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26.01.2009

Milch, das tödliche Gift

Milch, das tödliche Gift
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0965919609/qid=1034618065/sr=1-1/ref=sr_1_16_1/302-4957707-5916051

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Diese Arbeit ist allen Menschen dieser Welt gewidmet, die eine Vielfalt von Symptomen und Krankheiten ertragen müssen, ohne dass sie die Wurzel ihres Leidens, ihre Ernährung, erkennen. Mögen sie erkennen, dass sich ein Jungbrunnen für sie, ihre Kinder und für die zukünftigen Generationen auftut, wenn sie nur ein einziges Lebensmittel aus ihrer Ernährung verbannen.

Das Buch ist in folgende Abschnitte aufgeteilt:
Danksagungen
Vorwort von Jane Heimlich
Vorrede
Kapitel 1 Gesunde Milch: Die Botschaft der Milchindustrie
Kapitel 2 Eine kurze Geschichte der Milch in Amerika
Kapitel 3 Milch hat sich verändert: Gentechnologie
Kapitel 4 Der wissenschaftliche Beweis: Milchhormone setzen deine Gesundheit auf`s Spiel
Kapitel 5 Der Dominoeffekt: Wie die FDA Amerika in die Irre führt
Kapitel 6 Das Komplott verdichtet sich: Heimliches Einverständnis zwischen Monsanto, FDA & dem Kongress
Kapitel 7 Die vierte Gewalt: Was den Amerikanern über die "neue" Milch (in den Medien) erzählt wurde
Kapitel 8 (Un) gesunde Milch
Kapitel 9 Milchkonsum: Eine zweite Meinung des medizinischen Establishments
Kapitel 10 Die Analyse: Was ist in der Milch
Kapitel 11 Krebs: Die Verbindung zwischen den Wachstumshormonen in der Milch und dem Milchkonsum
Kapitel 12 Die Wahrheit über Kalzium, Osteoporose und Milchallergien
Kapitel 13 BSE und Prionen: Eine schreckliche biologische Vorschau
Kapitel 14 Alternativen zur Milch
Anmerkungen, Index

Anmerkung zur Übersetzung
Die Rechtslage in der EU


Im Sommer 1994 wurde in einem Gesundheits-newsletter der kontroverseste Arzneimittelzulassungsantrag, den es je in der Geschichte der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) gegeben hat, besprochen. Die Monsanto Agricultural Company hatte das natürliche Rinderwachstumshormon isoliert. Man hatte einen Weg gefunden, dieses Hormon in Mikroorganismen einzubringen, die sich mit genetischem Material von Kühen und e.coli Bakterien verschmelzen ließen. So entstand ein neues Produkt das, wenn man es den Kühen wieder injizierte, ihre Milchproduktion erheblich erhöhte. Dieses neue Hormon wurde "recombinant bovine somatotropin" (rbST) genannt. Die Überprüfung dieses neuen Hormons und der Milch und Molkereiprodukte öffnete die Büchse der Pandora - Dämonen und Dilemmatas - denen die Milchproduzenten lieber niemals begegnet wären. Aufgrund dieser Überprüfung ergaben sich viele Fragen. Die Antworten auf diese Fragen werden die gesamte amerikanische Milchindustrie erschüttern und gefährden.

Wahrscheinlich ist, dass Milchkonsum ein Grund für Herzerkrankungen und eine Erklärung für diesen Killer Nummer eins Amerikas ist. Während über das Cholesterin in anderen Nahrungsmitteln viel debattiert wird, hat der/die durchschnittliche Amerikaner/in im Alter von 52 Jahren durch Milch und Milchprodukte so viel Cholesterin konsumiert, wie in 1 Million Scheiben Schinken vorhanden ist. Könnte Milch der Grund sein, warum eine von 8 Amerikanerinnen Brustkrebs entwickelt? Wachsen Krebstumore wegen der starken Wachstumshormone, die in der Milch enthalten sind? Sollte mehr Forschung betrieben werden um herauszufinden, dass Allergien im Kindesalter eine Reaktion des Körpers auf Kuhmilcheiweiße ist? Bei über 25 Millionen Amerikanerinnen über 40 Jahren wurden Knochenarthritis und Osteoporose festgestellt. Diese Frauen haben während ihres gesamten Erwachsenenlebens im Durchschnitt mehr als 2 pounds (1 pound= 0,454 kg; also 908 g, etwas weniger als ein Liter) Milch täglich getrunken. Was hat diese Frauen und ihre Ärzte gegenüber der Tatsache blind gemacht, dass der Milchgenuss sie nicht vor Osteoporose geschützt hat? Vielleicht ist ihr Blick deshalb getrübt, weil Millionendollarbudgets strategisch investiert werden um Anzeigen in Magazinen zu platzieren, die von Artikeln, die die Vorzüge des Kalziums aus der Milch preisen, begleitet sind. Würden sie nicht sehr erstaunt sein, wenn wissenschaftliche Untersuchungen in diesen Magazinen diskutiert würden, nach denen das Kalzium in der Milch nicht regelgerecht verstoffwechselt werden kann und dass der Milchgenuss die wahrscheinliche Ursache von Osteoporose ist?

Eine immer größer werdende Zahl Amerikaner wendet sich von der Milch ab und eliminiert Milchprodukte von ihren Speiseplänen. Viele aufmerksame Eltern bemerken, wenn Milch und Milchprodukte weggelassen werden, verschwinden auch die Krankheitssymptome ihrer Kleinen. Meistens sind dies: Koliken, Colitis, Ohrenschmerzen, Erkältungen, Darmkrämpfe. Viele Kinder entwickeln Diabetes. Forschungen weisen aus, dass ein Rindereiweiß aus der Milch die Insulin produzierenden beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse vernichtet.
60 % der amerikanischen Milchkühe sind mit dem Leukosevirus1 infiziert. Ist es klug das Fleisch von kranken Tieren zu essen oder ihre Körperflüssigkeiten zu trinken? Die Pasteurisierung soll die Bakterien und Viren in der Milch abtöten. In 1985 gab es jedoch in Chikago einen schrecklichen Unfall. Eine Molkerei hatte den gesamten Milchausstoß eines ganzen Tages nicht richtig pasteurisiert. Darauf starben 4 Menschen und 150.000 waren mit Salmonellen vergiftet. Diese verdorbene Milch hat vermutlich lebende Leukoseviren, Tuberkuloseviren und eine breite Palette anderer infektiöser Erreger enthalten. Es wurde jedoch keine Dokumentation erstellt um die folgenden Fälle von Encephalitis, Meningitis oder Leukämie festzuhalten.

Früher erlaubte die FDA den Farmern nur geringe Mengen Bakterien tötender Substanzen an ihre Kühe zu verfüttern, so dass auch nur geringe Mengen Antibiotika in der Milch vorhanden waren. Von der Regierung waren niedrige Grenzwerte festgesetzt, die verhinderten, dass die Verbraucher Flüssigkeiten zu sich nahmen, die einen hohen Antibiotikaspiegel aufwiesen. Im Jahre 1990 wurde der Milchstandard von einem Teil Antibiotika zu 100 Millionen anderen Teilen um das 100-fache erhöht auf ein Teil (Antibiotika) zu 1 Million anderen Teilen. Heute ist es Farmern erlaubt ihren Tieren hohe Mengen Antibiotika zu geben. Und nicht zuletzt ist zu bedenken, wenn Kühe auf Feldern weiden, die mit Pestiziden behandelt wurden, dann enthält ihre Milch eine toxische und nahezu tödliche Brühe aus Chemikalien.

Bierbäuche feiern ein Comeback in Amerika. Als Gesellschaft waren wir nie mehr übergewichtig als jetzt. Nach der Veröffentlichung des US-Departement of Agriculture (USDA) in "Food Consumption, Prices and Expenditures, 1996, Statistical Bulletin Number 928", hat der durchschnittliche Amerikaner im Jahre 1994 24 Gallonen Bier (1 Gallone = 4,55 Liter, l; also 133,24 l ) konsumiert. Das sind etwas weniger als 8 ½ ounces (1 ounce = 28,35 Gramm, g; also 241g, ungefähr ¼ Liter) Bier pro Tag, pro Person. Die gesamte Menge an Milch und Milchprodukten, die in 1994 konsumiert wurde ergibt 26 ounces (= 737g; ungefähr ¾ l) pro Tag, drei mal soviel wie Bier. Ein 12 ounce (= 340 g) Glas Bier enthält 144 Kalorien und kein Fett. Aber ein 12 ounce Glas Milch hat 300 Kalorien und 16 Gramm Fett. Trotzdem scheint es, dass Bier einen schlechten Stand hat. Hervorstehende Bäuche von Leuten mit Übergewicht sollten eher Milchbäuche genannt werden, nicht Bierbäuche.

Wenn man ein Steak isst, das starke Wachstumshormone enthält, dann werden diese Hormone im Magen durch die sehr wirksamen Verdauungssäfte und Enzyme zerstört. Trinkt man Milch, dann sichert die Weisheit der Mutter Natur das Überleben dieser Eiweißhormone. (Denn die Milch ist zur Ernährung von Kleinsäugern gemacht, die allein auf Milch als Nahrung angewiesen sind). Die kräftigen Magensäuren werden durch die flüssige Milch verdünnt und das stark sauere Milieu, verwandelt sich in ein weniger saures Milieu so dass die Wachstumshormone nicht zerstört werden. Die meisten Wissenschaftler haben an diesen Prozess bei ihren Forschungen nicht gedacht. Jedoch Mütter, die mit Kindern und ihren Bauchwehs zu tun haben, wissen diesen Prozess zu nutzen. Sie geben ihrem Kind warme Milch, damit es ohne Schmerzen einschlafen kann, denn dadurch wird die Säure im Magen des Kindes verdünnt und seine Schmerzen verschwinden.

Das Leiden in Amerika hat gerade erst begonnen. Die Aufgabe der FDA ist die eines Treuhänders für die Gesundheitserfordernisse in Amerika. Unglücklicherweise wird diese Behörde von speziellen Interessengruppen, einschließlich der privaten pharmazeutischen Industrie beeinflusst. FDA- Verantwortliche und Wissenschaftler werden oft von der Privatindustrie eingestellt, eine Prämie für geleistete Dienste. Und umgekehrt läuft es auch. Wissenschaftler und Anwälte, die für diese Firmen gearbeitet haben, werden häufig bei der FDA eingestellt. Ein solcher Fall geschah im Jahre 1990, als das Rinderwachstumshormon gentechnisch erzeugt werden konnte. Monsanto, der Hersteller von rbST hatte während des Zulassungsprozesses für die neue Substanz viele Hürden zu überwinden. Irgendwie wurden Wissenschaftler, die bei Monsanto gearbeitet hatten, von der FDA eingestellt. So durften sie ihre eigenen Forschungen überprüfen. Ein Monsanto-Anwalt wurde ebenfalls von der FDA eingestellt, um die Gebrauchsanweisung für die neue Substanz zu schreiben. Gleichzeitig mit diesen Karriereaufstiegen haben Lobbyisten von Monsanto enorme Summen Gelder an Mitglieder des Agrarausschusses des Kongresses, den Dairy Livestock und den Geflügelunterausschuss gezahlt. Diese Gruppe von 12 Kongressmitgliedern hatte zu der Zeit ein Gesetz zu beraten, bei dem es um die Deklarierung von Milch ging, die von Kühen stammte, die mit dem neuen gentechnisch hergestellten Hormon behandelt worden waren. Als die Dollars flossen, verzögerten diese Kongressmitglieder die Beratungen im Komitee, wo das Gesetz gestorben war, als die 1994 ger Kongressperiode auslief. Das Gesetz gedieh noch nicht einmal bis zu einem Kongressvotum.

Den Amerikanern wurde erzählt, dass die Milch von rbST behandelten Kühen identisch mit der Milch sei, die man seit Generationen gekannt hat. Diese Aussage war falsch. Nachdem die Kühe mit diesen Hormonen behandelt worden waren, enthielt ihre Milch höhere Anteile eines anderen Hormons, des Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor-I (IGF-I), dem stärksten Wachstumshormon, das in der Natur vorkommt. Der größte biologische Zwischenfall aller Zeiten hatte sich ereignet. IGF-I war identisch bei Kühen und bei Menschen. Kein anderes in der Wissenschaft bekanntes Hormon des Menschen ist identisch mit dem einer anderen Art. IGF-I ist die einzige einsame Ausnahme. Es enthält 70 Aminosäuren in derselben Gensequenz beim Menschen und beim Rind. Immer wenn wir Milch trinken, nehmen wir das stärkste Wachstumshormon überhaupt auf, ein Hormon, das auch in unseren eigenen Körpern auf natürliche Weise produziert wird. Und, das Überleben dieser Wachstumshormone im menschlichen Körper ist den natürlich ablaufenden Mechanismen (ph-Veränderungen im Magen) geschuldet, die allein typisch für die Milch sind.

Milchhormone haben Wachstumseffekte auf die Menschen, Milcheiweiße Allergieeffekte. Fett und Cholesterin tragen zu einer übergewichtigen Gesellschaft bei. Antibiotika in Milch zerstören das schützende Potential derselben Antibiotika, wenn sie bei Krankheit vom Menschen benötigt werden. Krebs, Herzkrankheiten, Asthma, Allergien und vieles mehr, werden wahrscheinlich alle von der Milch verursacht.

Anmerkung der Übersetzung:
Cohen benutzt die Bezeichnungen rBST, rbST, rBGH, BGH,BST synonym. Das kleine "r" bedeutet "recombinant". Damit soll ausgedrückt werden, dass es sich um die gentechnisch hergestellte Variante handelt. Auch wenn nur die Bezeichnungen BGH oder BST benutzt werden, handelt es sich um das gentechnisch hergestellte Produkt.

In der folgenden Zusammenfassung werden übersetzte Teile in Anführungszeichen gesetzt. Es kann vorkommen, dass innerhalb dieser Übersetzungen Passagen von Cohen oder anderen in Anführungszeichen zitiert werden. Leider war dies nicht zu ändern.

1Leukose ist eine Art Blutkrebs des Rindes, die nicht tödlich verläuft. Die Tiere leben damit ohne direkte Beeinträchtigung. Man weiß jedoch, dass in Regionen, die eine Häufung bei Rinderleukose aufweisen, höhere Leukämieraten bei Menschen derselben Region vorgefunden werden, als in leukosefreien Gebieten. Inwieweit ein ursächlicher Zusammenhang besteht ist nicht erforscht.


