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20.01.2009

Sexueller Missbrauch an Tieren

Sexueller Missbrauch an Tieren



"Jeder, der gewöhnt ist, das Leben anderer Lebewesen als wertlos zu
erachten, läuft Gefahr, schließlich auch das menschliche Leben als
wertlos zu sehen." Albert Schweitzer

"Tierärzte sollten das Unbemerkbare bemerken und die Menschen, die Tiere sexuell missbrauchen, mit dieser Tatsache konfrontieren." Diese Forderung stammt von Helen Munro, Royal School of Veterinary-Studies, Edinburgh, UK. (Königliche Schule für Tierärztliche Studien, Edinburgh, UK)
In einem Kommentar (The Veterinary Journal, Vol. 172, p. 195 / Das Tierärztliche Journal, Band 172, S. 195) schreibt sie:

"Der Eindruck entsteht, dass viele Menschen davon ausgehen, dass sexueller
Missbrauch von Tieren eine Art stillschweigend geduldeter sexueller Akt an Nutztieren ist, an Tieren also, die groß genug sind, um nicht durch den Missbrauch verletzt zu werden, und so machte man sich weiter keine Gedanken darüber."
Und weiter erläutert sie: "Es scheint, als wäre dies in unserem aufge-
klärten Zeitalter das letzte Tabu, und dies sogar bei den Tiermedizinern."

"Weit davon entfernt, harmlos zu sein, ist der sexuelle Missbrauch eine ernste
Angelegenheit in der Tiergesundheit."
Munro beleuchtet in dem Journal einen Fall von sexuellem Missbrauch,
bei dem ein Mann eine Flasche benutzte, und damit fünf Kälbchen schwere vaginale und anale Verletzungen zufügte, die zum Tod der Tiere führten.
Der Täter wurde in psychiatrische Behandlung gebracht. Er musste sich
mehrerer psychologischer Tests unterziehen, die seine Zurechnungsfähigkeit
überprüften. Die Ergebnisse dieses Tests waren für das zu erwartende Strafmaß relevant.

Dr. Andrew Rowan von der US Humane Society stimmt mit Helen Munro überein,
dass alle Fälle von Missbrauch an Tieren, die von Tierärzten an ihren Patienten entdeckt werden, polizeilich gemeldet werden müssten.

Aber er gibt zu bedenken, dass missbrauchende Tierbesitzer dann vielleicht vermeiden werden, die Verletzungen der Tiere behandeln
zu lassen oder sie gar töten werden, um eine Entdeckung des Missbrauchs
zu verhindern.

Der enge Zusammenhang zwischen Missbrauch an Tieren und Gewalt an
Menschen wurde erst 1970 aufgedeckt, als das FBI die Lebensläufe von
Serien-Killern in Gefängnissen beleuchteten. Sie entdeckten, dass viele
der Insassen bereits als Kinder Tiere gequält oder getötet hatten.
Heute wird Missbrauch und Tierquälerei als Zeichen einer ernsten,
psychischen Störung gesehen. Es ist häufig ein Zeichen dafür, dass eine
Person selbst Gewalt aus erster Hand erlebt hat oder überdurchschnittlich
gewalttätig gegenüber anderen Menschen geworden war.
Nicht nur haben Experten diese Verbindung in den Lebensläufen von Serien-
Killern dokumentiert, sondern sie haben auch festgestellt, dass in Familien,
in denen sexueller oder anderer Missbrauch an Tieren stattgefunden hatte,
sehr viel häufiger auch Missbrauch an Kindern vorgekommen war; auch
andere Formen von häuslicher Gewalt waren in diesen Familien sehr
viel häufiger vorgekommen als in anderen, stabilen Familien.

In den vergangenen Jahren versuchten Wissenschaftler, das Wissen über
diese wichtigen Zusammenhänge zu vermehren.
Massachusetts Society for the Prevention of Cruelty to Animals (MSPCA) –
Massachusetts Gesellschaft für Prävention von Gewalt an Tieren –
Und die North-Eastern University – Nord-Ost-Universität – haben
Missbrauchsfälle an Tieren analysiert und der MSPCA zur Dokumentation
vorgelegt. Das war im Jahre 1997; die Fälle, die man analysiert hatte,
stammten aus den Jahren zwischen 1975 und 1996.
Die Ergebnisse dieser Studie lauteten:

Missbrauchstäter an Tieren waren eher bereit, nicht nur Gewalttaten
an Menschen, sondern auch Diebstähle zu begehen. Auch die Bereit-
schaft, in die Drogenkriminalität einzusteigen, ist erhöht. Auch Verbrechen
gegen die öffentliche Ordnung waren bei dieser Klientel häufig zu beobachten.

