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14.01.2009

Warum die Robbenjagd grausam ist

Warum die Robbenjagd grausam ist

"In unserer Nähe befand sich ein Robbenjäger, der jede Robbe in seiner Reichweite mit einem Schlagstock hastig bewegungsunfähig geknüppelt und anschließend die Körper zu einer Sammelstelle gezogen hat. Danach hat er eine Robbe nach der anderen auf den Rücken gedreht und sie gehäutet. Wenn eine Robbe versucht hat, sich dagegen zu wehren, oder sich umzudrehen, hat er sie erneut auf den Bauch gedreht und mehrfach mit seinem Knüppel auf sie eingeschlagen, um anschließend mit dem Häuten fortzufahren." (IFAW-Mitarbeiter beschreibt seine Beobachtungen auf dem Eis in Kanada)



Was Tierärzte zu der Grausamkeit der kommerziellen Robbenjagd sagen.

Download des IFAW-Berichts zu tierärztlichen Studien über die Grausamkeit der Robbenjagd.
http://www.ifaw.org/ifaw/dfiles/file_512.pdf

Die kommerzielle Robbenjagd in Kanada ist grausam und unethisch. 98% der Robben, die in den letzten beiden Jahren getötet wurden, waren zwischen zwei Wochen und drei Monaten alt. Da die Jagd in einem großen Gebiet stattfindet, kann sie nicht genau überwacht werden. Grausame Tötungsmethoden sind die Regel.

Die Robben werden durch einen Schlag auf den Kopf mit einem Knüppel oder mit dem so genannten Hakapik getötet. Oft werden sie durch ungenaue Schläge jedoch nur betäubt. Manche Robben versuchen zu fliehen und robben mit ihren schweren, kleinen Körpern ungeschickt davon. Allerdings sind sie noch so langsam, dass sie nicht die geringste Chance haben zu entkommen. Andere Robben werden aus der Distanz erschossen und dann mit Stahlhaken auf Boote gezogen.

Zwei aktuelle Berichte von Tierärzten über die kanadische Robbenjagd und ein Video des IFAW haben die untragbare Grausamkeit dokumentiert. Die Jagd auf die Robbenjungtiere unterliegt einem hohen Wettbewerbsdruck und wird unter schweren Bedingungen in einem großen Gebiet durchgeführt. Eile ist die Regel, da die Jäger so viele Robben wie möglich in der kurzen Zeit, die ihnen zur Verfügung steht, töten wollen.

Die Robben werden routinemäßig erschlagen oder angeschossen und ihrem Elend auf dem Eis überlassen, bevor sie nach einer gewissen Zeit letztendlich zu Tode geprügelt werden. Einigen Robben wird noch bei Bewusstsein das Fell abgezogen. Es werden nur wenige Robbenjäger dabei beobachtet, wie sie den Blinkreflex überprüfen, um festzustellen, ob das Tier vor dem Häuten hirntot ist. In einem der tierärztlichen Berichte heißt es abschließend: „Die kommerzielle Robbenjagd in Kanada hat ein erhebliches und untragbares Leiden zur Folge.“

Die kanadische Regierung führt die Öffentlichkeit häufig in die Irre, indem sie die kommerzielle Robbenjagd mit dem Töten von Nutzvieh in der Lebensmittelindustrie vergleicht. Ganz im Gegensatz zu einem Schlachthof ist die Robbenjagd jedoch eine unüberschaubare, hastige Jagd von Wildtieren. Deshalb kamen Experten zu dem Schluss, dass die Robbenjagd niemals den Anforderungen einer humanen Jagd genügen wird.



IFAW-Robbenkampagne im Rückblick


2006
Eine Million Robben getötet

1996
Fangquote gestiegen

1987
Kommerzielle Jagd auf Whitecoats verboten

1983
Einfuhrverbot für weiße Robbenfelle

1969
Gründung des IFAW


Warum die Robbenjagd nicht nachhaltig ist

Die wissenschaftliche Studie (Leaper und Matthews 2006) zur „Vorgehensweise der kanadischen Regierung bei der Populationsbestimmung der nordwestatlantischen Sattelrobbe“ hat Folgendes aufgedeckt: Das derzeitige Vorgehen bei der Robbenjagd wird die Sattelrobbenpopulation ernsthaft gefährden und diese in den nächsten 15 Jahren um etwa 50 bis 70% dezimieren.



