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15.02.2009

Orang-Utans behandeln Schmerzen ähnlich wie Ureinwohner

Orang-Utans behandeln Schmerzen ähnlich wie Ureinwohner
Wilde Orang-Utans wurden dabei beobachtet, sich mit selbst produzierten Salben zu verarzten. Ein weiteres Indiz für die große Ähnlichkeit von Orang-Utans und Menschen.



Wie das englische Magazin New Scientist berichtet, haben Wissenschaftler der britischen Universität Cambridge wilde Orang-Utans dabei beobachtet, sich lindernden Balsam auf schmerzende Körperteile aufzutragen. Diese Form der Selbstbehandlung wurde bei Menschenaffen erstmalig festgestellt.

Die Primatologin Hellen Morrogh-Bernard machte diese Beobachtung im Jahre 2005 im Sabangau Waldgebiet in Zentral-Kalimantan während einer Studienreihe zum dort heimischen Borneo Orang-Utan (Pongo Pygmaeus). Interessant an diesem Umstand sei, dass auch die lokale Bevölkerung auf dieselbe Paste zurückgreife um Wunden zu versorgen.

Morrogh-Bernard berichtet von einem ausgewachsenem Weibchen, das Blätter von einer Pflanze pflückte und diese im Mund kaute - durch den Speichel entstand hier eine dicke weiß-grünliche Paste. Das Tier nahm sich dann von dieser Salbe und rieb sich damit den linken Arm im Schulterbereich ein, ganz als trage es Sonnencreme auf. Von der methodischen Art des Einmassierens her schloss Morrogh-Bernard darauf, dass sich das Weibchen gerade selbst behandele.

Diesen Schluss legten auch die Reste der Salbe nahe, die die Wissenschaftlerin und ihr Team aufsammeln konnte. Es handelte sich dabei um Pflanzen aus der Gattung der Tagblumen (Commelina), die auch von Eingeborenen verwendet wird um Salben gegen Schwellungen, Knochen- und Muskelschmerzen herzustellen. Die Möglichkeit, dass es sich dabei um eine Form der Insektenabwehr handelte, konnte die Primatologin mit einiger Sicherheit ausschließen.

Selbstmedikation bei Affen kennt man sonst nur bei Schimpansen und Gorillas, die rauhe Blätter schlucken um Darmparasiten zu bekämpfen. Bei Orang-Utans ist dieses Wissen jedoch neu. Die Beobachtung dreier weiterer Tiere die sich genauso selbst behandelten, bestätigen ihre These, so Morrogh-Bernard. Es bestehe die Möglichkeit, dass Vorfahren der einheimischen Bevölkerung die Verfahrensweise von den Affen abgesehen hätten. Ihrer Meinung nach eine "direkte Verbindung zwischen Menschen und Menschenaffen ".

Quelle: BOS-Deutschland

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