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14.01.2009

V.I.D. - Very important Dog!

V.I.D. - Very important Dog!
Wuff!


Heute melde ich mich einmal selbst zu Wort - ich bin's, Labrador-Schnauzer-Mix Biene. Denn mein Frauchen ist von unserer Berlinreise noch so kaputt, dass sie heute nicht wie gewohnt in die Tasten hauen kann. Die halten halt nichts aus, diese Zweibeiner! So muss eben ich Euch berichten, wie es war, was ich gerne tue!
Also, erst einmal: Ich freu mich tierisch, dass ich wieder zu Hause bin. Bin vor Freude gleich durchs Wohnzimmer gehoppst und habe mit meinem neuen Plüschspielzeug gespielt. Dann, beim Gassi-Gehen, bin ich gerannt wie eine Wilde und habe gleich ausgiebig gebadet. Daheim ist es halt doch am schönsten!

Das hört sich nun an, als hätte es mir gar nicht gefallen in der Hauptstadt. Aber wuff, ganz im Gegenteil, es war tierisch super! Was ich alles durfte, also Ihr anderen Vierbeiner würdet grün vor Neid werden! Bei der Hinfahrt war ich wie immer ganz brav und hab alles verschlafen. In Dessau haben sich meine Menschen eingebildet, das berühmte Bauhaus anschauen zu wollen. Na gut, bin ich halt mit, es war mir jedoch fast ein wenig zu heiß - nur gut, dass die nette Bedienung im Café vorm Bauhaus einen riesigen Wassernapf für mich gebracht hat. Überhaupt, allüberall, wo wir waren, kam erstmal ein kühles Getränk für mich. Die sind schon sehr hundefreundlich, diese Preussen!

Im Hotel angekommen, habe ich gleich mal alles inspiziert. Das meiste kannte ich noch vom letzten Jahr, denn meine Menschen fahren ja jedes Jahr zum Traber-Derby nach Berlin und nächtigen immer in diesem Hotel außerhalb, im Grünen. Extra wegen mir, denn ich bin bei uns eigentlich der Chef, hihi. Ich bin erstmal aufs Bett, wie zu Hause, aber Herrchen hat gesagt, das darf ich nicht. Wie gut, dass Frauchen erstmal mit mir Gassi ging. Dann ging's zum ersten Mal in die Stadt, und ich hab geschnüffelt wie ein Weltmeister. Da gab's vielleicht viel zu riechen, die Berliner Zeitung ist ja noch viel interessanter als die Straubinger!

Am nächsten Tag waren wir morgens auch in der Stadt. Ich durfte nicht ins KaDeWe, das fand ich doof. Dafür sind wir in andere Geschäfte geschlendert, mein Frauchen braucht da immer viel zu lange. Da wälze ich mich in der Zwischenzeit lieber auf dem Teppich und grunze - wenigstens guckt mich dann jeder an! Danach waren wir in einem tollen Park, wo ich mich auch ausgiebig im Gras herumgekugelt habe. Haaach, Grün unter den Pfoten, das ist doch einfach das Allerbeste, immer dieser Asphalt wär auf Dauer nix für mich! Ich habe auch tolle Freunde kennen gelernt in diesem Park und ein wenig gespielt, und dann habe ich meine Menschen zu einer Rast gezwungen und wir ließen uns auf dem herrlichen Rasen nieder.

Abends ging es dann endlich auf die Rennbahn, ich konnte es kaum erwarten. Nein nein, nicht nur wegen des riesigen Tierfachhandels, das direkt neben der Bahn angesiedelt ist! Auch diese ganzen Düfte, Menschen, Hunde - ach, ich liebe es, auf die Rennbahn zu gehen, gut, dass meine Menschen den Trabrennsport so lieben! Nur mit Pferden hab ich nichts am Hut, die sollen lieber von mir fern bleiben, ich hab Angst vor diesen großen Tieren.

