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23.01.2009

Milch: Alles andere als natürlich und gesund

Milch: Alles andere als natürlich und gesund
Stand: Dezember 2007


Von vielen Milchprodukten denken die Leute, sie seien ein Pfeiler der Ernährung (1); stattdessen sind sie weder notwendig noch stellen sie einen wünschenswerten Bestandteil einer gesunden menschlichen Ernährung dar. Für diejenigen, die Fleisch aus ethischen und/oder gesundheitlichen Gründen vermeiden wollen, stellen sie des Weiteren einen schwachen Ersatz dar. Außer der Tatsache, dass Milch die Risiken für Herzkrankheiten, Diabetes, unterschiedliche Krebsarten oder viele andere Erkrankungen signifikant erhöht, leiden die Kühe in den Intensivbetrieben. Denn Kühe sind anhängliche Tiere, die zu einer großen Bandbreite von Emotionen fähig sind, eigene Persönlichkeiten haben und tiefgehende Beziehungen zueinander aufbauen.

Das Leiden einer Kuh in der Milchwirtschaft

Kühe geben aus demselben Grund Milch wie wir Menschen, nämlich um ihre Jungen zu füttern. Aber die Kälber auf Milchbetrieben werden ihren Müttern schon in den ersten Tagen entrissen. Sie werden nur anfangs mit Biestmilch und später dann mit Milchersatz gefüttert, so dass die Milch, die eigentlich für sie gedacht war, an Menschen verkauft werden kann.

Derzeit gibt es alleine in Deutschland rund 4 Millionen Milchkühe, deren Zahl bei steigender Milchmenge jedoch sinkt (2, 3). Meist verbringen sie ihre Zeit nicht damit, auf Feldern zu grasen, sondern leben dicht gedrängt in Ställen, wo sie in der Regel zweimal täglich maschinell und wie am Fließband gemolken werden. Dabei fallen täglich etwa 26 Liter Milch pro Kuh an – das ist vier Mal so viel, wie vor hundert Jahren (4). Diese enorme Steigerung wurde durch Hochleistungszüchtungen erreicht. Diese „Melkmaschinen“ verursachen nun aber oft Verletzungen, die beim Melken mit der Hand nicht entstehen würden. Diese Verletzungen leisten Vorschub für die Entstehung von Mastitis, einer bakteriellen Infektion, die speziell in der Milchindustrie bekannt ist und, wenn sie unentdeckt bleibt, zum Tode der Kühe führen kann. In anderen Fällen bekommen Kühe durch die Milchmaschinen wiederholt unbeabsichtigte, jedoch durch das System bedingt in Kauf genommene Elektroschocks, was erhebliches Unbehagen, Angst und Störungen des Immunsystems verursacht. Wer viel leistet, muss viel Nahrung zu sich nehmen. Dies ist nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Kühen so. Die Verfütterung von teils tierische Produkte enthaltendes Kraftfutter an die vegan lebenden Kühe führt zu schweren Magenproblemen, Klauenkrankheiten und Euter-Entzündungen (4, 5).

