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17.02.2009

Nördlicher Glattwal/Nordkaper

Nördlicher Glattwal/Nordkaper



Wissenschaftlicher Name: Eubalaena glacialis
Deutscher Name: Nördlicher Glattwal/Nordkaper
Andere Namen: Richtiger Wal, Nordatlantischer Glattwal, Nordpazifischer Glattwal, Biskayerwal, Biscayan Right whale, Black Right whale
Englische Bezeichnung: Northern Right Whale
Spanischer Name: -

Taxonomie
Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Mysticeti
Familie: Balaenidae
Gattung: Eubalaena
Spezies: glacialis

Verhalten
Diese großen Tiere schwimmen sehr langsam, sind dabei jedoch erstaunlich akrobatisch. Sie vollführen Sprünge, rollen sich auf die Seite, und peitschen dabei die Wasseroberfläche mit den Brustflossen. Sie wurden außerdem beim „Kopfstand“ beobachtet, bei dem sie länger als zwei Minuten die Fluke (Schwanzflosse) in die Luft heben. Nordkaper sind verspielte und neugierige Tiere, die Objekte, die sie im Wasser finden, in dieses Spiel mit einbeziehen.Zum Teil schwimmen sie selbst an Boote heran oder lassen es zu, dass diese sich ihnen nähern.

Globale Verbreitung
Nordkaper bewohnen besonders die kalten Gewässer des Nordatlantik. Ihre Hauptnahrungsgebiete befinden sich vor der Ost -und Westküste Kanadas und Cape Cod Bay in den USA. Die Fortpflanzungsgebiete liegen weiter südlich, vor der Küste Floridas und Georgias. Einige wenige wurden im östlichen Nordatlantik und Nordpazifik gesichtet.

Morphologie
Der Nordkaper ist in der Regel schwarz mit Hornhautschwielen auf dem Kopf. An diesen hornigen Auswüchsen sammeln sich „Walläuse“, die als Parasiten auf dem Tier leben. Sie gehören zu den Krebstieren (Crustaceen) und sind blassgelb, orange oder rosafarben. Walbeobachtern können die Tiere anhand dieser hellen Muster und Formen auf dem Kopf leicht individuell von einander unterscheiden, da diese bei jedem Tier unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Auch Seepocken und Würmer leben auf den Auswüchsen. Diese Walart zeichnet sich durch einen sehr schweren und rundlichen Körper aus, der generell schwarz gefärbt ist. Nur auf der Bauchseite finden sich gelegentlich weiße Flecken. An ihren riesigen, spatelförmigen Brustflossen („Flipper“) werden schmale Leisten sichtbar – die „Fingerknochen“ des Wals. Im Erwachsenenalter messen die Tiere zwischen 11 und 18 Metern, bei der Geburt immerhin schon 4,5 bis 6 Meter. Kurz nach der Geburt wiegen die Wale etwa eine Tonne und werden bis zu einem Gewicht von 30 bis 80 Tonnen schwer. Sie ernähren sich von Krill und/oder anderen Krebstieren (Crustaceen).

Gefährdung
Lebensraumverlust, menschliche Störung, chemische Meeresverschmutzung, Verfangen in Fischernetzen, Bejagung

Bestand
Der Nordkaper ist die am stärksten bedrohte Großwalart – die weltweite Population wird auf etwa 300 Tiere geschätzt. Viele Tiere sterben noch immer durch das Verfangen in Fischernetzen oder Kollisionen mit Schiffen. Die Tiere werden im Englischen "right whales" – "richtige Wale" genannt. Dieser Name rührt noch aus den alten Walfangzeiten. Walfänger betrachteten die Tiere als geeignet – also "richtig" – für die Jagd. Man kann sich ihnen leicht nähern, sie sind unschwer zu fangen und treiben zudem nach ihrem Tod an der Oberfläche. Außerdem enthalten die Zellen ihrer Fettschicht (des "Blubbers") viel wertvolles Öl. In der Walfangindustrie war dieses Öl bekannt als "flüssiges Gold". Es konnte verkauft werden, um die unterschiedlichsten Produkte wie Seife, Shampoo, Lippenstifte, Farbe oder Lampenöl daraus herzustellen.

Schutzmaßnahmen
CMS: Anhang I
IUCN: stark gefährdet


Seiwal

Wissenschaftlicher Name: Balaenoptera borealis
Deutscher Name: Seiwal
Andere Namen: Pollack Whale, Coalfish Whale, Sardine Whale, Japan Finner, Rudolphi`s Whale
Englische Bezeichnung: Sei whale
Spanischer Name: -

Taxonomie
Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Mysticeti
Familie: Balaenopteridae
Gattung: Balaenoptera
Spezies: borealis

Verhalten
Seiwale zeigen ein regelmäßiges Tauchmuster und verbringen die meiste Zeit nahe der Oberfläche. Alle 40 bis 60 Sekunden atmen die Tiere an der Oberfläche, vor den 5-20-minütigen Tauchgängen häufiger.
Beim Schwimmen sind die Rückenfinne und der Rücken länger sichtbar als dies bei anderen Großwalarten der Fall ist. Der Seiwal ist in der Lage, relativ hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.

