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24.01.2009

Tieropfer: Grausame Rituale

Tieropfer: Grausame Rituale
Stand: April 2008


Es gibt viele verschiedene Kulte und Religionen, die Tiere missbrauchen und/oder opfern. Oft finden die Rituale in abgeschiedenen Gegenden oder an geheimen Treffpunkten statt und da die meisten dieser Gruppen keine Mitgliederlisten führen, sind sie schwer auffindbar. Obwohl die Religionsfreiheit ein elementares Menschenrecht ist, ist das rituelle Schlachten problematisch und verschwommen. Im Namen der Religion werden unzählige Tiere gequält und getötet.

Zahlreiche Religionen – ein Schmerz
Die meisten Religionen, die Tieropfer fordern, wie zum Beispiel Santeria, Palo Mayumbe und Voodoo, haben ihre Wurzeln in Afrika. Santeria, zum Beispiel, ist eine Verschmelzung des Katholizismus und afrikanischen Glaubensarten, die durch Erzählungen von westafrikanischen Sklaven nach Kuba gebracht wurde. (1) Es gibt in den Vereinigten Staaten schätzungsweise 1 bis 1.5 Millionen Anhänger, die meisten in Städten wie Miami, New York und Los Angeles. (2) Voodoo entstand ebenfalls als Praxis afrikanischer Sklaven und wird Schätzungen zufolge von 60 Millionen Menschen weltweit angewandt. (3)

Unabhängig von der Religion fordern einige Zeremonien, anlässlich eines Feiertages, eines besonderen Momentes oder zur Herbeiführung einer Heilung, den Tod von Tieren, häufig auf grausame Weise. Hühner, Ziegen, Schweine, Schildkröten und Tauben sind nur einige der Opfer dieser Rituale. (4) Die Tiere erfahren einen rauen Umgang, oft in mit Rauch gefüllten Räumen und bewegungsunfähig gemacht, um ihnen die Kehle durchzuschneiden oder den Kopf abzutrennen. Ein Reporter, der Zeuge einer Voodoo Zeremonie wurde, beschrieb, wie eine „verängstigte Ziege“ auf eine hölzerne Plattform geführt, an den Hinterbeinen aufgehängt wurde und ein „zeremonieller Helfer dann ein Messer an der Halsschlagader des Tieres ansetzte und sie durchschnitt.“ Das Blut der Ziege wurde mit dem eines Huhns vermischt und von allen Teilnehmern getrunken. (5)
Praktizierende der Santeria sind bekannt für die grausamen Bedingungen, unter denen sie ihre Tiere halten. Tiere, denen die Schlachtung bevorstand, wurden in winzigen Kisten mit zusammengebundenen Beinen aufgefunden. (6) Die San Francisco Humane Society, eine Tierschutzorganisation, rettete fast 150 Tiere, einschließlich Hühner, Ziegen und ein trächtiges Hängebauchschwein, aus dem Haus eines Santeria Hohenpriesters, aufgrund der „dreckigen und inhumanen Bedingungen“, unter denen sie gehalten wurden. (7)

Was Sie tun können
Sollten Sie Anzeichen finden oder von Tieropfern oder Verstümmelung wissen, kontaktieren Sie die Polizei. Des Weiteren legen Sie dem zuständigen Veterinäramt eine präzise, schriftliche und sachliche Beschreibung Ihrer Beobachtungen vor und haken Sie unbedingt nach einigen Tagen nach und verfolgen Sie den Fall weiter. Hier finden Sie Tipps, wenn Sie Zeuge von Grausamkeit werden
Um Ihren tierischen Begleiter vor Diebstahl für Tieropfer zu schützen, lassen Sie ihn nie unbeaufsichtigt außerhalb des Hauses. Zu Halloween, zum Beispiel, sollten Sie insbesondere auf schwarze Katzen achten, die Menschen für ihre „Feierlichkeiten“ benutzen könnten.

Leider sind die Verordnungen, die das Töten oder Verstümmeln von Tieren zu ritualistischen Zwecken verbieten, in vielen Ländern oftmals ineffektiv. Im Jahr 1993 entschied der oberste Gerichtshof von Florida, dass eine Verordnung zum Verbot von Tieropfern in einer Santeria Kirche gegen den Gesetzeszusatz der amerikanischen Verfassung auf Religionsfreiheit verstoßen würde. Der Grund, warum diese Gesetze als verfassungswidrig angesehen werden, ist, dass sie sich gegen religiöse Praktiken wenden. (8) Ein effektiverer Weg, den Gemeinden einschlagen können, um Tieropfer zu vermeiden, ist, jegliches Schlachten außerhalb lizenzierter Schlachthäuser zu verbieten oder das Halten bestimmter Tierarten in Wohngebieten zu untersagen.

Wenn sonst nichts hilft, können Sie Ihre lokale Zeitung oder einen Fernsehsender kontaktieren und versuchen, Reporter für die Geschichte zu gewinnen. Ein Fall in den Medien bewegt Behörden vielleicht dazu, zu handeln oder verängstigt den Tierquäler vielleicht soweit, dass er seine Praktiken beendet.

References
1) Johnny Diaz, “‘This Is Mother Nature’s Religion’; Once-Secretive Santeria Faith Brings Its Healing Message Into the Open,” Boston Globe 4 Nov. 2004.
2) Daniel Hernadez, “Little Shop of Santeria; At His Botanica in Hollywood, Priest Charles Guelperin Welcomes Customers Who Want to Contact The Supernatural World,” Los Angeles Times 7 Jul. 2005.
3) Christine Aziz, “Human Sacrifice,” IVillage.co.uk, last accessed 17 Aug. 2005.
4) Hernandez.
5) Sallie Ann Glassman, “Animal Sacrifice Still Traditional,” The Times-Picayune 9 Oct. 1994.
6) Carlos Sanchez, “Animal Sacrifice Ritual Spurs Rights Debate in D.C.; Santeria Priest Threatens Slaughter Protest,” The Washington Post 30 Nov. 1987.
7) Ryan Kim, “Cruelty-Case Animals Get New Homes,” San Francisco Chronicle 29 May 2004.
8) “Voodoo Embeds in U.S.,” The Washington Times 12 Aug. 2003.

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