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23.01.2009

Vegetarismus: Essen fürs Leben

Vegetarismus: Essen fürs Leben
Stand: 05.04.2006


Das Copyrightrecht dieses Artikels liegt bei www.tierschutz-schattenseiten.com und www.animal-care-service.de , wir möchten uns an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung in Sachen Tierschutz bedanken und auf die Seiten verweisen.

Es besteht zwischenzeitlich kaum noch Zweifel daran, dass der Vegetarismus sich zu einer Hauptströmung entwickelt. Alleine in Deutschland gibt es mehr als 6 Millionen Menschen Vegetarier und 4.000 Tausend ändern jede Woche ihre Essgewohnheiten zugunsten einer fleischfreien Ernährung. Hinzu kommen viele weitere, die die Menge an tierischen Produkten, die sie verzehren, drastisch reduzieren. (1)

Viele Menschen eliminieren tierische Nahrungsmittel von ihrem Speiseplan aufgrund gesundheitlicher Bedenken. Nach Aussage von Dr. T. Colin Campbell, Leiter des bekannten "China Projekt" an der Cornell University (eine Langzeitstudie, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit untersucht) "[kann] die überwiegende Mehrheit, vielleicht 80 bis 90 Prozent, aller Krebserkrankungen,

Herzkreislauferkrankungen und anderer Formen degenerativer Erkrankungen vermieden werden, zumindest bis ins hohe Alter, indem man sich schlicht und einfach pflanzlich ernährt."(2) Die Zahl der Studien nimmt kein Ende, die den Verzehr tierischer Nahrungsmittel mit Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, Diabetes, Arthritis und anderen Erkrankungen in Verbindung bringen. Einer der Gründe dafür mag darin bestehen, dass man Tieren routinemäßig Wachstumshormone, Antibiotika und sogar Pestizide verabreicht, die sich dann in ihrem Fleisch ablagern und so auf den Fleischesser übergehen. Andere Menschen werden Vegetarier aus Tierschutzgründen. In der heutigen Intensivhaltung verbringen die Tiere oft ihr gesamtes Leben eingepfercht in Käfige oder Ställe, die kaum größer als ihr eigener Körper sind. Und auch der Tod kommt für diese Tiere oft langsam-oder ist mit großen Schmerzen verbunden. Das Mitglied des US-House of Representatives Agriculture Committee, George E. Brown, schrieb, dass Schlachthof-Mitarbeiter in der Absicht, die Prduktionsfließbänder am Laufen zu halten "oft auf unvorstellbare Grausamkeit zurückgreifen. ... Die Schlächter geben zu, dass sie routinemäßig Tiere noch bei vollem Bewusstsein erdrosseln, schlagen, verbrühen, häuten und zerlegen."(3) Jahr für Jahr werden alleine in Deutschland fast eine halbe Milliarden Tiere für die Nahrungsmittelindustrie getötet.

Doch Tiere sind nicht die einzigen Opfer im Schlachthof. Die Arbeiter leiden sehr häufig an Störungen durch wiederholten Stress (repetitive-stress disorders) wie z.B. Karpaltunnelsyndrom, Verletzungen an Rücken, Nacken, Schultern und Händen. Nach Angaben des Büros für Arbeitsstatistiken weist die Fleischindustrie mit die schlechtesten Zahlen für arbeitsbedingte Verletzungen auf.(4) Eine Verringerung der gesundheitlichen Risiken und das Beseitigen des Tierelends sind nur zwei der Gründe, warum man Vegetarier werden sollte. Eine pflanzliche Ernährung kann auch dazu beitragen, die Umwelt zu schützen und den Hunger auf der Welt zu verringern.



Ökologische Gründe

Alleine die Farmen in den USA produzierten 1996 1,4 Milliarden Tonnen tierischen Abfall-130 mal mehr als die Menschen.(5) Der alleine in einem Jahr produzierte Abfall würde 6,7 Millionen Zugwaggons füllen-genug, um die Erde 12 1/2 Mal zu umkreisen.(6)
Leider landet viel von diesem Unrat in unseren Wasserläufen. Nach Angaben der US -Umweltschutzbehörde (EPA) sorgt die Intensivtierhaltung in einem größeren Maße für eine Verseuchung der Wasserläufe in den USA als alle industriellen Quellen zusammengenommen (7) Die Folgen sind häufig tödlich. So wird z.B. das Abwasser von Tiermist mit einer über 18.000 Quadratkilometer großen "Todeszone" im Golf von Mexiko in Zusammenhang gebracht, in dem kein Meeresleben mehr möglich ist. (8) Und Wissenschaftler hegen den Verdacht, dass die Abwässer von Mist und Gülle von Hühner- und Schweinefarmen eine der wesentlichen Ursachen für die katastrophalen Pfiesteria Ausbrüche sind, die Milliarden Fische von Delaware bis Alabama getötet haben. Die Pfiesteria Mikroorganismen führen beim Menschen zu Gedächtnisverlust, Hautläsionen und unfähig machender Müdigkeit.(9)

Und die Aufzucht von Tieren fordert auch ihren Tribut bei den Waldbeständen dieser Erde. Seit 1960 wurde mehr als ein Viertel der Regenwälder in Zentralamerika vernichtet, um Weideland für Rinder zu schaffen. Und von den Amazonas-Regenwäldern in Südamerika, die dran glauben mussten, fielen mehr als 38 Prozent der Tierzucht zum Opfer.(10) Regenwälder sind lebensnotwendig für das Überleben dieses Planeten, denn sie sind die primäre Sauerstoffquelle der Erde. Außerdem erforschen und stützen sich Wissenschaftler immer mehr auf Pflanzen aus dem Regenwald zur Behandlung und Heilung von Erkrankungen des Menschen.

