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15.02.2009

Otto Normalverbraucher

Otto Normalverbraucher
Wir waren eine lange Zeit auf den Malediven zu Hause. Täglich sprangen wir voller Leidenschaft ins Wasser und genossen die wunderschönen Fische rund um uns. Wir tauchten ab in eine so verletzliche und so zauberhafte Welt und freuten uns darüber, dass die Erde so was Wundervolles für uns bereit hält. Viele Leute kamen auf die Malediven, um uns dies gleich zu tun: Ins Wasser reinspringen und beim Schnorcheln oder Tauchen die Fische bewundern.

Nun hört man immer mal wieder einen Otto Normalverbraucher zu einem anderen Otto Normalverbraucher sagen: "Die Malediven sind aber auch nicht mehr, was sie mal waren. Da hatte es ja früher noch viel mehr Fische" - sagt's am Buffet und packt sich ein Stück Fisch auf den Teller!!

Diese Leute mögen Recht haben - sicher war vor vielen Jahren der Fischbestand noch grösser, ist ja auch kein Wunder, wenn man überlegt, was in all den Jahren aus dem Wasser gezogen wurde. Dass jeder einzelne, der Fische verzerrt mitschuldig an dieser Misere ist, davon will aber keiner was wissen. Dann heisst's "Nur wenn ich keinen Fisch mehr esse, dann ändert das auch nichts" oder "Wenn der Fisch schon tot am Buffet liegt, dann kann ich den ebenso essen - wird ja eh nicht mehr lebendig". Lebendig wird er nicht mehr, das stimmt. Aber so lange Fisch gegessen wird, wird auch Fisch gefangen, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Die Zeiten sind vorbei, wo man noch beides haben konnte: Fischreichtum im Wasser und Fisch auf dem Teller. Heute muss man sich entscheiden, was einem wichtiger ist: Fisch im Wasser oder Fisch im Bauch...beides zusammen geht nicht.

Damit die Unterwasserwelt erhalten bleiben kann, muss jeder zuerst bei sich selbst den ersten Schritt tun. Auf Fischgerichte zu verzichten sollte eigentlich ein Kleines sein, im Vergleich dazu, was man dafür Grosses für das Leben in den Ozeanen erreicht. Wir bezeichnen uns immer selbst als zivilisierte Menschen und von daher sollte das eigentlich heutzutage jedem begreiflich sein, was passiert, wenn wir unsere Einstellung nicht ändern und lernen auch mal auf was kulinarisch Gutes zu verzichten: "Die Ozeane werden schon sehr bald total und unwiderruflich leer gefischt sein!!" Wir haben früher auch Fisch gegessen und es sehr genossen, aber wenn man nicht einmal mehr auf das verzichten kann, wird sich bezüglich Fischreichtum in den Meeren auch nichts ändern.

Die westliche Welt verurteilt immer gerne die asiatische Kultur wegen ihren exotischen Speisen und der damit verbundenen direkten Zerstörung oder gar Ausrottung bestimmter Tierarten. Aber sind wir mit unserem uneinsichtigem und teils ignorantem Verhalten wirklich so viel besser?

Sicher ist es das Recht von jedermann zu essen was er will. Aber es ist auch das Recht unserer nächsten Generation diese Tiere zu sehen und zu entdecken wo sie hingehören und sie nicht nur aus Büchern oder vom Fernsehen her zu kennen.

Und seien Fischgerichte noch so lecker, wir sollten endlich anfangen unsere Welt wieder in Takt zu bringen anstatt sie weiterhin zu zerstören. Was wir tun? Ganz klar, nichts mehr essen, was aus dem Meer kommt und das konsequent. Frei nach Neil Armstrong: "Es ist ein kleiner Schritt für mich, aber ein grosser für die Meere!!"

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