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17.02.2009

Grauwal




Grauwal

Wissenschaftlicher Name: Eschrichtius robustus
Deutscher Name: Grauwal
Andere Namen: California gray whale, Grey whale, Devilfish, Mussel-digger, Scrag whale
Englische Bezeichnung: Grey whale
Spanischer Name: -

Taxonomie
Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Mysticeti
Familie: Eschrichtiidae
Gattung: Eschrichtius
Spezies: robustus

Verhalten
Grauwale sind vielleicht die aktivsten unter allen Großwalarten. Man kann sie oft beim Springen („breaching“), dem Umschauen („spyhopping“) oder beim Schlagen mit der Schwanzflosse auf die Wasseroberfläche („lobtailing“) beobachten. Oft werden sie auch in sehr flachem Wasser in der Brandung gesichtet.

Sie besitzen eine Fresstechnik, die sie von allen anderen Bartenwalen unterscheidet. Sie jagen und fressen kleine Tiere, die am Meeresboden leben, indem sie sich auf eine Seite rollen und dann langsam schwimmend das Bodensediment einsaugen. Wie andere Bartenwale auch sieben sie dann die für sie nahrhaften Meerestierchen aus dem aufgenommenen Schlamm und den Wassermassen mittels ihrer Barten. Am Meeresboden lassen sie mit dieser Fressmethode tiefe Gräben zurück. Grauwale suchen ihr Futter in Tiefen bis zu 120 Metern, bevorzugen jedoch flachere Gewässer. Die typische Gruppengröße beträgt bei den Tieren 1-3 Individuen, in einigen Gebieten sind jedoch auch größere Gruppen zu finden.

Globale Verbreitung
Grauwalen kann man von April bis November in ihren arktischen Fressgründen begegnen, von Dezember bis April halten sie sich in mexikanischen Gewässern zur Fortpflanzung auf. Im Oktober beginnt ihre Wanderung in den Süden und dauert bis Februar. In diesem Monat brechen die ersten Tiere bereits wieder nach Norden auf. Diese nördliche Wanderung dauert bis in den Juli. Eine kleine Anzahl von Tieren verbringt den Sommer in den Gewässern British Columbia, Kanada, sowie vor Washington State, Oregon und Nordkalifornien in den USA.

Morphologie
Grauwale besitzen eine gefleckte graue Hautfärbung, die manchmal schieferblau oder marmorweiß erscheinen kann. Sie haben relativ kleine Köpfe, die zwischen Rostrum (Schnauzenspitze) und Blasloch gebogen sind. Grauwale haben keine Rückenfinne, sondern nur einen kleinen Buckel, an den sich ein Kamm mit einer Reihe von kleineren Erhebungen anschließt (6-12 bis zum Schwanz). Ihre Brustflossen („Flipper“) sind schmal und paddelförmig. Die Barten sind ungefähr 50 cm lang. Grauwale haben gelbe Flecken auf ihrer Haut, hierbei handelt es sich um Ansammlungen von parasitischen Walläusen. Es gibt einige Walarten, die von diesen Tieren befallen werden, jedoch handelt es sich nicht immer um den gleichen Typ – einige Parasiten leben nur auf einer ganz bestimmten Walart.

Der Grauwal wird stärker als jede andere Walart von einer großen Anzahl verschiedener Parasiten heimgesucht. Sie hinterlassen auf der Haut der Wale viele Narben, scheinen die Wale jedoch nicht direkt zu stören.

Nordamerikanische Walfänger nannten die Grauwale „devilfish“, was soviel wie „Teufelsfisch“ bedeutet. Der Name kam auf, da besonders die Walkühe ihre Kälber so heftig verteidigten, wenn man sich ihnen näherte, dass sie oftmals die Walfänger sogar angriffen und attackierten. Heute sind sie dafür bekannt, nicht nur eine der aktivsten Großwalarten zu sein, sondern auch eine der freundlichsten und neugierigsten. Neugeborene Grauwale sind zwischen 4,5 und 5 Metern lang. Ausgewachsen werden bis zu 12 bis 14 Meter lang. Bei der Geburt wiegen Grauwale eine halbe Tonne. Ausgewachsene Tiere erreichen ein Gewicht von 15 bis 35 Tonnen.
Sie ernähren sich von Fisch, Krill und/oder andere Krebstiere (Crustaceen).

Gefährdung
Lebensraumverlust, menschliche Störung, chemische Meeresverschmutzung, Verfangen in Fischernetzen, Bejagung

Bestand
Der kommerzielle Walfang hat den Grauwalbestand stark in Mitleidenschaft gezogen. Die nordatlantische Population war um das 17./18. Jahrhundert herum ausgestorben. Vor der Ostpazifikküste wurden Grauwale über 80 Jahre lang durchgehend gejagt. Im frühen 19. Jahrhundert war die kalifornische Grauwalpopulation bis auf wenige hundert oder tausend Tiere dezimiert (Carwardine, 1995). Erst im Jahr 1946 wurden sie offiziell unter Schutz gestellt.

Schutzmaßnahmen
CMS: nicht gelistet
IUCN: geringeres Gefährdungsrisiko, abhängig von Erhaltungsmaßnahmen

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