Globale Verbreitung
Der Seiwal wird in allen Weltmeeren gefunden. Seine sommerlichen Nahrungsgründe liegen in subarktischen und subantarktischen Gewässern. Man nimmt an, dass die Tiere im Winter in wärmere, äquatornähere Breitengrade ziehen. Seiwale sind in der südlichen Hemisphäre häufiger. Diese Populationen mischen sich nicht mit den Tieren der nördlichen Hemisphäre.
Sie können in der Nähe von Inseln beobachtet werden, jedoch selten an den Küsten des Festlandes.

Morphologie
Der Seiwal ist die am wenigsten bekannte Art der Furchenwalfamilie. Die Tiere ähneln den Individuen anderer Arten der Familie und werden so leicht mit den in etwa gleich großen Bryde– und Finnwalen verwechselt. Der Seiwal besitzt jedoch nicht die drei Kopfleisten des Brydewals, sondern zeigt nur eine einzige Kammlinie. Von den Finnwalen unterscheidet sie der weißliche Unterkiefer, den Seiwale nicht besitzen.Beim Fressen nehmen Seiwale nicht wie die anderen Furchenwale große Mengen an Wasser auf, um Nahrung herauszufiltern. Sie schöpfen stattdessen das Wasser beim Schwimmen gezielt nach kleinen Krebstieren (Copepoden) ab. Aus diesem Grund besitzen sie kürzere Kehlfurchen und feinere Bartenplatten als die anderen Arten. Seiwale werden normalerweise in kleinerer Anzahl gefunden, obwohl man sie in nahrungsreichen Gebieten auch in größeren Gruppen antreffen kann. Männchen erreichen eine Länge von ungefähr 12,8 bis 18,6 Metern, Weibchen sind 13,4 bis 21 Meter und Neugeborene 4,4 bis 4,8 Meter lang. Während Seiwale bei der Geburt etwa 725 kg wiegen, bringen ausgewachsene Tiere zwischen 20 und 30 Tonnen auf die Waage. Sie ernähren sich von Fisch, Krill und/oder andere Krebstiere (Crustaceen) sowie Tintenfisch.

Gefährdung
Seiwale sind wie die anderen Großwalarten auch durch Umweltveränderungen bedroht, hierzu zählt neben der chemischen Meeresverschmutzung auch die wachsende Lärmbelastung durch menschliche Einflüsse.

Bestand
Während der 1960er und 1970er Jahre wurden Seiwale sehr stark von der Walfangindustrie ausgebeutet, worunter die Populationen ernsthaft gelitten haben.

Schutzmaßnahmen
CMS: Anhang I
IUCN: stark gefährdet


Südlicher Glattwal



Wissenschaftlicher Name: Eubalaena australis
Deutscher Name: Südlicher Glattwal
Andere Namen: Richtiger Wal, Black right whale
Englische Bezeichnung: Southern Right Whale
Spanischer Name: -

Taxonomie
Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Mysticeti
Familie: Balaenidae
Gattung: Eubalaena
Spezies: australis

Verhalten
Südliche Glattwale sind langsame Schwimmer, die jedoch oft sehr akrobatisch anmutende Körperspiele vollführen. Dabei winken sie außerhalb des Wassers mit ihren Brustflossen, springen (bis zu 10 Mal hintereinander) oder Schlagen mit den Brust– bzw. Schwanzflossen auf die Wasseroberfläche („flipper-slap“ / „lobtail“). Manchmal werfen Südkaper auch ihre Schwanzflossen hoch in die Luft und hängen dabei senkrecht im Wasser. Das „Segeln“ ist auch eine beliebte Tätigkeit dieser Tiere – sie benutzen dabei ihre Schwanzflossen im Wind als Segel. Gelegentlich schwimmen sie auch mit offenem Mund nahe der Oberfläche und zeigen ihre Barten. Südliche Glattwale leben in kleinen Gruppen von bis zu 12 Individuen. Normalerweise beträgt ihre Gruppengröße 2 bis 3 Tiere, in den Nahrungsgründen jedoch sammeln sie sich auch in größerer Anzahl. Wenn sie in kleinen Gruppen zusammen sind, wechseln sie sich oft mit dem Atmen an der Oberfläche ab. Ihr „Stöhnen“ und andere „Klagelaute“ sind meistens nachts zu hören, wenn sie in die Paarungsgebiete kommen.

Globale Verbreitung
Südliche Glattwale paaren sich und kalben in den Küstengewässern Chiles, Argentiniens, Brasiliens, Südafrikas, Südaustraliens und einiger Inseln in der südlichen Hemisphäre. In den Sommermonaten ziehen sie in Gewässer um den antarktischen Kontinent, um dort zu fressen.

