Free counter and web stats

23.01.2009

Vegane Kinder: Gesund und Glücklich

Vegane Kinder: Gesund und Glücklich
Stand: November 2007


Das Copyrightrecht dieses Artikels liegt bei www.tierschutz-schattenseiten.com und www.animal-care-service.de , wir möchten uns an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung in Sachen Tierschutz bedanken und auf die Seiten verweisen.

Kinder, die vegan aufwachsen, also keine tierischen Produkte essen – kein Fleisch, keine Eier und keine Milchprodukte – können (bis auf Vitamin B12) bei einer bewussten, ausgewogenen Ernährung, alle Nährstoffe, die für ein optimales Wachstum essentiell sind, aus pflanzlichen Nahrungsquellen beziehen. Viele Lebensmittel und Säfte sind heute mit Vitamin B12 angereichert, so dass ein Mangel nicht zu befürchten ist. Blutbilduntersuchungen sollten jedoch, wie auch bei Fleisch-essenden Kindern, regelmäßig durchgeführt werden. Kinder brauchen nicht nur keine tierischen Produkte, sie leben ohne diese sogar gesünder.

Tierische Fette, Cholesterin und Herzerkrankungen

Viele Kinder, die sich von Fastfood ernähren und somit viele mit Cholesterin und mit ungesunden, gesättigten Fetten überladene Chicken Nuggets, Hot Dogs und Pizza zu sich nehmen, zeigen bereits Symptome einer Herzerkrankung, dem Killer Nr. 1 im Erwachsenenalter. Die "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGS) hat ergeben, dass 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig sind. Bei rund 6,3 Prozent liegt eine Adipositas (Fettleibigkeit) vor. Der Anteil der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen ist im Vergleich zu den Referenzdaten aus den Jahren 1985-1999 um 50 Prozent gestiegen.(1) Kinderärzte berichten von einem alarmierenden Anstieg der Zahl an Kindern, die an Diabetes des Typs II leiden, eine Erkrankung, die eigentlich nur für Erwachsene typisch ist, und es sich bei 85 Prozent dieser Fälle um übergewichtige Kinder handelt.(2) Der jüngste Patient mit dieser Krankheit lebt in Deutschland und ist fünf Jahre alt. (3) Nach Aussage des verstorbenen Kinderarztes Dr. Benjamin Spock in seiner letzten Ausgabe des Buches Dr. Spock’s Baby and Child Care “[sind] Kinder, die eher mit einer pflanzlichen Ernährung aufwachsen, einem geringeren Risiko ausgesetzt, Probleme mit Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und bestimmte Krebsarten zu bekommen.”(4)

Antibiotika

Nach Angaben der FEDESA (European Federation of Animal Health) wurden 1997 10.500.000 kg Antibiotika in der EU einschließlich der Schweiz angewandt. Davon entfielen 52% auf die Humanmedizin, 33% auf Therapie und Prophylaxe in der Veterinärmedizin sowie 15% auf den Einsatz als anti-mikrobielle Wachstumsförderer in der landwirtschaftlichen „Nutztierhaltung“. Im Lebensraum des Menschen in Europa entfällt also fast die Hälfte des Antibiotikum-Verbrauchs auf die mit den Menschen eng zusammenlebenden Tiere.(5) Wissenschaftler sind der Ansicht, dass eine solch unfreiwillige Aufnahme von Medikamenten seitens der Fleischesser Bakteriensträngen Vorschub leistet, gegen die Antibiotika im Falle der Erkrankung dieser Fleischesser nicht mehr wirksam sind.(6)

Salmonellen

Zu den häufigsten Infektionsquellen für Salmonellen zählen rohes Fleisch, vor allem Geflügel und Wild, sowie Eier, Fische, Krusten-, Schalen- und Weichtiere. Eine bedeutende Infektionsquelle für Salmonellen sind neben rohem Fleisch, Gefügel, Wild und Fisch auch Eier, die von infizierten Legehennen mit Salmonellen kontaminiert wurden. In ca. 30 Prozent der großen deutschen Legehennenbetriebe kommen Salmonellen vor, so eine Pilotstudie, die im Auftrag der Europäischen Kommission in den 25 europäischen Ländern durchgeführt und nun von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ausgewertet wurde.(7)