Robben und die Klimaerwärmung

o Downloaden Sie hier den IFAW-Bericht über die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Robben. http://www.ifaw.org/ifaw/dimages/custom/2_Publications/Seals/Global_Warming_seals.pdf


Wenn zu viele Tiere einer einzigen Population beseitigt werden, wird die Art ernsthaft gefährdet. In den letzten Jahren hat die kanadische Regierung die jährlichen Fangquoten höher als jemals zuvor festgesetzt. Damit wurde innerhalb von nur drei Jahren fast eine Million Robben getötet. Die Gesamtfangquote für Robben reduzierte nach Schätzungen kanadischer Regierungswissenschaftler im Jahr 2006 die Robbenanzahl um 85.000 Tiere.

Die Geschichte des Artenschutzes beweist, sobald mit dem Handel von Tieren Geld erzielt werden kann - in diesem Beispiel für Felle - werden Tierarten fast immer bis an der Rand des Aussterbens ausgebeutet. Damit Wildtierpopulationen nicht durch den Menschen gefährdet werden, müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Doch gerade das kanadische Fischereiministerium berücksichtigt nur unzureichend wissenschaftliche Studien oder die Folgen verschiedener Umwelteinflüsse bei seinen Plänen.

Die aktuelle IFAW-Studie liefert wissenschaftliche Beweise, dass für die letzten elf Jahre neunmal unterdurchschnittlich schlechte Eisbedingungen vor der Ostküste Kanadas verzeichnet wurden. Das Fehlen von festem Eis hat negative Auswirkungen auf die Population der Sattelrobben. Denn diese Robben benötigen für die Aufzucht der Jungtiere Packeis.

Die kanadische Regierung hat angedeutet, dass sie in punkto Klimaerwärmung aktiv werden will. Warum beginnt sie nicht damit, die sinnlose Robbenjagd zu stoppen?


Der IFAW und die Robbenjagd - ein Überblick

Der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) wurde in den 1970ern und 1980ern durch seine Aktionen gegen das grausame Abschlachten von jungen Robben in Kanada weltbekannt. In den 80er Jahren dann, als in Europa ein Importverbot für weiße Babyrobbenfelle eingeführt wurde, kam die kommerzielle Robbenjagd fast zum Erliegen. Dies ist einer der größten und wichtigsten Siege im Tierschutz.



Im Jahr 1996 begann die kanadische Regierung, hohe Subventionen zur Verfügung zu stellen, um die Industrie wiederaufzubauen, die von den Fellen halbwüchsiger Robbenjungen profitiert. 98% der Robben, die in den letzten Jahren getötet wurden, waren zwischen zwei Wochen und drei Monaten alt.

In den letzten Jahren hat die kanadische Regierung die jährliche Robbenfangquote so hoch wie noch nie festgesetzt. Dies hat in den letzten drei Jahren fast einer Million Robben das Leben gekostet.

Der IFAW

- investiert jedes Jahr in die gefährliche und kostenintensive Dokumentation der
Robbenjagd vor Ort

- kämpft für Einfuhr- und Handelsverbote für alle Robbenprodukte in ganz Europa

- untersucht die wirtschaftlichen Kosten/Vorteile der Robbenjagd, der Nebenprodukte

- sowie der Sachverhalte im Bereich Population und Artenschutz

- bringt Journalisten und Politiker nach Kanada aufs Eis

- sorgt durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für eine globale Medienpräsenz und
öffentliche Auseinandersetzung mit der Robbenjagd

- nimmt an wichtigen Konferenzen teil, um internationale Richtlinien zum Schutz der
Robben zu bestärken bzw. neu zu etablieren

- erforscht die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Robben und veröffentlicht
wissenschaftliche Studien


Heute ist der IFAW mit Niederlassungen in 15 Ländern eine der größten Tierschutzorganisation der Welt, die sich dem Artenschutz, dem Schutz von Lebensräumen und der Rettung von Tieren in Not verschrieben hat.


Die drei größten Unwahrheiten der Robbenjagd

Dies sind die drei größten Unwahrheiten, die das kanadische Ministerium für Fischerei und Meere (DFO) über die kommerzielle Robbenjagd verbreitet.

