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24.01.2009

Was geschieht mit Ihrem Gefährten im Todes- oder Scheidungsfall?

Was geschieht mit Ihrem Gefährten im Todes- oder Scheidungsfall?
Stand: April 2008



Oft werden die Gefühle und die Sicherheit von Tieren in Krisenzeiten, wie bei Todes- oder Scheidungsfällen, vergessen. Diese schwierigen Zeiten sind auch für nichtmenschliche Familienmitglieder traumatisch und es ist deshalb besonders wichtig, schon im Voraus klare Vereinbarungen zu treffen, um sicherzustellen, dass es die Tiere auch weiterhin gut haben werden.

Im Fall einer Scheidung
Laut eines Scheidungsanwalts, kommt das “Haustier“-Thema in zahlreichen Scheidungen auf den Tisch. „Tier-Sorgerechtsfälle“ sind also längst keine Ausnahme mehr. Traurigerweise werden die Tiere während einer Scheidung oft abgegeben, meist ins Tierheim, weil sich das Paar nicht einigen kann, bei wem das Tier bleiben darf.
Im Falle einer Trennung oder Scheidung sollten die Möglichkeiten jedes Partners in Bezug auf ein liebendes und verantwortungsbewusstes Zuhause überprüft werden; die zuständige Person muss für die Kosten aufkommen können und sich verantwortungsbewusst um das Tier kümmern – ihm Auslauf bieten, Futterrechnungen und Tierarztkosten zahlen. Einige Paare einigen sich im Scheidungsabkommen auf Unterhaltszahlungen für die Pflege des Tieres. Dies geschieht meistens, wenn die Partner das Tier gemeinsam aufgenommen und sich auf eine geteilte Verantwortung geeinigt haben. Wenn ein Tier eine stärkere Bindung zu einer der beiden Personen hat, sollte dieser Faktor in jedem Fall in die Entscheidung mit einbezogen werden. Bei der Entscheidung kann ein Mediator hilfreich sein.

In einigen Fällen mag auch eine wechselseitige Betreuung angemessen erscheinen. Manchen Hunden macht es nichts aus, von Haus zu Haus zu ziehen und sie genießen die Situation, dass ihre beiden besten Freunde noch immer bei ihnen sind und ihnen ein Zuhause bieten. Andere hingegen erleben durch gegensätzliche Ernährung oder verschiedene Regeln jedoch das genaue Gegenteil. Die meisten Katzen sind verstört, wenn sie ihr Umfeld häufig wechseln müssen, denn Katzen sind äußerst „standorttreu“.

Jeder, der dauerhaft oder teilweise für ein Tier verantwortlich ist, sollte vorher definitiv sicherstellen, dass in dem Haus oder der Wohnung Tiere erlaubt sind. Wenn Sie viel auf Reisen oder Geschäftsterminen unterwegs sind, müssen Sie vorher überlegen, wer sich um das Tier kümmern könnte, während Sie weg sind.

Sollte keiner der Partner in der Lage sein, das Tier zu behalten, ist es sehr wichtig, keine leichtfertigen oder übereilten Entscheidungen zu treffen, sondern in Ruhe nach einem Zuhause zu suchen, wo das Tier für den Rest seines Lebens gut behandelt werden wird. Machen Sie in jedem Fall Vor- und Nachkontrollen, halten Sie Kontakt zu „Ihrem“ Tier und seinem neuen Zuhause, machen Sie einen Abgabe- oder Schutzvertrag, in dem Sie z.B. festlegen, dass das Tier nicht ohne Ihr Wissen weitergegeben werden darf. Tierschutzvereine können Ihnen weitere Tipps geben.

Im Todesfall
Genau wie Sie Vorkehrungen für Ehepartner oder Kinder im Falle Ihres Todes treffen, sollten Sie sich auch Gedanken über Ihren tierischen Begleiter machen.

Unmittelbare Vorkehrungen: Es ist sehr wichtig, dass Sie jemanden finden, der sofort zu Ihnen nach Hause kommen, und sich unmittelbar um Ihr Tier kümmern kann. Diese Person (oder besser noch, Personen) sollte Ihre Tiere kennen und auch Ihre Tiere sollten mit der Person vertraut sein. Sie muss in der Lage sein, die Tiere mit Futter und Wasser zu versorgen, sie zu trösten (sie werden sehr traurig und verstört sein) und sich um all ihre Bedürfnisse zu kümmern, bis eine langfristige Lösung gefunden wurde.

