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15.02.2009

Nonius (Pferd)

Nonius (Pferd)
Der Nonius ist die bekannteste ungarische Warmblutpferderasse. Sie wurde 1816 durch den Anglo-Normänner Hengst Nonius im ungarischen Gestüt Mezöhegyes begründet. 1861 wurde die Rasse in einen leichten, kleineren und einen schweren Typ unterteilt.



Für Hintergrundinformationen zur Pferdebewertung und -zucht siehe: Exterieur, Interieur und Pferdezucht.

Exterieur
Das Exterieur des Nonius erinnert an ein typisches Kutschpferd. Der Nonius besitzt einen großen Ramskopf, einen langen muskulösen Hals, eine breite, tief angesetzte Brust und einen nur wenig aufgezogenen Unterbauch. Der Widerrist ist ausgeprägt und geht in einen langen, breiten Rücken mit schräger Kruppe über. Die Beine sind kräftig und zeichnen sich durch große Gelenke aus. Der Nonius misst 145 bis 160 cm, er ist frühestens mit sechs Jahren ausgewachsen.

In den Fellfarben vertreten sind überwiegend Braune und Rappen mit leichtem Rotstich. Füchse sind selten. Weiße Abzeichen kommen ebenfalls selten und in sehr geringem Ausmaß vor.

Interieur
Der Nonius zeichnet sich durch seine Zähigkeit und Robustheit aus. Trotz seiner Lebhaftigkeit hat der Nonius ein ausgeglichenes Temperament und ist sehr gutmütig und lernwillig.

Zuchtgeschichte
Die Rasse ist nach dem Stammvater, dem Anglo-Normänner Rapphengst Nonius senior, benannt, der 1810 in Frankreich geboren wurde. Über seinen Geburtsort und seine Abstammung existieren unterschiedliche Angaben, gesichert ist, dass er einen hohen Anteil an englischem Vollblut führte. Die österreichische Armee erbeutete Nonius 1815 nach der Niederlage Napoleons aus dem französischen Gestüt Rosières-aux-Salines und brachte ihn nach Wien. Von dort aus wurde er 1816 in das von Kaiser Joseph II. gegründete Gestüt Mezöhegyes gebracht, wo er bis zu seinem Tod 1832 als Deckhengst eingesetzt wurde.

Der Hengst, dessen Attraktivität durch einen schweren Ramskopf mit tiefliegenden kleinen Augen geschmälert wurde, wurde mit ungarischen sowie türkischen, spanischen, arabischen und Lipizzaner-Stuten gepaart, woraus 15 Zuchthengste hervorgingen. Durch Inzucht und die durchschlagende Vererbung des Nonius entstand trotz der Unterschiedlichkeit der Stuten eine einheitliche Rasse. Ab 1860 wurde englisches Vollblut in die Zucht eingebracht, wodurch die kleineren Fehler im Exterieur des Stammvaters verschwanden und die Rasse insgesamt leichter wurde. 1861 wurde begonnen, zwei Typen der Rasse zu unterscheiden: Der schwere und mit einem Stockmaß von 160 bis 165 cm größere Typus fand als Zugpferd in der Landwirtschaft Verwendung. Der leichte kleinere Typus mit einem Stockmaß von 145 bis 160 cm wurde als Kutsch- und Reitpferd eingesetzt. Der leichtere Typ kommt heute auch als Sportpferd zum Einsatz.

Seit 1961 wird der Nonius ausschließlich in Hortobágy gezüchtet. Bereits ab 1885 wurde die Nonius-Zucht nicht mehr nur in Mezöhegyes, sondern auch in Hortobágy betrieben.

Siehe auch
Liste der Pferderassen
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Pferderassen

Quellen
Monique und Hans D. Dossenbach, Hans Joachim Köhler: Gestüte, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-1586-8

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