Gesunde Milch: Die Botschaft der Milchindustrie

Ca. 40% der von Amerikanern zu sich genommenen Nahrungsmittel bestehen aus Milch und Milchprodukten. Wieviel Milch pro Jahr produziert wird, darüber gibt es nur widersprüchliche Angaben. 416.000.000 pounds jeden Tag oder 663.000.000 pounds pro Tag. Die Diskrepanz wird nirgends erläutert. Die Zahlen sind deshalb wichtig um abzuschätzen, wie viel Geld der Milchindustrie jährlich zur Milchreklame zu Verfügung steht. Denn jeder Milchproduzent in den USA muß 15 Cents je 100 pounds produzierter Milch an den Dairy Marketing Board (DMB) abführen. Diese Organisation ist die Speerspitze der Milchindustrie in den USA. Daher kann der Dairy Marketing Board jährlich 228 Millionen $ vielleicht sogar 364 Millionen $ zum Marketing von Milch und Milchprodukten ausgeben. Geld genug um Prominente (häufig Sportler) zu Werbezwecken und sogenannte Experten zu Aussagen über die Gesundheitswirkungen von Milch einzusetzen, die die Meinung der FDA wiedergeben. Die Botschaft: Milch ist gesund und fördert die Gesundheit. Da auch die Milchindustrie bemerkt hat, dass mehr und mehr Menschen sich von der Milch und ihren Produkten abwenden, hat der DMB eine Werbekampagne über Mythen und Fakten gestartet. Dabei wird der Öffentlichkeit ein Frage-Antwort-Spiel unterbreitet. Die Einwände gegen die Milch werden als Mythen, die offizielle Meinung der Industrie und der FDA als Fakten dargestellt.


Eine kurze Geschichte der Milch in Amerika

Zur Zeit der Pilgrim Fathers - im Jahre 1620 n.u.Z. - gab eine Kuh nur 1 quart Milch täglich (1 quart = 2,15 pounds; 1 pound = 454 g; 1 quart = 976,1 g; 1 kg entspricht ungefähr 1 l, also weniger als 1 l !!! ). Da man für jedes pound Butter 21,2 pounds ( ca. 9,6 kg ) Milch benötigt, konnten die Pilgrim-Father`s noch nicht einmal 1 pound Butter die Woche mit der Milch einer Kuh produzieren.
Cohen möchte mit der Geschichte der Pilgrims zeigen, dass der Milchgenuss keine althergebrachte Angelegenheit ist, sondern eine Erscheinung der industrialisierten Milchproduktion, die erst seit 3-4 Generationen üblich ist. Vor der Industrialisierung ist die Milch hauptsächlich zur Fettgewinnung, also zur Butterung eingesetzt worden. Das war auch in Europa so.

Mitte des 19. Jahrhunderts gab eine Kuh etwas mehr, aber immer noch weniger als 2 quarts Milch täglich (=4,30 pounds, ca. 2 kg). 1960 waren es erst 9 quarts täglich (= 19,35 pounds, ca. 8,8 kg). Heute liegt die durchschnittliche Milchmenge pro Kuh bei 24 quarts täglich (= 51,60 pounds, ca. 23,5 kg). Es gibt Kühe, die bis zu 50 quarts pro Tag geben (= 107,50 pounds, ca. 48-49 kg).

Das erste US-Pasteurisierungsgesetz wurde 1908 in Chikago erlassen.
Ab 1919 begann die Einführung der Homogenisierung in den USA.

In den 90ger Jahren gab es eine Bewegung von Wissenschaftlern, Politikern und Betroffenen, die eine Gesetzgebung für die Kennzeichnung von gentechnisch hergestellten Hormonen in der Milch verlangten.

"In einem Akt unglaublicher politischer Intrige schied ein Monsanto Anwalt aus seiner Rechtsanwaltskanzlei aus und arbeitete für die FDA. "Gentechnisch hergestellte Milch ist nicht unterscheidbar von normaler, gesunder Milch," schrieb Michael Taylor. Michael Taylor war dieser Anwalt, ein Partner von King & Spalding, einer renomierten Washingtoner Rechtsanwaltskanzlei. Gleichsam über Nacht wurde Taylor einer der "Mächtigen" in der FDA. Einmal dort, arbeitete er in seinem neuen Amt für seinen ehemaligen Auftraggeber, Monsanto, weiter. Taylor machte die Vorgaben, die die Amerikaner in die Irre führen sollten. "Die Milch von Kühen, die mit dem gentechnisch hergestellten Rinderwachstumshormon behandelt worden sind, ist nicht zu unterscheiden von normaler Milch", sagte Taylor. Obwohl der Kongress seinen Interessenkonflikt untersuchte, wurde Taylor doch hinterher ausgezeichnet, indem er die Leitung der für Nahrungsmittelsicherheit zuständigen Abteilung des Agrarministeriums übernahm. Bevor er 1981 zu King & Spalding ging, arbeitete Taylor als Assistent des Präsidenten der FDA. Anschließend hatte er 10 Jahre für King & Spalding im Bereich Ernährung- und Arzneimittelrecht gearbeitet, bis er wieder zur FDA ging. Nach seinem Kurzaufenthalt bei der FDA ging er zum US-Agrarministerium. Seit Nov. 1996 ist Taylor wieder in seiner Anwaltskanzlei tätig. Heute weiß die Öffentlichkeit nicht, ob die Milch, die wir kaufen, mit gentechnisch hergestellten Hormonen belastet ist oder ob die Milch dieselbe "gesunde" ist, die wir seit früher kennen."
"Die durchschnittliche Milchproduktion einer indischen Kuh liegt unter 3 quarts täglich (= 6, 45 pounds, ca.1,36 kg), der durchschnittliche Milchkonsum in Indien entspricht 3 ounces pro Tag (1 ounce = 28,35 g; ca. 85 g). In den USA produziert die durchschnittliche Kuh 24 quarts jeden Tag (= 51,60 pounds, ca. 23,5 kg). Pasteurisation, Homogenisierung und Gentechnik haben das bewirkt. Wir haben die Milch verändert."


"Die Zulassung des gentechnisch hergestellten Milchhormons hatte die größte Kontroverse in der Geschichte der FDA ausgelöst. Die von Monsanto der FDA übermittelten Forschungsergebnisse beliefen sich auf 55.000 Seiten und erdrückten die FDA-Spezialisten. Monsanto hatte 500 Milloinen $ zur Entwicklung dieses neuen Arzneimittels ausgegeben. Ich war die einzige Person in Amerika, die sich mit der FDA wegen der wissenschaftlichen Hauptfragen in dieser Kontroverse auseinandersetzte. Am 21. April 1995 war ich zum Zentrum für Veterinärmedizin geladen, wo ich viele der in diesem Buch behandelten Themen mit den Wissenschaftlern der FDA diskutierte."

Cohen zitiert dann aus der Kolumne von Jane Heimlich aus dem Jahr 1994, die im "Health und Healing Newsletter" von Dr. Julian Whitaker veröffentlicht wird, der 500.000 Leser/innen erreicht:

RBST ist auch als -recombinat bovine growth hormone- (rBGH) bekannt, Handelsname Posilac. Es erhöht die Milchproduktion um ca. 20 %. Trotzdem hat die FDA behauptet, dass sich die hormonbehandelte Milch nicht signifikant von unbehandelter Milch unterscheidet. RBST wurde in den USA am 3. Feb.1994 für die Nutzung in der Milchproduktion zugelassen. Die Firma Monsanto erwartet einen jährlich Umsatz von 500 Millionen $. Trotz der offiziellen Zulassung verweigerten zunächst 95% der Milchbauern die Verwendung von rBGH. Bauern wie Händler und Supermarktketten wollten ihre Produkte als rBGH-frie deklarieren. 4 Staaten beabsichtigten Gesetze zu erlassen, die es erlauben sollten, die in ihren Staaten produzierten Produkte als rBGH-frei zu kennzeichnen. Das alles verlief später im Sande, weil Monsanto Klagen gegen jeden anstrengte, der es wagte seine Produkte mit der Aussage zu verkaufen, dass sie rBST-frei seien (S. 174).


Der beunruhigenste Aspekt von rBGH ist der, dass IGF-I in Zusammenhang mit Brustkrebs steht, erläutert Samuel S. Epstein, M.D. Professor für Umweltmedizin an der School of Public Health in Illinois. IGF-I ist im menschlichen wie im Rinderkörper enthalten. Die rBGH- Zuführungen verursachen eine erhebliche Erhöhung des IGF-I - Gehalts in der Milch von Kühen. Das Schlimme: IGF-I wird durch die Pasteurisierung nicht zerstört, es überlebt den Verdauungsprozess, wird ins Blut aufgenommen und hat große wachstumsbeschleunigende Effekte. Wie schon in der Gebrauchsanweisung von Monsanto zu Posilac zu lesen ist, erhöht sich das Risiko von Mastitis = Euterentzündungen. Tatsächlich erhöht sich das Mastitisrisiko um fast 80 % nach Behandlung mit rBGH. Daher müssen die Milchbauern ihren Kühen mehr Antibiotika zufüttern. Auch das wird in dem Beipackzettel von Posilac erwähnt. Schon der bisherige Gebrauch von Antibiotika bei Kühen war besorgniserregend. Die meisten Antibiotika die gegeben werden sind nicht für Milchkühe bestimmt. Die Überprüfungen werden sehr lax gehandhabt. So unglaublich es klingt, die Annahme, dass rBGH sicher für den Menschen sei, basiert allein auf einem, nur über einen kleinen Zeitraum durchgeführten Rattenexperiment, das von Monsanto gesponserten Wissenschaftlern durchgeführt worden war, keinen Unabhängigen. Im Gegensatz zu den FDA Schlussfolgerungen hat der Biochemiker Dr. William von Meyer, Präsident der Fairview Industries (eine Firma, die gentechnische und biochemische Forschungen betreibt), aus Middleton, Wisconsin, beobachtet, dass Ratten signifikantes Knochenwachstum und eine Vergrößerung der Leber aufwiesen. Die einzige Studie an Menschen, die mit rBGH durchgeführt wurde, ist ein 50 Jahre altes Experiment, bei dem Zwergwüchsigen BGH gegeben wurde um zu sehen, ob sie wachsen. Sie wuchsen nicht. So die Heimlich-Kolumne.

Cohen zog daraus den Schluss für sich, dass die Gentechnologie ein schlechtes Produkt noch erheblich schlechter gemacht hatte.

Cohen beschreibt seinen beruflichen Werdegang und seine Qualifikation. Er hat Psychologie studiert und in der Forschung im Bereich Endokrinologie - Hormonforschung -gearbeitet. Er ist heute Sachbuchautor und Fachjournalist im Bereich Milch/ Hormone.

Milch hat sich verändert: Gentechnologie

Die FDA - Wissenschaftler Judy Juskevich und Greg Guyer veröffentlichten in 1990 in der Zeitschrift Science, einer der herausragenden wissenschaftlichen Publikationen in den USA ihre Auffassung zu rBGH. Danach seien die Verbraucher keinem erhöhten Gesundheitsrisiko durch das Hormon ausgesetzt. IGF-I sei auch ohne rBGH-Zuführung in der Milch vorhanden und auch in menschlicher Milch enthalten. Außerdem würde der menschliche Organismus keine signifikanten Mengen an IGF-I resorbieren. Aufgrund dieser Veröffentlichung trat Cohen an die FDA und Monsanto heran, um die Rohdaten (ursprüngliche Forschungsdaten) einsehen zu können. Dies wurde ihm mit dem Hinweis, dass es sich um geheime Geschäftsdaten handeln würde, verweigert. Cohen war deshalb sehr aufgebracht. Denn jeder, der in Science veröffentlicht, sollte seine Veröffentlichungen von der internationalen Wissenschaftlergemeinschaft kritisch diskutieren lassen. Und um das überhaupt bewerkstelligen zu können, hätten genauere Angaben zu den Forschungen gehört, als von den beiden veröffentlicht. Ein Jahr lang versuchte Cohen an die Daten heranzukommen, ohne Erfolg. Man behauptete weiter, dass rBGH in Rattenversuchen bei oraler Einnahme nicht aktiv werden würde. Aus den wenigen bekannten Daten ging jedoch hervor, dass bei Injektionen von rBGH die Milz um 46% größer wurde und dass ebenfalls Vergrößerungen festgestellt wurden, wenn das rBGH oral verabreicht wurde.

Als Teil des 55.000 - seitigen Zulassungsantrags musste Monsanto jede Aminosäure auf der 191 Aminosäuren umfassenden Kettenstruktur von rBST auflisten. "In dieser Liste wurde die Aminosäure Nr. 144 als die Aminosäure Lysin angesehen. Sie war es jedoch nicht. Monsanto hatte einen Fehler gemacht. Während des gentechnischen Umwandlungsprozesses wurde eine neue (abnorme) Aminosäure geschaffen. Bernhard Violand, ein Wissenschaftler von Monsanto, veröffentlichte den Beweis für diesen Fehler in der Ausgabe der Zeitschrift Eiweißwissenschaft im Juli 1994. Der Fehler führte zur Produktion einer Substanz, die anders als das natürlich vorkommende Rindereiweiß war. Die Aminosäure Nr. 144, war nicht Lysin, sondern es war eine neue Aminosäure, mit dem Namen epsilon-N-acetyllysin. Schatten von Jurassic-Park !! Schatten von Frankenstein !! Monsanto hatte "Frankenstein-Nahrung" erfunden. Die FDA hat es diesem Stoff erlaubt in unsere Nahrungskette Einzug zu halten. Offiziell hat Monsanto diesen Fehler niemals eingestanden."


"Dieser Irrtum machte die gesamte Forschung zunichte, die der FDA vorgelegt worden war. Eine Publikation von Monsanto zeigte, dass der Irrtum entdeckt und dass ein Verfahren entwickelt worden war, das die neue Aminosäure ausfilterte. Pech für Monsanto, damit waren 300 Millionen $ Forschungsgelder für die Katz. Das Glück für Monsanto war, dass sie Freunde bei der FDA hatten. Mikrobiologen wissen, dass nur eine einzige andere Aminosäure in einem Eiweiß zu hunderten von Krankheiten führen kann, wie Sichelzellenanämie und Formen der Alzheimer-Krankheit. Und zu wie vielen noch nicht bekannten Krankheiten?? Das ist unbekannt !!"

Cohen bespricht auf 20 Seiten die von ihm so genannten Juskevich und Guyer - Papiere. Er zitiert die Veröffentlichungen von beiden im Original und kommentiert deren Aussagen mit seinen Erkenntnissen und Aussagen von anderen Wissenschaftlern. Es geht um Forschungsergebnisse zu rBGH und IGF-I und ihre Auswirkungen auf den Menschen.

