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20.01.2009

Mangalica-Schwein



Das Mangalica-Schwein (auch: Mangalitza oder Mangaliza) ist eine ungarische Schweinerasse, das sich durch krause, helle Borsten auszeichnet.

Eigenschaften
Wegen des ungewöhnlichen Haarkleids mit Unterwolle und lockigen Borsten wird das Mangalitza auf deutsch "Wollschwein" genannt. Wenige Hausschweine sind noch so dicht behaart wie ihre Vorfahren, die Wildschweine. Die Ferkel sind wie Wildschweinfrischlinge gestreift. Drei Farbschläge werden gezüchtet: Großrahmige Blonde und Rote Mangalitza sowie kleinere Schwarze mit hellem "Schwalbenbauch". Ihre dicke Speckschicht und das Haarkleid schützen die robusten Schweine vor extremer Witterung. Sie können ganzjährig im Freien leben, wenn ihnen ein Unterstand und eine Schlammsuhle zur Verfügung stehen.



Entwicklung
Der Entstehungszeitpunkt der Mangalica-Schweinerasse geht auf die dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Sumadia-Schweine wurden mit einer damals verbreiteten ungarischen Rasse gekreuzt. Ende des 19. Jahrhundert war das Mangalica, das sich durch dicke Fettpolster auszeichnet, bereits zur führenden Zuchtrasse aufgestiegen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die alte Rasse in Ungarn einen neuen Aufschwung, weil sie den widrigen Lebensumständen gewachsen war. Bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts war das Mangalica-Schwein in Ungarn die vorherrschende Rasse. Es wurde dann von englischen Schweinerassen so rigoros verdrängt, dass Ende der siebziger Jahre nicht einmal mehr 200 reinrassige Exemplare gezählt wurden. Heute werden sie wieder gezüchtet. Weil ansonsten heute magerem Fleisch der Vorzug gegeben wird, werden Wollschweine allerdings nur noch selten gehalten. Ihr fettreiches, schmackhaftes Fleisch wird in Spanien unter anderem für Serrano-Schinken und in Ungarn zur Herstellung der traditionellen Salami verarbeitet.

Projekt Mangalizaschwein
Im Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel im Burgenland werden schwalbenbäuchige Mangalizaschweine gezüchtet. Das Schwalbenbauchschwein ist eine der ältesten, rein erhaltenen, europäischen Schweinerassen. Durch veränderte Verbrauchergewohnheiten nach dem Krieg sind Speckschweine, zu dem auch das Mangalizaschwein zu zählen ist, fast gänzlich verschwunden. Durch ihre Wolle sind die Schweine sowohl gegen Kälte als auch Hitze geschützt. Die Tiere haben viel Auslauf und sind ganzjährig im Freien.


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