Genauso wichtig ist dabei, dass Sie alle lebenswichtigen und persönlichen Informationen über jedes Ihrer Tiere immer sofort verfügbar haben. Sie sollten zumindest eine Liste von Leuten bereitstellen können, die im Notfall zu kontaktieren sind. Die Liste sollte außerdem folgende Informationen beinhalten: Namen, Alter und Geschlechter Ihrer Tiere; den Namen und die Adresse des Tierarztes, die Ernährung und Essgewohnheiten der Tiere, die Zeiten, zu denen sie gefüttert werden; ein Bild jedes Tieres; Informationen zum Charakter und Verhaltensweisen eines jeden Tieres. Diese Informationen sollten, wie auch alle anderen Dokumente, jährlich auf den neuesten Stand gebracht werden. Die wichtigsten Punkte sollten Sie in Ihrer Geldbörse mitführen und die Anzahl Ihrer Tiere an einer gut sichtbaren Stelle in Ihrem Zuhause anbringen.

Langzeitplanung: Einen langfristigen Betreuer für Ihren tierischen Begleiter zu finden, ist wohl die schwierigste Entscheidung von allen. Es ist hilfreich, zumindest zwei Personen anzugeben, für den Fall, Ihre erste Wahl möchte oder kann sich nicht um das Tier kümmern. Am wichtigsten dabei ist, dass Sie den zukünftigen Begleitern vertrauen – suchen Sie Menschen aus, die Erfahrung haben, liebevoll sind, die Verantwortung auf sich nehmen möchten und auch diese verstehen und denen Sie zutrauen, dass Sie Ihren Tieren ein liebevolles Zuhause bieten können.

Am Besten ist es, die Pläne zur Versorgung Ihrer tierischen Familienmitglieder mit einem Anwalt/einem Notar zu besprechen. Leider ist es nicht möglich, Ihrem Tier rechtlich Geld zu hinterlassen oder Sie als Begünstigte einzusetzen, allerdings kann man diese monetären Wünsche mit einem Testament koppeln.

Es ist beispielsweise möglich, in Ihrem Testament eine Entschädigung für den langfristigen “Pfleger” Ihres Tieres zu benennen, zusammen mit finanziellen Mitteln, um die angemessene Pflege des Tieres auf Dauer zu gewährleisten.

“Tiererben”: Eine andere Möglichkeit, die im Normalfall sehr verlässlich ist, ist, den zukünftigen “Besitzer” Ihres Tieres als „Begünstigten“ zu nennen. Geben Sie dann Ihre Tiere – und die Gelder zur Pflege Ihrer Tiere – als Treuhandvermögen an und fordern Sie Ihren Treuhänder auf, den Begünstigten zu überprüfen und angemessene Gelder für jedes Ihrer Tiere auszugeben. Am sichersten ist es jedoch, die ungefähren Kosten, z.B. auf den Monat bezogen, aus den vorliegenden Erfahrungswerten heraus selbst anzugeben, damit es keine Unregelmäßigkeiten geben kann.

Während dieses Prozesses werden Sie viele Entscheidungen treffen müssen, abhängig von Ihrem Wohnort, Ihrer Situation etc. Es ist jedoch sehr wichtig, dass Ihre Familienmitglieder und Freunde über die Vorkehrungen Bescheid wissen und dass eine sofortige und langfristige Pflege für Ihre Tiere gewährleistet ist.
Wenn Sie niemanden finden können, dem Sie zutrauen, der langfristige Begleiter Ihrer Tiere zu sein, ist es vielleicht das Beste, einen örtlichen Tierschutzverein mit akzeptablen Standards zu bitten, im Falle Ihres Todes die Tiere aufzunehmen oder sie an ein gutes Zuhause weiter zu vermitteln. Stellen Sie sicher, dass Sie der Organisation genug Geld geben, dass sie in der Lage ist, sich so lange wie nötig um Ihre Tiere zu kümmern, gegebenenfalls bis zum Ende ihres Lebens. Sie sollten all das mit Ihrem Anwalt/Notar besprechen.

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