag bei einer täglichen Zunahme von 1358 g zwischen dem 112. und dem 350. Lebenstag. Der Landesverband für Leistungsprüfungen in der Tierzucht in Baden-Württemberg e. V. ermittelte, dass Limpurger Kühe im Durchschnitt mit 29,3 Monaten das erste Kalb werfen und eine Zwischenkalbezeit von 376 Tagen haben.

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