Aber grasende Rinderherden bedrohen auch gefährdete Pflanzenarten in den USA. Das Government Accounting Office gibt an, dass weidende Tierherden mehr Pflanzenarten bedrohen und eliminieren als jeder andere Einzelfaktor.(11) Hinzu kommt, dass ganze 85 Prozent des Weidelandes im Westen der USA durch Überweidung zerstört werden.(12)


Humanitäre Bedenken

Tag für Tag hungern 840 Millionen Menschen weltweit, davon 200 Millionen Kinder.(13) Ein großer Teil der Weltgetreideernte jedoch-40 Prozent-wird an Tiere verfüttert anstatt es für Menschen zu benutzen.(14) Alleine die US-amerikanischen Tierherden konsumieren etwa ein Drittel der gesamten Weltgetreideernte, und dazu noch 70 Prozent der Getreideernte aus den USA.(15)

Die Aufzucht von Tieren zur Nahrungsmittelgewinnung ist erheblich weniger effizient als Gemüse, Getreide und Bohnen anzubauen. So produziert beispielsweise eine Kuh, die auf umgerechnet etwa 4.000 Quadratmetern grast, genug Fleisch, um einen Menschen zweieinhalb Monate zu ernähren; Sojabohnen von derselben Landfläche jedoch könnten einen Menschen ganze sieben Jahre lang ernähren.(16) Das Rindfleisch von nur einem Big Mac steht für genug Weizen, um fünf Laibe Brot herzustellen.(17)

Viele Wissenschaftler sind der Ansicht, dass im Vegetarismus die einzige Lösung zur Ernährung einer wachsenden menschlichen Bevölkerung liegt. Ein Bericht des Population Reference Bureau (Statistisches Bundesamt) sagt dazu: "Würden alle zu Vegetariern und keine Nahrungsmittel verschwendet, könnte die derzeitige [Nahrungsmittel] Produktion theoretisch 10 Milliarden Menschen ernähren, das ist mehr als die voraussichtliche Bevölkerungszahl im Jahr 2050."(18)

Eine gesunde und humane Ernährung

Eine vegetarische Ernährung ist die gesündeste und humanste Wahl für die Tiere, für die Menschen und für den Planeten Erde. Bitte wenden Sie sich an PETA und fordern Sie kostenlose vegetarische Rezepte und Tipps an, wie man ganz leicht seine Ernährungsgewohnheiten zugunsten einer pflanzliche Ernährung ändert.



Quellen:
1. http://www.vegetarierbund.de/vegetarierbund/bald_jeder_dritte_vegetarier__aktuelle_zahlen_und_fakten.html
2. Toni Apgar, "Advocacy Journalism," Vegetarian Times, Oct. 1995, p. 108.
3. Ken Krizner, "Congressman Demands Enforcement of Humane Slaughter Legislation," Daily News, 14 Apr. 1998.
4. G. Pascal Zachary, "Nursing Homes Are Often Hotbeds of Injury for Aides," Wall Street Journal, 20 Mar. 1995, p. B1.
5. Debbie Howlett, "Lakes of Animal Waste Pose Environmental Risk," USA Today, 30 Dec. 1997, p. A7.
6. John Lang, "Environmentalists Rap Factory Farms for Manure Production," Scripps Howard News Service, 9 Jun. 1998.
7. Neal D. Barnard and Simon Chaitowitz, "Show You Care About the Earth, Go Vegetarian," Las Vegas Review-Journal, 23 Apr. 1998, p. B9.
8. Howlett.
9. Mary Hager and Larry Reibstein, "The 'Cell From Hell,'" Newsweek, 25 Aug. 1997, p. 63.
10. Jeremy Rifkin, "Big, Bad Beef," The New York Times, 23 Mar. 1992.
11. Barnard.
12. Rifkin.
13. Hearst News Service, "Diverse Diets, With Meat and Milk, Endanger World Food Supply," 8 Mar. 1997.
14. Brian Halweil, "The Bioethics of Barbecue: Environmental Consequences of Eating Massive Amounts of Meat," MSNBC (Microsoft National Broadcasting Company), 30 Jun. 1998.
15. Rifkin.
16. "Bessie vs. the Bean," Natural Health, Mar./Apr. 1997.
17. Halweil.
18. Hearst News Service.

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