Morphologie
Südliche Glattwale haben große Auswüchse am Kopf, woran man sie leicht erkennen kann. Die auf diesen Schwielen lebenden „Walläuse“ lassen sie weiß, rosa, gelb oder orange erscheinen. Südkaper besitzen mehr solcher Auswüchse auf ihrer „Unterlippe“ und weniger auf dem Kopf als Nordkaper. Und obwohl es noch einige andere Unterschiede gibt, sind die beiden Spezies doch nahezu identisch. Die größte der Kopfschwielen sitzt auf der Spitze des Oberkiefers und wird als „Mütze“ bezeichnet. Südkaper zeichnen sich durch sehr breite Rücken aus, denen die Finne fehlt. Der Kopf ist sehr groß, die Kieferlinie gebogen und die Brustflossen sind ebenfalls groß und breit.
Die Schwanzflosse besitzt in der Mitte eine tiefe Kerbe und ihre Kanten sind breit, glatt und konkav geformt. Die Haut der Tiere ist schwarzbraun mit weißen Flecken auf der Bauchseite. Die Barten werden 2,8 Meter lang und sind normalerweise dunkelbraun, grau oder schwarz gefärbt. Unterwasser können sie gelb erscheinen und bei jüngeren Tieren sind sie generell heller gefärbt. Auf jeder Seite des Oberkiefers finden sich 220 bis 260 Bartenplatten mit fransigen Rändern. Südliche Glattwale haben zwei Blaslöcher und ihr Blas („Atemwolke“) ist breit und V-förmig. Er kann bis zu 5 Metern hoch werden. Neugeborene Kälber sind zwischen 4,5 und 6 Metern lang. Ausgewachsene Tiere messen zwischen 11 und 18 Metern. Südkaper wiegen bei der Geburt etwa eine Tonne, ausgewachsene Tiere zwischen 30 und 80. Sie ernähren sich von Krill und/oder andere Kleinkrebse (Crustaceen).

Gefährdung
Lebensraumverlust, menschliche Störung, Verfangen in Fischernetzen

Bestand
Die Walfangindustrie dezimierte die Populationen des Südlichen Glattwals derart, dass sie nun als seltene Tierart eingestuft werden (IUCN 1996).

Schutzmaßnahmen
CMS: Anhang I
IUCN: geringeres Gefährdungsrisiko, abhängig von Erhaltungsmaßnahmen


Zwergglattwal

Wissenschaftlicher Name: Caperea marginata
Deutscher Name: Zwergglattwal
Andere Namen: -
Englische Bezeichnung: Pygmy right whale
Spanischer Name: -

Taxonomie
Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Mysticeti
Familie: Neobalaenidae
Gattung: Caperea
Spezies: marginata

Verhalten
Die Wale dieser Art schwimmen sehr langsam, wobei sie ihren gesamten Körper wellenförmig biegen. Der Zwergglattwal verbringt meist nicht mehr als einige Sekunden an der Wasseroberfläche. Wenn ein Tier auftaucht, bringt es seine Schnauze aus dem Wasser, wobei sein Unterkiefer bzw. seine Barten hell aufleuchten.

Globale Verbreitung
Da Zwergglattwale sehr selten gesichtet werden, weiß man von allen Bartenwalen am wenigsten über sie. Man glaubt, dass sie in Gebieten leben, in denen die Oberflächenwassertemperatur zwischen 5 und 20 Grad Celsius beträgt, und dass sie außerdem nur die Ozeane der südlichen Hemisphäre bewohnen. Einige Populationen leben das ganze Jahr über im gleichen Gebiet, wie diejenige vor Tasmanien. Wissenschaftler haben aber insgesamt nur vage Vorstellungen von bestimmten Gebieten, welche die Wale bewohnen könnten, ermittelt aus mehreren Strandungen in so weit voneinander entfernten Gebieten wie Neuseeland und Südafrika.

Morphologie
Wie die anderen Glattwalarten auch besitzt der Zwergglattwal eine stark gewölbte Kieferlinie, die sich mit zunehmendem Alter noch stärker biegt. Der Rücken der Tiere ist grau, während der Unterkiefer und die Bauchseite blassgrau bis weiß gefärbt sind. Mit der Zeit dunkeln diese Körperstellen jedoch nach. Im Gegensatz zu den anderen Glattwalarten tragen die Zwergglattwale eine, wenn auch kleine, Rückenfinne und besitzen schmale Brustflossen („Flipper“) mit leicht abgerundeten Enden. Ihre Körper sind zudem stromlinienförmiger und ihr Kopf ist im Vergleich zum Rest des Körpers klein. Die Barten der Tiere sind elfenbeinfarben und von jeder Kieferseite hängen 213 bis 230 Stück. Bei der Geburt messen die Tiere nur 1,6 bis 2,2 Meter und im Erwachsenenalter 5,5 bis 6,5 Meter. Das Geburtsgewicht der Wale ist unbekannt, ausgewachsene Tiere bringen jedoch 3 bis 3,5 Tonnen auf die Waage. Sie ernähren sich von Krill und/oder andere Kleinkrebse (Crustaceen).

Gefährdung
Verfangen in Fischernetzen und schädliche Umwelteinflüsse jeglicher Art

Bestand
Unbekannt

Schutzmaßnahmen
IUCN: geringeres Gefährdungsrisiko, abhängig von
Erhaltungsmaßnahmen

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