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20.01.2009

Sexuelle Misshandlung von Tieren

Sexuelle Misshandlung von Tieren

Es gibt viele Tabus, die mensch erhält, um die
Schattenseiten der Menschheit lieber im Dunkel zu
belassen. Und mensch möchte häufig nur allzu
gerne vermeiden, ratlos vor einem weiteren
Dilemma hinsichtlich unserer menschlichen Ge-
sellschaft zu stehen. Auch gibt es Dinge, die er-
schütternd sind, aber in keines der gewöhnlichen
Raster der Empörungen hineinpassen, so dass
mensch eher dazu neigt, diese furchtbaren Dinge
unerwähnt zu lassen.
Es gibt viele Themen die keine sind.

Sexualität ist eines der bestimmendsten Themen in einer
Gesellschaft, die sich in eine Dichotomie eines sich als unter-
drückt empfindenden Matriarchats und eines als bestimmend
erlebten Patriarchats einteilt. Innerhalb der menschlichen
Geschlechter-Dichotomie pflegt man/frau seinen/ihren indivi-
duellen Sinn für Erotik in vielleicht unterschiedlich motivier-
ten Formen bis hin zur pervertierten Vulgarität. Und Erotik
mag vielleicht auch einen essentiellen Teil unseres evolu-
tionsbiologischen menschlichen Erbes ausmachen.
Erotik kann zu einer Art Besinnung auf eine Ästhetik des all-
gemein Biologischen empfunden werden, in der sich die eige-
ne Identität als Mensch in ihrer Eigenart zu den anderen bio -
logischen Formen und den anderen Spezies des Tierreichs-
wahrnimmt. Es gibt aber ein gesellschaftliches Randphäno-
men in der die Übertretung der Speziesbarriere als lust-
bringend empfunden wird und Tiere als Sex-Objekte für
menschliche Phantasien missbraucht werden: Die Zoophilität
oder auch Sodomie.
Die Organisation Animal Peace hatte bereits 1997 ein Inter-
view mit einem Sodomiten veröffentlicht, dessen Echtheit
jedoch oft bezweifelt wurde - zu offen sprach er über die
Quälereien der Tiere. Wir suchten lange, fanden aber nur
wenige Menschen, die offen über ihre sexuelle Vorliebe zu
sprechen bereit waren.
In diesem Bericht geht es vornehmlich darum, ausführliche
Informationen über die verschiedenen Formen des sexuell
motivierten Tiermissbrauchs und die missbrauchenden Per-
sonen zu bieten.

was ist sodomie?
Zur Sodomie gehört sowohl die vaginale, anale oder orale
Penetration als auch das Petting, der oral-genitale Kontakt,
die Penetration mit Hilfe von Objekten und das Töten oder
verletzen eines Tieres zur sexuellen Befriedigung. Sexueller
Missbrauch kann auch andere physische Gewalt als allein die
sexuelle Gewalt beinhalten und kann auch in der bewussten
physischen Verletzungen des Tieres resultieren. Sexueller
Tiermissbrauch ist, ebenso wie bei der Vergewaltigung unter
Menschen, die Erotisierung von Gewalt, Kontrolle und Aus-
beutung.
Zwar spielt nicht immer physische Gewalt eine Rolle - in
manchen Fällen ist tatsächlich echte Liebe, Suche nach Zärt-
lichkeit ein mögliches Motiv für einige SodomitInnen - doch
ist der Übergang zu sadistischen Sex-Praktiken oftmals sehr
groß: Deutsche Sexualforscherinnen schätzen die Zahl der
Tiere, die jährlich und allein in Deutschland durch Sex
praktiken mit Menschen zu Tode kommen, auf etwa eine
halbe Million. Und Studien des Federal Buero of Investigation
(FBI) zufolge hatten über 80 Prozent der Frauenmörder und
Vergewaltiger vor ihren Verbrechen oder parallel dazu Sex
mit Tieren.

sodomie ist weit verbreitet
Ergebnisse aus Studien über die Verbreitung der Sodomie
gehen weit auseinander. Zwischen 1 und 69 Prozent der
Männer vergehen sich demnach an Tieren. Eine deutsche
Studie geht von 8 Prozent der Männer und 3 Prozent der
Frauen aus, die Tiere für die Befriedigung ihrer sexuellen
Lust missbrauchen. Auf dem Land erhöhe sich die Zahl leicht
auf etwa 15 Prozent.
SodomitInnen fühlen sich oft isoliert, unsicher und machtlos.
Unter ihnen sind viele, die als Kind oder auch erst als Er -
wachsener sexuell oder auf andere Weise misshandelt wur-
den. Ihre Erlebnisse versuchen sie nun zu kompensieren,
indem sie durch die Misshandlung von Tieren ein Gefühl von
Kontrolle zu erlangen versuchen. Durch das Leid, die
Schmerzen und die Erniedrigungen, die sie den Tieren zu
fügen, können sie wiederum sexuelle Befriedigung empfin-
den.
Eine 1991 im International Journal of Psychosomatics veröf-
fentlichte Studie der Wissenschaftler Alvarez und Freinhar-
zeigt, dass die Sodomierate bei eingewiesenen Psychiatrie
PatientInnen bedeutend höher (55 Prozent) ist, als bei sta-
tionär behandelten Personen (19 Prozent) oder gar bei An -
gestellten der Psychiatrie (15 Prozent). Weshalb die Zahlen
der Menschen, die Tiere sexuell missbrauchen, so weit aus-
einander driften ist klar: Die Opfer können nicht aussagen.