Die Gruppe der Opfer bei den Tieren bestand in der Hauptsache
aus Hunden und Katzen.

Meistens lebten die missbrauchten Hunde und Katzen im häuslichen Bereich der Täter.
Opfer-Tiere waren eher seltener Streunertiere.

Missbrauch an Tieren wurden meistens von jungen Männern resp.
männlichen Jugendlichen, begangen. Die Klage gegen sie wurde
üblicherweise von Frauen vorgenommen.

Opfer-Tiere minderjähriger Täter waren häufiger Katzen; jugendliche
Täter vergingen sich häufiger an Hunden.

Missbrauch an Tieren war ebenso Ausgangspunkt für schwere
Verbrechen als auch deren Folge.

Mehr über diese Zusammenhänge: http://vachss.com/help_text/animal_dv.html


Im Jahr 2001 veröffentlichte Humane Society of US – Gesellschaft für
Menschlichkeit in den USA – eine nationale Studie von sehr gut dokumen-
Tieren Fällen von Missbrauch an Tieren in den USA.
Diese Studie belegte, dass 92 % der diesbezüglichen Straftaten von Tätern
männlichen Geschlechts begangen worden waren.20% dieser Tätergruppe waren 18 Jahre oder darunter.


Das Risiko verstehen lernen

Es ist nicht so, dass alle, die Tiere quälen oder töten, später
Menschen als Opfer zur Erfüllung ihrer Gewaltphantasien wählen.
Experten warnen vor dieser Vor-Verurteilung.
Menschen, die grausam mit Tieren umgehen, sind nicht notwendiger-
weise grausam zu Menschen, nur weil sie dieses Verhalten bei Tieren
zeigten. Es ist zu warnen vor einem „Wenn-Dann-Schluss:
„Wenn P. als Junge Tiere quälte, dann wird er mit Sicherheit
als Heranwachsender Gewalt an Menschen ausüben!“
Die Studien zeigen aber, dass Menschen, die allgemein gewalttätig
zu allen Kreaturen sind, das gleiche Verhalten Mensch und Tier gegen-
über auch zeigen.
Missbrauch an Tieren scheint nicht das Resultat einer schwachen
Persönlichkeit zu sein, das als Symptom auftaucht, sondern eher
Das Symptom, das aus einer tiefen, mentalen Störung heraus entsteht.

„Gerichte, die Gewalt an Tieren als ‚geringfüge Straftat’
ansehen, ignorieren eine tickende Zeitbombe.“


Was aber ist zu tun, wenn Kinder und Jugendliche sich Tieren in missbräuchlicher Absicht nähern?
Um gewalttätiges Verhalten bei Kindern zu verstehen, muss auf einen Zusammenhang zwischen Familie, sozialem Umfeld und dem Freundeskreis der Kinder geachtet werden. Dies trifft ganz besonders auf den Fall von sexuellem Missbrauch, von Kindern und Jugendlichen an Tieren vorgenommen, zu.
Wie verschiedene Untersuchungen zeigten, hingen sexueller Missbrauch an Kindern und deren häusliche Verwahrlosung sehr eng zusammen und bedeuteten ein hohes Risiko für spätere, kriminelle Aktivitäten. Kinder mit dieser Vita sind häufig in steigendem Maße anfällig für tierquälerische Akte. Diese rangieren von negativen aber noch relativ normalen Experimenten (körperliche Züchtigung) zu einem höheren Ausmaß an zerstörenden Aktivitäten (körperlicher Missbrauch, sexueller Missbrauch und häuslicher und außerhäuslicher Gewalt).