Bakterien

E. coli ist eine Bakterienart, die für Kinder tödliche Folgen haben kann und pro Jahr mehr als 73.000 Menschen erkranken lässt, wobei Berichten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge vermutlich die Hälfte aller Rinder, die für die Fleischgewinnung geschlachtet werden, damit infiziert ist. (8,9)

Fisch ist genauso ungesund

Aber auch Fischfleisch ist nicht wirklich gesünder. Polychlorierte Biphenyle (PCBs), Restverbindungen aus der Industrie, die sich immer noch in der Umwelt befinden, haben bei Tieren Krebs verursacht und beim Menschen zu Hautproblemen und Leberschäden geführt.(10) Fischfleisch kann nachgewiesenermaßen Mengen an PCBs speichern, die tausendfach höher konzentriert sind als im Wasser, in dem diese Fische leben.(11) In Fischfleisch sammelt sich außerdem Methylquecksilber an; schwangeren Frauen und Kindern wird stark abgeraten Fisch zu essen, der große Mengen dieser toxischen Substanz enthält.(12)

Ungesunde Milchprodukte

Kinder brauchen keine Milchprodukte, um groß und stark zu werden. Der ehemalige Leiter der Pädiatrie an der Johns Hopkins University, Dr. Frank Oski, meint: “Es gibt keinen Grund, Kuhmilch in irgendeinem Lebensalter zu trinken. Sie ist für Kälbchen gedacht, nicht für Menschen, und wir sollten alle aufhören, sie zu trinken, noch heute Nachmittag.”(13) Dr. Benjamin Spock war derselben Meinung, denn er sagte: “[Es] gab eine Zeit, da schien Kuhmilch sehr erstrebenswert. Aber die Forschung und mit ihr die klinische Erfahrung haben Ärzte und Ernährungsexperten dazu veranlasst, diese Empfehlung gründlich zu überdenken.”(14)

12 Millionen Bundesbürger leiden an Laktoseintoleranz. (15) Bevölkerungsgruppen aus Afrika, Ostasien und den Pazifikländern sind zu über 90% Laktose-intolerant.(16)
Bereits in einem Alter von etwa 2 Jahren beginnen die meisten Menschen, weniger Laktase zu produzieren, das Enzym, das beim Verdauen der Muttermilch hilft. Diese Verringerung kann zu Laktoseintoleranz führen. (17) Aber auch Mütter, die ihre Kinder stillen, sollten Kuhmilch von ihrem Speiseplan streichen, da die Proteine auf die Säuglinge übergehen und bei den Babys Magen-Darm-Probleme verursachen können.(18)

Milch steht außerdem im Verdacht, juvenile Diabetes auszulösen, eine Erkrankung, die Erblindung und andere schwere Nebenwirkungen zur Folge haben kann. (19) Die Körper mancher Kinder reagieren auf Kuhmilch wie auf eine Fremdsubstanz und produzieren große Mengen an Antikörpern, um diesen “Eindringling” zu bekämpfen. Diese Antikörper zerstören jedoch gleichermaßen die Zellen, die Insulin in der Bauchspeicheldrüse produzieren, und dies führt zu Diabetes. Studien kamen außerdem zu dem Ergebnis, dass auch Autismus und Schizophrenie bei Kindern mit der Unfähigkeit des Körpers, das Milchprotein Kasein zu verdauen, in Zusammenhang stehen könnten, denn Symptome dieser Erkrankungen verringerten sich bzw. verschwanden gänzlich bei 80 Prozent der Kinder, als man sie auf eine milchfreie Diät setzte. (20) Andere gängige Erkrankungen bei Kindern wie chronische Ohreninfektionen, Asthma und Hauterkrankungen können ebenfalls verhindert werden, wenn man auf Kuhmilch verzichtet.(21)