Ein anderer angesprochener Problemkreis ist die Aussage der FDA, dass Eiweißhormone die Verdauung im Magen nicht überleben. Deshalb verzichtete die FDA diesbezüglich auf weitere Untersuchungen durch Monsanto. Nach der FDA gilt es als grundlegende Annahme in der Wissenschaft "given", dass die Nahrung durch Pepsin, Hydrochlorid-Säuren und andere starke Verdauungsenzyme zersetzt wird, so dass auch jedes Eiweißhormon inaktiviert wird. In der Auseinandersetzung mit Cohen waren die FDA-Wissenschaftler sehr erstaunt, warum er dieser Annahme nicht zustimmen konnte. Er erklärte es ihnen anhand gemessener pH-Werte im Magen. Ohne Milchkonsum ist der Säurewert im Magen sehr hoch, der pH-Wert niedrig, zwischen 1,8 und 2,0. Nach dem Genuß eines 12 ounce (ca.340g) Glas Milch verändert sich die Säure im Magen und alles was dort an Nahrung vorgefunden wird, hat einen ph-Wert von 6,0. Was bei einem ph-Wert von 6,0 passiert, darauf wussten die Wissenschaftler der FDA keine Antwort. 4 Monate nach dieser Diskussion erhielt Cohen einen Brief von Richard Teske. Teske ist der Leiter des Zentrums für Veterinärmedizin (CVM) der FDA. Das CVM ist bei der Zulassung von Tierarzneimitteln involviert.


" Auf der 2. Seite seines 3 Seiten umfassenden Briefes schrieb Teske, " ...bei einem pH von 6 wird die Kuhmilch-Xanthine-Oxidase, die in Liposomen (= Fettmolekülen) eingeschlossen ist, vor der Verdauung durch die Magensäuren (Pepsine) geschützt. Das ist nicht erstaunlich, da Pepsin bei einem pH von 6 inaktiv ist." Damit hatte er letztlich zugegeben, dass Eiweiße, die normalerweise im Magen zerstört werden, von der Milch davor geschützt werden. Milch verändert die Säure des Magens und verschiebt sie von einem sauren Milieu von 1,8, zu einem mehr basichen von 6,0. Die medizinische Wissenschaft hat bisher die Bedeutung und die Auswirkungen dieser Beobachtung noch nicht richtig wahrgenommen. Vielleicht hat man mich zu dem Diskurs eingeladen, weil es keine Beweise (in Form von wissenschaftlichen Forschungen) dazu gibt......"

In der Milch sind hauptsächlich Hormone vorhanden, die das Wachstum fördern. Sie überleben die Verdauung, weil die Milch selbst ein Enzymhemmer ist, der die Säure im Magen zu einem mehr basischen Milieu von 6,0 pH hin verschiebt. Die FDA hatte das ignoriert und erklärt, dass diese Eiweißhormone zerstört werden.

Eine weitere Behauptung der FDA wurde von Cohen überprüft und hat sich als falsch herausgestellt, ja sogar als echter wissenschaftlicher Betrug. Die Behauptung: Rückstände des Rinderwachstumshormons stellten kein Gesundheitsrisiko für den Menschen dar. Denn durch die Pasteurisierung der Milch würde die Aktivität von mindestens 90 % der Wachstumshormone zerstört. Die Nachforschungen von Cohen ergaben jedoch, dass die Pasteurisierung in dem angegebenen Versuch nicht den Vorschriften entsprechend durchgeführt worden war (3 Pasteurisierungs-methoden:- Erhitzung 30 Min auf 63 C, - 15 Sek auf 72 C, - 1 Sek auf 89 C). Trotz 30 minütiger Erhitzung mit hoher Temperatur - 71 C - sind die Wachstumshormone nicht zerstört worden. Obwohl zusätzlich noch die zitierte Quelle für das Experiment falsch war, ist immer weiter behauptet worden, dass die Pasteurisierung die Wachstumshormone zu 90 % vernichte. Ein korrekt durchgeführter Versuch ergab bei 30 minütiger Erhitzung auf 72 C, dass 82 % der Rinderwachstumshormone erhalten blieben, lediglich 18 % waren zerstört worden. Auf diese falsche Behauptung gründete sich entscheidend die Zulassung von rBGH durch die FDA.

Der wissenschaftliche Beweis: Milchhormone setzen deine Gesundheit auf's Spiel.

Monsanto und die FDA blieben dabei, dass signifikante Änderungen der Organgewichte nur bei Ratten stattgefunden hatten, die rBGH injiziert bekommen hatten. Bei denen, die rBGH oral verabreicht bekommen hatten, seien keine biologischen Effekte festgestellt worden. Die FDA hatte nur teilweise die Ratten Experimente, die Untersuchungen bezüglich des Organwachstums veröffentlicht. Das was sie veröffentlicht hatte war erschreckend genug: Injizierte rBGH-Ratten hatten eine Milzvergrößerung von 39,6% bei männlichen und von 46 % bei weiblichen Tieren. Orale rBGH-Zuführung führte zu einer Vergrößerung der Milz von 8% bei den männlichen und von 7% bei den weiblichen Tieren. Während des 90-Tage-Experiments hatte die Oralgruppe zwar ungefähr das Gewicht der unbehandelten Tiere beibehalten, jedoch gab es gravierende Abweichungen im Organgewicht bei Herz, Leber und Niere. Hier hatten die männlichen Tiere jeweils 5 % ihres Organgewichts verloren (zu den weiblichen Tieren gab es keine Angaben). Als Cohen das las, rief er sofort bei Robert Collier, einem Monsanto-Wissenschafter an. Dieser behauptete weiter, dass es bei oraler Gabe von rBGH keine statistisch signifikante Änderung gäbe. Als Cohen daraufhin fragte, ob er ihn auf den Arm nehmen wolle, blieb Collier dabei, dass es keine Signifikanz gäbe. Das Medikament sei nach langer Debatte und Kontroverse zugelassen worden. Es sei die am besten überprüfte Medizin, die die FDA jemals zugelassen habe. Die veröffentlichte Studie sei nur eine von Hunderten. Es gäbe andere Studien, die nachweisen würden, dass bei oralem Gebrauch keine Veränderungen eintreten. Die Studie war aber die von der FDA in Science veröffentlichte, mit der man beweisen wollte, dass es keine Veränderungen durch rBGH gab. Daher fragte Cohen, ob er das aktuelle Rohmaterial haben könne, um seine eigene statistische Analyse durchzuführen. Collier verweigerte das natürlich mit dem Hinweis, dass es sich um Geschäftsgeheimnisse handele. Daraufhin setzte sich Cohen mit Teske in Verbindung um die Rohdaten der veröffentlichten Studie zu bekommen. Teske informierte ihn, dass es ihm nicht möglich sei die Unterlagen herauszugeben. "Das Gewicht dieser Ratten ist ein Geschäftsgeheimnis," sagte er.


Im Okt. 1994 reichte Cohen einen Freedom of Information Act (FIOA) - Antrag ein um die Daten des publizierten Experimets zu erhalten. FIOA-Anträge müssen innerhalb von 10 Tagen entschieden werden. Im April 1995 bekam er die Entscheidung: Die Bekanntgabe der Information würde die Firma substanziell im Wettbewerb und finanziell schädigen. Alles was Cohen wollte, war das Gewicht von 32 verschiedenen Geweben und Organen. Wie könnte eine solche Information den Wettbewerb schädigen? Er fragte ja nicht nach geheimen Formeln. Und der finanzielle Schaden? Natürlich, wenn die Informationen über die Erkrankungen der Tiere herausgegeben würden, dann würde Monsanto ihre riesige Investition verlieren.
Gegen diese Entscheidung protestierte eine Organisation von Ralph Nader, die Freedom of Information Clearinghouse. Auf das Schreiben der Nader-Organisation antwortete die FDA. Sie enthüllte, dass Teile der Juskevich-und Guyer-Papiere, mit deren Veröffentlichung im Feb.1990 begonnen worden war, von Margaret Miller geschrieben worden waren. Miller ist eine der Wissenschafterinnen, die eine Schlüsselrolle in der rBGH-Forschung bei Monsanto gespielt hatte. In 1989 ging sie zu FDA. Ihr war es verboten dort an rBGH-Themen zu arbeiten. In dem Verfahren des Kongresses wegen Interessenkonflikten in ihrem Fall, wurde ein solcher, obwohl sie an den Forschungen zu rBGH beteiligt gewesen war, nicht festgestellt. Gegen die Entscheidung der FDA erhob Cohen Beschwerde bei dem Department of Health and Human Services (HHS). Nachdem er auch dieses Verfahren verloren hatte, konnte er als letzte Instanz das Superior Court von Newark, New Jersey anrufen, was auch geschah. Monsanto trat der Klage bei, und stellte sich gegen die Veröffentlichung der Forschungen durch die FDA. Sie ließen sich von der Anwaltsfirma King & Spalding vertreten. Die Schriftsätze gingen mit der von beiden Seiten bekannten Argumentation hin und her und sind von Cohen im Original im Buch nachzulesen. Sie enthalten einen neuen Fakt. Die Rattenexperimente hatten tatsächlich 180 Tage gedauert. Die FDA und Monsanto hatten aber immer nur von 90 Tagen gesprochen. Wie sich herausstellte, wurde deshalb auf der kurzen Experimentierzeit bestanden, weil alle Tiere nach den 90 Tagen Krebs entwickelt hatten (auch die Tiere mit Oralgaben).


Das Gericht traf seine Entscheidung ohne mündliche Verhandlung: "Die Veröffentlichung der Rohdaten der Rattenstudie würde Wettbewerbern erlauben Produkte zu entwickeln oder zu verbessern ohne Forschung zu betreiben und Entwicklungskosten zu verausgaben, weil sie auf Monsanto`s Entwicklungen aufbauen könnten."
Die Klage wurde im gesamten Umfang zurückgewiesen.
Cohen kann dazu nur anmerken: "Allerdings gibt es Menschen, die Zugang zu der Studie und ein Gewissen haben. Sie werden eines Tages Zeugnis dafür ablegen können, dass alle Labortiere, die mit dem neuen gentechnisch hergestellten Wachstumshormon behandelt worden waren, Krebs bekommen hatten. Diese Studie, die dieses Geheimnis enthält, sollte endlich veröffentlicht werden. Richter Walls hat schon Recht. Wer würde noch Milch trinken, wenn die Studie jemals veröffentlicht würde? Milch enthält Hormone, die bei jedem Versuchstier im Labor Krebs hervorgerufen hat, das mit rBGH behandelt worden war. Dieses Hormon ist jetzt in unserer Milch enthalten und auch in den Milchprodukten, die wir sonst noch zu uns nehmen".


Der Dominoeffekt: Wie die FDA Amerika in die Irre führt

Viele staatliche Organisationen und nicht zuletzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) "überprüften" die Forschungen von Monsanto. Jeder "überprüfte" den anderen. Um das Chaos zu klären und die Kontroverse zu beeinflussen, veröffentlichte die FDA zum 1. Mal in ihrer Geschichte die Überprüfung einer Forschung, nämlich der rBGH bzw. rBST Forschung. Gleichzeitig erschienen in weiteren wissenschaftlichen Publikationen Bestätigungen für die FDA-Veröffentlichung. Das waren geplante Aktionen, wobei die Autoren der Studien Monsanto-Beziehungen hatten. Und alle behaupteten die schon bekannten "Tatsachen". Cohen beschreibt wieder Argument und Gegenargument. Schließlich kommt er zur European Community (EU). Monsanto hatte auch in der EU und einzelnen Mitgliedsstaaten die Zulassung für rBST unter dem Handelsnamen Somatech beantragt. Die Firma Eli Lilly beantragte die Zulassung unter dem Handelsnamen Optiflex-640. Aus den eingereichten Unterlagen ging hervor, dass nach Behandlung der Kühe mit rBST die Milch 11 ½ mal mehr IGF I enthielt als vor der Behandlung. Für Cohen wiederum ein Beweis dafür, dass die Aussagen der FDA in den USA falsch waren.

Die EU war sehr viel zurückhaltender als die FDA mit der Zulassung. Im Dez. 1994 traf sie eine Entscheidung gegen rBSt und verkündete ein Moratorium. Bis dahin sollten bestimmte Herden mit rBST getestet werden (eingeschänkte Zulassung für 5 Jahre) und im übrigen die weiteren Untersuchungen und Forschungen abgewartet werden. Man verwies außerdem auf die Milch-Quotenreglung in der EU, die erst 2000 auslaufen werde und die eine Erhöhung der Milchproduktion nicht angezeigt erschienen ließ. Die FDA und Monsanto hatten diese Reaktion nicht erwartet und waren vor den Kopf gestoßen.


Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, damals Vizepräsident des Agrarausschusses der EU, ließ der FDA einen eindeutigen Brief zukommen, in dem er auf die Gesundheitsrisiken hinwies, die mit rBST verbunden sein können. Außerdem fragte er nach einem Test, der von einer amerikanischen Firma entwickelt worden war, mit dem man gentechnisch hergestellte Produkte nachweisen könne, damit solche Produkte in der EU gekennzeichnet werden könnten.

Monsanto und die FDA waren geschockt. Sie antworteten mit den gewohnten Argumenten.

Zur Situation in der EU wird auf den letzten Abschnitt verwiesen.


Das Komplott verdichtet sich: Heimliches Einverständnis zwischen Monsanto, FDA und dem Kongreß

Cohen listet das Geld auf, das an Administratoren und Kongressabgeordnete gezahlt worden ist, sogenanntes PAC-Money (Political Action Committee donating Dollars to Congressmen while seeking influence and access). Die Zahlungen sind veröffentlichungsbedürftig. 1/3 der Gelder stammen aus dem Agrarbusiness. Außerdem erhalten Verbände, wie die Amerikanische medizinische Gesellschaft ebenfalls Gelder aus der Industrie, auch von Monsanto.

Cohen listet 5 Namen von Einzelpersonen auf und 12 Kongressabgeordnete, die damals gleichzeitig Mitglied im Agrarausschuss waren. Diese Leute gehören eigentlich 3 unterschiedlichen Interessen- und Zielsetzungsgruppen an: Monsanto-Wissenschaftler (Industrie), FDA-Leute (Regierung) und Kongressabgeordnete (Gesetzgebung).
"Sie waren über die Forschungsergebnisse zu rBST und die Beweise und Argumentationen umfassend informiert. Sie hätten die Macht gehabt, die Dinge zu ändern. Anstatt dies zu tun, haben sie Hand in Hand gearbeitet. Anstatt zum Wohle und für die Interessen der amerikanischen Bevölkerung zu arbeiten, agierten sie allein zum Wohle der Firma Monsanto. Einzeln betrachtet, sollten ihre Taten als kriminell angesehen werden. Zusammen genommen repräsentieren sie eine amerikanische Tragödie."

