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25.01.2009

Lobbygruppen interessieren sich nur für sich selbst...

Lobbygruppen interessieren sich nur für sich selbst...
11.03.2007: Anfang Februar trafen sich die Finanzminister der G7 in der Villa Hügel in Essen. Weltwirtschaft live wurde dort betrieben - hinter verschlossenen Türen. Heißt es nicht "wer flüstert, der lügt"? Gedanken dazu von Gerrit Jorck.

Es spricht im Grunde nichts dagegen, dass die sieben großen Industrienationen zusammen kommen und die Probleme der Welt erörtern. Immerhin repräsentieren sie zehn Prozent der Weltbevölkerung und zwei Drittel des weltweiten Bruttonationaleinkommen. Bei den ersten Treffen der Runde im Jahr 1975 gab es für die damals noch sechs Nationen mit der Ölkrise und dem Zusammenbruch des festen Wechselkurssystems auch durchaus Anlass, sich zu treffen und Lösungen zu suchen. In einer immer globalisierteren Welt werden solche Expertentreffen auch immer nötiger. Ich selbst würde mich wohl nicht anders verhalten.

Allerdings frage ich mich, weshalb diese Diskussionen hinter verschlossenen Türen stattfinden müssen. Immerhin wird dort über Weltpolitik diskutiert und somit hat wohl ein jeder Bürger dieses Planeten ein Anrecht darauf zu erfahren, was dort abgeht. Verschlossene Türen sind doch immer ein Zeichen dafür, dass das, was man dahinter betreibt - in diesem Fall die Politik der G7 - nicht der gängigen Moral entspricht. Nicht umsonst heißt es ja auch "Wer flüstert, der lügt!”.

Die G7-Finanzminister haben sich einen symbolträchtigen Ort für ihr Treffen ausgesucht, die Villa Hügel. Erbaut hat sie die Familie Krupp zwischen 1870 und 73, um die Arbeiter weit von sich fern zu halten. Das ist auch dieses Mal wieder der Fall. Die Finanzminister entscheiden über das Wohl ihrer Bürger, wollen sie aber nicht einmal in Sichtweite wissen. Statt dessen demonstriert die kritische Bevölkerung fern ab des Geschehens.

Dabei hört es sich doch so schön an, was die Finanzminister sich auf die Tagesordnung gesetzt haben: "Verbesserung der Stabilität der globalen Finanzmärkte", "Fiskalpolitik zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbare Energien", "Gute Regierungsführung im Bereich der Finanzpolitik in Afrika", "IWF-Reform", "Förderung von Anleihmärkten in Schwellenländern"... Doch wenn man sich näher beschäftigt mit den Maßnahmen, die die G7 ergreifen wollen, wird klar: Viel scheint nicht dran zu sein an den ehrenvollen Zielen der mächtigen Sieben. Das ist halt das Problem an Lobbygruppen, die sich nur für sich selbst interessieren. Und das wird sich auch nicht ändern, solange sie andere nicht einmal zu Wort kommen lassen.

Deshalb ist es um so wichtiger, dass wir uns heute und vor allem im Sommer in Heiligendamm umso lauter zu Wort melden!

Gerrit Jorck ist 20, Schatzmeister der Grünen Jugend NRW und studiert in Köln Volkswirtschaft und Soziologie. Den ganzen Artikel findet ihr in Gerrits "ökosozialistischem" Blog: www.gerrit-jorck.tk

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