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26.01.2009

Sind Tierversuche unsere Rettung? von Astrid Reinke

Sind Tierversuche unsere Rettung? von Astrid Reinke

Die meisten Krankheiten sind nicht heilbar

6000 Versuchstiere werden täglich in Deutschland zu Tode gequält. Zwei Drittel unserer Krankheiten sind nach 150 Jahren Tierversuchsmedizin weder heil- noch ausreichend behandelbar. Herz- und Gefäßkrankheiten verursachen fast 50 %, Krebs 25 % aller Todesfälle. Unzählige Menschen leiden an Rheuma, Arthrose, Allergien. Die Zahl deutscher Diabetiker wird bald 10 Millionen erreichen. Viele Wissenschaftler behaupten: »ohne Tierversuche müssen wir an schrecklichen Krankheiten sterben«. Doch sterben wir nicht vielleicht wegen der Tierversuche an schrecklichen Krankheiten?

Beweise für Nutzen und Notwendigkeit fehlen

Im Jahre 2004 erschien in England eine wissenschaftliche Studie, die Tierversuchen gravierende Mängel nachwies. Man stellte fest, dass Therapien trotz schlechter Ergebnisse bei Menschen angewendet wurden, die Experimentatoren den Versuchen also keine Bedeutung zumaßen. Die Autoren kamen u.a. zu dem Schluss, Tierversuche seien häufig schlecht geplant und könnten Patienten gefährden.(1) Auch andere Untersuchungen kritisieren die Methode Tierversuch als häufig erfolglos.(2) Die Tierversuchsforscher berichten zwar immer wieder von Erfolgen, auf den Nutzen für die Menschheit wartet man allerdings häufig vergeblich. Seit über zwei Jahrzehnten halten uns tierexperimentierende AIDS-Forscher mit Ankündigungen wie z.B. »In zwei Jahren ist der Impfstoff da« bei der Stange.(3) Doch im Jahre 2004 waren 40.000.000 Menschen AIDS infiziert - ein trauriger Rekord! Trotzdem weigern sich Wissenschaft und Staat hartnäckig unabhängige Untersuchungen zum tatsächlichen Nutzen von Tierversuchen durchführen zu lassen.

Der Mensch ist keine Maus
Schon verschiedene Tierarten unterscheiden sich hinsichtlich Körperbau, Organfunktionen und Stoffwechsel von einander. Zwischen Hund und Katze bestehen erhebliche Unterschiede in der Beweglichkeit der Gliedmaßen oder der Nahrungszusammensetzung, obwohl beide sich auf vier Beinen fortbewegen und von Natur aus Beutetiere erjagen würden. Bestimmte Anti-Floh-Mittel für Hunde töten Katzen unter schrecklichen Krämpfen. Penicillin, welches bei Katzen hilfreich ist, tötet hingegen Meerschweinchen usw. Die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren sind noch größer. Trotzdem werden Hunden die Knochen gebrochen, um Versuche zur Knochenheilung zu machen.(4) Fortbewegungsart, Tag-Nacht-Rhythmus, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Stoffwechselvorgänge, Lebensdauer, Herz- und Atemfrequenz - die Beispiele für Unterschiede ließen sich endlos fortsetzen. Tiere können auch nicht über Kopfschmerzen, Übelkeit oder Sehstörungen klagen. Umfangreiche Informationslücken sind bei Tierversuchen also unvermeidlich.

Andere Ursachen
Selbst Männer und Frauen, Kinder und Erwachsene, alte und junge Menschen reagieren derart unterschiedlich, dass es fatale Folgen haben kann, wenn Ärzte dies nicht berücksichtigen. Auch psychische Vorgänge haben großen Einfluss auf Krankheit und Gesundheit. Versuchstiere weisen aufgrund ihrer Angst und der unnatürlichen Haltungsbedingungen häufig veränderte Hormonspiegel auf, welche das Versuchsergebnis nachweislich beeinflussen.(5) Vor allem aber kann die Erforschung der Krankheitsentstehung und damit eine wirksame Prävention nicht an künstlich kranken Tieren erfolgen. Der Mensch bekommt keinen Krebs, weil man Krebszellen in seine Organe spritzt. Wen verwundert es also, wenn Dr. Richard Klausner, Direktor des National Cancer Institute (NCI) in den USA resümiert: »Seit Jahrzehnten heilen wir Krebs bei Mäusen, aber beim Menschen klappt es einfach nicht«?(6) Menschen sind weder blind noch hirngeschädigt, weil man ihnen als Säugling die Augen zugenäht hat. Und auch Rheuma und Arthrose resultieren nicht aus Injektionen von Bakterien in unsere Gelenke. Den Erkrankungen des Menschen liegen regelmäßig andere Ursachen zu Grunde.

Folgenschwere Fehlschlüsse
Jahrzehntelang wurde die Gefährlichkeit von Asbest verleugnet, weil Ratten den Stoff 300mal besser vertragen als der Mensch.(7) Seine krebserregende Wirkung wurde erst durch Untersuchungen von Asbestarbeitern erkannt. Arzneimittel, die im Tierversuch als sicher beurteilt wurden, führen bei Menschen immer wieder zu unerwarteten Nebenwirkungen. Erinnert sei nur an Contergan, Lipobay, Vioxx und die Alzheimerimpfung, die schwere Organschäden oder Todesfälle verursachten. Die Hälfte aller Rückrufe von Arzneimitteln erfolgen innerhalb zwei Jahren nach Zulassung des Medikamentes, die Hälfte der besonderen Warnhinweise ergibt sich erst nach weiteren fünf Jahren(8) - lange nach Beendigung der Tierversuche. Hochrechnungen zeigen, dass 210.000 Krankenhauseinweisungen und 58.000 Todesfälle jährlich allein in Deutschland auf das Konto von Arzneimittelnebenwirkungen gehen.

Bevor ein Medikament zugelassen wird, ist es ausführlich bei Tieren angewendet und sind viele Tiere damit vergiftet worden. Daraus wird ein Wirksamkeits- und Unschädlichkeitsnachweis abgeleitet. Kommt es beim Einsatz am Menschen zu Schäden werden wieder Tierversuche gemacht, um die Schädlichkeit der Substanz zu ergründen. Aktuelles Beispiel hierfür ist die krebsverdächtige Wirkung des zunächst als nebenwirkungsarm gefeierten Neurodermitispräparates Tacrolimus.(9)
Darin, dass Tierversuche heute so und morgen anders interpretiert werden können, je nachdem, was man damit beweisen möchte, verbirgt sich ein enormes Risikopotential.

Vorbeugen statt behandeln
Sinnvoller als Therapieren ist das Verhindern von Krankheit. Jeder kennt die Zusammenhänge zwischen Übergewicht, Rauchen, mangelnder Bewegung und Herzproblemen. Wieso laufen wir Menschen trotzdem in unser Verderben? Ein Hauptgrund ist der feste Glaube, Siechtum und Tod ereile wohl die anderen, nicht aber uns selbst. Doch die dauerhafte Selbstschädigung durch Fett, Fleisch, Nikotin, Alkohol, Bewegungsmangel usw. fordert von jedem Körper Tribut. An dieser Stelle kommt ein zweiter Grund zum Tragen: Die einseitig auf Reparatur und Ersatzteile ausgerichtete Medizin erweckt gemeinsam mit der Medizinindustrie gerne den Anschein, es sei nahezu jede Erkrankung reparierbar, zerstörte Organe austauschbar.


Stoppt Tierversuche!

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