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11.01.2009

Wie erkennt man ob es sich um einen seriösen Züchter handelt?

Wie erkennt man ob es sich um einen seriösen Züchter handelt?



Auch in der Schweiz werden immer wieder Welpen aus dubiosen Zuchten angeboten und verkauft. Einige Beispiele solcher Inserate können Sie hier sehen. Falls Sie jemanden kennen, der sich bei einem Züchter einen Welpen kaufen möchte, stellen Sie ihm/ihr vor dem Kauf folgende wichtige Fragen zum Züchter:

Die Übergabe soll an einem merkwürdigen Ort, wie z.B. einem Parkplatz, stattfinden. Der Züchter hat scheinbar etwas zu verbergen, sonst würde er Sie zu sich nach Hause einladen. Es ist wichtig, dass Sie Herkunft und Geburtsstätte der Welpen kennen und besichtigen können. Wenn der Züchter sich mit Ihnen auf einem Parkplatz, einem Markt oder in einem Park treffen will, ist davon auszugehen, dass er und nur als Zwischenhändler agiert, oder dass die Geburtsstätte der Welpen in einem nicht vorzeigbaren Zustand ist. Brechen Sie sofort das Gespräch ab, indem Sie z.B. sagen, dass Sie sich den Kauf noch einmal überlegen möchten!

Bekommen Sie die Eltern - vor allem das Muttertier - zu Gesicht? Wenn nicht, können Sie davon ausgehen, dass der Züchter etwas zu verbergen hat. Die Jungen müssen beim Besuch zusammen mit Mutter und Geschwistern anzutreffen sein. Kann die Mutter nicht gezeigt werden, heisst das entweder, dass sie so geschwächt ist, dass sie dem Käufer ein abschreckendes Bild bieten würde. Oder aber es gibt keine Mutter, weil die Welpen aus dem Ausland importiert sind.



Bietet der Züchter eine sehr große Anzahl von Tieren, vielleicht sogar Tiere verschiedener Rassen zum Kauf an? Aufgrund des großen Zeitaufwands einer verantwortungsvollen und individuellen Betreuung der Mutter und Welpen ist es für einen Züchter nicht möglich, mehr als drei Würfe pro Jahr aufzuziehen. Ist die Auswahl an Welpen groß, ist daher Vorsicht geboten. Bei "Massenproduktionen" treten durch kranke Elterntiere und Inzucht gesundheitliche Probleme auf; psychische Störungen für den Nachwuchs sind die Folge.

Werden Muttertiere und Welpen abgetrennt gehalten?
Sind die Tiere in Räumen außerhalb des Hauses separiert, vielleicht sogar in einem Zwinger im Freien, kann man nicht von einer positiven Sozialisierung der Welpen sprechen. In dieser wichtigen Entwicklungsphase müssen die jungen Tiere unbedingt Kontakt zum Menschen haben und vielerlei Erfahrungen mit ihrer Umwelt machen. Welpen, die reizarm und isoliert aufgezogen werden, können nicht die notwendige soziale Festigkeit für die Zukunft erlangen und mitunter lebenslang in Bezug auf menschlichen Kontakt und andere Umwelteinflüsse unsicher sein.

Wie alt sind die Welpen bei der Abgabe?
Welpen müssen bei der Abgabe ein Alter von mindestens acht Wochen - besser sind zehn Wochen - erreicht haben. Erst dann sind sie in ihrer Entwicklung soweit, dass sie von ihren Wurfgeschwistern und von der Mutter getrennt werden können.

Zeigt sich der Züchter um das weitere Wohlergehen seines Welpens besorgt?
Ein verantwortungsvoller Züchter will seine Welpen an einem guten Platz wissen. Er wird dem zukünftigen Hundehalter vorschlagen, den Welpen bei seiner Mutter und den Geschwistern vorab schon einige Male zu besuchen. Er wird ihn ausserdem über die Bedürfnisse des Tieres informieren und sich versichern, dass der zukünftige Hundehalter diese erfüllen kann. Ein Züchter, der dem Erstbesten, der an seiner Tür klopft, eines seiner Tiere in die Hand drückt, hat kein großes Interesse an seinen Tieren.



Übrigens: Der Kunde, also der zukünftige Tierhalter, bestimmt das Angebot. Erbarmen mit dem Tier darf nicht Kaufgrund sein; damit macht man sich mit verantwortlich für die weitere Zucht. Nur durch einen klaren Boykott solch unseriöser Zuchtstätten kann die schlimme Geschäftemacherei zum Leid der Tiere auf Dauer unterbunden werden.

Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel

VIER PFOTEN geht gegen den illegalen Handel mit Welpen vor: Mit einer internationalen Kampagne wollen wir die Öffentlichkeit über diese Missstände informieren, sie vor dem Kauf eines solchen Hundewelpen warnen und sie auffordern, Rechtsverstöße auf internationaler und nationaler Ebene zu ahnden. In der Schweiz sollen zudem folgende Forderungen durchgesetzt werden:

Sensibilisierung der Behörden durch entsprechende Instruktion:
Viele Grenzwächter sind sich der Problematik des illegalen Welpenhandels zu wenig bewusst. So werden an der Grenze jährlich nur gerade wenige Dutzend Hunde aufgegriffen. Demgegenüber stehen die Erfahrungen der Veterinärämter, die auf auf die Einfuhr mehrerer Tausend Welpen pro Jahr schliessen lassen. Doch an der Grenze werden Kontrollen nur stichprobenweise durchgeführt. Oft werden auch Fahrzeuge nicht angehalten, die offensichtlich Welpen transportieren. VIER PFOTEN fordert deshalb, dass das Thema Hunde in der Ausbildung der Grenzbeamten einen angemessenen Stellenwert erhält.

Handelsverbot für Hunde:
Gewerbsmässige Hundehändler sind nicht am Wohl des Tieres interessiert und bieten ihren Kunden auch keinerlei Gewähr für eine artgerechte und gesunde Aufzucht und Sozialisierung des Hundes. Der Händler als verschleiernde Zwischenstation zwischen Züchter und Hundehalter ist nicht nur unnötig, sondern stellt gar ein Risiko für das Tier, den Käufer und nicht zuletzt für die öffentliche Sicherheit dar. VIER PFOTEN fordert deshalb, den gewerbsmässigen An- und Weiterverkauf von Hunden zu verbieten.

Findel- und Verzichttiere dürfen selbstverständlich weiterhin gegen ein angemessenes Entgelt platziert werden.

Anhebung des Mindestalters auf 12 Wochen für grenzübergreifende Hundetransporte: Welpen unter 12 Wochen stehen in enger Verbindung zu ihrer Mutter. Gewissenlose Hundeverkäufer trennen Muttertier und Welpen oft viel zu früh, um raschen Gewinn zu erzielen. Je kleiner die Welpen, umso niedlicher sind sie und umso eher lösen sie beim potentiellen Käufer einen Schutzinstinkt aus, der ihn zum Mitleidskauf anregt. Welpen unter drei Monaten dürfen nach geltendem Gesetz ohne Mutter eingeführt werden, wenn sie nachweislich nicht mit Tollwut in Berührung gekommen sind. Somit dürfen auch Hunde aus Massenzuchten eingeführt werden, obwohl ihre Aufzucht und Behandlung alles andere als artgerecht ist. VIER PFOTEN fordert deshalb eine Änderung der Einfuhrbestimmungen: Welpen unter zwölf Wochen dürfen nicht ohne Begleitung ihrer Mutter transportiert werden.


Unterstützen Sie VIER PFOTEN beim Kampf gegen den Welpenhandel



Ob im Laden, neben Wochenmärkten oder auf einem Parkplatz aus dem Kofferraum heraus - der gewissenlose Handel mit Welpen blüht fast überall! Das Geschäft hat viele Facetten, und die "Hundevermehrer" machen ein gutes Geschäft: Touristen aus Österreich, Deutschland oder den Niederlanden kaufen die Tiere zu extrem niedrigen Preisen auf den vielen Hundemärkten in Ungarn oder anderen osteuropäischen Ländern. Doch auch in der Schweiz oder den Niederlanden floriert das Geschäft; die Tiere werden u.a. aus Ungarn importiert. Das wollen wir ändern. So können Sie uns bei unserer Kampagne unterstützen:

Wenn Sie selbst schlechte Erfahrungen mit unseriösen Züchtern oder Händlern gemacht haben, die kranke oder zu junge Welpen verkaufen, teilen Sie uns Ihre Erlebnisse mit (043 311 80 96, Email).
Sollten Sie in ein unseriöses Inserat in einer Tageszeitung oder Anzeigenblatt entdecken, schreiben Sie der Anzeigenredaktion und machen Sie sie darauf aufmerksam.
VIER PFOTEN wurde Videomaterial von einem angeblichen Privatzüchter aus Österreich zugespielt. Die Bilder zeigen die Dimensionen des Welpenhandels. JournalistInnen können bei uns Bildmaterial und Videomaterial bestellen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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