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12.01.2009

Wale

Hintergrund



2002 wurden unter großem Widerstand der Fischereinationen erstmals zwei Haie in WA Anhang II gelistet (Riesen- und Walhai), 2004 folgte der Weiße Hai. Während die meisten Haiarten u.a. durch den Flossenhandel für den asiatischen Markt bedroht sind, geht es 2007 erstmals um Arten, die als Speisefische auch in Europa massenhaft gehandelt werden. Für die Dorn- und Heringshaie versucht Deutschland die Unterschutzstellung bereits im zweiten Anlauf: Bei der letzten WA-Konferenz scheiterten die Anträge bereits vorab während des EU-internen Abstimmungsprozesses. Zudem sollen diesmal auch internationale Handelsbeschränkungen für den Europäischen Aal durchgesetzt werden.

Haisteak und Schillerlocke - Die Fischtheke als Artenkiller


Heringshai (Foto)
Einer der begehrtesten Haie in kommerzieller Fischerei, als
"Haisteak" in nahezu allen Fischtheken angeboten
Im NO-Atlantik und Mittelmeer um 90% dezimiert, in anderen
Regionen Anlandungen um bis zu 90% rückläufig
Niedrige Reproduktionsrate: späte Geschlechtsreife: 13-15
Jahre; 1-5 lebend geborene Jungtiere
Artname: Heringe sind Hauptnahrung des Heringshais

Dornhai
In Deutschland als .Schillerlocke�g (Geraucherte Bauchlappen) oder .Seeaal�g (Ruckenstucke) im Handel, in England fur .Fish & Chips�g; Knorpel wird in Nahrungserganzungsmitteln verwendet
Bestand im Nordost-Atlantik um 95% dezimiert, im westlichen Mittelmeer bereits ausgerottet, Anlandungen in anderen Regionen um bis zu 99% kollabiert.
Niedrige Reproduktion: spate Geschlechtsreife: 10-23 Jahre (��); 2-11 lebend geborene Jungtiere
Namensgebend: 2 spitze Stacheln nahe der Ruckenflosse

Europäischer Aal
Erwachsene Tiere schwimmen zum Ablaichen ins Sargassomeer, Jungtiere ("Glasaale") wandern über 3 Jahre hinweg zurück an europäische Küsten und in Flüsse hinein
86% der nach Europa wandernden Glasaale werden abgefangen: für direkten Verzehr oder Aufstockung von Aquafarmen, wo sie als Speisefische aufgezogen werden
Allein die EU exportiert jährlich 500 Millionen Glasaale!
Bestände seit 1980 um bis zu 99% dezimiert, Experten befürchten Ausrottung binnen 10 Jahren

Für alle drei Arten gibt es bisher keine Fang- und Handelsbeschränkungen. Die Arten sind bereits massiv überfischt, manchen Beständen droht die baldige Ausrottung. Nur ein international einheitlicher Schutz durch eine Listung in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gewährleistet eine weltweite Kontrolle des Handels.

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