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17.02.2009

Pottwale und Zwergpottwal

Pottwale

Alle drei Pottwalarten haben eine wachsartige Struktur in ihrem Schädel, die als Spermaceti-Organ bezeichnet wird. Trotz dieser Gemeinsamkeit unterscheiden sich Zwerg– und Kleiner Pottwal jedoch sehr von dem besser bekannten und viel größeren Pottwal, und werden deshalb auch einer anderen Familie zugeordnet.

Kleiner Zwergpottwal



Wissenschaftlicher Name: Kogia sima
Deutscher Name: Kleiner Zwergpottwal
Andere Namen: Kleinspottwal
Englische Bezeichnung: Dwarf Sperm Whale, Owen`s Pygmy Sperm Whale
Spanischer Name: -

Taxonomie
Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Kogiidae
Gattung: Kogia
Spezies: sima

Verhalten
Wie der Zwergpottwal taucht der Kleine Zwergpottwal sehr langsam auf und sinkt eher unter die Wasseroberfläche, als dass er aktiv abtaucht. Er scheint sich Booten nicht zu nähern, auch wenn er gelegentlich Booten erlaubt, sich ihm zu nähern, wenn er sich an der Oberfläche sonnt. Beobachtungen nach liegt der Kleine Zwergpottwal beim Ruhen tiefer im Wasser als der Zwergpottwal. Die Tiere wandern wahrscheinlich in Gruppen mit weniger als 10 Mitgliedern.

Globale Verbreitung
Der Kleine Zwergpottwal lebt in tiefen Gewässern, wahrscheinlich dicht gehäuft am Kontinentalsockel. Die Art bevorzugt wärmere Gewässer vor der Südspitze Südafrikas und im Golf von Kalifornien, wo sie manchmal auch nahe der Küste gesehen werden.

Morphologie
Der Kleine Zwergpottwal ist die kleinste Großwalart, sogar einige Delfinarten sind größer. Die Tiere werden meist nicht über 2,50 Meter lang. Der Kleine Zwergpottwal ist dem Zwergpottwal sehr ähnlich und so kann man die beiden Arten nur schwer voneinander unterscheiden. Kleine Zwergpottwale sind bläulich grau oder dunkel grauschwarz und besitzen viereckige Köpfe. Ihre Schnauze ist leicht spitz und überragt den Unterkiefer, in welchem 14 bis 26 sehr scharfe, lange und gebogene Zähne sitzen. Gestrandete Tiere erinnern aus diesem Grund etwas an Haie. Ihre Rückenfinnen besitzen eine breite Basis und ein spitzes Ende, ebenso wie die breite Schwanzflosse. Die Brustflossen sind kurz und breit. Etwas links am Kopf liegt das einzelne Blasloch. Hinter den Augen liegen, so wie beim Zwergpottwal auch, Falten, die an Kiemen erinnern. Bei der Geburt sind Kleine Pottwale nur etwa 1 Meter lang. Im Laufe ihres Lebens werden sie dann zwischen 2,10 und 2,70 Meter groß. Neugeborene wiegen 40 bis 50 kg und wachsen sich zu einem Gewicht von 135 bis 275 kg aus. Kleine Zwergpottwale ernähren sich hauptsächlich von Tintenfisch, aber auch von Fisch und Kleinkrebsen.

Gefährdung
Unbekannt.

Bestand
Unbekannt

Schutzmaßnahmen
Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet die Art mit geringem Gefährdungsrisiko.


Pottwahle



Wissenschaftlicher Name: Physeter macrocephalus
Deutscher Name: Andrew-Schnabelwal
Andere Namen: -
Englische Bezeichnung: Spermwhale, Great Sperm Whale, Cachalot
Spanischer Name: -

Taxonomie
Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Physeteridae
Gattung: Physeter
Spezies: macrocephalus

Verhalten
Pottwale verbringen einen großen Teil ihres Lebens entweder in „Fortpflanzungs-Schulen“ (erwachsene Weibchen mit ihren Kälbern), oder in „Junggesellen-Schulen“ (junge Männchen, noch nicht geschlechtsreif, von 7 bis 27 Jahren). Ältere Männchen leben häufig allein und treffen in der Fortpflanzungszeit mit den Gruppen der Weibchen zusammen. Pottwale tauchen oft sehr lang und das Springen und Flukeschlagen sind ebenfalls häufige Aktivitäten.

Globale Verbreitung
Pottwale werden in den meisten Weltmeeren gefunden, außer in der hohen Arktis. In großen Gruppen treten sie allerdings nur in bestimmten Gebieten auf, die ihrem bevorzugten Lebensraum entsprechen. In diesen Gegenden kommt ihre bevorzugte Nahrung vor. Pottwale mögen tiefere Gewässer und können in der Regel deshalb weit vor der Küste gesichtet werden. Wenn die Tiefe jedoch mehr als 200 Meter beträgt, sind sie auch näher an den Küsten zu finden. Männliche Pottwale ziehen normalerweise an die Polregionen, bei der im Mittelmeer vorkommenden Population weiß man jedoch nicht, ob die Tiere das Mittelmeer verlassen.

