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24.01.2009

Meerschweinchen

Meerschweinchen
Stand: Januar 2008


Womöglich wegen der gefährlichen, irrigen Auffassung, Meerschweinchen gäben großartige „Anfängertiere“ für Kinder ab, sind diese zerbrechlichen Tiere zusammen mit weiteren exotischen Kleintieren zu beliebten „Taschenhaustieren“ geworden. Trotz ihrer Beliebtheit sind Meerschweinchen für die damit handelnden Geschäfte nicht einmal so viel wert wie eine Packung Hundefutter. Der nachlässige Umgang in den Zoohandlungen hat oft grausame Misshandlungen von Meerschweinchen zur Folge. PETA hat Berichte über Geschäftsführer von Zoohandlungen erhalten, die ihr Personal anwiesen, kranke Meerschweinchen nicht tierärztlich versorgen zu lassen, Berichte über Meerschweinchen, die schon in Zoohandlungen geliefert wurden, als sie noch zu jung für die Entwöhnung waren, über Meerschweinchen mit Pilzbefall um Augen und Nase, über Meerschweinchen-Unterkünfte, in denen es von Milben wimmelte, und über Meerschweinchen, die an Misshandlung und Vernachlässigung starben.


Woran Sie Vernachlässigung erkennen

Achten Sie auf folgende Zeichen für Vernachlässigung:
• angeschwollene Pfoten, tränende Augen, Lethargie, Ausschlag, wunde Stellen, Blutergüsse, Haarausfall, Läuse oder verfilztes Fell

• schmutzige Käfige, Käfige in direktem Sonnenlicht oder Käfige mit Drahtböden, in denen kleine Pfoten sich verfangen können und die unbequem sind

• Raumtemperatur unter 21 oder über 32 Grad Celsius – Meerschweinchen können leicht Atemwegsinfektionen bekommen, wenn die Temperatur auf unter 18 Grad Celsius fällt

• Unterlage aus Zedern- oder Kiefernspänen, die für Kleintiere giftig sind – falls Holzspäne benutzt werden, sollten es Espenspäne sein

• Futter- oder Wassermangel oder schmutziges Wasser

Aufnahme

Falls Sie Meerschweinchen ein Zuhause bieten möchten, vergessen Sie nicht, dass diese Tiere Rudeltiere sind und niemals alleine gehalten werden dürfen. Auch ein Kaninchen ist kein Ersatz für einen Artgenossen. Bitte nehmen Sie Tiere aus einem Tierheim oder von einer Tierrettungsorganisation auf. Seien Sie darauf vorbereitet, sieben Jahre oder länger für die Meerschweinchen zu sorgen. Futter, Heu, Unterlage etc. alles dies kostet Geld. Ein Tierarzt wird das Meerschweinchen einmal im Jahr untersuchen müssen und kann auch beim regelmäßigen Krallenschneiden helfen – ein Muss. Falls Sie ein Männchen und ein Weibchen zusammenhalten, müssen sie außerdem zuerst kastriert werden. Kastrationsoperationen sind jedoch bei Kleintieren gefährlicher, so dass es vorzuziehen ist, Weibchen mit anderen Weibchen und Männchen mit nicht mehr als einem weiteren Männchen zusammen zu halten – drei oder mehr Männchen werden untereinander kämpfen. In jedem Fall ist die Zusammenführung der Tiere sehr behutsam vorzunehmen und das Gehege muss groß genug sein, dass die Tiere ausweichen können.


Bieten Sie folgendes dem Meerschweinchen an:

• qualitativ hochwertiges, weiches Wiesenheu zum Nestbau und als Mahlzeit – für junge, trächtige oder säugende Meerschweinchen ist Alfalfa-Heu empfehlenswert

• Meerschweinchenkraftfutter auf Wiesenheubasis (kein Kaninchenkraftfutter) in einem schweren Futternapf

• kleine Mengen Obst und Gemüse, etwa Möhren, Äpfel und Alfalfa-Heu, sowie ein kleiner Salzleckstein (keine Süßigkeiten, Fleisch oder Milchprodukte)

• eine Vitamin-C-Quelle, die in verschiedenen Formen in Tierbedarfsgeschäften erhältlich ist – einige Sorten Meerschweinchenfutter sind mit Vitamin C angereichert, und auch Kohl, Kraut, Melonen, Äpfel oder Vitamin-C-Ergänzungsmittel sind sichere Vitamin-C-Quellen

• ein Nageholz, etwa ein unbehandelter Obstbaumast, um die Schneidezähne abzunutzen

• ein Gehege sollte so groß wie möglich sein, vorzugsweise mit zwei Etagen zum Erkunden, kleinen Rampen und einem „Schlafzimmer“ aus einer umgedrehten Kiste mit ausgeschnittenem Eingang – da Meerschweinchen nicht klettern oder springen, können sie auch in offenen Gehegen leben, etwa einem Kinderplanschbecken aus Plastik, so lange andere Tiere einschließlich kleiner Kinder keinen Zugang zum Becken haben und der Boden gut eingestreut ist.

• tägliche Säuberung von Käfig oder Gehege, dabei das schmutzige Einstreu entfernen, den Boden mit einem antiseptischen Reiniger säubern und mit einem Papiertuch trocknen

• ein Ziegel, rauer Stein oder Betonblock zum Abnutzen der Krallen

• täglicher Auslauf in einem sicheren geschlossenen Raum

• frisches Wasser in einer Flasche mit Trinkrohr – überprüfen Sie das Rohr täglich auf Verstopfung

• wöchentliches Kämmen und Bürsten – unerlässlich bei langhaarigen Angoras

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