Körperliche Gewaltanwendung

Offensichtlich ist im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Tieren die Verbindung zwischen der körperlichen Bestrafung eines Kindes und dem tier-
quälerischen Akt.
Zwei kürzlich erschienene Studien zeigen diesen Zusammen-
hang auf. In einer Untersuchung an 267 Studenten, von denen 68,4 Prozent
weiblich waren, befragte Flynn 1999a) die TeilnehmerInnen über ihre Erfahrungen mit dem Missbrauch von Tieren (u.a. das Verletzen, das Quälen oder das Töten von Haustieren oder Straßentieren, sexuellen Akten mit Tieren).
Studenten reagierten auch auf Programmpunkte, die das Prügeln von Ehefrauen und den ehelichen Missbrauch betrafen. Insgesamt bei 34.5 Prozent der Studenten und 9.3 Prozent der Studentinnen wurde über zumindest über einen Vorfall von Missbrauch von Tieren berichtet.
Die Zahl derer - von Männer sowohl als auch von Frauen - waren signifikant höher bei denen, die den Gebrauch von körperlicher Züchtigung von Kindern und das Schlagen von Ehefrauen billigten.
Obwohl diese Tests keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Missbrauch
von Tieren und verprügelten Kindern und Ehefrauen herstellen konnten,
lassen sie doch Assoziationen zwischen dem Missbrauch von Tieren und dem
Akzeptieren von Verhalten, das in diese Richtung geht, zu.

In anderen Testreihen mit den gleichen Testbedingungen und Testpersonen fand man heraus, dass in der Lebensgeschichte der männlichen Studenten, die Missbrauch an Tieren begingen, wesentlich häufiger Väter auftauchen, die ihre Söhne in der Jugend körperlich züchtigten und straften.
Biographien von Männern, die Tiere missbrauchten, zeigen ein 2,4-mal höheres Aufkommen von misshandelnden Vätern als bei Männern, die nicht körperlich gezüchtigt worden waren (57,1% und 23,1 %, resp. p<0.005).
(Andrew Rowan, in: Understanding Animal Cruelty)
Zusammenfassend kann gesagt werden:

Häusliche Gewalt ist das schlechteste Beispiel für eine
Kindliche Seele, die am Modell lernt. Und das sind nun mal
zumeist Vater und/oder Mutter. Wenn das Kind Zeuge von
Gewalt an Mensch und/oder Tier wird, wird das die kindliche
Seele zutiefst verstören. Und dennoch wird das Kind dieses
Beispiel in sich hineinnehmen, in seine Erlebniswelt und in
sein Empfinden.


Entdeckt man einen Täter, so ist es, als würde man einen roten Faden finden, der achtlos hingeworfen worden war. Zieht man dann daran, kommt ein ganzes Knäuel hervor, ein ganzes Bündel von soziologischen, psychologischen und häuslichen Schwierigkeiten.

Zahlreiche psychologische, soziologische und kriminologische Untersuchungen der letzten 25 Jahre haben gezeigt, dass Täter häufig in ihrer Kindheit und Jugendzeit ernsthafte und wiederholte Grausamkeiten an Tieren begangen oder und auch in ihrem familiären Umwelt erlebt hatten.
Seit 1970 etwa ist der enge Zusammenhang zwischen Tierquälerei und anderer schwerer Verbrechen bekannt.
Als man daran ging, die Lebensläufe von Serien-Mördern zu durchleuchten, fand man heraus, dass die meisten von ihnen (96%) einschlägige Erfahrungen mit dem Quälen und Töten von Tieren aufwiesen.
Auch bei Tätern, die wegen anderer Gewaltdelikte angeklagt waren, fanden
die Wissenschaftler regelmäßig Akte der Tierquälerei und der Ermordung von
Haustieren.
Die Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft betrachtet Tierquälerei als eines der Diagnose-Kriterien für eine schwere Verhaltensstörung.

Auf den Punkt gebracht

"Der Missbrauch eines Tieres stellt einen Weg für einen Menschen dar,
Macht, Freude, sexuelle Erfüllung durch das Foltern eines Opfers, das sich
weder wehren noch sich selbst beschützen kann, zu erfahren"
(Pet-Abuse-Cruelty-Connections).