Morphologie
Pottwale besitzen einen sehr großen viereckigen Kopf, der bis zu einem Drittel der gesamten Körperlänge ausmacht (Männchen haben, im Vergleich zur Körperlänge, einen größeren Kopf als die Weibchen). Die Haut der Tiere ist dunkelgrau, faltig und kann bei älteren Männchen auch starke Narben, besonders im Kopfbereich, aufweisen. Männliche Pottwale besitzen außerdem mehr und größere Zähne als die Weibchen. Etwa 36 bis 50 befinden sich in ihrem langen, schmalen Unterkiefer. Im Oberkiefer sitzen winzige Zähne, die nicht gebraucht werden, und deshalb meist vom Zahnfleisch verdeckt bleiben. Die Zähne des Unterkiefers sind dick und konisch und können bis 20 cm lang werden. Wie alle Zahnwale besitzen Pottwale nur ein Blasloch, welches bei ihnen auf der linken Seite nahe der Vorderseite des Kopfes liegt. (Bartenwale besitzen im Gegensatz dazu zwei nebeneinander liegende Blaslöcher). Ihr Blas beim Ausatmen ist buschig und nach links vorne gerichtet. Der Pottwal ist der größte aller Zahnwale. Ausgewachsene Männchen werden 15 bis 18 Meter lang und Weibchen 11 bis 12 Meter. Neugeborene messen 3,50 bis 4,50 Meter. Erwachsene Tiere wiegen bis zu 50 Tonnen, wobei das Mittel zwischen 20 und 50 Tonnen liegt. Neugeborene wiegen etwa 1 Tonne. Sie ernähren sich hauptsächlich von Tintenfisch, aber auch von Fisch.

Gefährdung
Walfang, menschliche Störung, chemische Umweltverschmutzung, Fischernetze

Bestand
Bestandsschätzung: 360.000 (Whitehead 2002). Bestandsschätzungen vor Beginn des Walfangs: 1.110.000 Pottwale. Im 19. Jhdt. wurden 270.000 Tiere getötet. Kommerzielle Walfänger töteten im 20. Jhdt. bis zu 30.000 Tiere pro Jahr. 1988 endete kurzfristig die Jagd auf Pottwale. Pottwale werden von Japan bejagt. Die jährliche selbst erteilte Quote im Rahmen des "wissenschaftlichen Walfangs" beträgt 10 Tiere pro Jahr. Außerhalb der Kontrolle der Internationalen Walfangkommission (IWC) werden jährlich einige bis einige zehn Pottwale in Indonesien und den Kleinen Antillen getötet sowie gelegentlich von Walfängern aus St. Vincent und St. Lucia.

Schutzmaßnahmen
Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet Pottwale als gefährdet.



Zwergpottwal

Wissenschaftlicher Name: Kogia breviceps
Deutscher Name: Zwergpottwal
Andere Namen: -
Englische Bezeichnung: Pygmy Sperm Whale, Short-headed Sperm Whale, Lesser Cachalot, Lesser Sperm Whale
Spanischer Name: -

Taxonomie
Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Kogiidae
Gattung: Kogia
Spezies: breviceps

Verhalten
Zwergpottwale tauchen sehr langsam und bedächtig auf und sinken dann wie ein Stein in die Tiefe. Wenn der Zwergpottwal erschrickt, verliert er eine braune Darmflüssigkeit, die eine dichte Wolke hinterlässt, und taucht ab. Dies scheint wie die Tinte der Tintenfische als Ablenkung und Schutz vor Feinden zu dienen. Sie leben in Gruppen von 3 bis 6 Tieren.

Globale Verbreitung
Zwergpottwale leben weit vor der Küste und bevorzugen wärmere Gewässer, sie dürften in allen subtropischen und tropischen Meeren verbreitet sein. Doch die meisten Informationen über diese Walart lieferten Strandungen, was das Bild zumindest teilweise verfälschen könnte.

Morphologie
Zwergpottwale sehen Kleinen Zwergpottwalen sehr ähnlich und erst 1966 erkannte man, dass es sich bei ihnen eigentlich um zwei getrennte Arten handelt. Sie sind dunkel, stahlgrau bis blaugrau, wobei die Bauchseite blasser, manchmal rosa gefärbt ist. Besonders die Köpfe der ausgewachsenen Tiere sind kurz und viereckig (die Jungtiere besitzen etwas zugespitztere Köpfe) und sie haben hinter jedem Auge falsche Kiemen. Die Schnauze überragt den winzigen Unterkiefer, der zwischen 20 und 32 lange, scharfe Zähne besitzt. Im Oberkiefer befinden sich keine Zähne. Zwergpottwale haben breite, kurze Brustflossen, die weit vorn am Körper ansitzen, und auch die Schwanzflosse ist breit und in der Mitte leicht eingekerbt. Das Blasloch ist leicht nach links verschoben. Zwergpottwale sind etwas größer als Kleine Zwergpottwale. Erwachsene Tiere messen zwischen 2,70 und 3,40 Meter. Neugeborene sind etwa 1,20 Meter lang. Ausgewachsen wiegen Zwergpottwale etwa 315 bis 400 kg. Neugeborene wiegen etwa 55 kg. Sie ernähren sich hauptsächlich von Tintenfisch, aber auch von Fisch und Kleinkrebsen.

Gefährdung
Unbekannt.

Bestand
Unbekannt.

Schutzmaßnahmen
Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet die Art mit geringem Gefährdungsrisiko.

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