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15.02.2009

BOS-Informationsveranstaltung für eine neue Orang-Utan-Insel in Nyaru Menteng

BOS-Informationsveranstaltung für eine neue Orang-Utan-Insel in Nyaru Menteng

BOS wirbt bei der lokalen Bevölkerung für die Wichtigkeit eines Auswilderungsgebietes und erläutert die Vorteile, die ein Naturschutzgebiet den ansässigen Dorfbewohnern bringen kann.



Bis zum 7. Februar 2008 waren bereits sieben Orang-Utans in die Rehabilitationsstation Nyaru Menteng gebracht worden. Zwar ist diese Zahl noch gering im Vergleich zum Rekordjahr 2007, dennoch ist auch sie eine große Belastung für das BOS-Management. Rund 600 Orang-Utans leben momentan in der Rehabilitationsstation und schon jetzt sind die Kapazitäten so gut wie erschöpft.

Neben neuen Käfigen benötigt die Station auch Areale für die Waldschule und geschützte Waldflächen für vorübergehende Auswilderungen. Immer wieder müssen Babysitter und Techniker provisorische Lösungen finden um die Tiere angemessen zu versorgen. So verbringen zum Beispiel Orang-Utans desselben Alters die Nacht zusammen in einem Käfig oder Trainingsgruppen werden so koordiniert, dass alle zeitlich versetzt dasselbe Areal nutzen können. Allerdings sind dies lediglich Notlösungen, die nur kurzfristig funktionieren. Mit jedem Tag wachsen die Tiere zu ausgewachsenen Orang-Utans heran, die ganz andere Bedürfnisse haben.

Unaufhörlich sucht das BOS-Management-Team deshalb noch Land, um die herangewachsenen Primaten auf sogenannten Orang-Utan-Inseln in ein semiwildes Habitat umsiedeln zu können. Augenblicklich sind etwa 100 Orang-Utans bereit für diese neue Phase im Rehabilitationsprozess, doch die Umsiedelung ist aufgrund fehlender Waldflächen im Moment einfach nicht realisierbar.

Ein geeignetes Gebiet, das für die Umsiedelung in Frage kommt, ist sogar schon gefunden. Es befindet sich im Jabiren-Raya-Gebiet und umfasst eine Fläche von etwa 3.100 Hektar, nur von den Dörfern Nusa Tumbang und Pilang unterteilt. Ein Gutachten ergab außerdem, dass dieses Gebiet geeignet ist um Orang-Utans einen neuen Lebensraum zu geben.

Die erste Herausforderung des Management-Teams war der Dialog mit der lokalen Bevölkerung. Einige Teile des Gebietes sind seit 50 Jahren Anbauflächen für Gummibaum-Plantagen, davon liegt jedoch ein großer Teil brach. Also galt es, der Bevölkerung das Anliegen des Projektes nahe zu bringen, sie über die Wichtigkeit eines Auswilderungsgebietes zu informieren und die Vorteile eines Naturschutzgebietes für jeden einzelnen Bewohner zu schildern. Daraufhin wurde eine Informationsveranstaltung organisiert, an der sowohl Vertreter verschiedener Organisationen und der Regierung als auch viele Mitarbeiter von Nyaru Menteng, darunter die Managerin Lone Dröscher-Nielsen teilnahmen. Zahlreiche Einwohner der angrenzenden Dörfer besuchten dieses einmalige Event.

Eine Diskussionsrunde sorgte für regen Wortwechsel und Vor-und Nachteile konnten tiefgehend abgewogen werden. Die größte Angst der Bevölkerung bestand darin, den Zugang zu ihrem Land zu verlieren, sobald BOS das Gebiet um Pilang übernehmen würde. Viele waren jedoch auch begeistert von der Idee und sahen die Präsenz von BOS als Chance, auch um die Entwicklung im Dorf zu verbessern. Durch das von BOS ausgearbeitete Programm zur gesellschaftlichen Entwicklung der ländlichen Regionen und somit der Förderung von Bauernverbänden (zu 90% bestehend aus Bauern und Fischern) erhoffen sich die Beteiligten außerdem ökonomische Verbesserungen. Desweiteren werden in Zukunft Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb des Projektes für die Ortsbewohner angeboten.

Obgleich noch kein klares Abkommen zwischen beiden Parteien unterzeichnet werden konnte, war die Informationsveranstaltung ein großer Erfolg und eine weitere ist bereits geplant.

Quelle: BOS-Deutschland

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