1. Unwahrheit: Die Robben werden human getötet.



Töten die Robbenjäger tatsächlich Robbenjungtiere? http://www.stopptdierobbenjagd.de/site/lookup.asp?c=owL2KkN1LtH&b=2624363

Alle uns verfügbaren Dokumente (einschließlich tierärztlicher Studien und unabhängiger Beobachtungen) belegen: Jedes Jahr werden Zehntausende von Robbenjungen auf grausamste Weise getötet. Dabei werden Tierschutzstandards maßgeblich verletzt.

Jahr für Jahr berichten Beobachter von Verstößen. Noch lebende Robben werden mit scharfen Metallhaken durchbohrt und über das Eis gezogen. Angeschossene Robben werden auf dem Eis zurückgelassen. Beobachter berichten, dass immer wieder Robben bei vollem Bewusstsein das Fell abgezogen wird. Alle tierärztlichen Empfehlungen zum Begrenzen des Leids der Tiere werden größtenteils ignoriert. Es besteht kein Zweifel daran, dass die kommerzielle Robbenjagd Kanadas mit einem beträchtlichen und unakzeptablen Leiden für Tiere verbunden ist.

2. Unwahrheit: Die Robbenjagd ist nachhaltig.

Die von der kanadischen Regierung festgesetzten Fangquoten sind viel höher als jene, die die wissenschaftlichen Berater als nachhaltig ansehen. Zudem werden diese Quoten noch überschritten. Eine Studie von IFAW-Wissenschaftlern kam zu folgendem Ergebnis: Die derzeitigen Jagdmethoden können den Bestand der Sattelrobben in den nächsten 15 Jahren um 70% reduzieren. Das Ministerium behauptet, die Sattelrobben-Population hätte sich seit den 70er Jahren verdreifacht. Dabei wird jedoch die Tatsache unterschlagen, dass diese Population zwischen 1950 und 1970 um mehr als zwei Drittel durch die Robbenjagd reduziert wurde. Seit 1995 werden Sattelrobben in ähnlichem Umfang getötet wie damals, als es zu dem gefährlichen Rückgang kam. Inzwischen gibt das Ministerium zu, dass sich die Population verkleinert hat.

Auch die Klimaerwärmung ist eine Bedrohung für den Bestand der Sattelrobben. Die schlechten Eis-Bedingungen vor der Ostküste Kanadas führen zu einer höheren Todesrate bei den Jungtieren. Schmilzt das Eis bevor sie schwimmen können, ertrinken sie. Wissenschaftler der Regierung schätzen, dass 2002 75% der Robbenjungen aufgrund von Eismangel im Golf von St. Lorenz starben - und das noch bevor die Jagd begann. Trotzdem hebt die Regierung regelmäßig die insgesamt zulässige Fangquote für Sattelrobben an. Die Population wird damit einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

3. Unwahrheit: Die Robbenjagd wird genau überwacht und ist gut organisiert.

Bei der Robbenjagd konkurrieren - während eines relativ kurzen Zeitraums - Tausende von Robbenjägern um den begrenzten Bestand von Tieren. Die Jäger sind bestrebt, so viele Tiere wie möglich zu töten. Deswegen prüfen sie nicht, ob eine Robbe bereits tot ist, bevor sie zu anderen Robben laufen, um sie zu erschlagen. Jahr für Jahr entdecken die Jagd-Beobachter des IFAW Robben, die niedergeknüppelt und leidend auf dem Eis zurückgelassen wurden. Sie bluten, schreien, schnappen nach Luft und versuchen zu fliehen. Diese Bewegungen sind keine Reflexe, wie das kanadische Ministerium behauptet. Reflexe sind leicht zu erkennen und Beobachter der Robbenjagd sind vertraut damit, diese zu unterscheiden.

Das Ministerium behauptet, im Jahr 2006 zwölf Kontrolleure bei der Jagd im Golf eingesetzt zu haben - die größte Überwachungsmaßnahme, die es je gegeben hat. Trotzdem konnten Robbenjäger in einer Region ihre Quote um das Dreifache überschreiten, ohne jegliche Konsequenzen. Die zulässige Fangquote wurde in gleich vier Jagdsaisons innerhalb der letzten fünf Jahre überschritten.

Robbenjagt / Seal-Hunt...GRAUSAME WAHRHEIT!!!

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