Sodomie kennt keine Speziesgrenzen: Von der Maus bis zum
Rind - jedes Tier kann einemSodomiten beziehungsweise
einer Sodomitin sexuelle Befriedigung bringen. Auch,
wenn beispielsweise die Ziege (Bilder 1 und 2)* nicht so will,
wie der Mann hinter ihr. Dringt der Mann bei der Ziege anal ein,
hat das für die Ziege meist Verletzungen im Enddarm zur
Folge.
Die meisten Fotos zeigen Sex mit Hunden. Ebenso wie bei
den Pferden, die den traurigen zweiten Platz in der 'Beliebtheits-
skala' einnehmen, ist auf den Fotos meist oraler oder vagi-
naler Sex zwischen Frauund Rüden/Hengst zu sehen. Bilder*
wie dieses hiersind eher selten.
Hühner haben eine relativ geringe Chance, den Sex-Akt körper-
lich unbeschadet zu überstehen. Entweder, sie tragen va-
ginale oder anale Verletzungen davon oder ihnen wird 'im Eifer
des Gefechts' die Luft abgedrückt oder das Genick gebrochen.

das Internet als archiv und forum
Doch obwohl keines der Opfer über seine Qualen berichten
kann, weiß mensch viel darüber. Denn im Internet dokumen-
tieren unzählige WebSites die sexuellen Praktiken mit nahe
zu allen Spezies dieses Planeten. Neben Anleitungen und
`erotischen' Geschichten finden sich natürlich tausende Fotos
und Video-Clips. Die Webmaster verdienen sich durch Werbe-
banner auf ihren WebSites und Mitgliedsbeiträge im wahr-
sten Sinne des Wortes dumm und dämlich - die Tiere zahlen
mit ihrer seelischen und körperlichen Gesundheit und häufig
sogar mit ihrem Leben.
Risswunden am After bei Hunden durch Analverkehr sind da
noch nahezu 'harmlos'. Hühner und Katzen sterben häufig
während des Geschlechtsverkehrs, viele Kleintiere wie
Hamster oder Mäuse ersticken beim Einführen in die weib-
lichen Genitalien. In einigen Fällen werden Tiere vor oder
während des Aktes geschlagen, erstochen oder geköpft, um
die sexuelle Befriedigung des Menschen zu steigern. Häufig
führen sich Sodomitinnen auch Fische (vorwiegend Aale) in
die Vagina ein.

»der aal ist tot und spürt nichts mehr«
»Ein Fisch ist ausdauernder als jeder Mann«, schrieb uns
`Anise`, eine der wenigen, die bereit waren, uns per E-Mail
Rede und Antwort zu stehen. Wir wissen nur, dass ´Anise´ aus
Arkansas/USA kommt. Über das Forum einer Bestiality-WebSite
suchte sie Kontakt** zu anderen SodomitInnen in ihrem Bundes-
staat. `Anise´ ist der Name ihrer E-Mail-Adresse. Ihren wahren Namen
verriet sie uns nicht. Sie hatte mit der Befriedigung ihres Katers mit
der Hand begonnen und kam dann `auf den Hund`, mit dem
sie richtigen Verkehr hatte. Doch der sei ihr zu wild und zu
kurzatmig gewesen. Sie bevorzuge heute Fische, vor allem
Aale. »Und das Gute daran ist«, schrieb sie, »ich muss kein
schlechtes Gewissen haben: Der Aal aus dem Supermarkt ist
tot und spürt nichts mehr. Manche machen es ja mit leben
den Fischen.« Über den wahren Grund, weshalb sie Sex mit
Tieren hat, wollte sie nicht so recht sprechen. »Ich weiß nicht
so genau: Mich ziehen Tiere mehr an, als Menschen. Viel -
leicht hat das mit meiner Kindheit zu tun. Aber das reicht
jetzt.« `Anise` antwortete nicht weiter auf unsere E-Mails.

