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24.01.2009

Warum Tiere sich nicht als Geschenke eignen

Warum Tiere sich nicht als Geschenke eignen
Stand: März 2008


Ein Tier ist kein Spielzeug. Tiere sind fühlende Wesen, die, genau wie wir Menschen, Liebe und eine angemessene Pflege brauchen, damit es ihnen gut geht. Obgleich ein Mensch grundsätzlich gute Absichten verfolgt, wenn er jemandem ein Tier schenkt, ist es nicht in Ordnung, ein Tier zu verschenken, wenn man nicht hundertprozentig sicher ist, dass sich die betreffende Person genau dieses Tier als vierbeinigen Freund wünscht und bereit und in der Lage ist, ihm zeitlebens die erforderliche Fürsorge zukommen zu lassen.

Kinder können grausam sein
Absichtlich oder unabsichtlich: Kinder können oftmals grausam zu Tieren sein. Insbesondere Welpen, junge Kätzchen, kleine Hasen oder Meerschweinchen, Küken, junge Enten und andere Tierbabys können leicht verletzt werden. Kleine Kinder können Tiere bewusst oder unbewusst quälen und/oder ihnen Verletzungen zufügen, bei denen die empfindlichen Knochen der Tiere leicht brechen und die Tiere im schlimmsten Fall tödliche Verletzungen erleiden können.

Wenn ein Kind das Interesse an seinem Tier verliert, kann sich seine anfängliche Bewunderung leicht in Gleichgültigkeit, und oftmals sogar in Ablehnung, verwandeln. Dies führt unausweichlich dazu, dass das Tier nicht mehr angemessen versorgt wird. Die Eltern oder derjenige, der das Tier anfänglich an das Kind "verschenkte", verliert dann häufig die Geduld und glaubt, dass sich das Problem dadurch "lösen" lasse, wenn man das Tier einfach in ein Tierheim gibt. Noch schlimmer ist es, wenn die Tiere nun von einem Halter an den nächsten abgegeben werden, denn dies hinterlässt oft bei den Tieren tiefe seelische Wunden und führt u.U. zu Verhaltensstörungen.

Überlegen Sie sich die Sache gut
Die Überlegung, ein Tier in der Familie aufzunehmen, ist eine weitreichende Entscheidung. Ein Tier aufzunehmen ist eine langfristige Verpflichtung, die verlangt, dass man das Tier gut versorgt, sich mit ihm befasst und für die Dauer seines Lebens dafür Sorge trägt, auch während der Urlaubszeit. Bevor Sie ein Tier bei sich aufnehmen, überlegen Sie sich gut, dass die angemessene Versorgung des Tieres Zeit und Geld erfordert. Wer hat die Zeit und Geduld, dem Tier ausreichend Auslauf zu geben? Wer bezahlt das Futter und notwendige Utensilien wie Spielzeug, Pflegeartikel, Leinen, Geschirr für Pferde oder Streu? Wer kommt für Impfungen und tierärztliche Versorgung, einschließlich Kastration auf, für Flohbehandlungen, Wurmkuren und die Versorgung im Notfall? Wenn eine Familie beschließt, ein Tier bei sich aufzunehmen, sollten alle Familienmitglieder die auf sie zukommenden Aufgaben und langfristigen Verpflichtungen durchsprechen und dann gemeinsam zum örtlichen Tierheim gehen, um ein Tier auszuwählen.

Viel zu selten ein Happy-End
Die meisten Tierheime sind bis über die Grenzen ihrer Kapazität hinaus mit Tieren gefüllt, die kein Zuhause haben. Viele diese einstigen „Haustiere“ wurden leicht erworben und haben nun, aus welchem Grund auch immer, keinen Platz mehr im Leben ihrer Halter. Ob Hunde, Katzen, Kaninchen, Rennmäuse, Hamster, Küken, Enten, Schlangen oder Goldfische: Sie alle werden von ihren Haltern als „überflüssig“ erachtet. Tiere, die nicht länger erwünscht sind, werden häufig von einem unverantwortlichen Besitzer an den nächsten weitergereicht. Viele Menschen haben keine oder nur geringe Schuldgefühle, wenn sie ihr Tier in ein bereits voll ausgelastetes Tierheim geben, das mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits über die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit hinaus mit anderen abgegebenen Tieren gefüllt ist. Viele Tiere werden auch einfach ausgesetzt oder bei einem Umzug im Garten zurückgelassen.

Was können Sie tun?
Verschenken Sie niemals einfach so ein Tier! Wenn Sie jemandem ein Tier schenken möchten, besprechen Sie dies zunächst mit den künftigen Tierhaltern. Erst wenn Sie ganz sicher sind, dass diese die nötige Zeit, Bereitschaft, Eignung und auch die nötigen Mittel haben, sich angemessen um ein Tier kümmern zu können, und dazu bereit sind, eine solch einschneidende Verpflichtung einzugehen, können Sie ihnen beispielsweise einen Geschenkgutschein für das örtliche Tierheim schenken.

Sollten Sie auf einer Messe, einem Flohmarkt oder einer anderen Veranstaltung sein, auf der Tiere hergegeben werden, sprechen Sie die Verantwortlichen an und informieren Sie sie. Wenn jemand beispielsweise kleine Kätzchen oder Welpen zum Verschenken anbietet, erklären Sie dem/der Betreffenden, welches Risiko damit verbunden ist, wenn man Tiere an Unbekannte abgibt: Es gibt leider genügend Menschen auf dieser Welt, die keine Verantwortung für Tiere übernehmen können und wollen und trotzdem Tiere halten. Wenn ein Geschäft Tiere als „Werbegeschenke“ verteilt, beschweren Sie sich bei den Sponsoren und erklären Sie ihnen, was Tieren widerfahren kann, die nicht das Glück haben, in die Hände von fürsorglichen, erfahrenen Menschen zu gelangen. Überzeugen Sie den Sponsor davon, Spielzeug- statt Lebendtiere zu verschenken.

In Großbritannien liegt seit 2004 ein Gesetzesentwurf vor, der, sollte er verabschiedet werden, künftig verbieten wird, dass Fische als „Gewinne“ verschenkt oder Tiere an Kinder unter 16 Jahren verkauft werden dürfen. Weiterhin sieht das Gesetz eine Sorgepflicht des Tierhalters vor, nach der den Tieren artgerechte Haltung gewährleistet werden muss. (1) Das Tierschutzgesetz in Italien verordnet Geld- und Haftstrafen für eine Reihe von Straffällen gegen Tiere, u.a. für das Aussetzen von Tieren. (3) Auch in Deutschland ist das Aussetzen von Tieren verboten und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Viele weitere Informationen finden Sie auch hier:
http://peta.de/faktenbltter/faktenbltter.116.html
http://www.peta.de/zoohandel


Quellenangaben
1) „Overhaul for Animal Welfare Laws“, BBC News, 14. Juli 2004
2) „New Animal-Protection Laws Passed Amid Protest“, ANSA English Media Service, 8. Juli 2004


Trailer "Autopsie"

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