Aktuelle Studie belegt: Wale fressen Menschen keinen Fisch weg
Die Freiburger Wissenschaftlerin Dr. Kristin Kaschner hat in einer kürzlich erschienen Studie belegt, dass Wale in tropischen und subtropischen Gewässern der kommerziellen Fischerei nicht die Fischbestände wegfressen.
In Zusammenarbeit mit amerikanischen und kanadischen Kollegen entwickelte Dr. Kaschner Ökosystemmodelle der Meeresgebiete. Anhand bereits vorhandener Daten simulierten die Forscher ein Szenario, in dem in den betroffenen Gewässern eine deutlich verringerte Anzahl an Walen lebte. Es gelang den Forschern nachzuweisen, dass selbst eine komplette Ausrottung der Großwale in den Forschungsgewässern nur einen minimalen Anstieg der kommerziell genutzten Fischbestände zur Folge hätte. Im Gegenzug konnten Sie belegen, dass bereits geringe Änderungen im Fischereimanagement zu einer signifikanten Erholung der Fischbestände beitragen würden.
Die klare Schlussfolgerung ist für die Forscher, dass die Lösung der enormen Fischereiprobleme der Entwicklungsländer mit Sicherheit nicht im Walfang liegt. Vielmehr sollte man die Fischereikrise als globales Problem betrachten und Faktoren wie die Überfischung durch Industrienationen, Klimawandel und lokales Missmanagement in die Überlegungen zur Verbesserung der aktuellen Situation mit einbeziehen.
Die Ergebnisse der Studie sind kürzlich als Artikel im Policy Forum von Science (Bd. 323, Issue 5916, S. 880-881, 2009) erschienen.
Quelle: idw-online.de
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