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24.01.2009

Tierrechte und ihre Verbindung zum Feminismus

Tierrechte und ihre Verbindung zum Feminismus
Stand: Januar 2008



Ein wesentlicher Punkt in der feministischen Ideologie ist die grundlegende Philosophie der Freiheit von Unterdrückung für alle Lebewesen. Viele Feministinnen sind jedoch noch "menschliche Chauvinisten", was ihre Ansichten hinsichtlich Natur, menschlicher Spezies und anderen Lebensformen angeht. Viele machen sich noch immer schuldig an derselben Art von Überheblichkeit, der sie seitens ihrer männlichen Vertreter in der Gesellschaft unterliegen, indem sie entweder Tiere von ihren ethischen Betrachtungsweisen gänzlich ausschließen oder sie zumindest nicht in gleichem Maße berücksichtigen. Wie jedem, der feministische Literatur einmal gelesen hat, wohl bekannt ist, geht es dem wahren Feminismus um mehr als nur um die Beziehung zwischen den menschlichen Geschlechtern. Eine wahre Feministin wird sich immer für die Rechte derer einsetzen, die nicht für sich selbst sprechen können - derjenigen, die uns vertrauen und sich auf uns verlassen, wie es z.B. Kinder tun.


Tiere in die feministische Ethik einzubeziehen, schwächt oder spaltet feministische Aspekte nicht; stattdessen verstärkt, vertieft und verdeutlicht es unser Verständnis von bzw. unsere Ablehnung der absoluten Aggression, die "genährt" wird von einer männlichen "Dominanz"- Gesellschaft. Denken Sie mal genau nach...... Wer sind denn die Fallensteller, Kürschner, Jäger, Fischer, Tierbesitzer und Vivisektoren? Sicherlich würde der Feminismus weiter gehen, als den Frauen lediglich Zugang zu diesen ausbeuterischen Männerdomänen zu gewähren. Er würde uns gewiss ganz von ihnen befreien.


Der sehr sensible Henry Beston schreibt über andere Tiere: "Wir behandeln die Tiere gönnerhaft wegen ihrer Unvollkommenheit, ihres tragischen Schicksals, in einer Wesensform erschaffen worden zu sein, die der unseren so weit unterliegt. Und genau darin irren wir. In einer Welt, die älter und vollkommener ist als die unsere, wandeln sie vollendeter und vollkommener, ausgestattet mit Eigenschaften, die wir verloren oder nie besessen haben, und hören auf Stimmen, die wir vielleicht nie vernehmen werden......sie sind uns nicht unterlegen; sie sind die anderen Nationen, die zusammen mit uns im Netz des Lebens und der Zeit gefangen sind."


Man sollte erwarten, dass mehr Feministinnen diese Anschauung von ganzem Herzen annehmen und die von einer Männergesellschaft dominierte, menschliche Weltansicht, die geprägt ist von Überheblichkeit, weit von sich weisen. Uns wurde eine 100 Jahre alte Rechnung von unterdrückten Tieren vorgelegt. Und immer noch akzeptieren viele radikale und politisch aktive Feministinnen sie, ohne sie in Frage zu stellen. Der 'menschliche Chauvinismus' oder "Speziesismus" und die Unterdrückung jeglicher nicht-menschlichen Lebensform müssen aufhören, wollen wir langfristig überleben. Sie können umso schneller abgeschafft werden, je rascher wir erkennen, dass für die Herstellung von Waren und Gebrauchsgegenständen für den alltäglichen Bedarf des Menschen aus den ökonomischsten und ganz wesentlichen Quellen geschöpft werden sollte, nicht jedoch von den Rücken und Körpern der Tiere. Mit dem Vorschlag, alles zu tun, um "tierfrei" zu leben, möchte ich einige der engstirnigen Prinzipienreiter unter den Second-Wave- Feministinnen aufrütteln und zum Nachdenken darüber bringen, ob sich ihre Ideologie in jeder Hinsicht gegen Vorherrschaft und Hierarchie wendet und sich tatsächlich mit Unterdrückungs- und Gewaltlosigkeit im Einklang befindet.


Die Frauen verlangen, die Männer sollen ihre Machtposition aufgeben, verstehen jedoch nicht, warum diese so lange dafür brauchen! Doch wie lange werden die Frauen dafür brauchen, ihre Machtstellung gegenüber Dritten aufzugeben? Wie lange noch werden einige Feministinnen die fettigen Knochen kleiner ermordeter Vögel abknabbern? Sich in den Häuten geschlachteter Kühe und wildlebender Tiere kleiden? Wie lange noch werden sie einen Männerorientierten Status tolerieren, der kommerzielle Barbarei sanktioniert? Wie lange noch werden sie sich dabei wohl fühlen, humane Alternativen zu ignorieren? Viele Feministinnen sitzen bei einem Abendessen mit Steak genauso wie die Machos, die ihnen auf der Straße Beleidigungen nachjohlen - und sie alle pflegen dieselben Unterdrücker- Gedanken hinsichtlich Tieren. Wie viele Feministinnen sind sich bewusst (oder wollen sich bewusst sein), wie viel Gewalt, Unterdrückung und Leid sie am Fleischstand, der Kühltheke mit den Milchprodukten, im Leder- oder Pelzgeschäft und in der Kosmetikabteilung unterstützen? Wissen Sie Bescheid über die in Lattenkisten gepackten Kälbchen, in Käfigen gehaltenen und schnabel- gestutzten Hühnchen, die "besonders gebärfreudigen" Kühe, der Milchindustrie, in Fallen gefangenen oder auf Farmen aufgezogenen Pelztiere und geblendeten Kaninchen? Fragen Sie sich jemals, ob all das "notwendig" ist?


Feministinnen sollten begreifen, dass ihre Haltung gegenüber Mitgliedern anderer Spezies eine Art Vorurteil ist, das nicht weniger zu verurteilen ist als ein Vorurteil gegenüber einer Person anderer Rasse oder anderen Geschlechts.
Viele frühe und heutige Feministinnen verurteilen die Tierversklavung. Feministinnen wie Lucy Stone, Amelia Bloomer, Susan B. Anthony and Elizabeth Cady Stanton bis hin zu Morgan (Der Mythos vom schwachen Geschlecht), Elizabeth Gould Davis (Am Anfang war die Frau), Laurel Holliday (The Violent Sex), Alice Schwarzer, Die Feministische Partei 'Die Frauen', FAR Feminists for Animal Rights.
Lasst alle wahren Feministinnen - ob Frauen oder Männer - sich zusammentun in ihrem expansiven Feminismus, und wir werden einen wesentlichen Schritt, weg von Ausbeutung und Unterdrückung und hin zu mehr Frieden und Gerechtigkeit machen.

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