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17.02.2009

Schlag gegen Vogelmörder in Italien gelungen

Schlag gegen Vogelmörder in Italien gelungen
Das Bonner Komitee gegen den Vogelmord hat eine erste Zwischenbilanz seines Einsatzes gegen die illegale Zugvogeljagd in den italienischen Alpen gezogen. Seit Montag sind bereits 5 Vogelfänger verhaftet und mehr als 140 Fallen und 5 Netze beschlagnahmt worden. Experten des Komitees hatten zuvor die Fangplätze der Täter im Gebirge ausgekundschaftet und anschließend eine Sondereinheit der italienischen Forstpolizei zu den versteckt gelegenen Fallen geführt. Als die Wilderer später ihre Beute - vor allem kleine Singvögel - einsammeln wollten, wurden sie von den im Gebüsch wartenden Beamten überwältigt und festgenommen. Bei der Kontrolle eines Tarnhüttenjägers im Val Sabbia stieß die Polizei zudem auf eine riesige Sammlung illegal gehaltener Tiere. Mehr als 100 geschützte Singvögel - darunter Buchfinken, Bergfinken, Rotdrosseln, Zeisige, Heckenbraunellen, ein Seidenschwanz und eine Zippammer - wurden beschlagnahmt und in eine vom Komitee und seinem italienischen Partnerverband "Centro Soccorso Animali" geleitete Auffangstation gebracht.

Auch Störche sind das Opfer der Vogeljäger:



Ein weiterer Jäger wurde in der Nähe der Stadt Iseo dabei erwischt, wie er Feldlerchen mit elektronisch erzeugten Vogelrufen in seine Netze lotsen wollte. Die Fanganlage wurde stillgelegt und gegen den Jäger ein Verfahren eingeleitet.



Weil sie als traditionelle Delikatesse begehrt sind und teuer verkauft werden können, werden in Italien jedes Jahr unzählige geschützte Singvögel gefangen oder abgeschossen. Ein Millionengeschäft für Wilderer und "Delikatessenhändler", die bis zu 500 Euro für ein Kilo Rotkehlchen verlangen. Um gegen den Verzehr, Fang und Verkauf geschützter Vogelarten vorzugehen, veranstaltet das Komitee gegen den Vogelmord vom 4. Oktober bis zum 2. November 2008 sein mittlerweile 25. "Vogelschutzcamp" in Norditalien. Mit jährlich mehr als 100 internationalen Teilnehmern ist dieser Einsatz der größte seiner Art in Europa. "Die Zahl der bei jedem Einsatz gefundenen Fanggeräte ist zwar immer noch hoch, sie geht aber seit Jahren kontinuierlich zurück", resümiert Komitee-Geschäftsführer Alexander Heyd.

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