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30.01.2009

Maria-Elisabeth Schaeffler

Maria-Elisabeth Schaeffler
Pelz statt Wälz


Maria-Elisabeth Schaeffler bei der Kitzbühel Audi Night 2009 in Kitzbühel am 23.01.09
© 2009 Financial Times Deutschland, © Getty Images

Eigentlich wollte Frau Schaeffler am Wochenende nur die Machtübernahme bei Conti besiegeln - stattdessen wurde sie zum Spielball des Boulevard. Erwähnen möchten wir von Tierfreunde-Nord das weil es nicht angehen kann, das eine Milliardärin im ECHTEM PELZ die Hand auf hält.


Das vergangene Wochenende dürfte zu den aufregenderen im Leben der Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler gehört haben: Sondersitzung des Conti-Aufsichtsrats. Der "Showdown" ("SZ"), wie es im Vorfeld geheißen hatte. Die "Stunden der Wahrheit" ("Welt"). Nur: Was übrig bleibt vom Wochenende, ist nicht allein die Machtübernahme des Wälzlagerherstellers Schaeffler beim Autozulieferer Continental - sondern auch ein scheinbar harmloses Bild, geschossen im Nobelskiort Kitzbühel. Darauf zu sehen: eine blonde Dame im Pelzmantel.

Die Münchner Boulevardzeitung "AZ" nahm dieses Foto am Dienstag zum Anlass für eine Geschichte mit dem Titel "Frau Milliardärin braucht Staatshilfe" - bei der Dame im Pelz handelte es sich nämlich um Frau Schaeffler, deren verschuldeter Konzern zurzeit um öffentliche Finanzspritzen buhlt.

Der erste Absatz des Artikels: "Von Krise scheint Maria-Elisabeth Schaeffler nichts zu spüren (...). Stolz lüftet sie den teuren Pelzmantel. Es gibt Champagner und Kartoffelsuppe mit Trüffelspänchen." Am Mittwoch griff auch die "Bild" das Sujet der dreisten Reichen auf, die auf Kosten der Allgemeinheit feiert: "Diese Milliardärin will an unser Steuergeld", empörte sich das Blatt. Und weiter: "Im Pelz, mit Schampus: Maria-Elisabeth Schaeffler gehört zu den reichsten Deutschen."

Was war passiert? Am Freitag stieg in Kitzbühel die "Audi Night". Zugegen: Frau Schaeffler. Ebenso Audi-Chef Rupert Stadler, der Chef der Audi-Mutter VW, Martin Winterkorn, und Konzernpatriarch Ferdinand Piëch - mit einem Wort: Schaeffler-Großkunden.

Die Geschichte wäre also schnell gedreht. Sie hieße nicht mehr: Dreiste Milliardärin feiert. Sondern: Verantwortungsvolle Unternehmerin macht wichtigen Auftraggebern die Aufwartung. Nach FTD-Informationen saßen Schaeffler, Piëch, Winterkorn und Stadler sogar am selben Tisch.

Während die "AZ" aber behauptet, das Pelzbild sei am Freitag entstanden, heißt es aus anderen Quellen, es stamme vom Samstag. Tatsächlich erschien am Mittwoch in der "AZ" ein Interview mit Schaeffler ("Ich bin keine Schickimicki-Dame"), in dem die Unternehmerin berichtet, am Samstag im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung nach Kitzbühel gereist zu sein, um der "Audi Night" beizuwohnen - dabei fand die definitiv Freitag statt.

Die Lösung des Rätsels: Schaeffler war Freitag und Samstag in Kitzbühel - auch wenn nur die Freitagsparty von Audi ausgerichtet wurde, was ihr offenbar nicht bewusst war.

Ob auch die Samstagsparty unternehmerischen Zwecken diente? Vermutlich schon, denn auch da waren viele Automanager anwesend. Aber selbst wenn nicht: Warum soll eine Milliardärin nicht feiern? Zumal sie zum Pelz schlichte Moonboots trug.



Die Milliardärin verteidigt ihren umstrittenen Pelz-Auftritt in Kitzbühel und ihren Ruf nach Staatsknete mitten in der Krise. Sie will um ihr Imperium kämpfen. Und das auch aus einem ganz wichtigen Grund: Geht ihr Unternehmen pleite, sind auch ihre Milliarden weg. Maria-Elisabeth Schaeffler (67) gehört zu den 15 reichsten Deutschen Frauen.



Tierrechtler warnen vor Pelzen aus Hunde- und Katzenfellen

Ich kann mich daran erinnern, irgendwelchen pelzbekleideten Damen schonmal bellend hinterhergelaufen zu sein. Und auch wenn das jetz ziemlich schlechtes Deutsch war, die Plakate von Peta UK treffen genau diesen Nerv. Pelz geht gar nicht. Wuff Wuff.

Anlässlich der beginnenden internationalen Pelzmesse »Fur & Fashion« in Frankfurt/Main weist der Bundesverband Menschen für Tierrechte darauf hin, dass in Deutschland immer noch Hunde- und Katzenfelle vertrieben werden. Der Verband fordert ein gesetzliches Verbot.

Hunde- und Katzenfelle werden zahlreich nach Deutschland importiert und so gefärbt und bearbeitet, dass ihre Herkunft nicht erkennbar ist. Zudem müssen sie nicht eindeutig gekennzeichnet sein. Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte betont: »Viele Verbraucher wissen nicht, dass sie Hunde- oder Katzenfelle am Kragen tragen oder z. B. als flauschigen Schlüsselanhänger mit sich führen.«

Der Bundesverband kritisiert, dass die EU zwar ein Importverbot von Hunde- und Katzenfellen verabschieden will, doch Ausnahmeregelungen plant. Diese sollen gelten für Felle von Tieren, die nicht primär zur Fellgewinnung gehalten und getötet werden. Das sind z. B. Hunde und Katzen aus Versuchstierzuchten oder aus asiatischer Fleischproduktion. Dem Missbrauch würde dadurch Tür und Tor geöffnet; davon abgesehen seien solche Produkte ethisch verwerflich. Der Bundesverband fordert daher von der Bundesregierung, diese Ausnahmen zu verhindern und auf EU-Ebene ein konsequentes Verbot durchzusetzen. Darüber hinaus solle die Bundesregierung zügig auch ein nationales Importverbot umsetzen.

Unabhängig von der politischen Entwicklung rufen die Tierrechtler jeden Verbraucher und jedes Bekleidungsunternehmen auf, Pelzprodukte ausnahmslos zu boykottieren. »Ob Felle von Hunden und Katzen oder von Nerzen, Füchsen oder Marderhunden - Pelz bleibt Qual und Mord für die Mode!«, schließt Simons.


Kontakt:
Pressestelle - Stephanie Elsner,
Tel.: 05207 - 929263,
E-Mail: elsner@tierrechte.de



http://www.die-tierfreunde.de

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