Die Namen der Konspirateure:
1. Davis Kessler, FDA commissioner
2. C. Everett Koop, ex-Chirurg, Monsanto-Lobbyist
3. Michael Taylor, Monsanto-Anwalt, eingestellt bei der FDA
4. Margaret Miller, Monsanto-Wissenschaftlerin, eingestellt bei der FDA
5. Suzanne Sechen, Monsanto-Wissenschaftlerin, eingestellt bei der FDA
-Monsanto Agricultural Company
-12 Kongressabgeordnete, die im Argrarausschuss tätig waren (werden namentlich aufgelistet)
Cohen beschäftigt sich mit dem Werdegang der einzelnen Personen und stellt ihre Bezüge zu dem Zulassungsverfahren für rBST dar. Er beschreibt ihre Veröffentlichungen, anhand derer er beweist, dass sie alles gewusst haben müssen.

Z. B. wurde von dem GAO (United States General Accounting Office = Überprüfungsausschuss des Kongresses) festgestellt, dass Margaret Miller die Ethikbestimmungen der FDA mindestens 8 mal verletzt hatte. Denn während sie die Anwendungsrichtlinien/Gebrauchsanweisungen für rBST schrieb, die von Taylor juristisch begutachtet und abgezeichnet wurden, veröffentlichte sie 8 Artikel für Monsanto.

Cohen beschreibt anschliessend, wie er im April 1995 mit Wissenschaftlern der FDA in Rockville, Maryland einen wissenschaftlichen Diskurs führte. Dabei untermauerte er seine Thesen mit wissenschaftlichen Forschungen, aus denen er im Buch zitiert. Insbesondere wird die Krebsproblematik eingehend dargestellt. Vereinfachend, lässt sie sich so beschreiben: Jede Milch enthält IGF-I. Wird Kühen rBST verabreicht, produzieren Sie mehr IGF-I. Die Erhöhung des IGF-I führt zur Erhöhung der Milchproduktion. Im menschlichen Körper kommt IGF-I, das an Eiweiße und Rezeptoren gebunden ist, in jeder Zelle vor. Freies IGF-I ist nur in äußerst kleinen Mengen vorhanden und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Das mit der Milch aufgenommene IGF-I, von mit rBST behandelten wie nicht behandelten Kühen ist als freies IGF-I im Körper vorhanden. Das freie IGF-I stimmuliert das Zellwachstum und nachweislich das Wachstum von Krebszellen. Aus wissenschaftlichen Studien ergibt sich, dass jeder Mensch Krebszellen und nahezu jeder Mensch kleine Tumore im Körper hat. Durch die unnatürliche Erhöhung des freien IGF-I im menschlichen Körper, z. B. durch Milchgenuss, kann/wird das Wachstum dieser Zellen und Tumore angeregt.


Die 4. Gewalt: Was den Amerikanern über die "neue" Milch (in den Medien) erzählt wurde

Cohen beschreibt, wie die Journalisten für das neue Hormon eingespannt wurden. Nach dem Motto, wenn etwas zugelassen ist, muss es sicher sein. Es erschienen auch kritische Stimmen, was offenbar ein taktisches Manöver war. Denn anschließend wurden beruhigende Antworten der FDA gebracht. Außerdem gab es Fälle, in denen Druck auf Kolumnisten von Gesundheitsmagazinen ausgeübt wurde.

Es gab auch eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern und Aktivisten, die versuchten gegenzuhalten. Deren Namen sind:
Jeremy Rifkin, Wissenschaftsautor und Begründer der Pure Food (Reine Nahrungsmittel) Kampagne Samuel Epstein, Professor für Umweltmedizin, häufig zitiert in Krebs Angelegenheiten Peter Hardin, Herausgeber eines Milchvermarktungsreports
Betty Martini und Barbara Mullarkey, zwei zusammen arbeitende Aktivistinnen mit umfassenden Kenntnissen im Verbraucherschutz William von Meyer, Präsident einer Gentechnik-Firma und Organisator großer Demonstrationen David Kronfeld, einer der ersten Wachstumshormonforscher- und entwickler, der in seinem College ständigem Druck von Monsanto ausgesetzt ist. Er ist einer der schärfsten Gegner der Zulassung von rBST Michael Hansen, Wissenschaftler und Autor, arbeitet für die Consumer`s Union, der vor Ausschüssen aussagte und seine Bedenken aufgrund der vorhanden Forschungsergebnisse klar zum Ausdruck brachte Eric Millstone, Professor und Forscher an der Universität von Sussex, GB, der sich besonders mit der Euterentzündungsproblematik auseinander setzte.


(Un)gesunde Milch

Es werden biblische Verbote Milch und Milchprodukte zu sich zu nehmen besprochen.
Warum rBST, das die Milchproduktion erhöht, eingeführt werden sollte, bleibt angesichts der Tatsache ein Rätsel, dass die amerikanische Regierung im Jahre 1990 einen Milchüberschuss von 9 Billionen pounds aufgekauft hat. Es gibt nur eine Erklärung: Man ging davon aus, dass mit erhöhter Milchproduktion auch die Subventionen der Regierung erhöht werden müssten.

Cohen weist auf die Homepage von Dr. Alan Green hin, einem Kinderarzt, der die einzelnen Bestandteile der Milch aufzählt und ihre Wirkung auf den Menschen kritisch beleuchtet.

Sie ist zugänglich unter: http://www.drgreene.com


Milchkonsum: Eine 2. Meinung des medizinischen Establishments

Cohen zitiert den Gesundheitsbrief des Arztes Dr. Kradjian, der sich sein Leben lang mit den Auswirkungen des Milchkonsums auf die menschliche Gesundheit befasst hat. Seine Überprüfung der wissenschaftlichen Literatur hat ihn folgende Schlussfolgerungen ziehen lassen (auszugsweise):

Befragt man die medizinischen Archive, dann gab es in der Zeit von 1988 bis 1993 2.700 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften, die sich mit Milch befassten. Davon hatten 1.500 Artikel Milch zum Hauptthema gemacht. Nachdem er alle Artikel, die ausschließlich veterinären und nicht-wissenschaftlichen Bezug hatten und solche, bei der die Forschung noch nicht abgeschlossen war, aussortiert hatte, verblieben über 500 Artikel.

Die Quintessenz dieser Artikel war der reinste Horror. Kein einziger Autor hat von der Kuhmilch als einem guten Nahrungsmittel gesprochen.

Folgende Krankheiten wurden bei Kindern auf die Milch zurückgeführt: Allergien, Ohr-und Bronchialinfektionen, Bettnässen, Asthma, Darmblutungen, Koliken und jugendlicher Diabetes. Bei Erwachsenen waren die Probleme fokussiert auf: Herzerkrankungen und Artritis, Allergien, Stirnhöhlenentzündungen, ernstzunehmende Probleme bei Leukämie, Lymphdrüsenerkrankungen und Krebs.


In Sachen Milch, sollte man grundsätzlich folgende Dinge im Auge halten: Milch von Säugetieren, auch vom Menschen, ist eine weibliche Drüsenflüssigkeit. Sie ist einzig und allein dazu bestimmt während einer kurzen Zeit nach der Geburt ein Neugeborenes rundum zu ernähren. Entsprechend ist ihre Zusammensetzung, z. B. mit einem hohen Anteil an Wachstumshormonen, damit der Kleinsäuger wächst. Je nach Säugetierart sind ihre Bestandteile sehr unterschiedlich. Nach der Stillzeit nimmt kein Säugetier jemals wieder Milch zu sich, sondern ernährt sich wie die Erwachsenen.

Es werden Studien zitiert, die den Zusammenhang zwischen, juvenilem Diabetes und Milchkonsum aufzeigen. Statistisch kann festgestellt werden, dass Finnland, das Land mit dem höchsten Milchkonsum weltweit, auch das Land mit der höchsten Rate an juvenilem Diabetes ist. In England hat man festgestellt, dass Kinder von Immigranten aus Pakistan, nachdem sie in England gelebt und sich dort dem Umfeld entsprechend ernährt hatten, 10 mal häufiger Diabetes entwickelten als die Kinder die zurückgeblieben waren.

80% der Herden in den USA sind mit dem Rinder-Leukosevirus infiziert. Da die kontaminierte mit der unkontaminierten Milch vermischt wird, sind die Viren in der gesamten Milch enthalten. Das Virus wird durch die Homogenisierung zerstört, sofern sie vorschriftsmäßig durchgeführt wird. Welches Produktionsverfahren ist jedoch immer fehlerfrei? Da das Rinder-Leukosevirus beim Menschen Leukämie verursachen kann, ist es nicht erstaunlich, dass die US-Staaten, in denen das Virus grassiert eine höhere Leukämierate aufweisen als andere Staaten (betroffen: Iowa, Nebraska, South Dakota, Minnesota, Wisconsin). Auch weiß man aus Russland und Schweden, dass es einen Zusammenhang zwischen dem unkontrollierten Ausbruch von Rinder-Leukose und dem Anstieg von Leukämie bei Menschen gibt.

Eine Langzeitstudie aus Norwegen belegt den Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Lymphdrüsenkrebs.


In den USA gibt es noch keine Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE). Man weiß aber, dass im Säugetierbereich die Krankheit artübergreifend ist. Dass BSE auf den Menschen übergehen kann und als Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) in Erscheinung tritt, scheint wahrscheinlich. In den USA gibt es ein ähnliches Symptom, jedoch handelt es sich um eine andere Krankheit, den "Bovine Immunodeficiency Virus" (BIV), simpler ausgedrückt, Rinder-AIDS. Die Struktur des BIV und des HIV beim Menschen, sind sehr ähnlich. Ein großer Teil der amerikanischen Herden sind mit BIV infiziert. BIV ist nicht heilbar, wie beim Menschen AIDS. "Jeden Tag nehmen wir Fleisch und Milchprodukte zu uns, die von BIV-infizierten Rindern stammen". Eine kanadische Forschung und russische Literatur zu diesem Problem weisen darauf hin, dass im menschlichen Serum Antikörper gegen BIV gefunden wurden.

Verschiedene Studien weisen immer wieder darauf hin, dass Ovarialtumore, also Eierstockkrebs Milchkonsum zusammenhängen. In einer Studie am Roswell Park Memorial Institute in Buffalo, N.Y., hatten die Frauen, die etwas mehr als 1 Glas Milch oder entsprechende Mengen Milchprodukte täglich zu sich genommen hatten, ein 3,1 mal höheres Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken als solche Frauen, die keine Milch konsumiert hatten.

Die Harvard Medical School analysierte Daten aus 27 Ländern aus den 70ger Jahren, die eine positiv signifikante Beziehung zwischen Milchkonsum und Eierstockkrebs aufzeigten. Die Forscher glauben, dass die Laktose der verantwortliche Bestandteil in diesem Prozess ist.

Auch Lungenkrebs wird mit Milch in Zusammenhang gebracht, was eine Roswell-Park-Studie nahelegt. Eine weitere Studie legt nahe, dass Prostatakrebs bei Milchtrinkern 2,49 mal mehr vorkommt als bei Nicht-Milchkonsumenten.

Auch Dr. Neal Barnard, der Präsident des Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM), Washington D.C. und Sachbuchautor teilt die Auffassung, dass Milch und Milchprodukte keine Lebensmittel sind, die empfehlenswert sind. Er hat dieselben Erfahrungen wie Dr. Kradjian gemacht und zieht aus den Forschungsergebnissen dieselben Schlüsse.


Die Analyse: Was ist in der Milch

Die wichtigsten Bestandteile auf 100 Gramm (g) Milch mit einem 3,7% Fettanteil sind:

87,2 % Wasser
3,5 g Eiweiß
3,7 g Fett
4,9 g Kohlenhydrat (Laktose)
117 mg Kalzium
66 Kalorien



Cholesterin

244 g 3,5 % fetthaltige Milch (ca.1 Tasse) enthalten 34 mg Cholesterin. Bei einem durchschnittlichen Kalorienverbrauch von 749 täglich allein durch Milchprodukte, errechnen sich 158 mg Cholesterin täglich, die auf Milchprodukte zurückzuführen sind. Dies in Schinkenscheiben ausgedrückt bedeutet, dass man jeden Tag 53 Scheiben Schinken essen müsste, um dieselbe Menge Cholesterin aufzunehmen.

Eiweiße

Kasein, Lactalbumin, Lactoglobulin sind die bekanntesten Eiweiße. Man kennt mittlerweile 8 verschiedene Kaseine und viele verschiedene Molkeeiweiße.

Hormone

Zum Beispiel Hypophysenhormone, Steroide, Schilddrüsenhormone, Parathormon, Prolaktin, gastrointestinale Peptide, Wachstumshormone wie IGF-I, IGF-II, Hormone, die das Nervenwachstumbeeinflussen und viele andere Substanzen.

Es mangelt noch immer an der Kenntnis vieler Substanzen und fast vollständig an deren Wirkungen auf den Menschen.

Man weiß, dass IGF-I die Schlüsselsubstanz für das Wachstum und bei der Ausbreitung von Tumoren ist. Der IGF-I-Faktor (Hormon) ist bei Mensch und Rind identisch.
Organe und Gewebe enthalten einen genetischen Code, der ihr Wachstum bremst und verhindert, dass sie ihre Form verändern. Bei Krebs wird dieser Mechanismus außer Kraft gesetzt. Daher sind Hormone, die Zellen zum Wachstum anregen, das letzte, was ein erwachsener Körper braucht. Wer Milch trinkt, nimmt solche Hormone zu sich.


Plasmalogen und der X-O Faktor

In den 30ger Jahren hatte der deutsche Biochemiker Robert Feulgen herausgefunden, dass die Membran von Zellen einen Fettstoff enthält, Plasmalogen, das ähnlich wie der Mörtel in einer Backsteinwand sitzt. Besonders die Herzmuskelzellen und die Arterienwandzellen sind von Plasmalogen umgeben. Plasmalogen ist auch in Nervenzellen enthalten, den Nieren und in der Mukosa des Dünndarms.

Die beiden Forscher Donald Ross (Biochemiker)und Kurt Oster (Kardiologe) bauten ihre Forschungen auf denen von Feulgen auf. Ihre Erkenntnisse haben große Auswirkungen auf das Wissen in Bezug auf die Durchlässigkeit der Darmwände und auf die Absorption von Nahrung im Darm.


Oster und Ross beobachteten, dass die Gewebeproben von Patienten, die an Herzinfarkten gestorben waren, kein Plasmalogen enthielt. Sie vermuteten, dass die Abwesenheit von Plasmalogen vielleicht auf einer Enzymreaktion beruhen könnte. Nach langer Forschung und Analsye fanden sie ein Enzym, das der Verursacher sein könnte. Es war die Xanthine-Oxidase (X-O). X-O ist in jedem Tierkörper vorhanden. Sie kann Plasmalogen umwandeln oder oxidieren. Es gab nur sehr wenig Forschung und Literatur zu X-O. Als dann entsprechende Gewebeproben von Infarktpatienten unersucht wurden, fand man nicht nur X-O, sondern musste feststellen, dass die X-O noch immer biologisch aktiv war.

