SATIS, Studentische Arbeitsgruppe gegen Tiermissbrauch im Studium
SATIS (Studentische Arbeitsgruppe gegen Tiermissbrauch im Studium) ist eine Arbeitsgruppe innerhalb des "Bundesverbands der Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte". Er wurde 1988 zunächst als e.V. in München gegründet, war nach einer Satzungsänderung ab 1994 Bundesverband mit Arbeitsgruppen an etwa 30 Hochschulen und ging dann aufgrund stark nachlassenden Interesses im Jahr 2000 nach der Auflösung als eigenständiger Verein in den vorgenannten "Bundesverband der Tierversuchsgegner" ein, um weiterhin vor allem Erstsemester über Tierverbrauch im Studium und die Alternativen zu informieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Positionen
2 Arbeit
3 Einzelnachweise
4 Literatur
5 Weblinks
Positionen
SATIS beschäftigt sich nicht mit Tierversuchen insgesamt, sondern nur mit Tierversuchen bzw. tierverbrauchenden Übungen in der akademischen Ausbildung, vorwiegend in den Studiengängen Biologie, Medizin und Tiermedizin. Die Arbeitsgruppe und ihre Mitstreiter vertreten die Position, dass sämtliche Lehrziele gleichwertig oder besser auch ohne tierverbrauchende Methoden vermittelt werden können. Sie kritisieren, dass Tierverbrauch auf einer alten, nicht mit der wissenschaftlichen Entwicklung schritthaltenden Didaktik beruht und insbesondere auch das Ziel verfolgt, Studenten durch aktive Teilnahme an solchen Versuchen auf die Seite der Tierversuchs-Befürworter zu ziehen ("Initiations-Ritus").
Arbeit
Ein wesentlicher Teil der Aktivitäten bestand in den ersten gerichtlichen Auseinandersetzungen, in denen Studenten auf ein Studium ohne Zwangsteilnahme an tierverbrauchenden Übungen klagten. Diese Prozesse gingen sehr unterschiedlich aus.
Einzelnachweise
1. Ausführlich dokumentiert in: Rieg, Timo/ Völlm, Birgit, Feddersen, Anja/ Gericke, Corina: Über Leichen zum Examen? Tierversuche im Studium. 2. Auflage Bochum 1996, ISBN 3-928781-32-4
Literatur
Timo Rieg et al.: Über Leichen zum Examen? Tierversuche im Studium. ISBN 3-928781-32-4
Corina Gericke et al.: SATIS-Studie '95. Erfassung des Tierverbrauchs und des Einsatzes von Alternativmethoden im Studium an deutschen Hochschulen. ISBN 3-928781-30-8 (Ausgezeichnet mit dem Preis der Stiftung Buchkunst)
Timo Rieg: Rechtliche Aspekte der Verwendung natürlich gestorbener oder eingeschläferter Tiere im Morphologiepraktikum, in: Alternativen zu Tierexeperimenten ALTEX, Nr. 14 2/1997, auch im Web
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