Nährstoffe in der veganen Ernährung

Ernährungswissenschaftler und Ärzte haben gelernt, dass pflanzliche Nahrungsmittel gute Quellen für Protein, Eisen, Kalzium und Vitamin D sind, denn sie können vom Körper leicht aufgenommen werden, enthalten jedoch keine Arterien verstopfenden Fette. Die American Dietetic Association (Amerikanische Vereinigung für Ernährung) meint: “Eine gut konzipierte vegane … Ernährung ist geeignet für alle Stadien eines Lebenszyklus, also auch während der Schwangerschaft, der Stillzeit, als Kleinkind, während der Kindheit und als Jugendlicher.”(22)

Protein
Der Verzehr von zuviel Eiweiß ist ein wesentlich bedeutenderes Thema als ein Eiweißmangel. Ein Eiweißmangel findet sich eigentlich nur in Ländern, in denen Hungersnot herrscht.

Dr. Gill Langley empfiehlt in ihrem Kapitel über vegane Kinderernährung Protein und Energie in Form von gekochten und zerdrückten Hülsenfrüchten und Getreide, gemahlenen Samen und Nüssen, oder Aufstriche aus Samen und Nüssen, zerdrückte Bananen und Avocados anzubieten.(23) Weitere Proteinquellen sind auch Sojaprodukte und Tofu.

Eisen
Die besten Eisenquellen sind getrocknete Früchte wie Feigen, Aprikosen, Datteln, Pflaumen, Nüsse und Samen, besonders Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Sesam- und Mandelmus, Linsen und andere Hülsenfrüchte, Tofu, angereicherte Sojamilch, Kakao und Frühstücksflocken, grünes Gemüse und Vollkornprodukte.(24) Vitamin C hilft dem Körper, Eisen aufzunehmen, daher sind Nahrungsmittel, die reich an beidem sind, wie grünes Blattgemüse, besonders wertvoll.(25) Aus diesem Grund sollte viel frisches Obst und Gemüse verzehrt werden.(26)

Kalzium
Glücklicherweise kommt Kalzium reichlich in Pflanzen vor und schließlich beziehen Kühe ihr Kalzium auch aus Pflanzen. Dr. Michael Klaper empfiehlt grünes Gemüse (Wirsing, Kohl, Brokkoli, Senfgemüse, etc), Hülsenfrüchte und Tofu, Sesammus, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Nüsse und Nussmuse wie Mandelmus. Andere Quellen sind Orangen, Trockenfrüchte, angereicherte Sojadrinks.(27)

Vitamin D
Kuhmilch enthält von Natur aus kein Vitamin D; dieses wird erst später zugesetzt. Ein Kind, das täglich nur 10 bis 15 Minuten draußen in der Sonne spielt, mit unverhüllten Armen und Gesicht, und dies dreimal pro Woche, bekommt dadurch genügend Vitamin D, denn es wird in der Haut synthetisiert, wenn diese dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.(28)


Vitamin B12
Während andere Primaten die notwendige Menge Vitamin B12 aus den Fäkalien, aus ungechlortem Wasser und Insekten beziehen, stellt jedes im Handel erhältliche Multivitamin-Präparat eine angemessene Versorgung des Kindes mit diesem Vitamin sicher.(29) Vitamin B12 findet sich außerdem in vielen Frühstücksflocken und Cornflakes und angereicherten Multivitam-Säften, Margarine und Sojamilch.

Bücher zu diesem Thema

*VivaVegan für Mutter und Kind, Dr. Michael Klapper,
Animal peace Verlag
* Vegane Ernährung, Gill Langley, ISBN: 3-926914-33-5
* Ernährung neu Entdecken, Walter Veith, ISBN 3-804714-68-4
* Vegan, Kath Clements, ISBN3-926914-28-9
*Mein VivaVegan Baby, Silke Ruthenberg, Als E-buch zum Downloaden bei www.Animal-Peace.org
* Rose Elliot, “Vegetarian and Vegan Mother and Baby Guide”, Viva! and the Vegetarian and Vegan Foundation, 2001.