Oster beobachtete in der Folge die enzymatische Aktivität von X-O beim Abbau von Gewebe. Seine Forschungsergebnisse wurden im Jahre 1973 in Proceedings of the Society For Experimental Biology and Medizine veröffentlicht. Da normales menschliches Serum nur wenig X-O enthält, stellten sie eine Theorie auf, wie die X-O vom Menschen aufgenommen wird: "eine andere mögliche Quelle für das Enzym X-O ist Kuhmilch. Sie wird zur Zeit als Quelle untersucht, weil es sich gezeigt hat, dass Milchantikörper im Blut von männlichen Patienten mit Herzerkrankungen deutlich erhöht sind."


Oster und Ross beschäftigten sich in diesem Zusammenhang mit homogenisierter Milch. Oster verglich die WHO-Todesraten-Statistik von Arteriosklerose und Herzerkrankungen mit dem Genuß von Milch, Butter und Käse. Er untersuchte 13 Länder und fand eine Korrelation zwischen Ländern die ihre Milch homogenisieren und den Todesraten durch Herzerkrankungen.

Homogenisierung ist ein Verfahren zur Verkleinerung. Die Fettmoleküle der Milch werden mindestens 10 mal keiner als ohne dieses Verfahren. "Große Fettkörperchen können die Darmwände nicht leicht durchqueren. ......Nach der Homogenisierung widerstehen die Fettmoleküle, die jetzt weniger als 10 mal so groß wie ursprünglich sind, nicht der Verdauung." Oster und Ross beobachteten, dass X-O leicht die Darmwände durchquerte. Dabei dachten sie damals noch nicht daran, dass IGF "dieselbe freie Passage" durch den Darm nimmt, direkt in den Blutkreislauf.
Die Forscher waren schließlich in der Lage den Beweis zu erbringen, dass die Milch der Übeltäter war. Da X-O auch im menschlichen Körper vorhanden ist, entwickelte ihr Forschungsteam eine Methode, wie man sie von der Rinder- X-O unterscheiden kann.... Dann führten sie eine Doppelblindstudie an Herzinfarktpatienten durch: ...."Nach ein paar Wochen produzierten die Patienten, die Milch mit Rinder X-O (bovine milk xanthine oxidase = BMXO) erhalten hatten, Antikörper gegen BMXO. Dies wäre unmöglich gewesen, wenn die Rinderhormone nicht verdaut worden wären." Sie schlossen daraus, dass "BMXO absorbiert wird und das kardiovaskuläre System erreicht. Leute mit klinischen Symptomen von Arteriosklerose haben mehr Antikörper gegen BMOX als andere. Antikörper gegen BMOX werden in größeren Mengen bei solchen Patienten gefunden, die größeren Mengen an homogenisierter Milch und Milchprodukten konsumieren."

Diese Untersuchungen wurden später von einem unabhängigen Team von Wissenschaftlern an der Universität von Delaware bestätigt. Ihre These lautete sogar, dass kleine Mengen von BMXO über ein ganzes Leben absorbiert, eine große biologische Signifikanz hätten. Oster und Ross beschrieben die Rolle der Homogenisierung im "Milchproduktionsverfahren" als: "Hilfe und Befähigung zur erhöhten biologischen Verfügbarkeit der Rinderhormone. Die Milchindustrie hat auf diesem Gebiet fast keine Forschung betreiben. Die Fehlsteuerung, die durch die Homogenisierung (bei der Verdauung) ausgelöst wird und nicht X-O selbst, könnte den größeren Teil des ganzen Problems ausmachen."


Anmerkung der Übersetzung:
Das Original spricht von Plasmologen anstelle von Plasmalogen. Einbedauerlicher Irrtum Cohen´s, der hier geändert worden.

Zum Problem - Plasmalogen/X-O-Faktor möchte ich die deutsch/schwedische Autorin Ursula Jonsson Kampsmeyer in ihrem Buch Basisallergie, das aus den 80ger Jahren stammt, zitieren. Das Buch war zunächst in Deutsch nur im Internet zugänglich.
Jetzt ist es als Buch erschienen und z.B. über amazon erhältlich.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3831135282/qid=1034615862/sr=8-1/ref=sr_aps_prod_1_1/302-4957707-5916051

Zitat:
Hat die Fettschicht die Aufgabe unsere Gefässwände wie ein Pflaster zu schützen?
Sind es also Schädigungen der Gefässwände, die wir verhindern müssen? Wie entstehen sie?


Homogenisierung
Einmal stellte jemand im schwedischen Ärzteblatt die vorsichtige, kurze Frage, ob vielleicht die Homogenisierung der Milch hinter der Aterienverkalkung stehen könne. Ich könnte mir denken, dass das Ärzteblatt eine Reihe von Kommentaren zu der Frage zugeschickt bekommen aber nicht veröffentlicht hat. Mein kleiner Artikel kam jedenfalls zurück.

Oster, Herzspezialist und Pharmakologe in den USA, hat eine Antwort auf diese Frage. Er weiß auch etwas über Schäden in den Gefässwänden.1970 stellte er eine neue Ursachentheorie für Arterienverkalkung auf. Er behauptet, dass homogenisierte Milch Arterienverkalkung hervorrufen kann, und stützt sich teils auf epidemiologische Daten, teils auf klinische Studien. Er stellte fest, dass in Ländern mit einem großen Verbrauch an homogenisierter Milch eine hohe Sterblichkeit durch Herzinfarkt vorlag, z. B. in Finnland, während sie in Ländern mit geringer Konsumtion oder in denen man die Milch kocht, z.B. in der Schweiz, Italien und Frankreich, niedriger ist.

Beim Homogenisieren presst man die Milch unter hohem Druck durch einen Spalt, wobei die Fettkugeln zerschlagen werden. Da die Anzahl der Kugeln dadurch steigt, wird die Fläche der Membran, die die Kugel umschließt, sechs bis sieben mal größer. In dieser Membran sammelt sich das Enzym Xanthinoxydase. Wenn die Fettkugeln kleiner werden, wird die biologische Zugänglichkeit der Xanthinoxydase also erhöht und richtet auf folgende Weise Schaden an: Normal bildet der Körper selber Xanthinoxydase. Sie kommt reichlich in der Schleimhaut des Dünndarms und in der Leber vor, aber an Gefässwänden und in der Herzmuskulatur hat sie nichts zu suchen. Dort befindet sich dagegen ein Fettstoff, Plasmalogen, der die Aufgabe hat, die Gefässwände elastisch zu halten. Wenn jetzt die Xanthinoxydase sozusagen aus Versehen in den Blutkreislauf gerät, reagiert sie mit dem Plasmalogen, oxydiert es und fällt zusammen mit ihm als oxydiertes Fettaldehyd aus. So ensteht Mangel an Plasmalogen, das ja die Gefässwände elastisch halten soll. Um die empfindlichen Gefässwände zu schützen, entstehen zuerst Fettstreifen, die man schon bei jungen Menschen entdecken kann. Später folgt dann die Ablagerung des Cholesterins und eine Gefässverfettung anstelle des Plasmalogens - also eine Art Pflaster. Das geschieht auch in den Arterien der Herzmuskulatur. Auch Geschlechtshormone beeinflussen das Plasmalogen. Das weibliche erhöht und das männliche senkt den Plasmalogengehalt, was eine niedrigere Frequenz an Herzinfarkten bei Frauen im fertilen Alter erklären kann.

Oster ist also der Ansicht, dass Arterienverkalkung ein natürlicher Reparaturmechanismus ist. Eine Bestätigung kann man in der Tatsache finden, dass schon wenige Jahre nach Bypass-Operationen neue Ablagerungen Verschlüsse in den neuen Gefässen verursachen. Wahrscheinlich stimulieren die Operationswunden in den Gefässen dazu, schnell ein Pflaster zu bilden.

Mehr über das Cholesterin
Oster will die Cholesterintheorie abschaffen. Da Kinder große Mengen Milch trinken, die in den USA seit 1938 homogenisiert wird, ist es, nach Oster, wahrscheinlicher, dass die Milch die frühen Arterienschäden verursacht. In Schweden wurde das Homogenisieren nach und nach zwischen 1950 und 1963 eingeführt.

Im Hinblick auf die Rolle des Cholesterins als wichtiger Bestandteil in dem "Pflaster" der Gefässwände ist es weniger überraschend, dass Männer zwischen 35 und 57 Jahren, mit Cholesterinwerten unter 160 Milligram pro dl Blut einem dreimal so großen Risiko ausgesetzt sind, einen Schlaganfall zu bekommen. Die kleinen, zarten Gefässe im Gehirn gebrauchen sicher ihren Fettschutz, wenn sie ihres natürlichen Plasmalogens beraubt werden, vor allem, wenn gleichzeitig die Koagulationsfähigkeit gesenkt wird. Die Warnung vor Schlaganfall kommt von vielen Seiten. Welche Behandlungsmethode man auch anwendet, Lebertran, Alkohol, Acstylsalicylsäure, Betablocker, fettarme Kost u.s.w., so steigt die Anzahl der Schlaganfälle.

Doppelblindtest
Oster konstatierte durch wissenschaftliche Doppelblindteste das Vorhandensein von Antikörpern gegen Xanthinoxydase und Milchprotein im Blut von Patienten, die alle möglichen Symptome von Arterieosklerose aufwiesen, schwere Herzarrhythmie, Arterienverkalkung in den Beinen, periphere Gefässkrankheiten mit drohendem Brand und Gehirnsyndrom. Oster schlägt daher vor, die Konzentration von Xanthinoxydaseantikörpern im Blutserum zu testen, als Screening auf Arterienverkalkung. Er hält dies für sinnvoller als die Bestimmung des Cholesterinwerts im Serum.

Zitat Ende



Krebs: Die Verbindung zwischen den Wachstumshormonen in der Milch und dem Milchkonsum

"........Die verschiedenen Tumore, die sich bei Menschen entwickeln, haben eines gemeinsam. Jeder Tumor benötigt für sein Wachstum das mächtigste Hormon des menschlichen Körpers. Dieses Hormon ist IGF-I. Der Insulin-ähnliche Wachstumsfaktor verursacht den Krebs jedoch nicht. Er erlaubt aber den bestehenden Tumoren zu wachsen. Diese existierenden Tumore werden durch ein einziges Ereignis verursacht: Einen Irrtum in der Zell-bildung/kopierung. Zigarettenrauch enthält kein IGF-I und ebenso wenig Dioxin oder Uranium 235. Diese Gifte können Krebs auslösen indem sie Zellen töten und neue Zellbildung nötig machen. Um jedoch den Tumor zum Wachstum zu bringen, muss IGF-I vorhanden sein. Ohne IGF-I, das Wachstumshormon, gibt es keinen Krebs. Unser Körper produziert selbst IGF-I. Und wir konsumieren IGF-I mit Milchprodukten. In der Milch gibt es einige Elemente, die dieses Hormon schützen. Kasein, der "Klebstoff" der Milch, ist ein schützendes Element. Ein anderes ist der Prozess der Homogenisierung, der mehr Fettpartikel produziert und sie kleiner macht. Diese Fettpartikel transportieren IGF-I aus der Milch im Darm durch die Darmwände in den Blutkreislauf, mit dem sie durch den menschlichen Körper zirkulieren und ihre starken Wachstumseffekte entfalten."

Krebs ist ein großes Geschäft. Man wundert sich was geschehen würde, wenn wir jemals eine Heilung dafür finden würden? Würden wir nicht eine Industrie zerstören und eine Menge Leute arbeitslos machen? Läge es nicht in den ureigenen Interessen von manchen Individuen niemals eine Heilung für Krebs zu finden? Die amerikanische Krebsgesellschaft publizierte eine Broschüre mit dem Titel: "Krebs Fakten & Zahlen - 1994". Darin schreibt sie:

Weil es kein landesweites Krebsregister gibt, können wir nicht genau sagen, wie viele neue Fälle jedes Jahr diagnostiziert werden.


"Warum gibt es kein landesweites Register? Ist dies Teil eines von der Krebsindustrie brillant ersonnenen Plans? Für eine Nation, die durch Kommunikations- und Computertechnologie so weit entwickelt ist wie die unsere, erscheint es doch als Verbrechen, dass nur wenige Daten im Zusammenhang mit einer Krebsstatistik zur Verfügung stehen........ Milliarden Dollar werden in die Krebsforschung gesteckt. Aber, diese Gesellschaft scheint kein Interesse daran zu haben, zu wissen, wer Krebs bekommt und warum und wo und wann."


Es gibt kein nationales Krebsregistrierungssystem. Statistiken, die von staatlichen Stellen herausgegeben werden, sind wenigstens 3 Jahre alt. Die Weltgesundheitsstatistiken sind noch schlechter. Daten über Krebszahlen aus allen Ländern weltweit sind lückenhaft und fragwürdig. Es scheint als habe eine "Macht" ein ineffektives System installiert, das dazu da ist, keine Fakten über Krebsraten preiszugeben.

Cohen beschreibt, wie und aus welchen Statistiken er seine Brustkrebsstatistik unter Bezug auf den Milchkonsum erarbeitet hat. Er hat hauptsächlich WHO (Weltgesundheitsorganisation) und staatliche Statistiken benutzt. Nachzulesen auf Seiten 247, 248, 249.

Trotz der Ungenauigkeiten des vorhandenen statistischen Materials wird die Korrelation zwischen Milchkonsumländern und hohen Brustkrebsraten (in der Reihenfolge der Häufigkeit: Ungarn, Großbritannien, Belgien, Niederlande , West- Deutschland, Österreich, Italien, Schweden, Norwegen, Neuseeland, Frankreich, Irland, Canada, USA, Tzechoslovakia, Finnland, Australien, Portugal, Griechenland, Spanien, Polen, Rumänien) und Ländern, in denen kaum Milch konsumiert wird und niedrigen Brustkrebsraten ( Japan, Chile, Brasilien, Venezuela, Mexiko, Argentinien, Ägypten, Korea), deutlich. Auch weist er darauf hin, dass die Nahrung der Ostdeutschen vor der Wende sehr fetthaltig war und ein dauernder Mangel an Molkereiprodukten herrschte. Die Brustkerbsraten waren während dieser Zeiten sehr niedrig, während Westdeutschland einen hohen Milchkonsum und hohe Brustkrebsraten hatte.


"Gibt es Verbindungen zwischen Brustkrebs und Molkereiprodukten? In populären Magazinen ist wenig über die Milch-Krebs-Verbindung geschrieben worden. Diese Magazine sind auf die Werbeetas der Milchindustrie angewiesen. Dagegen ist die wissenschaftliche Literatur geradezu gefüllt mit Hinweisen auf eine Verbindung zwischen Milchkonsum und Krebs. Auch die meisten Ärzte stellen keine Verbindung zwischen beidem her. Und die, die eine Verbindung herstellen, für die sind die hohen Fettgehalte und das Cholesterin die Verbindung zum Krebs. Denn die meisten Ärzte haben ihre Ausbildung zu einer Zeit erhalten, lange bevor IGF-I als zelluläres Wachstumshormon identifiziert war.
Wie die Tumore wachsen beschreiben die Wissenschaftler in ihren wissenschaftlichen Journalen. Sie erhalten Gelder von der Regierung um ihre besonderen Forschungen durchzuführen. Die Beobachtungen die sie machen sind jedoch nicht "vermarktbar". Denn es gibt keine gesellschaftliche Gruppe, die finanziell von ihren Ergebnissen profitieren kann. Glauben Sie, dass die Vertreter der Milchindustrie wollen, dass Sie wissen, dass Hormone in der Milch Tumore zum Wachstum anregen können? .............

Wenn Sie über die neueste Brustkrebsforschung lesen, denken sie immer an die Bedeutung von IGF-I als einem Wachstumsfaktor. Erinnern Sie sich, dass IGF-I ein Eiweißhormon ist, das wir mit der Milch trinken. Bedenken Sie den Fakt, dass das IGF-I der Kühe mit dem natürlichen, im menschlichen Körper produzierten IGF-I identisch ist. Das IGF-I überlebt die Verdauung und verursacht Wachstum, das, wozu es gemacht wurde. Kleinkinder sind in der Lage und müssen sogar schnelles und dramatisches Wachstum erleben. Erwachsene dürfen und müssen das nicht. Das Brustgewebe und die Brustzellen von Erwachsenen sollten nicht von Hormonen "beeinflusst" werden, die das zelluläre Wachstum und die zelluläre Vermehrung anstoßen.

Der Forscher Carlos Arteaga hat eine Strategie zur Behandlung von Brustkrebs entwickelt. Er hat die Bedeutung des gesamten IGF-Systems erkannt und versucht seine Mechanismen zu verstehen. Wenn er den Weg findet, warum die Zellen auf die Vermehrungseffekte des IGF reagieren, so glaubt er, kann er die Brustkrebszellen von weiterem Wachstum hindern. Unglücklicherweise kann Arteaga die Frauen nicht dazu bringen die Botschaft der Milchindustrie zu ignorieren. Die Frauen essen weiter Molkereiprodukte in dem Glauben, dass das Kalzium in der Milch sie wenigstens vor Knochenkrankheiten schützt.........


Tamixofen ist ein Arzneimittel, das bei Frauen, die Brustkrebs haben eingesetzt wird. Friedel bemerkt, dass die Tamixofen-Therapie damit arbeitet, dass die Wirkung des IGF-I unterbunden wird. In seiner Arbeit, die er im European Journal of Cancer veröffentlicht hat, beschreibt er, dass die IGF-I -Spiegel bei Brustkrebspatientinnen nach der Tamoxifen-Therapie völlig unten sind."

Cohen wendet sich den anderen Krebsarten zu. Er beschreibt kurz, bei welchen Krebsarten in der Literatur Verbindungen zu IGF-I hergestellt wurden. Die Fundstellen der Veröffentlichungen sind in seinem Anhang aufgeführt, S. 252 und 253, mit Anhang S. 303. Zu den anderen Tumorarten, bei denen IGF-I eine bedeutende Rolle spielt gehören: Bauchspeicheldrüsenkrebs; bei der Regulation des Glukosemetabolismus, was zu Zentralnervensystemtumoren führt; Colonkrebs; Schilddrüsenkrebs; Lymphdrüsenkrebs; Knochenkrebs; Nierenkrebs; Eierstockkrebs. Bei Eierstockkrebs wurde beobachtet, dass IGF-I und Östrogen synergetisch interagieren und die Bösartigkeit des Tumors davon abhängt. Und zu guter letzt Leukämie.

Cohen beschreibt auf 4 Seiten die Leukämie-Conection. Er erinnert daran, dass Leukämie mit geschwollenen Lymphknoten und vergrößerter Milz einhergeht. Und die vergrößerte Milz ist uns bei den Rattenexperimenten begegnet. Daß gerade bei Leukämie eine Verbindung zu Wachstumshormonen gegeben sein kann, geht aus der Tatsche hervor, dass Leukämie häufig im Kindes-und Heranwachsendenalter auftritt. Die Problematik bei Zwergwuchs, wo häufig Wachstumshormone gegeben werden, wird im folgenden beschrieben:

Essen Sie Wachstumshormone und bekommen Sie Leukämie
Im Februar 1988 wurde ein Brief eines japanischen Forschers im Lancet veröffentlicht. Darin wird beschrieben, dass 5 japanische Kinder, die mit dem Wachstumshormon GH behandelt worden waren, an Leukämie erkrankten. Daraufhin wurden GH-Programme in 17 europäischen Ländern überprüft und es wurde eine erschreckende Zahl von Kindern gefunden, die Leukämie entwickelt hatten. Im Mai 1988 trafen sich die Lawson "Wilkins Pediatric Endocrine" Gesellschaft und die "Human Growth Foundation" in Bethesda Maryland, um die sich verdichtenden Beweise zu diskutieren, dass hypo-zwergwüchsige Kinder (solche, die deshalb klein waren, weil ihre Hypophyse nur niedrige Spiegel an Wachstumshormonen produzierte) an Leukämie erkrankten und zwar als ein Resultat der ihnen vorher verabreichten menschlichen Wachstumshormone. Science News zitierte die Lawson Wilkins Studie und schreibt, dass zwergwüchsige junge Menschen, die eine Behandlung mit menschlichen Wachstumshormonen erhalten hatten, offensichtlich ein erhöhtes Risiko trugen, an Leukämie zu erkranken.

"Leider akzeptierte man die Untersuchungen nicht als wissenschaftlich kontrolliertes Experiment, weil auf jedes Kind völlig andere Umständen zutrafen. Einige Kinder zum Beispiel wurden mit dem natürlichen Wachstumshormon behandelt, andere hatten die genetisch veränderte Version bekommen...........

Die FDA und andere Institutionen haben darauf hingewiesen, dass es Behandlungen mit dem menschlichen GH seit den 1950 ger Jahren gibt. Nach der FDA und dem wissenschaftlichen Establishment ist die Behandlung mit GH sehr sicher. Jerome Moore, einer der Wissenschaftler, der von Juskevich und Guyer zitiert wird, wird in dem Papier von Science so wiedergegeben, als hätte er der GH-Behandlung von Zwergwüchsigen Unbedenklichkeit bescheinigt. Wenn man jedoch das Moor-Papier studiert, dann lernen wir, dass von Hpophysen abgeleitetes, menschliches Wachstumshormon (hGH) nicht unbedenklich ist. Die Behandlung mit hGH wird bei einigen Kindern, die mit dem Hormon behandelt worden waren, als der Verursacher der bei ihnen ausgebrochenen Creutzfeld-Jakob-Krankheit (CJK) angesehen.

CJK wird durch ein Eiweiß, das Prion genannt wird, ausgelöst. Diese organische Hirnkrankheit macht debil, in dem motorische und geistige Fähigkeiten verloren gehen. Diese neurologische Erkrankung ist als eine der wenigen Krankheiten identifiziert worden, die sich von der Kuh auf den Menschen übertragen hat. Ein Milchbauer in England erkrankte an der menschlichen Variante dieser Rinderkrankheit und man musste seine ganze Herde vernichten. Ganz am Anfang seines Papiers bemerkt Moore, dass Zwergwüchsige dieselbe Krankheit entwickelt hatten, nachdem sie menschliche Wachstumshormone erhalten hatten. Trotzdem führen Wissenschaftler und die FDA die frühen 1950ger Studien an Zwergwüchsigen an, um zu beweisen, dass diese Wachstumshormone unbedenklich seien. Wachstumshormone bewirken schnelles und unkontrolliertes Wachstum. Wenn sie zu einer anderen Zeit als in der menschlichen Kindheit gegeben werden, ist ein solches Wachstum unangemessen. Trinken Sie weiter Milch, dann baden Sie Ihren Körper in unerwünschten Wachstumshormonen.....


Das meistverkaufte Milch-Vieharzneimittel der USA ist Monsanto`s erstes biotech-Produkt, das gentechnisch hergestellte Rinderhormon, Handelsname Posilac, wie der Dick Davis Digest, ein an der Wall Street angesehener ökonomischer Newsletter, behauptet. Am 13. Okt. 1997 schrieb er:

Ca. 25% der Milchkühe in den Herden bekommen Posilac um die Milchproduktion zu steigern. Das Produkt ging in die Gewinnzone Ende 1996, als die Verkäufe um 40% in dem Jahr angestiegen waren. Wir sehen Posilac im Schwarzen bleibend, mit weiteren Verkaufszugewinnen in diesem Jahr. ...Durch die guten Wachstumsaussichten der Firma sind die Aktien erste Wahl, im oberen Durchschnitt angesiedelt während der kommenden Monate."

Die Wahrheit über Kalzium, Osteoporose und Milchallergien

Cohen erklärt, wenn man in eine Drogerie geht und sieht, was dort an Heilmitteln angeboten wird, dann kann man den Rückschluss daraus ziehen, dass die Beschwerden, die die Menschen bewegt, hauptsächlich von der Milch verursacht werden. In den Drogerien werden nämlich überwiegend verkauft: Mittel gegen Verstopfung oder Durchfall, Reizdarm, Blähungen, Magensäure, Kopfweh, Erkältungskrankheiten; Nasensprays, Kapseln gegen Allergien, Herzstärkung und Mineralien. Es gibt so viele Firmen, die durch diese Krankheiten und Beschwerden, die durch Milchkonsum verursacht werden, profitieren, dass sie Tribute an die Milchindustrie leisten sollten. Milch ist verantwortlich für einen großen Teil des Umsatzes in den Drogerien.

Es wird aus medizinischen Fachzeitschriften zitiert, die den Milchkonsum für viele Krankheiten verantwortlich machen, wie Schleimproduktion in der Lunge, Verlust von Hämoglobin, juvenilem Diabetes, Herzerkrankungen, Arteriosklerose, Arthitis, Nierensteine, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Reizdarm, Allergien.

"3/4 aller Menschen leiden an der am besten bekannten Reaktion auf Milch. Sie sind unfähig den Milchzucker zu verstoffwechseln, der Laktose genannt wird. Diese Menschen scheinen Laktose zurückzuweisen. Man nennt sie laktoseintolerant. Symptome einer solchen Intoleranz sind unter anderem Durchfall, Blähungen, Meteorismus, Darmkrämpfe, Mundgeruch, Migräne".

Allergien, SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) - plötzlicher Kindstod

"Ist der plötzliche Kindstod eine allergische Reaktion? Die medizinische Literatur enthält viele Hinweise, die nahe legen, dass eine Milchallergie der hauptsächliche Verursacher von SIDS ist. Im Jahre 1960 wies der The Lancet darauf hin dass der plötzliche Kindstod von Milchallergie oder einer Hypersensitivität auf Milch verursacht würde. Die Ausgabe des The Lancet vom 5. Nov. 1994 verglich Babys die mit Muttermilch ernährt worden waren, mit Babys, die Kuhmilch oder Produkte auf Kuhmilchbasis bekommen hatten. Die, die Kuhmilchprodukte bekommen hatten, hatten ein 14 mal größeres Risiko an Durchfall bezogenen Komplikationen und ein 4-fach häufigeres Risiko an Lungenentzündung zu sterben, als Muttermilchbabys. Diese Studie hielt Intoleranz und Allergie gegenüber Kuhmilch für einen Faktor beim plötzlichen Kindstod."

Die schockierenste Studie wurde auch im The Lancet vom 4. Juni 1994, veröffentlicht. Es wurden 48 Kinder, die an SIDS gestorben waren und 30 Kinder, die an anderen Krankheiten gestorben waren, histologisch untersucht. Das Ergebnis war, dass man an den Geweben der Kinder, die an SIDS gestorben waren, ungewöhnliche entzündliche und heftige allergische Reaktionen auf "etwas Fremdes" nachweisen konnte. Lungengewebe- und zellen zeigten ähnliche Reaktionen wie bei entzündlichem bronchial Asthma. Diese Kleinen reagierten also auf "etwas". Es war offensichtlich nicht die Sache der Ärzte herauszufinden auf was.............In 1993 starben 4070 Kleinkinder durch SIDS, 1994 war die Zahl um mehr als 5 % auf 4290 gestiegen. In 1994 ist der Milchkonsum um mehr als 4 % gestiegen. Es gibt jedoch offiziell keinen Zusammenhang zwischen Milchgenuss, allergischen Reaktionen auf Milch und dem SIDS.............Die in der Milch am häufigsten vorkommenden Eiweiße sind Kasein, beta-Laktoglobulin und alpha-Laktalbumin. Diese drei Bestandteile sind die Hauptallergene in der Milch.

Wissenschaftler der Universität von Palermo entdeckten, dass Kleinkinder 48 bis 72 Stunden später mit Verstopfung reagierten, nachdem sie Nahrung, die auf Kuhmilcheiweißen aufgebaut war, bekamen. Sie schlossen daraus, dass Verstopfung bei Kindern einen allergologischen Hintergrund haben könnte. Forscher der Universität von Tampere, Finnland, haben darauf hingewiesen, dass die Ernährung eine herausragende Rolle bei der Entwicklung des Inmmunsystems spielt. Sie fanden heraus, dass Babys, die mit Fertigpulver ernährt wurden, schon im Alter von 3 Monaten niedrige Antikörperspiegel auf die in ihrer Nahrung enthaltenen Rindereiweiße aufwiesen. Die FDA glaubt, dass das nicht möglich sei, da nach ihrer Theorie diese Eiweiße bei der Verdauung zerstört werden. Botschaft für die FDA: Milcheiweiße überleben die Verdauung. Ärzte am Odense University Hospital in Dänemark haben festgestellt, dass mit Fertigpulver ernährte Babys noch vor dem Alter von einem Monat Symptome allergischer Abstoßung von Kuhmlicheiweißen entwickelten. Bei ungefähr 50-70 % traten Hautausschläge oder andere Hautsymptome auf, 50-60 % hatten gastrointestinale Symptome und 20 -30 % Atemsymptome. Die empfohlene Therapie war: Keine Kuhmilch.

Diabetes

..........Echter Diabetes kann eine ernsthafte Erkrankung sein, die zum Tode führt. Diabetes ist entweder ein Resultat dessen, dass die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genug Insulin produziert (Typ I), oder dass der Mensch die Fähigkeit verloren hat, das Insulin zu nutzen (Typ II). Charakteristisch für beide ist ein Überschuß an Glukose im Blut. Ein Artikel mit der Überschrift: "Weiterer Hinweis dass Milch Diabetes und Blutarmut (Anämie) verursacht" in Prevention und Nutrition enthüllt folgendes:

Schon seit langer Zeit vermutet man, dass die Kuhmilchproteine eine Hauptursache für juvenilen Diabetes darstellen. Ein neuer Report aus dem New England Journal of Medicine unterstreicht diese These. In einem Vergleich verschiedener Länder liegen der Kuhmilchgenuss und das Vorliegen von juvenilem Diabetes parallel.

Der zitierte Report wurde in der 327. Ausgabe des New England Journal of Medicine im Juli 1992 veröffentlicht. Dieser Artikel präsentierte Beweise dafür, dass Kuhmilch die Ursache für den Diabetes aller 142 untersuchten Kinder war. Jedes Kind hatte Antikörper gegen ein Rindereiweiß, das Rinderserumalbumin heißt, entwickelt. Die Antikörper, die normalerweise dazu produziert werden, um diesen Eindringling zu bekämpfen, wandten sich dann gegen die eigenen Insulin produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse der Kinder. Diese Form des Diabetes führt oft zu Blindheit, Nieren-und Herzerkrankungen. Das Journal of the American Dietetic Association ist derselben Meinung wie die angeführte Studie und weist darauf hin, dass die Vermeidung von Kuhmilchprodukten während der ersten Monate des Lebens das Risiko einer Erkrankung an insulinabhängiger Diabetes mellitus reduziert. Als Ergebnis dieser Veröffentlichungen hat die amerikanische Pediatrische Akademie empfohlen, Kinder unter einem Jahr absolut nicht mit Kuhmilch zu ernähren..........
Virtanen, von der Universität von Helsinki, Finnland, fand heraus, dass die frühe Gabe von Kuhmilch bei Babys die erst 3 Monate alt waren oder jünger, häufig zu einem völligen Insulinmangel führte. Dieser Krankheitsverlauf entstand dadurch, dass die natürlich vorkommenden Betazellen des Kindes im Rahmen der allergischen Reaktion gegen die Anwesenheit von Milcheiweißen, zerstört wurden. Wissenschaftler in Italien haben ähnliche Reaktionen beobachtet, als sie die Daten von Kindern mit Diabetes analysierten. Ihr Ergebnis war ein absolut ursächlicher Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Diabetes."

Cohen führt weitere Veröffentlichungen aus den USA und Canada an. Dabei geht es um Studien an erkrankten Menschen, wie Experimente an Ratten. Sie haben dieselben Ergebnisse. Kuhmilchgenuss in frühen Jahren erhöht das Risiko an Diabetes zu erkranken erheblich.

"Dies sind die wissenschaftlichen Untersuchungen, bei denen die Milchindustrie und der Molkerei-Verband möchten, dass Sie sie nicht kennen. Je mehr Wissen Sie haben, umso weniger ignorant werden Sie sein. Ignoranz kann verdammt ungesund sein. Würden Sie in Kenntnis dieser Fakten Ihrem Kind Kuhmilch geben? Jetzt wo Sie wissen, dass Rinderhormone den Körper veranlassen Antikörper zu produzieren, die bei manchen Menschen dazu führen, dass die Insulin produzierenden Zellen zerstört werden, denken Sie dann immer noch, dass es klug ist, die Hormone einer anderen Säugetierart zu trinken?..........."

Osteoporose

".....Um Kalzium absorbieren zu können, braucht der Körper bestimmte Mengen eines anderen Elements, des Magnesiums. Milch und Milchprodukte enthalten nur kleine Mengen Magnesium. Ohne die Anwesenheit von Magnesium absorbiert der Körper nur 25 % des verfügbaren Milchkalziumgehalts. Das übrige Kalzium verursacht Schäden. Ohne Magnesium benutzt der Körper das überschüssige Kalzium in schädlicher Weise. Der Körper benutzt Kalzium um Ablagerungen an den Arterienwänden zu errichten, die zu arteriosklerotischen Placken werden. Überschüssiges Kalzium wird durch die Nieren in schmerzhafte Steine umgewandelt.... Überschüssiges Kalzium trägt zu Arthritis bei und manifestiert sich oft als schmerzhafte Gicht."

Die empfohlen Tagesdosen sind 1500 mg für Calzium, 750 mg für Magnesium.

" Man weiß um die Bedeutung des Kalziums, aber weniger häufig um die des Magnesiums. Magnesium ist jedoch unerlässlich für jegliche enzymatische Aktivität. Zusätzlich zur Steuerung der Kalziumabsorption wird Magnesium für eine richtige neuronale und muskuläre Funktion benötigt und hält die richtige ph-Balance im Körper aufrecht. Zusammen mit Vitamin B6 (Pyridoxin) hilft Magnesium Kalziumphosphatsteine aufzulösen, die häufig vom übermässigen Milchprodukteverzehr herrühren..... Osteoporose ist kein Problem, das auf mangelnde Kalziumzufuhr zurückzuführen ist. Osteoporose wird durch Kalziumverlust verursacht. Die ungeheuer große Eiweißmenge in der Milch führt zu einem 50 %igen Verlust von Kalzium durch den Urin. Mit anderen Worten, wenn wir unsere Eiweißaufnahme verdoppeln, dann werden wir 1 - 1,5 % unserer Skelettmasse (bei Frauen nach der Menopause) verlieren. Das Kalzium, das in grünen blättrigen Gemüsen enthalten ist, wird viel leichter absorbiert als das Milchkalzium. Planzeneiweiß führt nicht zu Kalziumverlust wie bei tierischen Eiweißen. Eine Frau nach der Menopause verliert etwa 1-1,5% Knochenmasse jährlich. Wie sieht das nach 20 Jahren aus?..... Ihre Knochenmasse erhöht sich nicht mehr nach dem 35. Lebensjahr. Dies ist ein biologischer Fakt, über den nicht mehr gestritten wird. Diese Tatsache wird jedoch durch ein geniales Marketing der Milchindustrie ignoriert. Die Frauen gerade dieser Altersgruppe und älter, werden besonders gezielt von der Milchindustrie angesprochen. Denn eine von 4 Frauen wird an Osteroporose leiden..... In 1994 publizierten Forscher der Universität von Texas Ergebnisse eines Experiments, das nahelegt, dass Kalziumeinnahmen auf den Knochenschwund keinen Einfluss haben. 5 Jahre nach der Menopause gibt es eine erhöhte Rate an Knochnschwund, besonders aus den Wirbeln. Während dieser Zeit sind Östrogengaben am effektivsten um der schnellen Knochenerweichung vorzubeugen.

Die Verminderung der Skelettmasse, die mit Osteoporose bei Frauen verbunden ist, wird an erster Stelle durch die altersbedingte Abnahme der hormonalen steroiden Sekretion der Eierstöcke bewirkt..... Durch Hormontherapien wird der Verlust von Knochenmasse verlangsamt. Die Abwesenheit von Östrogen spielt eine herausragende Rolle bei der Entwicklung von Osteoporose..... Viele Faktoren werden mit dem Verlust von Knochenmasse in Verbindung gebracht. Milch ist eine exzellente Quelle von Kalzium. Es gibt kein Nahrungsmittel in unserer Gesellschaft, das mehr Kalzium enthält. Die Eiweiße in der Milch und das Fehlen von Magnesium machen die Milch jedoch zu einer ineffektiven Quelle einer guten Kalziumabsorption...... Eiweiß behindert die Kalziumabsorption. Die von der FDA empfohlene tägliche Eiweißmenge liegt unter 2 ounces ( 1 ounce = 28,35 g, also unter 64,70 g). Viele Ernährungswissenschaftler glauben, dass die Hälfte dieses Betrages ausreichend ist. Je mehr Eiweiß Sie essen, desto mehr Kalzium verlieren Sie. Vegetarier haben deutlich weniger Osteoporose als die übrige Bevölkerung. Länder in denen der Eiweißkonsum aus Fleisch hoch ist, wie die USA, haben höhere Zahlen an Osteoporose als Länder, wo der Fleischkonsum niedrig ist.....

Woher bekommen die Kühe ihr Kalzium? Sicher nicht durch Milchgenuss. Im Sommer fressen Kühe große Mengen grüne Stoffe..... im Winter Heu. Die "grünen Stoffe" enthalten Chlorophyll. Roter Stoff (unser Blut) ist dem Chlorophyll sehr ähnlich. Der grundsätzliche Unterschied zwischen Chlorophyll und Hämoglobin, dem Hauptbluteiweiß liegt im Kern des Moleküls. Hämoglobin, das Eiweiß, das unser Blut rot färbt, hat ein Eisenatom in seiner Mitte. Chlorophyll, das Eiweiß, das die Pflanzen grün sein lässt, hat in seiner Mitte ein Magnesiumatom...... Magnesium unterstützt die Kalziumabsorption, Eisen behindert sie. Säugetiere, die Mengen grüner Stoffe fressen, die Kalzium enthalten, werden es äußerst effizient zum Aufbau starker Knochen benutzen. Säugetiere, die Kalzium ohne die bedeutsamen Magnesiumatome des Chlorophylls essen, werden dieses Kalzium nicht effektiv nutzen. Milch ist voll Kalzium, aber hat fast kein Magnesium.....

Eine Tasse Milch enthält 291 mg Kalzium. Eine Tasse gekochtes grünes Gemüse enthält fast genau so viel, 290 mg. Wenn man jetzt bedenkt, dass nur ¼ des Milchkalziums wegen des Fehlens von Magnesium und der Übermenge an Eiweiß ausgenutzt wird, dann entspricht die Kalziumverfügbarkeit der Tasse gekochten Grüngemüses 5 mal einer Tasse Milch. Es gibt viel Kalzium in der Milch, aber es wird einfach nicht verwertet."

Asthma

"..........Asthma ist eine entzündliche Erkrankung. Die Bronchien sind mit Schleim verstopft. Asthmaattacken sind heftige Reaktionen auf verschleimte Atemwege die mit einem Klebstoff des Körpers gefüllt sind. Warum hat sich von 1979 (2.598 Personen) bis 1994 ( 5.487 Personen) die Zahl der Asthmatoten verdoppelt? Die Ärzte wissen es, wie immer, nicht................

In diesen Jahren ist die Zusammensetzung der Milch verändert worden. Die Konsummilch wurde weniger fett aber dafür eiweißreicher gemacht. In 1979 war die Milch eiweißärmer und fettiger, in 1994 war das Verhältnis genau umgekehrt( Zahlen auf Seite 271). Da die Milcheiweiße die Verdauung überleben, treten sie in den Blutkreislauf ein und richten Schaden an. Der erheblich höhere Eiweißgehalt der Milch heutzutage ist mit ein Grund für Asthma und Allergien."

".........Wo in aller Welt würde unsere Gesellschaft sein, wenn die ganze Milch und alle Molkereiprodukte plötzlich verschwinden würden? Vielleicht wäre Amerika ein Land ohne Cholesterinprobleme, die für den Killer # 1, Herzkrankheiten, verantwortlich sind. Wir würden eine Gesellschaft mit weniger Krebs sein. Sehr wahrscheinlich würden wir weniger Fälle von Leukämie, Enzephalitis, Meningitis, Diabetes, Osteoporose, Arthritis und Allergien haben.

Amerika hätte ein riesiges Arbeitslosenproblem. Jeder, der jetzt in der Milchindustrie, auf den Farmen, in den Molkereien und Molkerei-Verbänden arbeitet, wäre arbeitslos. Sie müssten sich woanders Arbeit suchen. Wir würden sicherlich noch andere Industrien zerstören, wie die Pharmaindustrie.........Ärzte würden in der Schlange der Arbeitslosen stehen und Krankenhäuser müssten schließen.

Wir wären ein ganzes Stück gesünder. Kommen Sie, denken Sie darüber nach, was wäre wenn wir keine Milchprodukte.......................Die Milch zu eliminieren bedeutet, den wahren, die meisten Krankheiten verursachenden Faktor auf der ganzen Welt zu eliminieren."


BSE und Prionen: Eine schreckliche biologische Vorschau

"..........Es gibt eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die erst kürzlich entdeckt worden sind. Sie werden Prionen genannt. Sie können sich ohne DNA vermehren. Die Prionen können von den Kühen auf den Menschen übertragen werden. Die "Mad Cow Disease" ist eine Prionenkrankheit..... Der wissenschaftliche Name ist "bovine spongiforme Encephalitis" kurz BSE. Nach dem ersten Auftreten eines Prions kann die Krankheit bis zu 20 Jahre brauchen, bis sie erkennbar wird. Prionen sind sehr kleine Kristalle, die sich selbst vermehren und langsam das menschliche Gehirn zerstören, bis Alzheimer-ähnliche Symptome auftreten..... Die kleinen Kristallle lassen sich so wenig von unserem Verdauungstrakt tangieren, wie Diamanten von einer Seifenlösung. Sie gelangen im oberen Dünndarm durch die Darmwände in den Blutkreislauf. Sie werden von Antigenen, von den Blutzellen und vielen anderen Schutzmechanismen des Körpers, ohne Erfolg angegriffen. Warum sollten diese Mechanismen auch funktionieren, wenn 2000 Grad Fahrenheit das nicht können? ............." Die menschliche Variante der Erkrankung nennt man Jakob-Creutzfeld-Krankheit/Creutzfeld-Jakob-Krankheit/CJK.

"1996 stand der europäische Kontinent in Panik. In Großbritannien mussten 3 Millionen Kühe getötet werden. Deren Körper wurden verbrannt und die Asche tief in der Erde vergraben. Die Amerikaner haben gelacht und Witze über die mad cow disease gerissen. Natürlich, weil wir immun gegen diese Krankheit sind, oder?"

Die Kristalle zirkulieren im Blutkreislauf. So kommen sie überall hin. "..........Irgendwann finden sie einen letzten Ruheplatz im Gehirn. Es gibt ungefähr 100 Milliarden Zellen im Gehirn und 80 Milliarden davon haben eine schützende Funktion, man nennt sie Gliazellen. Diese Glias bilden eine Barriere, wie große, aufgeblasenen Kissen. Für die meisten Substanzen ist es schwer, aber nicht unmöglich, sie zu überwinden. Die Gliazellen versorgen und unterstützen die echten Arbeiter des Gehirns, die Neuronen. Alle Gliazellen zusammen stellen eine Schranke dar, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke. Irgendwann landen die Kristalle einmal dahinter...........Die Wissenschaftler haben es nicht glauben wollen..........Dann löst sich langsam das Gehirn auf und sieht zum Schluss aus wie ein Schwamm mit Löchern".