Und der Psychologe Dr. Randall Lockwood sagt:
"Ein Kind, das Zeuge von häuslicher Gewalt, auch und gerade von Gewalt an
Tieren, wurde, wird häufig diese erlebte Gewalt in Experimenten an Tieren
ebenfalls ausleben."
Und Lockwood führt weiter aus: "Vieles an Gewalt an Tieren... geschieht wirklich nur aus Gründen von Macht und Kontrolle. Der Täter fühlt sich machtlos, ohnmächtig, seinem Schicksal ausgeliefert, und hat häufig ein minderwertiges Selbstbild und ein geringes Maß an Selbstachtung. Deswegen fühlt er sich stark, indem er nun über das Leben und das Wohl seines Opfers bestimmen kann."
Und was ist mit Frauen, die zu Täterinnen werden, die Tiere quälen oder miss-
brauchen? Lockwood spricht hier davon, dass diese Frauen "selbst eine Vita als Opfer haben und dadurch eine Menge von Wut-, Hass- und Rachegefühlen hegen können."

Im folgenden gebe ich Beispiele von dieser unseligen Verknüpfung zwischen
dem Akt des Tierquälens, des sexuellen Missbrauchs an Tieren und den
schrecklichen Auswüchsen von erlebter und weitergegebener Gewalt:

Patrick Sherill, der 14 Mitarbeiter in einem Postamt und danach sich
selbst umbrachte; er hatte eine Reihe tierquälerischen Verbrechen
begangen, u.a. ließ er seinen Hunde andere Hunde absichtlich
attackieren.

Earl Kenneth Shriner, der auf einen ca. 7 Jahre alten Jungen eingestochen
hatte, ihn vergewaltigte und verstümmelte, war in der ganzen Nachbar-
schaft bekannt als " der Mann, der in das Rectum von Hunden Feuerwerkkörper
steckte und Katzen aufhängte".

Albert DeSalvo, der sich selbst als „Würger von Boston“ bezeichnet
hatte, fing Hunde und Katzen in Fallen, steckte sie in Orangen-
Kisten und schoss Pfeile durch die Boxen.
Bevor man ihn überhaupt in Zusammenhang mit den Morden an
13 Frauen in Boston brachte, wurde er im Gefängnis ermordet.
Dort war er wegen eines ungeklärten Vergewaltigungstatbestandes
Eingesessen.

Jeffrey Dahmer hatte als Kind schon Frösche aufgespießt, Hunde
Enthauptet und Katzen in seinem Garten auf Bäume gespießt.
Als Jugendlicher begann Dahmer seine Karriere als chronischer
Mörder. Er wurde zu Tode verurteilt wegen folgender Verbrechen:
Töten und Zerstückeln von 17 Männern und Jungen, in einigen
Fällen auch Kannibalismus.

Ein neuerer Fall soll noch vorgestellt werden, damit man sehen kann, wie in den USA Fälle von sexuellem Missbrauch behandelt werden (hier im Bundesstaat NJ):

"Pit-Bull sexuell missbraucht am 16.1.2007 in Essex.
Für die Ergreifung des unbekannten Täters werden 5000 Dollar ausgelobt."

Die Humane Society Associates von Newark erfuhr am 16. Januar d.J. von der Newarker Polizeidirektion, dass eine junge Pitbull-Hündin durch einen örtlichen Bewohner sexuell
missbraucht worden sei. Eine Ambulanz fuhr in die .......Street - im Originaltext steht die genaue Anschrift - und rettete die kleine, verwundete Hündin.
"Sie war ganz kalt, als ich sie berührte, sie war in einem Schockzustand. Sie hatte schwere, innere Blutungen und sie konnte nicht einmal mehr aufstehen", sagte Debbie Beyfuss. "Wir waren selbst alle ganz krank, als wir das sahen!"
Gemäß der AHS meldeten sich zwei Frauen, die den Vorfall beobachtet hatten;
sie wollten sich aber nicht als offizielle Zeugen zur Verfügung stellen.

Die AHS hat daraufhin einen Betrag von 2500 Dollar ausgelobt für den, der Hinweise auf den Verdächtigen hat, die zu dessen Überführung und Verhaftung beitragen. 2600 Dollar gab auch die " Newarker Gesellschaft für die Prävention von Gewalt an Tieren" dazu. Nun standen insgesamt
5000 Dollar für die Auffindung des Täters oder der TäterInnen zur Verfügung.

"Kate", diesen Namen gaben ihr die Tiermediziner, die ihr das Leben gerettet haben. "Kate ist jetzt freundlicher und motivierter geworden. Wir möchten erreichen, dass sie nicht mehr so viel Angst hat vor fremden Menschen.
Wir möchten, dass sie wieder Vertrauen zu Menschen bekommt durch unsere Arbeit mit ihr; wir haben ja schon große Erfahrung durch die vielen anderen Opfer die hier durch unsere Türe hereinkamen", sagte ein Vertreter von AHS zu 1010 Wins am 30.1.07.
Auch diesem Fall waren eine Ortsbeschreibung und eine Satellitenaufnahme beigefügt. Ich hätte sie gerne hier vorgestellt, weil die TäterInnen-Namen nicht aufgeführt waren, lediglich die Straßennamen, aber ich konnte sie wegen der strengen Nutzungsgenehmigung dieser Kartendaten nicht veröffentlichen.

Lassen Sie uns noch zwei aktuelle Beispiele ansehen, aus denen die ganze Brutalität zu erkennen ist, mit der TäterInnen an Tiere herangehen können:

Am 9. Juli 2007 geschah in Palmetto, Florida (US) folgende Straftat (Felony CTA).
Verdacht auf sexuellen Missbrauch einer Stute.
Verdächtigt: Leslie G.
Ein 63-jähriger Mann stieß laut Aussage eines Polizeibeamten zweimal seinen
ganzen Arm in die Scheide einer Stute. Am Dienstag musste er dafür ins Gefängnis, weil das Gericht ihn eines tierquälerischen Verbrechens schuldig gesprochen hatte. Er habe, so das Gericht, einem Tier unnötige Qual und unnötiges Leiden zugefügt.
Die Besitzerin der Stute, Donna Marie Holmes, 48, habe zuerst G. in dem Pferdestall am Montagmorgen konfrontiert, als sie sah, dass der Mann nahe bei der Stute Bella stand, mit der Hand "ganz hinten" beim Pferd.
G. sagte, er habe das Pferd zwei Wochen vorher geritten, als er ein Pferd kaufen wollte.
Die Besitzerin stritt vehement ab, dass sie zugelassen habe, dass er sich beim
Pferd aufhalten und es versorgen dürfe. Sie befahl ihm, ihr Grundstück und ihre Pferde zu verlassen. Dann rief sie die Polizei.
Die Beamten sagten, dass das Pferd blutete aufgrund des Eindringens.
Homes sagte, Bella habe schmerzhafte Laute von sich gegeben und habe
Mühe gehabt zu atmen.
G. konnte für einen Kommentar nicht erreicht werden. Aber er sagte den Beamten, dass er seine Hand nicht in das Pferd gesteckt hätte.
Er sagte, er habe das Blut des Pferdes an seinem T-Shirt gehabt, weil das Pferd ihn angepinkelt habe. Ein Zeuge sagte jedoch aus, er habe G. gesehen, als er das Pferd belästigt habe.

Ein Fall von Missbrauch, der die Gemüter besonders erregte,
geschah in New Braunfels /USA. San Antonio Express-News berichtete
am Freitag, 7.Sept.2007 darüber:
"Die Gefangennahme dreier Jungen letzte Woche löste eine internationale
Reaktion des Entsetzens aus; die Jungen hatten einen Welpen gefoltert und
dann getötet; hitzige Diskussion in Chat-Rooms und eine Online-Petition
drängten auf eine intensive Verfolgung dieses Falles.
Mehr als 7 500 Menschen hatten bis letzten Dienstag die Petition unter-
zeichnet, und jede Stunde kommen noch Dutzende von Unterschriften
hinzu. Viele lassen den Jungen die Botschaft ausrichten, man solle ihnen
das gleiche antun, was sie dem kleinen Hund angetan hatten, einem kleinen
Spitz namens Toby.

Die Jungen, 12, 14 und 16 Jahre alt, fanden Toby auf der Straße.
Die Beamten, die den Fall verfolgen mussten, sagten, die Jugendlichen
hätten den kleinen Hund, der sich in der Nähe eines verlassenen Hauses
befand, gefunden.
Sie brachen seine Beine, hängten ihn kopfunter an einen Baum, schlugen
ihn mit einem Brett, in dem Nägel steckten, verbrannten ihn mit einer Kerze,
und schließlich schlugen sie dem kleinen Hund den Kopf ab.