Quellenangaben
1) „Die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS)“. Robert-Koch-Institut, 96S.
2) “Pediatric Obesity: Obese Children Increasingly Diagnosed With Life-Shortening Problems,” NewsRx.net, 3 May 2003.
3) Katja Thimm, “Bewegte Kindheit,” Der Spiegel, 40/2004, 27. 9. 04
4) Benjamn Spock, M.D., and Steven J. Parker, M.D., Dr. Spock’s Baby and Child Care, 1996 (New York: Pocket Books) 333.
5) Prof. Dr. Michael Teuber, „Antibiotikaresistenzen - Ausbreitung und Konsequenzen“ Labor für Lebensmittelmikrobiologie, ETH Zürich
Biologen heute Vol: 2/2000.
6) Jeff Donn, “Contaminated Meat Spurs Concern. Study Finds 1 in 5 Market Samples Contained Drug-Resistant Bacteria,” Associated Press, 18 Oct. 2001.
7) Note related to the Preliminary Report on Analysis of the baseline study on the prevalence of Salmonella in laying hen flocks of Gallus gallus, The EFSA Journal (2006) 81, 1-71.
8) Philip Brasher, “Weekly Farm: Meat Industry Eyes Government Technology to Make Meat Safer,” Associated Press, 26 Oct. 2001.
9) Meat Trade Institute, “Deadly E. Coli Bug May Affect Half of Cattle,” Meat Industry Internet News Service, 15 Nov. 1999.
10) Agency for Toxic Substances and Disease Registry, “ToxFAQs for Polychlorinated Biphenyls (PCBs),” 16 Sep. 2003.
11) Agency for Toxic Substances and Disease Registry.
12) U.S. Food and Drug Administration, “Important Message for Pregnant Women and Women of Childbearing Age Who May Become Pregnant About the Risks of Mercury in Fish,” Center for Food Safety and Applied Nutrition, Mar. 2001.
13) “Dr. Spock Joins Milk’s Detractors; Nutritional Value, Safety Are Questioned,” The Washington Post, 30 Sep. 1992.
14) Spock and Parker, 331.
(15) Thilo Schleip, „Laktoseintoleranz-Wenn Milchzucker krank macht“, Trias-Verlag.
(16) Brigitte Noeske, „Chemie, Technologie und Ernährungsphysiologie der Lactose“ Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades im Fachbereich Ernährungs- und Haushaltswissenschaften der Justus-Liebig-Univerwsität Gießen, 1996.
17) National Digestive Diseases Information Clearinghouse, “Lactose Intolerance,” National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases, Mar. 2003.
18) Spock and Parker, 113.
19) “Study Explores Link Between Cow’s Milk, Juvenile Diabetes,” Kitchener-Waterloo Record, 20 Sep. 2002.
20) “Milk Protein May Play Role in Mental Disorders,” Reuters Health, 1 Apr. 1999.
21) Spock and Parker, 332.
22) American Dietetic Association, “Position of the American Dietetic Association and Dieticians of Canada: Vegetarian Diets,” Journal of the American Dietetic Association, Jun. 2003.
23) Langley, Gill, ”Vegane Ernährung”, Echo-Verlag, 1999.
24) Rose Elliot, “Vegetarian and Vegan Mother and Baby Guide”, Viva! and the Vegetarian and Vegan Foundation, 2001.
25) U.S. National Library of Medicine and the National Institutes of Health, “Medical Encyclopedia: Vitamin C,” MedlinePlus Health Information, 18 Jan. 2003.
26) Rose Elliot, “Vegetarian and Vegan Mother and Baby Guide”, Viva! and the Vegetarian and Vegan Foundation, 2001.
27) Michael Klaper, “VivaVegaN für Mutter und Kind”,1997,115S.
28) National Library of Medicine and the National Institutes of Health, “Medical Encyclopedia: Vitamin D,” MedlinePlus Health Information, 18 Jan. 2003.
29)Stephen Walsh, Ph.D., “B12: An Essential Part of a Healthy Plant-Based Diet,” Food for All Our Futures, 35th World Vegetarian Congress, Heriot-Watt University, Edinburgh, Scotland, 8-14 Jul. 2002.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer