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26.01.2009

Viele angeln im Blut der Tiere...

Viele angeln im Blut der Tiere...

Nicht nur ausgewiesene Tierfreunde fordern ethisch begründet die Abschaffung von Tierversuchen. So sprachen sich bei einer ZDF-Telefon-Befragung in Deutschland 75% gegen Tierversuche aus. 17,5 % sahen sie als "bedingt notwendig" an, nur mehr 7,5% der Anrufer bejahten Tierexperimente.

Vor allem wissenschaftlich begründet wird mehr und mehr Kritik an der Methodik der Tierversuche laut. Die "Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V." artikuliert es auf den Punkt : "Tierversuche sind nicht nur nicht notwendig, sondern ein unkalkulierbares Risiko für den Menschen."

Wahre Worte, bitter belegt durch harte Zahlen. Jedes Jahr sterben in Deutschland 20.000 Patienten an den Folgen von Medikamenten; alle natürlich "zum Wohle des Menschen" am Tier getestet - und für gut befunden.-

Das Verlangen nach einem gesetzlichen Verbot der Tierexperimente zielt also nicht allein darauf ab, Tiere vor Qual und Misshandlung zu bewahren, sondern auch, zum Schutze des Patienten endlich eine ganzheitliche Humanmedizin durchzusetzen.

Dieser Forderung stehen heute im Zeitalter weltweit vernetzter Computersysteme, Zellforschungseinrichtungen etc.* in der Praxis auch weniger medizinische und wissenschaftliche Gründe entgegen, denn verkrustete Strukturen und an wohldotierten Stellen klebende Lobbyisten, Politiker und sonstige Entscheidungsträger, sowie ewiggestrige "Forschungs-Dinosaurier".

Doch ist hier etwas Hoffnung in Sicht. Es ist ein "Paradigmenwechsel" zu beobachten, d.h. es ein Wandel der Ansichten auf vielen Ebenen. Über Jahrhunderte tradierte Verhalten bröckeln: Was früher noch als unabdingbar und vorbildlich galt, wird in Frage gestellt. Man huldigt beispielsweise nicht mehr kritiklos Chemie und Pharmaindustrie und wirft hemmungslos "Hammerpräparate" nach dem Motto "viel hilft viel" ein, sondern besinnt sich mehr auf eine sanfte Medikation - hinterfragt mehr und mehr heute auch bei Ärzten und der Wissenschaft den (Un-)Sinn der Tierversuche.

Doch alle Anstrengungen der Gutwilligen im Sinne eines besseren Tier- und Menschenschutzes verröcheln im Würgegriff der weltweit finanziellen Interessen. Es gibt für die "Dornenkrone der Schöpfung" eben kaum eine größere Lust und Freude, als seine Gier im monetären Bereich zu befriedigen.

Und das ist in der Tat ein kaum lösbares Problem.-

Zu sehen ist das Modell "Tierversuch" als gigantischer Wirtschaftsfaktor, fest etabliert und verzahnt im Getriebe der Geschäftemacherei mit Krankheiten. (Buchtip :"Die Krankheitserfinder" von Jörg Blech) Angefangen beim kleinen Versuchstierhändler bis hin zu großen, global agierenden Industrieunternehmen : Viele angeln im Blut der Tiere nach kleinen oder großen Profiten - und nicht zuletzt nach "ehrenvollen" Doktorwürden oder internationalen Auszeichnungen.

Tierversuche kosten zwar Millionen - bringen aber Milliarden. Und gewähren als Alibi-Funktion Straffreiheit, falls etwas passiert. Deshalb macht man sie.

Auf diese kurze Formel gebracht, treffen die für Tierversuchsbefürworter gewisslich ketzerisch klingenden Worte jedoch den Kern der Sache.

Tierversuchsgegner bestreiten keinesfalls die Notwendigkeit einer Forschung - nur die anachronistische Methode mit grausamen Tiermorden und daraus resultierendem Veterinärmedizin-Erkenntnissen, die Spezies Mensch beglücken zu wollen.

In diesem Sinne gilt es weiter zu kämpfen : Für eine ganzheitliche Humanmedizin und gegen eine mächtige "Volksverdummungsmaschinerie Tierversuch", die hier seit Jahrzehnten ähnlich unredlich-groteske Rechtfertigungsstrategien auf der Schiene "zum Wohle des Menschen" fährt - analog einer Argumentation "Kein Krieg - und die bittere Not der Rüstungsindustrie".

Ulrich Ditttmann / 17.11.2006

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