"Im Mai 1990 aßen 25 % der Engländer kein Rindfleisch mehr. Nach und nach wurde die Einfuhr von britischem Rindfleisch und Milchprodukten in vielen Ländern verboten. Schließlich wurde die Situation so dramatisch, dass alle einwilligten, auch die Rindfleisch- und Milchindustrie, dass 3 Millionen Tiere getötet wurden. 1996 schrieb Tim Lang, Professor für Ernährungspolitik an der Thames Universität:

"Wir befinden uns in einem Massenexperiment, das uns töten wird. Zu keiner Zeit vor uns wurden verendete Wiederkäuer (Schafe) an andere Wiederkäuer (Kühe) verfüttert und dann an den Menschen. Wir haben uns in das Geschehen der Natur eingemischt und was jetzt geschieht ist eine unserer größten Alpträume.....Dies ist eine Tragödie ungeheuren Ausmaßes. Die Regierung hat total versagt."

In Amerika hat Virgil Hulse, der aus der Milchindustrie kommt und sich seit 1976 mit den neuronalen Krankheiten der Kühe beschäftigt und wie sie sich auf Menschen übertragen, der Milch-und Ernährungsingenieur ist, schon seit langem gewarnt. Vor kurzem hat er öffentlich folgendes geschrieben:

"Der Fall der verrückten Kuh ist in der Presse nicht übertrieben worden. Tatsächlich ist die Situation in vielen Fällen sehr viel gravierender als dargestellt. Die Kühe werden mit verendeten Schafen, Hühnern und anderen Kühen gefüttert. Diese Kühe werden dann geschlachtet, in Plastik verpackt, ausgepreist und dann in unseren örtlichen Supermarkt gebracht und als harmlos für den Menschen betrachtet. Von diesen Kühen haben 80 % das Rinderleukosevirus und 50 % haben das Rinder-AIDS-Virus. Wir trinken Milch und essen Käse aus einer Lumphflüssigkeit, die mit der DNA dieser Viren beladen ist. Eigentlich braucht es doch nur gesunden Menschenverstand um zu sehen, dass es ein Risiko gibt, das zu bekommen, was die Tiere hatten, wenn wir deren Flüssigkeiten trinken oder deren Fleisch essen..... Obwohl immer öfter Fälle bekannt werden, die den Schluss nahe legen, dass Rinderleukose und Rinder-AIDS ein Gesundheitsrisiko darstellen, hat die USDA es immer abgelehnt das geschlachtete Fleisch, die Milch und die Molkereiprodukte auf Antikörper gegen diese Viren zu untersuchen. Es scheint, dass sie einfach die Milchkonsumenten nicht verschrecken wollen. Jeden Tag konsumieren Amerikaner Fleisch und Molkereiprodukte von Kühen, die mit Leukose und mit Rinder-AIDS infiziert sind, ohne jede Versicherung, dass diese Produkte unbedenklich sind."

Im Journal of Neurologie wurde berichtet, dass nach Autopsien fast 6 % der angeblich an Alzheimer Gestorbenen, Creutzfeld-Jakob hatten.

Es werden noch weitere Wissenschaftler zitiert, die sich mit Prionen beschäftigt haben. Es wird ein "Downer Cow Syndrome" beschreiben, an dem in den USA wenigstens 100.000 Kühe jedes Jahr sterben. Man glaubt, dass es sich um eine Prionenkrankheit handelt.

Es werden weiter die Anti-- food-Verleumdungsgesetze beschrieben, die in 1996 erlassen wurden, sogenannte "Agricultural Disparagement Acts". Sie bestrafen schon die Kritik an Agrarerzeugnissen. Jede Information, aus einer unveröffentlichten Studie bekannt gemacht, wird als Handelsgeheimnis angesehen. Verstöße gegen die Gesetze werden mit $ 10 Millionen bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft.

Carlton Gajdusek, Prionenforscher und Nobelpreisträger, der mehr als irgendeiner auf der Welt über übertragbare spongiforme Krankheiten weiß, sitzt nach Auffassung von Cohen deshalb im Gefängnis von Maryland.

Anmerkung der Übersetzung:

Die Beobachtung, dass CJK durch den Einsatz von Wachstumshormonen ausgelöst werden kann, ist hoch interessant. Denn nach einer BSE-Studie aus 1999 (über das Verbraucherschutzministerium zugänglich), soll BSE auch spontan entstehen können. Da beides Prionenkrankheiten sind, könnte auch beim Rind der "spontane" Ausbruch durch Wachstumshormone in der Kälbernahrung ausgelöst werden.


Alternativen zur Milch

Soja, Mais, wobei zu beachten ist, dass Monsanto führend in der Genveränderung dieser Planzen ist.

Bei den Getränken einfach schlicht: Wasser. Jede andere Alternative ist problematisch.

Ein Leben ohne Milch und Milchprodukte ist zugegebenermaßen eine Umstellung. Die Zubereitung des Essens dauert länger. Als Familie mit Kindern konnte Milch in Cohen`s Familie nicht völlig eliminiert werden. Sie ist jedoch so eingeschränkt, dass jedes Familienmitglied weit weniger als 1 ounce = 28,35 g täglich an Milchprodukten zu sich nimmt.

Anstatt Milch und Eiskrem wird Sojamilch, Mandelmilch, ect. und Fruchteis genommen. Es werden mehr Früchte, Gemüse, viel Kartoffeln und Hülsenfrüchte verzehrt. Der einzige Käse, der zum Überbacken und Würzen benutzt wird ist Parmesankäse. Als Snaks haben sie marinierte Bohnen und andere Hülsenfrüchte im Kühlschrank. Es wird hauptsächlich Olivenöl eingesetzt. Man kocht vor und unterhält eine Tiefkühltruhe, aus der man sich kurzfristig ernähren kann, hauptsächlich Suppen.

Da die Wachstumshormone durch die hohe Hitze bei der Herstellung von Milchpulver zerstört werden, werden kleine Mengen von Milchpulver morgens beim Frühstück für die Müslis angeboten. Da diese Milch jedoch anders schmeckt als die "normale", wird das Milchpulver in Cohens`s Familie nicht mehr angerührt.


Anmerkung zur Übersetzung

Das Buch eignet sich nicht zur Vollübersetzung, da der amerikanische Hintergrund von nicht so großem Interesse ist, wie die Versuche einiger "unermüdlicher" Leser gezeigt haben, das Buch auf Englisch zu lesen. Der Schreibstil ist für unsere Schreibgewohnheiten in Sachbüchern etwas gewöhnungsbedürftig. Die gelegentliche Polemik ist jedoch bei der Fülle der Daten, der erdrückenden Beweislage und der Ignoranz von Politik und Wissenschaft nur zu verständlich. Da alle Thesen minutiös recherchiert sind, lohnt sich die Mühe das Buch bzw. die Zusammenfassung zu lesen und sich damit auseinanderzusetzen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen den Text für den deutschen Sprachraum lesbar zu machen, in dem ich gekürzt und gestrafft habe. Diese Zusammenfassung soll das Thema in all seinen Facetten beleuchten und auch Menschen, die zum ersten Mal von der Schädlichkeit der Milch hören, einen Einstieg vermitteln.

Für eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema müsste das Buch im Original gelesen werden. Zu jeder These/ Darstellung/Zitat ist im Anmerkungsteil die Quelle zu ersehen. Dafür ist in der Zusammenfassung die Kapiteleinteilung beibehalten worden.

Cohen informiert über das Milchthema unter http://www.notmilk.com

Die Rechtslage in der EU

Im Jahre 1990 wurde die Verabreichung von BST (Rindersomatrotropin) erstmals einstweilen durch Entscheidung des Rates vom 25. April 1990, (90/218/EWG), Abl L 116/27 verboten. Jedoch durften es die Mitgliedstaaten zulassen, dass BST zu wissenschaftlich-technischen Versuchszwecken Milchkühen verabreicht werden konnte.
Ob und in welchem Umfang davon Gebrauch gemacht worden ist, ist unbekannt.
Tatsache ist, dass auch bei uns in den 90ger Jahren Turbokühe auftraten (Jahresleistung etwa 6000 - 8000 kg; ca. 20 - 26 kg/l täglich, bei einer Laktationsperiode von 300 Tagen gerechnet; in den USA laut Cohen tägliche durchschnittliche Milchleistung pro Kuh ca. 23,5 kg, s.o.). An der damals -Mitte der 90ger Jahre- praktisch gleich hohen durchschnittlichen Milchleistung der Kühe in den USA und der EU ist zu ersehen, dass die Kühe sich ähnlich entwickelt haben. Woran das liegen mag fragt man sich? Verbote von Antibiotika und Hormonen in der EU hin und her: Futter und Medikamente müssen auf beiden Seiten des Atlantik ähnlich gewesen sein, sonst wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen.
Die o.g. Regelung wurde bis 1994 jährlich jeweils um ein Jahr verlängert. Mit Entscheidung des Rats vom 20. Dez. 1994, (94/936/EG), Abl L 366/19, wurde ein befristetes Verbot des Inverkehrbringens zur Vermarktung und jedwede Verabreichung an Milchkühe ausgesprochen. Wieder mit dem Hinweis, wie schon in den vorausgegangenen Entscheidungen, dass die Herstellung für Drittländer nicht berührt sei. Weitere Ausnahme war erneut die Abgabe von BST zu Versuchszwecken. Allerdings wurden die Voraussetzungen definiert und einschränkende Anforderungen formuliert.
Mit Entscheidung des Rats vom 17. Dez. 1999 (99/879/EG), Abl L 331/71, wurde den Mitgliedstaaten aufgegeben das Inverkehrbringen von BST zur Vermarktung und jedwede Verabreichung dieses Stoffes an Milchkühe zu verbieten. Diese Entscheidung stützt sich auf einen Bericht des Wissenschaftlichen Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz (SCAWAH) der EU. Mit der VO wird folgendes bestätigt:

BST erhöht das
Risiko klinischer Euterentzündungen,
begünstigt Läsionen an Klauen und Beinen,
begünstigt Fortpflanzungsstörungen,
Risiko der Verschlechterung des Wohlbefindens,
Risiko für erhöhte Morbidität
und verursacht das
Auftreten von heftigen Reaktionen an der Injektionsstelle.

Wer glaubt, dass in Deutschland zur Umsetzung dieser Entscheidung des Rates eine Verbotsverordnung erlassen worden ist, der irrt. Nach Auskunft des Verbraucherschutz/Landwirtschaftsministerium wird der EU- Verordnung in Deutschland dadurch entsprochen, dass BST weiterhin als Tierarzneimittel nicht zugelassen wird und keine Höchstmenge für BST in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs festgelegt wurde. Ob das ausreichende Maßnahmen darstellen um die Gabe von BST an Milchkühe zu verhindern, darf bezweifelt werden.

Der SCAWAH-Bericht lässt keinen Zweifel an der Gesundheitsschädlichkeit von BST aufkommen. Das, was in dürren Worten in der EU-VO steht, liest sich im Bericht zusammengefasst wie folgt:

BST wird in den USA nicht oral verabreicht sondern injiziert.(Sie erinnern sich, dies war ein wesentlicher Punkt in der Argumentation über die Gesundheitsgefährdung durch BST in der Auseinandersetzung der FDA und Monsanto mit Cohen). BST wird im 2-Wochenturnus über Pellets oder Dauerinfusionen injiziert!
Die Mastitishäufigkeit ist eindeutig erhöht.
Es besteht kein Zweifel, dass IGF I Einfluss auf das Zellwachstum hat und damit auch auf das Wachstum von Tumoren. Da die Kühe in modernen Kuhställen nicht lange genug leben, um solche Effekte zum Tragen zu bringen, sind nur wenige wissenschaftliche Studien dazu vorhanden, wie die Auswirkungen auf Mensch und Tier sind.
Durch BST sind verschiedne Wachstumshormone und besonders IGF I vermehrt im Blutkreislauf der Tiere vorhanden. Wie sich das auswirkt, ist aus dem besagten Grund noch nicht ausreichend erforscht. Dabei handelt es sich um Einflüsse auf Nervensystem, Gehirn, Eiweißhaushalt.
Der gesamte Stoffwechsel der Tiere ist gestört.
Es bestehen beträchtliche Klauen- und Beinprobleme.
Man wusste von Anbeginn an, dass BST Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit haben würde. Typischerweise werden die Eierstöcke von BST beeinträchtigt. Das Studienmaterial ist nicht sehr umfangreich, geht aber in diese Richtung. In einer Studie verminderte sich die Fruchtbarkeitsrate der Kühe um ca. 20 %. Die Zahl der Mehrfachgeburten, Embryoabgänge, angewachsener Plazentas, zystischer Eierstöcke erhöhte sich.

Der gemeinsame Ausschuss der UNO-Organisationen FAO und WHO, der weltweit Standards für Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln festlegt - JECFA (Joint Expert Committee on Food Additives) - hat sich den Auffassungen von Monsanto und der FDA angeschlossen. Er sah nur ein Problem, das des Risikos höherer Arzneimittelrückstände in der Milch und damit die Gefahr einer Erhöhung der Antibiotikaresistenz beim Menschen. Er argumentierte, dass dieses Risiko durch technische Methoden in der Milchindustrie und durch das Befolgen der Gebrauchsanweisung für BSE in den Griff zu bekommen sei.

Ende der Kurzzusammenfassung des EU-Berichts.

Bedenkt man, dass BST in ehemaligen Ostblockstaaten Europas angewandt wird, besonders in den GUS-Staaten, dann kann man sich vorstellen, was die JECFA- Argumentation wert ist. Und denkt man an Milchproduktion in sog. Dritte-Welt-Ländern, die es dort trotz des ansonsten geringem Milchkonsums gibt, wird diese Argumentation ad absurdum geführt. Hier bleibt nur zu hoffen, dass die Menschen in den Nicht-Milch-Ländern, sich dem weißen Eutersaft auch zukünftig verschließen und sich nicht durch Nachahmung des westlichen Lebensstils unsere Gesundheitsprobleme aufhalsen.

Im Jahre 1999 haben sich die EU und Kanada durchgerungen, die Anwendung von BST bei Milchkühen in ihren Ländern zu verbieten. Hoffen wir, dass es dabei bleibt!

Kommentare:

  1. ich bin übber diese Informationen tief bestürzt und fühle mich erinnert George Orwells "1984"

    ich werde die Inforamtionen Ihrer Webpage in meinem gesaamten Bekanntenkreis kund tun

    aller Voraussicht nach werde ich Milch und Milchprukte vollstdig von meinem Speisezettel verbannen

    ich frage mich, warum sich z.. die Grünen nicht dafür ins Zeug legen, daß an dieser Stelle Klärung erfolgt .........

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  2. Wiedermal 100derte von Bestätigungen warum ich Veganerin bleibe und nicht nur aus Tierschutzgründen. Bestimmt war ich ein Kandidat für Darmkrebs und Diabetes. Mein Vater hatte beides. Meine Oma hatte Darmkrebs mütterlicherseits. Ich bin die erste in der Familie, die anders lebt. Der Teufelskreis ist durchbrochen.

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