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13.01.2009

Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut

Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut
Vom 23. Mai 1991 (BGBI. l S. 1168) - Auszug

Besondere Schutzmaßregeln bei wildlebenden Tieren


§ 11 Bei seuchenverdächtigen Tieren

Jagdausübungsberechtigte haben dafür zu sorgen, dass seuchenverdächtigen wildlebenden Tieren sofort nachgestellt wird und dass diese erlegt und unverzüglich unschädlich beseitigt werden. Ausgenommen von der Verpflichtung zur unschädlichen Beseitigung ist Untersuchungsmaterial zur Feststellung der Tollwut; bei Füchsen und kleineren Tieren ist das der ganze Tierkörper, bei größeren Tieren nur der Kopf. Wird das Untersuchungsmaterial nicht der zuständigen Behörde oder einem staatlichen Veterinäruntersuchungsamt abgeliefert, so ist der zuständigen Behörde mitzuteilen, wo es sich befindet.

§ 12 Bei Füchsen


(1) Liegen gesicherte Anhaltspunkte dafür vor, dass die Seuche durch den Fuchs verbreitet wird, so kann die zuständige Behörde anordnen, dass die Tollwut durch verstärkte Bejagung der Füchse und durch orale Immunisierung der Füchse bekämpft wird. Die Verpflichtung zur verstärkten Bejagung obliegt dem Jagdausübungsberechtigten.

(2) Den Zeitraum und das Gebiet, in denen die orale Immunisierung nach den Absatz 1 durchzuführen ist, bestimmt die zuständige oberste Landesbehörde im Benehmen mit der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere, Tübingen; dabei sind die Epidemiologie der Seuche und die Landschaftsstrukturellen Gegebenheiten zugrunde zu legen.

(3) Die zuständige oberste Landesbehörde kann eine großflächige orale Immunisierung zum Schutz gegen die Einschleppung der Tollwut oder zum Schutz gegen die Ausbreitung der Tollwut anordnen.


§ 15 Ordnungswidrig im Sinne des § 76 Abs. 2 Nr.2 des Tierseuchengesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

9. entgegen § 11 Satz 1 nicht dafür sorgt, dass einem seuchenverdächtigen wildlebenden Tiere sofort nachgestellt wird, dieses erlegt und unschädlich beseitigt wird .

Tollwutimpfung

Für den Raubwildjäger ist das Risiko sich mit der Tollwut anzustecken immer gegeben ,und ich bin der Meinung , das jeder der mit Raubwild zu tun hat sich gegen die Tollwut impfen lassen sollte . Hier ein paar Informationen zur Tollwutimpfung :



Die Inkubationszeit der Tollwut liegt zwischen 15 bis 90 Tagen .Die Tollwut beginnt mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Schmerzen an der Bißstelle, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Depressionen oder Erregungszuständen. Diese Beschwerden dauern 2 bis 10 Tage .Da sich das Tollwutvirus entlang der Nervenbahnen ins Gehirn verbreitet und sich dann dort vermehrt, treten in der Folge neurologische Beschwerden auf : Hyperventilation , Sprachunfähigkeit, Lähmungen, Wasser- und Lichtscheu ,Verwirrtheitszustände, Halluzinationen, Unruhe und Bewegungsdrang .Diese Beschwerden dauern 2 bis 7 Tage .Nach dieser Phase fällt der Erkrankte ins Koma. Trotz aller medizinischen Maßnahmen ist der Tod nicht vermeidbar. Es treten Herz- und Atemstillstand ein .Im Krankheitsverlauf kann das Virus durch spezielle Methoden im Speichel oder im Hornhautabstrich nachgewiesen werden.


Es wurde bisher noch kein Fall einer überlebten Tollwuterkrankung beschrieben.
Es gibt keine Behandlung der Tollwut .Die einzige lebensrettende Maßnahme ist die sofortige Impfung nach einem tollwutverdächtigen Tierkontakt!



Die Impfung erfolgt mit dem PCEC-Impfstoff(Rabipur®),einen auf Hühnerembryonen gezüchtetes, inaktiviertes Tollwutvirus.

Es gibt zwei Impfarten:

vorbeugende Impfung:

je eine Impfdosis (in den Oberarmmuskel) am Tag 0, 7 und 28 (ev. 21), eine vierte Impfung nach 12 Monaten

Impfung nach Kontakt (postexpositionelle Tollwutimpfung):

Die Impfung wird wie die vorbeugende Impfung durchgeführt, jedoch werden am Tag 0 zwei Impfdosen gleichzeitig gegeben.



Der Schutz beträgt praktisch 100% und hält 3 bis 5 Jahre (nach kompletter vierteiliger Grundimpfung).Die Impfung ist ausgezeichnet verträglich, selten treten leichte Lokalreaktionen auf. Gelegentlich sind auch leicht fieberhafte Reaktionen möglich.

Die Tollwutimpfung ist mit allen anderen Impfungen ohne zeitliche Abstände durchführbar .Bei Vorliegen einer Hühnereiweißallergie sollte der hühnereiweißfreie Impfstoff verwendet werden .Bei akut fieberhaften Erkrankungen sollte die vorbeugende Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden .Auch in der Schwangerschaft ist die Durchführung der Tollwutimpfung möglich .Die modernen Tollwutimpfungen sind ausgezeichnet verträglich, schützen hervorragend und werden - wie alle anderen Impfungen - am Oberarm gegeben.

Die vorbeugende Tollwutimpfung ist sicher eine vernünftige Maßnahme, der breite Einsatz der Impfung wird jedoch durch den schmerzlich hohen Preis verhindert.

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