»sie sind so schön weit«
Chris Jones aus Großbritannien vertritt ganz offen die Mei -
nung, dass es jedem Menschen frei stehen sollte, Menschen
oder Tiere zu lieben. Seine Liebe gilt ganz klar den Pferden.
»Ich arbeite auf einem Reiterhof, habe also auch den besten
Zugriff auf Pferde.« Warum er gerade auf Pferde steht? »Sie
sind so schön weit«, schwärmt der erst Sechzehnjährige, der
mit zehn Jahren seinen ersten Sex mit Tieren hatte. »Und
wem sie zu weit sein sollten, dass er in seinem Ding nichts
mehr spürt, kann auch den Arm nehmen.«
Demnächst möchte er mal Hunde 'ausprobieren'. Freunde,
die er über den Chat kennengelernt hat, hätten ihm schon so
viel davon vorgeschwärmt.

sodomie als kunst
Unter dem Deckmantel der Kunst lebte auch der Österreicher
Hermann Nitsch sexuelle Neigungen mehr oder weniger aktiv
aus. Zwar wurde der für sein Orgien Mysterien Theater vor
gesehene Geschlechtsverkehr mit Kühen und anderen Tieren
zensiert, das Einühren eines Schafskopfes in die Vagina einer
Akteurin war aber dann doch noch Teil des Sechs-Tage-Spiels
(VOICE berichtete).

das crushing
Zur Sodomie zählt auch das sogenannte `Crushing`, bei dem
vornehmlich Insekten aber auch Echsen und Nagetiere wie
Mäuse oder Hamster mit (teilweise nackten) Füßen zer -
quetscht werden.
Reinen FußfetischistInnen geht es hingegen vornehmlich um
die Füße. Sie geben sich meist damit zufrieden, Fotos oder
Videos von Füßen oder (im Falle des Crushings) Zigaretten
austretenden oder Bananen zerquetschenden Füßen zu se-
hen.
Auch die 'Crusher' tauschen sich in Internetforen aus, emp -
fehlen WebSites mit »besonders genialen MPGs« (MPG ist ein
Format für Video-Dateien) oder posten Crushing-Foto
Gesuche. In einigen Ländern ist sowohl Sodomie als auch das
Crushing legal. So verwundert es nicht, dass in diesen
Ländern der Vertrieb von Videos und Zeitschriften über das
Internet floriert.

die tiere wurden nicht gequält oder verletzt
Diese und ähnliche Statements finden sich auf einigen
Beastiality-Websites. Und tatsächlich: Nicht alle Fälle von
Tiermissbrauch beinhalten die physische Verletzung des Tie-
res.
Aber absolut jede sexuelle Belästigung eines Tieres durch
einen Menschen ist eine Misshandlung!
In seinem 1993 erschienenem Bericht erklärt Dr. Frank As-
cione, dass »Bestiality als grausam empfunden werden kann,
selbst in Fällen bei denen keine physische Verletzung des
Tieres stattfindet (dies verhält sich gleich wie bei Fällen
sexueller Handlungen von Erwachsenen an Kindern, wo da
von ausgegangen wird, dass das Einverständnis unmöglich
ist)«. Tiere seien nicht dazu im Stande, sich über den Vor-
gang, der an ihnen ausgeübt wird, bewusst zu sein, können
kein Einverständnis dazu erklären oder über erlittene Miss-
handlungen sprechen.
In einem 1997 erschienen Bericht unterstreicht Piers Beirne,
Professor für Kriminologie an der University of Southern
Maine: »Für ein echtes Einverständnis zu einer sexuellen Be-
ziehung (...) müssen beide Beteiligten das volle Bewusstsein
dazu haben, ein Wissen über die Vorgänge und einen positi-
ven Wunsch für die Handlung besitzen. Bestiality ist von
Grund auf als ein Vorgang der Ausübung eines sexuell for-
cierten Zwanges anzusehen, da Tiere nicht imstande dazu
sind, in direkter Weise „ja" oder „nein" zu einem Menschen
zu sagen in einer Form, die wir einfach verstehen können.«

In Mensch-Tier-Beziehungen hat der Mensch die Macht und
die Kontrolle über das Tier, häufig in allen Aspekten der
Pflege und Versorgung des Tieres und hinsichtlich seines
Wohlbefindens. Von daher kann nicht davon ausgegangen
werden, dass eine sexuelle Beziehung zwischen einem Men-
schen und einem Tier auf Zustimmung basiert.

***

Dieser Beitrag wurde zuerst veröffentlicht im Voice Magazin
Nr. 24/Januar 2001, Seite 4 –7.
*Nicht veröffentlicht wurden die Bilder des Originalbeitrags.
**Quellenangabe durch VTL-Redaktion entfernt.
Wir danken dem Herausgeber Andreas Hochhaus für seine
Genehmigung.

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