Qualen für Mutterkuh und Kalb

Mit etwa zwei Jahren bekommen Kühe ihr erstes Kalb und werden ab dann als Milchlieferant benutzt. Mit das größte Leid der Milchkühen ist, dass sie immer wieder ihre Jungen verlieren. Denn wenn Sie Milch und Milchprodukte konsumieren unterstützen Sie damit auch die Kalbfleischindustrie. Während weibliche Kälber meist zu einem Leben für die Milchproduktion verdammt sind, werden die männlichen in engen Boxen gehalten und nach einigen Wochen geschlachtet. Die Kälber dienen dabei auch für die Herstellung von Käse, durch das Lab, ein Enzym, das für die Milchgerinnung verwendet wird, damit daraus Käse entsteht. Es ist möglich, Käse auch ohne Lab herzustellen; diese Käsesorten sind in Reformhäusern oder Bioläden erhältlich. Allerdings bedingt die enge Verbindung zwischen der Milch-, Kalbfleisch- und Lederindustrie, dass es für den Käsehersteller billiger ist, Teile des Kalbes zu verwenden als pflanzliche Enzyme. Die Mutterkuh wird schnellstmöglich – nach etwa zwei Monaten – wieder (zumeist künstlich) besamt. Während sieben Monate ihrer neuen neunmonatigen Schwangerschaft wird die Kuh weiter gemolken und ihr so die Milch weggenommen, die für ihr vorheriges Kalb gedacht war. Eine typische, industriell ausgebeutete Milchkuh wird in ihrem kurzen Leben drei- oder viermal gebären. Lässt ihre Milchproduktion nach 5 bis 7 Jahren nach und wird sie deshalb „ineffektiv“, heißt es „ab ins Schlachthaus“, und es werden aller Wahrscheinlichkeit nach die nächsten Hamburger und Steaks aus ihr gemacht (5).

Unverträglichkeit von Kuhmilch und Mythos Calcium

Kuhmilch ist logischerweise auf die Ernährungsbedürfnisse von Kälbern ausgerichtet, die ihr Gewicht in wenigen Tagen verdoppeln, vier Mägen haben und später mehrere hundert Kilo wiegen werden. Menschen hingegen wachsen nicht so schnell, haben bekanntermaßen nur einen Magen und nicht das Gewicht eines ausgewachsenen Rindes. Deshalb ist es – im Gegensatz zur schlauen Werbung der Milchindustrie – ganz und gar nicht „natürlich“, Kuhmilch zu trinken. Außerdem trinkt keine andere Spezies nach Ablauf der Kleinkind-Phase noch Milch, und es gibt keine Spezies, die die Milch einer anderen Spezies trinkt, außer Hauskatzen vielleicht, denen man dies angewöhnt hat. Ab dem vierten Lebensjahr entwickeln die meisten Menschen eine Laktose - Unverträglichkeit, also die Unfähigkeit, die Kohlenhydrat - Laktose aus der Milch zu verdauen, denn ab diesem Zeitpunkt synthetisieren sie das Verdauungsenzym Laktase nicht mehr. Die Zahl der Menschen, die eine Laktoseintoleranz aufweisen, steigt immer mehr. Milchprodukte über die Kleinkindzeit hinaus zu sich zu nehmen, kann zu Durchfall, Blähungen und Krämpfe führen. Außerdem können Allergien und Asthma auftreten. In Deutschland sind etwa 15 Prozent der Bevölkerung betroffen, weltweit sind es mehr als 50 Prozent, vor allem im asiatischen Raum (1, 5, 6, 7, 8).

Milch wird allgemein nachgesagt, reich an Calcium zu sein und deshalb Osteoporose zu verhindern, doch mittlerweile zeigen verschiedene (länderübergreifende) Studien, dass Milch diese Krankheit eher fördert. Indikator dafür ist allein schon die Tatsache, dass Osteoporose vor allem in den westlich orientierten Ländern auftritt – wo ja hauptsächlich Milchprodukte konsumiert werden. Doch dank geschickter und langfristiger Konsumentenbeeinflussung hat die Milchindustrie es geschafft, einen Mythos um die Milch herum aufzubauen. Dabei ist Calcium ausreichend im Körper vorhanden und kann durch rein pflanzliche Kost problemlos abgedeckt, ja sogar besser aufgenommen werden als durch den Konsum von Milch. (1, 9, 10)

Mitschuld am Klimawandel

Neben gesundheitlichen Problemen und dem Leid der Tiere trägt die Milchindustrie verstärkt zum Klimawandel bei, da die Kühe das klimarelevante Treibhausgas Methan in enormem Maße produzieren. So hat das Öko-Institut beispielsweise herausgefunden, dass Butter das klimaschädlichste Lebensmittel ist (11).

Was Sie tun können
Der beste Weg Kühen, zu helfen, ist, aufzuhören, Milch und Milchprodukte zu kaufen. Entdecken Sie die vielfältigen und leckeren Möglichkeiten mit Soja. Dieser Milchersatz liefert ausreichend Kalzium, Vitamine, Eisen, Zink und Proteine, aber eben kein schädliches Cholesterin. Mit den vielen unterschiedlichen Varianten können Sie kochen, backen, den Kaffee verfeinern oder ihrem Müsli zugeben. Selbst Käseersatz und Eiscreme sind heutzutage kein Problem mehr und können in Bioläden und Reformhäusern gekauft werden.

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Quellen
(1) Wagner, Beate: „Böse Milch? Gute Milch?“ 2006, unter: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2006/01/Milch.xml
(2) Statistisches Bundesamt 2007
(3) www.milchwirtschaft.de 2007
(4) 3sat online: „Höchstleistungen bei Kühen. Hochleistungszucht in der Milchwirtschaft 2003, unter: www.3sat.de/nano/astuecke/50769/index.html
(5) Pfeifer, Jan: „Die Milch macht’s?“, in: Unsere Partner, 3/2007, S. 55f
(6) Clements, Kath: „Vegan“, EchoVerlag, 2006, 43f
(7) Langley, Gill: „Vegane Ernährung“, Echo Verlag, 1999, S. 206ff
(8) Unger, Angelika: „Laktose-Intoleranz – Wenn Milch krank macht“, 2006, unter: http://www.stern.de/wissenschaft/ernaehrung/:Laktose-Intoleranz-Wenn-Milch/568025.html
(9) Clements, Kath: „Vegan“, EchoVerlag, 2006, 51f
(10) Langley, Gill: „Vegane Ernährung“, Echo Verlag, 1999, S. 122ff
(11) Öko-Institut: „Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln“, 2007 unter: http://www.oeko.de/oekodoc/328/2007-011-de.pdf


Vegetarisch, so starten Sie durch!



Aktuellen Umfragen nach sind bereits über 6 Millionen Deutsche zu Vegetariern geworden und wöchentlich kommen Tausende dazu. Und mehr Menschen als je zuvor entscheiden für sich, künftig vegetarisch oder vegan leben zu wollen, darunter Prominente wie Tobey Maguire, Natalie Portman, Tina Ruland, Thomas D., Dirk Bach, Alicia Silverstone, Joaquin Phoenix, Alec Baldwin, Apple-Gründer und -Leiter Steve Jobs, Ford-Direktor Bill Ford, Disney-Geschäftsführer Michael Eisner und viele mehr.

Fleischfrei werden ist keine Zauberei.



Man muss keinen Zauberkasten in Anspruch nehmen, um fleischfrei zu werden – es gibt vegetarische Alternativen zu vielen tierischen Lebensmitteln, ob köstliche fleischfreie Würstchen oder traumhaft leckerer milchfreier Kuchen, ob Veggie-Hühnchen oder „Wurst“-Aufschnitt. Und man muss auch nicht wie eine Hexe auf den Besen springen, um sie irgendwo zu finden – viele davon finden sich bereits im Supermarkt oder Reformhaus um die Ecke. Vegetarische Nahrungsmittel sind reich an Eiweiß, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien, dafür sind sie fett- und cholesterinarm, können also auch beim Abnehmen helfen.

Übrigens:
Vegetarier haben generell weniger Probleme mit ihrem Gewicht. Die Umstellung auf fleischlose Kost ist besser als die meisten Diäten. Studien der Universität Gießen, des Krebsforschungszentrums Heidelberg und des Bundes- Gesundheitsamtes Berlin belegen nahezu übereinstimmend, dass bei den Vegetariern die geringste Krankheitsanfälligkeit, das normalste Körpergewicht, die besten Laborparameter sowie die günstigsten Blutdruckwerte gefunden wurden, und dass trotz bedeutend längerer Lebenserwartung eine signifikant geringere Krebshäufigkeit besteht.


http://www.peta.de/de/home.cfml?viewfile=1&fn=484664E1FB7C&mod=get

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