Aber nun muss ich Euch erzählen, wie ich zum V.I.D. wurde, zum Very Important Dog! Meine Zweibeiner nahmen mich nämlich mit in den V.I.P.-Bereich, weil ich so brav bin. Dort bewachte ich mehrere Tage lang die "Loge" meiner Menschen:



Bin ich nicht ein Vorzeigehund? Übrigens trage ich mein schweizer Halsband mit passender Leine just am Schweizer Nationalfeiertag, der in Berlin groß gefeiert wurde: 200 Ziegen flanierten durch die Straßen, schade, dass ich nicht mit durfte!
Apropos Vorzeigehund, ich habe im V.I.P.-Bereich eine ganz großartige Bekanntschaft gemacht. Und zwar hat der Berliner Rennverein ein ganz tolles Plakat zum Traber-Derby gemacht, da ist ein Mann in feinem Zwirn (meine Menschen sagen, er sei im Stil der Zwanziger Jahre gekleidet) drauf, der auf ein riesiges Hufeisen guckt. Aber, noch viel wichtiger, es ist auch ein Hund drauf! Das finde ich ganz toll, dass auf Pferderenn-Plakaten auch wir Wauwis abgebildet werden. Ja, und diese Berühmtheit habe ich auf der Berliner Rennbahn live getroffen. Hier seht Ihr erstmal den Plakat-Mann:



Der Hund, ein ganz lieber Foxterrier, hat mir sehr gefallen, aus der Ferne hab ich ihm immer schon zugebellt. Er heißt übrigens Bobby. Ich zeig Euch diesen tollen Hecht nochmal aus der Nähe:


Ist er nicht süß? Aber wisst Ihr, was ich doof fand? Dass mein Frauchen immer so schreit, wenn sie gewettet hat und ihr Sieger saust die Zielgerade herab. Da bin ich dann immer ganz aufgeregt und muss mitbellen! Aber dafür hat Frauchen ein paarmal was gewonnen und hat dann immer zu mir gesagt: "Biene, wir haben gewonnen, morgen gehen wir in das Hundegeschäft und Du kriegst was!" Und Frauchen hat Wort gehalten, ich habe so grüne Kaustänglis bekommen, ein Kumpel von Frauchen hat gesagt, das schaut aus wie mit Algen - aber ich fand's lecker.

Einmal hat meine Dosenöffnerin besonders gebrüllt, das war im Derby-Trostlauf. Das Derby selber hat übrigens Nu Pagadi mit Thomas Panschow gewonnen, von dem haben wir aber kein Foto, weil ich nicht in den Winnercircle durfte. Ich wollte auch gar nicht, der Fuchs ist zwar ein schönes Pferd, aber nicht, dass ich ihm noch unter die Hufe komme, habe ich mir gedacht. Dafür hat den Derby-Trostlauf dann ein bayerisches Pferd gewonnen, das Frauchen auch gewettet hat: Jaipour mit Helmut Biendl. Stellt Euch vor, den habe ich sogar in Straubing schon mal gesehen! Hier seht Ihr die Sieger:



Ja, das waren meine Tage auf der Rennbahn. Ich hatte immer allen Grund dazu, ein freundliches Gesicht zu machen, und wurde auch von allen gestreichelt, auch, wenn ich grundsätzlich immer im Weg lag, aber ich war halt soooo hundemüde. Was allerdings super war: Ich habe einen Wassernapf aus Porzellan bekommen. Der war schon standesgemäß, aus so etwas will ich nun immer trinken!



Auf der Heimfahrt bin ich dann noch ganz schön erschrocken. Meine Menschen sagten zu mir: "Biene, wir fahren jetzt nach Dresden und schauen uns den Zwinger an!" Was? Hallo??? Ich will nicht in den Zwinger!! Ich will bei meinen Menschen sein, wer mich kennt, der weiß, dass ich ohne Frauchen keinen Schritt gehe! Mann, habe ich einen Schrecken bekommen! Dabei war dann alles ganz harmlos und ich musste nicht in den Zwinger, meine Zweibeiner haben ihn sich nur angeschaut und ein Foto von mir und dem berühmten Bau gemacht:



Hübsches Ding, oder? Ich hab mich nur gewundert, dass da gar keine Hunde in der Nähe waren.
Wer da dann wohl drin wohnt??????

Diese Frage konnte nicht geklärt werden. Ich war auch zu müde, um mich weiter zu wundern. Die Heimfahrt hab ich glatt verpennt. Und dann war ich endlich wieder daheim: Home, sweet home!



Aber eins steht fest: Dieses Berlin ist schon eine Reise wert!
Wuff!

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