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20.01.2009

Tierbefreiungen in Russland –

Tierbefreiungen in Russland –
die Geschichte der russischen Animal Liberation Front

Erste Aktionen der russischen Animal Liberation Front (RALF) fanden 2000 im Süden des Landes statt. In der Region Krasnodar und der Republik Adigeya wurden Firmen, die für die Ausbeutung und Tötung von Tieren verantwortlich waren, immer öfter regelmäßig attackiert. Die Wände des Verwaltungsgebäudes des „Sochi Fleischproduktionsbetriebes“ wurden einige Male mit Protestslogans dekoriert. „Leichentransporteur“ und andere Beschriftungen wurden auf die Fahrzeuge dieses Betriebes geschrieben. Der „Sochi Fleischproduktionsbetrieb“ ist der größte Anbieter im Süden Russlands.

Im Juli 2001 erschienen Slogans mit dem Kürzel A.L.F. an den Wänden der Firma, welche die Sochi Fleischfabrik im Hafen von Novorossiysk vertritt. Ebenfalls in Novorossiysk wurde ein Eimer mit schwarzer Farbe auf den Messestand, der für Produkte der lokalen Fleischfabrik warb, gekippt.

Im Juli 2002 erschienen im beliebten russischen Schwarzmeerferienort in Sochi etliche Protestslogans auf den Wänden und Werbetafeln des Stadtzirkus. Einer der Sprüche lautete „Ein Zirkus ist eine Folterkammer!“ Das Gesicht eines Clowns auf einer Werbetafel wurde mit blutfarbenen Augen und aus dem Mund laufendem Blut dekoriert.

Zur gleichen Zeit tauchten Schriftzüge in roter Farbe auf einer der Werbetafeln des größten Pelzgeschäfts in Sochi auf. Eine andere Pelzwerbetafel wurde zur Hälfte niedergebrannt. In einem Bekennerschreiben wurde bestätigte, dass die Aktion von Aktivisten der RALF ausgeführt wurde. Das Pelzgeschäft selbst wurde auch attackiert indem Anti-Pelz-Sprüche auf die Front des Geschäftes gesprüht wurden.

Im Sommer 2002 wurden 70 Werbeposter zerstört. Außerdem verschwanden 2 Tribünen einer Wanderausstellung mit exotischen Tieren in Lavarevsky und Adlersky (Bezirke von Sochi).

Zeitgleich erschienen mehrere Slogans auf den Wänden des Delphinariums Utrish (in der Nähe von Anapa) und auf dem Hinweisschild dorthin. Es handelte sich um Parolen wie „Ein Delphinarium ist ein Gefängnis!“, „Freiheit für Tiere“ usw.

Am 1. August 2002 wurden in Maykop, der Hauptstadt der Republik Adigeya, viele Protestslogans an die Wände der Tierkäfige des reisenden Zoos „Rostov“ gesprüht.

Am 12. Juli begann die RALF Supporters Group (RALF SG) ihre Arbeit mit der Eröffnung einer Webseite und mit dem Druck von Flugblättern und Aufklebern.

In der Nacht vom 2. auf den 3. September 2003 wurden zum ersten Mal in der Hauptstadt Russlands zwei Pelzgeschäfte und ein Jagdladen angegriffen. Einer von den Läden befand sich im Gebäude des Ministeriums für Landwirtschaft der russischen Föderation. Dieses Ministerium ist zum größten Teil für die Tierausbeutung in Russland verantwortlich.

Von September 2003 bis Mai 2004 wurden 18 weitere Läden ( Fleisch, Pelz und Jagd) in Moskau attackiert. Am Neujahrsabend 2004 und in den Monaten danach sprühten RALF Aktivisten mehrere Male Protestsprüche an den „Diplomatenjagdclub“.

In der ersten Aktionsphase wurde nur ökonomische Sabotage praktiziert, aber keine Tiere befreit.

Am Weltversuchstiertag erhielt die RALF SG eine Nachricht, dass einige Tiere gerettet wurden. Am 21. April 2004 schafften es RALF Aktivisten in das Labor eines Instituts namens Anokhin, Russische Medizinakademie, zu kommen. Sie befreiten 119 Frösche und deren Eier. An die Wand gesprühte Slogans verkündeten: „Wir haben diese Tiere befreit! Jetzt werden sie die Sonne sehen!“, „Vivisektion hat keine Berechtigung!“ usw. Alle Frösche und ihre Eier wurden zu den Feuchtgebieten außerhalb der Stadt gebracht.

Die Neuigkeiten über die nächste Aktion folgten schnell. Am 8. März 2004 verschwanden 110 Ratten und 5 Kaninchen aus der biologischen Fakultät der Moskauer Staatsuniversität. Diese Tiere wurden in Experimenten gegen Alkohol und Drogen verwendet. Ratten wurden Drogen und Alkohol verabreicht, und Kaninchen hatten Elektroden in ihre Köpfen eingefügt.

Als die Vivisektoren zur Arbeit kamen, fanden sie die Tür ihres Laboratoriums, alle Tierkäfige und ihre Ausrüstung zerstört. Die Wände des Labors waren mit Beschriftungen verziert. Zu lesen war: „Keine Experimente an Tieren!“, „Schande über die Vivisektion!“ usw.

Eine Bekanntgabe, die ein paar Tage später veröffentlicht wurde, bestätigte, dass die Aktion von der RALF ausgeführt wurde. Sie sagte aus, dass nicht ein einziges Tier im Labor zurückgelassen worden sei, und dass alle von ihnen nun in einem sicheren und guten Zuhause seien.

Laborangestellte und die Polizei konnten nicht herausfinden, wie die Tierbefreier in das Gebäude gelangt waren und es mit all den Tieren verlassen konnten, ohne bemerkt zu werden.

20 Tage nach dem Ereignis entschieden RALF Aktivisten das Labor erneut zu besuchen. Ihr Ziel war es, zu sehen, ob irgendwelche neuen Tiere in dem Labor waren. Als Erstes fanden sie eine neue Tür, diesmal eine aus Metall mit Überwachungskamera. Die RALF Aktivisten brachen die Tür auf und gelangten in das Labor. Es waren keine Tiere darin.

Eindeutig sind diese Aktionen nur der Beginn einer größeren Tierbefreiungsbewegung in Russland. Immer häufiger wird die RALF in den Medien erwähnt. Man kann Aufkleber mit Slogans wie „Direkte Aktion? Tu es einfach!“, „Wer wird sie schützen, wenn nicht du?“ ebenso wie Graffiti, die dazu aufruft, Gewalt gegen Tiere zu stoppen, sehen.

Die RALF SG aktualisiert regelmäßig ihre Website mit Informationen über direkte Aktionen zur Verteidigung der Tierrechte weltweit. Die Webseite gibt Sicherheitsempfehlungen und Zugang zu Multimediadateien mit der Möglichkeit zum Download. Außerdem kann man erfahren, wie man A.L.F. Aktivisten helfen kann, die inhaftiert sind.


Russian Animal Liberation Front Supporters Group (RALF SG),
Website: www.aeliberation.net (in russisch)
E-mail: aeliberationnet@hotmail.com

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