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24.01.2009

Wenn Ihr tierischer Begleiter erschossen oder vergiftet wird...

Wenn Ihr tierischer Begleiter erschossen oder vergiftet wird...
Stand: April 2008


Wenn Sie herausfinden, dass Ihr tierischer Begleiter erschossen, vergiftet oder auf andere Art und Weise absichtlich verletzt oder getötet wurde, ist das für Sie wahrscheinlich höchst traumatisch. Solche Vorfälle sind sogar deshalb noch tragischer, weil sie in der Mehrzahl aller Fälle hätten verhindert werden können. Menschen, die ihren Begleitern erlauben, unbeaufsichtigt im Freien zu spielen, bringen diese Tiere häufig, ohne es zu wollen, in große Gefahr. Sie könnten von Menschen gequält werden, die sich am Bellen der Tiere stören, daran, dass sie in ihren Garten machen, das Blumenbeet umgraben oder andere Tiere stören. Tiere, die in eingezäunten Höfen eingesperrt oder an Ketten angebunden werden, sind grausamen Nachbarn oder Fußgängern, die ihnen vielleicht Böses wollen, schutzlos ausgeliefert. Es ist absolut notwendig, die Tiere im Freien zu überwachen und ihre Sicherheit zu gewährleisten, indem sie angeleint ausgeführt werden, sich in Parks austoben oder zusammen mit Ihnen in einem sicheren Hof spielen können.

Tiere können schon an einer so geringen Menge wie einem Teelöffel voll Frostschutzmittel sterben und grausame Menschen benutzen dieses süß schmeckende Gift häufig, um ein „Problem dauerhaft“ zu lösen. Es kann sehr schwer sein, vor Gericht nachzuweisen, dass Boshaftigkeit vorlag oder ein Tier absichtlich gequält oder getötet wurde – besonders wenn nur Indizien vorliegen. Deshalb bekommen viele Übeltäter niemals ihre gerechte Strafe.

Es sind außerdem Fälle bekannt, in denen Polizeibeamte harmlose Hunde erschossen haben, weil sie ihre Körpersprache nicht richtig deuten konnten und so nicht erkannten, dass die Tiere keine Gefahr darstellten.


So sollten Sie vorgehen
Wenn Sie vermuten, dass Ihrem Tier absichtlich Schaden zugefügt wurde, bringen Sie es unverzüglich zu einem Tierarzt. Sollte das Tier sterben, lassen Sie eine Autopsie durchführen und bitten Sie Ihren Tierarzt, einen Bericht über die Verletzungen oder Erkrankungen Ihres Tieres und über die bereitgestellte Behandlung zu schreiben. Wurde Ihr Tier vergiftet, fordern Sie Laborwerte an, um die Quelle des Giftes möglicherweise herausfinden zu können und heben Sie die Ergebnisse auf.


Einreichen einer Klage
Sollten Sie wissen, wer Ihrem Tier das angetan hat, erstatten Sie Strafanzeige am besten bei der zuständigen Staatsanwaltschaft und stellen Sie ausdrücklich Strafantrag (hierfür ist kein Rechtsanwalt nötig). Obwohl es sehr schwer ist, das Leben oder die Gesundheit eines Tieres mit einem Geldwert gleichzusetzen, so ärgert eine eventuelle Verurteilung zu einer Geld- oder auch Freiheitsstrafe den Übeltäter vielleicht so sehr, dass er in Zukunft keine Vergehen dieser Art mehr begehen wird. Legen Sie Ihrer Strafanzeige alle Tierarztrechnungen, Dokumente und den unterschriebenen Bericht Ihres Tierarztes vor.

Sie können auch Zivilklage gegen den Täter einreichen, um Schadensersatz einzuklagen. Dies birgt allerdings ein gewisses finanzielles Risiko. Besser ist es, im Rahmen des Strafverfahrens anzuregen, im Rahmen des Adhäsionsverfahrens auch Ihre zivilrechtlichen Ansprüche gleich mit zu verurteilen, damit sparen sich Opfer von Gewalt (und Sie aus Frauchen sind ein solches Opfer dann, welches für das gequälte und/oder getötete Tier streitet) aufwändige Zivilverfahren mit nicht immer überschaubaren Kostenrisiken. Natürlich kann solch ein Schadensersatz lediglich einen finanziellen Ausgleich für Ihr Tier und Ihre Ausgaben ersetzen.

Vielleicht wurden neben den Tierschutzrichtlinien auch andere Gesetze gebrochen, wie z. B. das rechtswidrige Tragen und Nutzen von Waffen oder die Schädigung und/oder Zerstörung von Privateigentum.

Rechtsreformen
Sie können Ihre tierischen Begleiter auch schützen, indem Sie für die Verbesserung des Tierschutzgesetzes kämpfen. Vielleicht kann man Landesregierungen dazu bringen, z. B. die Einsetzung eines ausgebildeten Tierschutzbeauftragten durchzusetzen (siehe u.a. Land Hessen). Versuchen Sie, das Interesse von Behörden zu wecken, indem Sie sie bitten, bestehende Gesetze zu stärken.

Unterschätzen Sie niemals das Medieninteresse an Fällen von Tiermissbrauch. Statten Sie Ihrer lokalen Zeitung oder einem Fernsehsender einen Bericht ab und legen Sie detaillierte Fallbeschreibungen vor (wenn möglich mit Fotos), um das Interesse von Reportern zu wecken.

Vorbeugung
Die einzige Möglichkeit, die Sicherheit Ihrer tierischen Begleiter zu gewährleisten, ist, sie nicht unbeaufsichtigt nach draußen zu lassen. Krankheiten, Autos, andere Tiere und grausame Menschen sind nur einige der Risiken, denen freilaufende Tiere regelmäßig ausgesetzt sind. Viele Menschen glauben, dass Katzen und Hunde selbstständige Tiere sind, die sich selbst verteidigen können. Genau wie Kinder müssen Sie im Freien jedoch beaufsichtigt werden. Tiere müssen sich auf die Wachsamkeit ihrer menschlichen Begleiter verlassen können, um sicher zu sein.
Für all die geliebten Tiere, die von grausamen Menschen getötet wurden, ist es bereits zu spät, aber wir können dafür sorgen, dass sich solche Tragödien nicht wiederholen.

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