Als über diese schreckliche Tat berichtet wurde, erfuhren Leonora Tavera
und ihre Tochter Stephanie, eine Welle von Unterstützung.
"Es ist so überraschend für mich, und es gibt mir ein gutes Gefühl.
Niemals hätte ich gedacht, dass so viele Menschen von dieser Tat erfahren
würden.
Die drei Jungen wurden der Straftat des Tierquälens, die mit dem Tod
des Tieres endete, bezichtigt. Wenn sie als Erwachsene verurteilt werden,
würden zwei Jahre Gefängnis auf sie warten. Aber als Jugendliche behandelt,
wartet wohl eine Unterbringung in dem Texas Youth Commission
Facility (Eine Art Erziehungsheim für Jugendliche); dort müssten sie bis zu
ihrem 19. Lebensjahr bleiben. Dieses Ziel streben die Polizisten, die den
Fall verfolgten, auch an.

Zwar lag in diesem Fall kein sexueller Missbrauch vor, aber ich habe ihn deshalb
hier vorgestellt, weil die zu erwartende "Karriere" der Jugendlichen hier schon
abzusehen ist, wenn nicht eingegriffen wird, wenn die Jugendlichen nicht zur
Einsicht gebracht werden können: die Karriere als Täter, zuerst als Täter an Tieren,
dann die Karriere als Täter an Menschen.....


Nun noch ein Blick auf Zahlen

In den USA werden, wie bereits erwähnt, Fälle von Grausamkeit an Tieren
äußerst wachsam beobachtet und registriert. Es gibt sogar Landkarten,
auf denen die Zahlen von Misshandlung, Missbrauch, das Töten von
Haustieren genauestens verzeichnet sind.

Dieser Report zeigt das Vorkommen von Typen von Tierquälerei pro Jahr,
pro Bundesstaat. Dass in diesem Report nicht alle Fälle von Tierquälerei
verzeichnet sind, ist klar. Die Dunkelziffer der Straftaten ist sicher
wesentlich höher.

Übrigens stehen bei pet.abuse.com - der Quelle dieser Zahlenangaben –
auch die Daten von Gerichtsverhandlungen gegen Tierquäler, mit Zeit- und
Ortsangabe. Und das, weil man in Amerika die tragischen Zusammenhänge zwischen
dem Quälen und Töten von Tieren, begangen von Kindern und Jugendlichen, erkannt
hat; und auch, dass zu einem späteren Zeitpunkt sehr häufig - aber nicht immer! –
das Quälen und Töten von Menschen hinzukommt.


Fälle in Washington/USA
Verwahrlosung, Verlassen
9
Horten, Hamstern von Tieren
Fälle in Washington/USA
Verwahrlosung


5
Kämpfen
2
Aufhängen
1
Treten, Trampeln
1
Schiessen auf/Erschiessen
1
Verstümmelung, Foltern
1
Sexueller Missbrauch an (Haus-)Tieren
1
Schlagen
1
Washington/USA total:
22

USA, gesamt, 2007 (bis heute) 1.303 Fälle
Quelle: Pet-Abuse.com

Ich hoffe, mit diesen Ausführungen zur Erhellung eines Themas beigetragen zu haben, das unter "Verschwiegenes Tierleid'" geführt wird.
Die Zusammenhänge zwischen "Verschwiegenem Tierleid" und
anderer Formen von Gewalt - auch an Menschen - sind so eng verknüpft, dass man über das gesamte Thema nicht mehr schweigen darf.

Kontakt:
Mag. Dr. Annamaria Grabowski
Dipl.Psych. - Dipl.Päd.
http://europa-creatures-needs.org/


Zur Autorin:
Dr. Annamaria Grabowski wurde In Budapest (Ungarn) geboren und wuchs in Belgien und Deutschland auf.
Studium an der Universität Regensburg, an der Katholischen
Universität Eichstätt, an der Universität Salzburg und an verschiedenen Universitäten
in den USA. Sie studierte Psychologie, Philosophie, Medizin, Kunst und Germanistik.
Psychoanalytische Ausbildung bei Dr. Günther Krapf, München.

Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit:
Nationalsozialismus und dessen Folgen, Krisenintervention, Suizidprävention.

Heute intensiv im Tierschutz tätig. Schwerpunkt: Mensch-Tier- Beziehung (z.B. Animal-Hoarding). Webseite: ALLIANCE FOR ALL ANIMALS' RIGHTS EUROPE

Motto: Gewalt zu verdammen, ist leicht.
Was wir brauchen: mehr Forschung, individuelle und soziologische, die Gewalt
betreffend. Hier können wir sehr viel von anderen (z.B. USA) lernen.

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